{"id":1649,"date":"2020-08-05T19:06:42","date_gmt":"2020-08-05T16:06:42","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/beirut-deutschland-sichert-libanon-schnelle-hilfe-zu\/"},"modified":"2020-08-05T19:06:42","modified_gmt":"2020-08-05T16:06:42","slug":"beirut-deutschland-sichert-libanon-schnelle-hilfe-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/beirut-deutschland-sichert-libanon-schnelle-hilfe-zu\/","title":{"rendered":"Beirut: Deutschland sichert Libanon schnelle Hilfe zu"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/5ec1aede-df70-48ce-b72b-efa45f40f076_w948_r1.77_fpx30_fpy55.01.jpg\" title=\"Beirut nach der verheerenden Explosion\" alt=\"Beirut nach der verheerenden Explosion\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Beirut nach der verheerenden Explosion<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Marwan Naamani\/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>In Beirut suchen Einsatzkr\u00e4fte einen Tag nach der Katastrophe in den Tr\u00fcmmern weiter nach \u00dcberlebenden. &quot;Fast die H\u00e4lfte von Beirut ist zerst\u00f6rt oder besch\u00e4digt&quot;, sagte Gouverneur Marwan Abud. Bis zu 300.000 Menschen seien obdachlos geworden. <\/p>\n<p>Libanons Pr\u00e4sident Michel Aoun bat die internationale Gemeinschaft um schnelle Unterst\u00fctzung. Dringend notwendig sei Hilfe f\u00fcr Krankenh\u00e4user, betroffene Familien sowie zum Wiederaufbau zerst\u00f6rter Geb\u00e4ude, sagte Aoun zu Beginn einer Kabinettssitzung, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete. Die Unterst\u00fctzung werde nicht zuletzt ben\u00f6tigt, weil das Land unter einer beispiellosen Wirtschaftskrise leide.<\/p>\n<p>Bei der Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt wurden mindestens 100 Menschen get\u00f6tet und mindestens 4000 Menschen verletzt. Die Regierung vermutet als Ausl\u00f6ser hochexplosives Material, das dort seit Jahren gelagert worden sei.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung und deutsche Hilfsorganisationen setzten umgehend Soforthilfen f\u00fcr den Libanon in Gang. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel kondolierten und sagten Unterst\u00fctzung zu. &quot;Deutschland wird tun, was es kann, um den Menschen im Libanon zur Seite zu stehen&quot;, schrieb Steinmeier an Pr\u00e4sident Aoun. Merkel schrieb, der Libanon k\u00f6nne &quot;in dieser schweren Zeit&quot; auf die &quot;Hilfe und Unterst\u00fctzung der Bundesregierung z\u00e4hlen&quot;.<\/p>\n<p>Das Ausw\u00e4rtige Amt richtete nach Angaben des Sprechers einen Krisenstab ein, der am Mittwochvormittag zum ersten Mal tagte. Drei Themen st\u00fcnden im Zentrum: die Lage der Deutschen vor Ort, die Hilfsersuchen der libanesischen Regierung sowie die Arbeitsf\u00e4higkeit der deutschen Botschaft.<\/p>\n<p>Zur genauen Zahl der verletzten Deutschen konnte die Bundesregierung weiterhin keine Angaben machen. &quot;Wir haben Hinweise auf einzelne verletzte Deutsche und viele Hinweise auf schwere Sachsch\u00e4den&quot;, sagte ein Sprecher des Ausw\u00e4rtigen Amts. Eine &quot;belastbare Zahl&quot; der Verletzten k\u00f6nne aber noch nicht genannt werden. Insgesamt gebe es &quot;eine erhebliche Anzahl von Deutschen&quot;, die im Libanon leben.<\/p>\n<p>Mehrere deutsche Organisationen richteten Spendenkonten ein. Nach Angaben des Deutschen Spendenrates geh\u00f6ren unter anderen das Deutsche Rote Kreuz, der Verein Islamic Relief Deutschland und der Malteser Hilfsdienst dazu. Menschen k\u00f6nnen sowohl auf der jeweiligen Internetseite der Initiativen als auch per \u00dcberweisung f\u00fcr die Opfer spenden.<\/p>\n<p>\u00dcber den EU-Krisenmechanismus machte sich unter anderem aus den Niederlanden ein Team aus 70 Spezialisten auf den Weg. Frankreich schickte zwei Milit\u00e4rflugzeuge mit 55 Angeh\u00f6rigen des Zivilschutzes und tonnenweise Material zur Behandlung von Verletzten. Tschechien schickte ein Team, das auf die Bergung von Versch\u00fctteten spezialisiert ist. Auch Griechenland und Zypern schickten Rettungsmannschaften mit Sp\u00fcrhunden. Russland schickte f\u00fcnf Flugzeuge mit \u00c4rzten und einem mobilen Krankenhaus.<\/p>\n<p>Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron wollte am Donnerstag nach Beirut reisen. Der Libanon war fr\u00fcher Teil des franz\u00f6sischen Mandatsgebiets, beide L\u00e4nder sind immer noch eng verbunden. Aus Solidarit\u00e4t mit den Betroffenen wurden unter anderem der Wolkenkratzer Burj Khalifa in Dubai und die Pyramiden in \u00c4gypten in Libanons Nationalfarben beleuchtet. Auch das Rathaus von Tel Aviv sollte am Abend in den Farben der libanesischen Fahne erleuchtet werden. Der Libanon und Israel haben keine diplomatischen Beziehungen. Offiziell befinden sich die Nachbarl\u00e4nder im Krieg.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Beirut nach der verheerenden Explosion Foto:\u2002Marwan Naamani\/ dpa In Beirut suchen Einsatzkr\u00e4fte einen Tag nach der Katastrophe in den Tr\u00fcmmern weiter nach \u00dcberlebenden. &quot;Fast die H\u00e4lfte von Beirut ist zerst\u00f6rt oder besch\u00e4digt&quot;, sagte Gouverneur Marwan Abud. Bis zu 300.000 Menschen seien obdachlos geworden. 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