{"id":16407,"date":"2022-11-25T09:05:54","date_gmt":"2022-11-25T06:05:54","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-25-november\/"},"modified":"2022-11-25T09:05:54","modified_gmt":"2022-11-25T06:05:54","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-25-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-25-november\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Freitag (25. November)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Ukraine ben\u00f6tigt mehr Geld f\u00fcr den Wiederaufbau. Pr\u00e4sident Selenskyj lobt den Widerstandsgeist der Bev\u00f6lkerung. Und: Belarus will nicht direkt in den Krieg eingreifen. Die wichtigsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Die Zahl der Opfer des russischen Beschusses auf die s\u00fcdukrainische Stadt Cherson ist noch einmal nach oben korrigiert worden. So sind am Donnerstag nach regionalen Beh\u00f6rdenangaben sieben Menschen get\u00f6tet und etwa 20 verletzt worden. Die erst k\u00fcrzlich von ukrainischen Truppen befreite Stadt sei mit Artillerie und Mehrfachraketenwerfern beschossen worden, teilte Gebietsgouverneur Jaroslaw Januschewytsch mit.<\/p>\n<p>Ein Hochhaus habe durch den Beschuss Feuer gefangen, ein Geschoss sei auf einem Kinderspielplatz eingeschlagen. \u00bbDer heutige Tag ist eine weitere schreckliche Seite in der Geschichte unserer Heldenstadt\u00ab, schrieb der Gouverneur auf Telegram. In ersten Berichten war von vier Toten die Rede gewesen.<\/p>\n<p>Unter dem Druck ukrainischer Angriffe hatten russische Truppen Cherson und ihren Br\u00fcckenkopf auf dem nordwestlichen Ufer des Dnipro Mitte November ger\u00e4umt. Die Russen halten aber Stellungen auf dem anderen Ufer des Flusses und setzen von dort ihre Artillerie ein. Die Lage in der Stadt gilt als \u00e4u\u00dferst schwierig. Die ukrainischen Beh\u00f6rden haben Zivilisten angeboten, Cherson zeitweise zu verlassen.<\/p>\n<p>Dem ukrainischen Finanzminister Serhij Martschenko zufolge wird die Ukraine mehr finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Wiederaufbau des Landes ben\u00f6tigen. \u00bbLeider w\u00e4chst die Zahl jeden Tag und wird im schlimmsten Fall noch erheblich steigen\u00ab, erkl\u00e4rte Martschenko in einer E-Mail. Der derzeitige Haushalt sehe nur wenig f\u00fcr den Wiederaufbau vor und m\u00fcsse aufgestockt werden. Die Unterst\u00fctzung durch unsere internationalen Partner ist f\u00fcr uns von entscheidender Bedeutung\u00ab, sagte der Minister mit Verweis auf die von der EU bereits zugesagten 18 Milliarden Euro. Im August sch\u00e4tzte die Weltbank die Kosten f\u00fcr die Instandsetzung der ukrainischen Infrastruktur noch auf 105 Milliarden Dollar.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Neun Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs hat der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj den Widerstandsgeist seines Landes beschworen. \u00bbWir haben neun Monate lang einen umfassenden Krieg \u00fcberstanden, und Russland hat keinen Weg gefunden, uns zu brechen. Und es wird keinen finden\u00ab, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. \u00bbWir m\u00fcssen so weitermachen wie jetzt gerade, in Einigkeit und gegenseitiger Hilfe.\u00ab<\/p>\n<p>Selenskyj sagte, wie schwierig die Wiederherstellung der Strom- und Wasserversorgung nach dem schweren Raketenangriff vom Mittwoch sei. \u00bbRussland will nicht nur, dass die Ukrainer ohne Strom und W\u00e4rme sind\u00ab, sagte er in Kiew. \u00bbDie Terroristen wollen uns voneinander isolieren und daf\u00fcr sorgen, dass wir einander nicht sp\u00fcren.\u00ab<\/p>\n<p>Die Angriffe auf zivile Ziele seien \u00bbdie Rache derjenigen, die verloren haben\u00ab, sagte der Pr\u00e4sident. \u00bbSie wissen nicht, wie man k\u00e4mpft. Das Einzige, was sie tun k\u00f6nnen, ist zu terrorisieren. Ob Energieterror, Artillerieterror oder Raketenterror \u2013 so tief ist Russland unter seiner derzeitigen F\u00fchrung gesunken.\u00ab Nur die Befreiung des gesamten Landes und verl\u00e4ssliche Sicherheitsgarantien k\u00f6nnten die Ukrainer dauerhaft vor der Bedrohung durch Russland sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Selenskyj h\u00e4lt trotz westlicher Skepsis an einer Befreiung der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim als Kriegsziel fest. Das sagte er der britischen Zeitung \u00bbFinancial Times\u00ab nach Angaben vom Donnerstag. \u00bbIch kann verstehen, dass jeder verwirrt ist in dieser Lage und was aus der Krim wird\u00ab, wurde er zitiert.<\/p>\n<p>\u00bbWenn uns jemand einen Weg aufzeigt, wie die Besetzung der Krim mit nicht-milit\u00e4rischen Mitteln beendet werden kann, dann werde ich sehr daf\u00fcr sein\u00ab, sagte Selenskyj der Zeitung. Wenn ein Vorschlag aber bedeute, dass die Krim besetzt und Teil Russlands bleibe, \u00bbsollte niemand darauf seine Zeit verschwenden. Das ist Zeitverschwendung.\u00ab<\/p>\n<p>Westliche Unterst\u00fctzer der Ukraine gehen davon aus, dass diese irgendwann die von Russland seit dem 24. Februar besetzten Gebiete sowie den Donbass zur\u00fcckerobern kann. Sie sind aber vorsichtiger bei der Krim: Die Halbinsel sei f\u00fcr Moskau strategisch und symbolisch so wichtig, dass eine Eskalation des Krieges zu bef\u00fcrchten sei.<\/p>\n<p>Bei Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew im Fr\u00fchjahr zu Beginn des Krieges stand im Raum, die Frage der Zugeh\u00f6rigkeit der Krim auf einige Jahre zu vertagen. Best\u00e4rkt durch ihre milit\u00e4rischen Erfolge verfolgt die Kiewer F\u00fchrung nun aber das Ziel, alle abgetrennten Gebiete der Ukraine zur\u00fcckzuerobern.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Russland wies jegliche Verantwortung f\u00fcr Zerst\u00f6rungen in Kiew zur\u00fcck. \u00bbNicht ein einziger Schlag\u00ab sei innerhalb Kiews erfolgt, behauptete das russische Au\u00dfenministerium am Donnerstag. Jedwede Zerst\u00f6rung sei das Ergebnis von Raketen, die \u00bbausl\u00e4ndische und ukrainische Luftabwehrsysteme\u00ab von bewohnten Gebieten der ukrainischen Hauptstadt aus abgeschossen h\u00e4tten. Das Ministerium sprach allerdings von \u00bbmassiven Schl\u00e4gen\u00ab auf die \u00bbMilit\u00e4rf\u00fchrung der Ukraine\u00ab und \u00bbdamit verbundene Energieeinrichtungen\u00ab.<\/p>\n<h3><strong>Energieversorgung in der Ukraine<\/strong><\/h3>\n<p>Nach den russischen Angriffen sind Teile der Hauptstadt Kiew und andere Regionen im Land zun\u00e4chst weiterhin ohne Zugang zu Strom und flie\u00dfendem Wasser. Mehr als zwei Drittel Kiews seien noch von der Stromversorgung abgeschnitten, erkl\u00e4rte B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko.<\/p>\n<p>In rund 15 Regionen gebe es Probleme mit der Strom- und Wasserversorgung, sagte Pr\u00e4sident Selenskyj. \u00bbDie Stromversorgung bleibt in fast allen Regionen schwierig\u00ab, erkl\u00e4rte er. St\u00fcndlich k\u00f6nnten jedoch weitere Haushalte wieder mit Strom beliefert werden.<\/p>\n<p>Auch in Charkiw, der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt der Ukraine im Osten des Landes, gab es nach Angaben des \u00f6rtlichen Regionalgouverneurs Probleme mit der Elektrizit\u00e4t und \u00bbStrom-Notabschaltungen\u00ab. Nach \u00bbsehr schwierigen\u00ab Arbeiten sei die Stromversorgung am Donnerstag wiederhergestellt worden, sagte B\u00fcrgermeister Igor Terechow.<\/p>\n<p>Etwa die H\u00e4lfte der ebenfalls im Zentrum gelegenen Region Dnipropetrowsk verf\u00fcge \u00fcber Strom, gab deren Gouverneur Valentin Resnitschenko an. Er warnte, dass es Shutdowns geben werde, um das Stromnetz zu entlasten. Auch in anderen Landesteilen, darunter die Regionen Riwne, Tscherkassy, Kirowograd und Schytomir, liefen Reparaturarbeiten.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Der autorit\u00e4re belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko schlie\u00dft einen direkten Einsatz seiner Armee im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aus. \u00bbWenn wir uns unmittelbar mit den Streitkr\u00e4ften, mit Soldaten in diesen Konflikt einmischen, tragen wir nichts bei, wir machen es nur noch schlimmer\u00ab, sagte Lukaschenko nach einer Meldung der Agentur Belta vom Donnerstag in Minsk auf Fragen russischer Journalisten.<\/p>\n<p>Die seinen Angaben nach 35.000 bis 40.000 Mann starke belarussische Armee werde f\u00fcr Russland das Problem dieses Feldzugs nicht l\u00f6sen. \u00bbWir mischen uns nicht ein, wir t\u00f6ten niemanden, wir schicken keine Soldaten dorthin, weil es nicht n\u00f6tig ist\u00ab, sagte Lukaschenko. Belarus unterst\u00fctze Russland, seine Rolle sei aber eine andere.<\/p>\n<p>Lukaschenko hat sein Land als Aufmarschgebiet f\u00fcr russische Truppen zur Verf\u00fcgung gestellt. Russische Luftangriffe auf die Ukraine werden von dort aus geflogen. Nach Materialverlusten der russischen Armee stellt Belarus Panzer und andere Waffen zur Verf\u00fcgung. Die Ukraine betrachtet das Nachbarland deshalb als Kriegspartei und h\u00e4lt auch Truppen in Reserve f\u00fcr den Fall, einen direkten Angriff aus Belarus abwehren zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Lukaschenko trat f\u00fcr Friedensgespr\u00e4che zwischen Moskau und Kiew ein. Er behauptete aber, Polen und die USA hinderten die Ukraine an Verhandlungen.<\/p>\n<p>Der britische Au\u00dfenminister James Cleverly will bei seinem geplanten Besuch in der Ukraine weitere Unterst\u00fctzung in H\u00f6he von mehreren Millionen Pfund zusagen. Laut einer am fr\u00fchen Freitag ver\u00f6ffentlichten Erkl\u00e4rung seines B\u00fcros sollen die Gelder sicherstellen, dass das Land die praktische Hilfe erh\u00e4lt, die es \u00fcber den Winter braucht. \u00bbGro\u00dfbritannien steht an der Seite der Ukraine. Unsere Unterst\u00fctzung wird so lange bestehen bleiben, bis sich dieses bemerkenswerte Land wieder erholt hat\u00ab, so Cleverly. <\/p>\n<p>Der Minister wird auf seiner Reise auch Pr\u00e4sident Selenskyj und Au\u00dfenminister Dmytro Kuleba treffen. Cleverlys Besuch erfolgt nur wenige Tage nachdem Gro\u00dfbritanniens neuer Premierminister Rishi Sunak in Kiew war. Sunak versprach bereits, die entschlossene Unterst\u00fctzung seines Landes f\u00fcr die Ukraine fortzusetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ukraine ben\u00f6tigt mehr Geld f\u00fcr den Wiederaufbau. Pr\u00e4sident Selenskyj lobt den Widerstandsgeist der Bev\u00f6lkerung. Und: Belarus will nicht direkt in den Krieg eingreifen. 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