{"id":1640,"date":"2020-08-05T08:38:53","date_gmt":"2020-08-05T05:38:53","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/klimaschutz-peter-altmaier-raumt-fehler-ein\/"},"modified":"2020-08-05T08:38:53","modified_gmt":"2020-08-05T05:38:53","slug":"klimaschutz-peter-altmaier-raumt-fehler-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/klimaschutz-peter-altmaier-raumt-fehler-ein\/","title":{"rendered":"Klimaschutz: Peter Altmaier r\u00e4umt Fehler ein"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/f16f78e7-0001-0004-0000-000001415550_w948_r1.77_fpx40.31_fpy46.96.jpg\" title=\"Peter Altmaier 2019 bei einer Energiewende-Konferenz in Berlin\" alt=\"Peter Altmaier 2019 bei einer Energiewende-Konferenz in Berlin\"\/><figcaption>\n<p>Peter Altmaier 2019 bei einer Energiewende-Konferenz in Berlin<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Bernd von Jutrczenka \/ DPA  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat Vers\u00e4umnisse in der Klimaschutzpolitik einger\u00e4umt. Der Kohleausstieg, der Green Deal der EU und der neue CO2-Preis zeigten zwar, &quot;dass die Bundesregierung den Klimaschutz ernst nimmt und ihn zum Erfolg f\u00fchren will&quot;, sagte Altmaier. &quot;Ich gebe allerdings zu, dass wir in den letzten Jahren auch Fehler gemacht und zu sp\u00e4t gehandelt haben.&quot; Man habe &quot;enormen&quot; Nachholbedarf. &quot;In den n\u00e4chsten Monaten m\u00fcssen wir daf\u00fcr sorgen, dass der Weg zur einer CO2-Neutralit\u00e4t unumkehrbar wird.&quot;<\/p>\n<p>Die EU will bis 2050 klimaneutral werden &#8211; also unterm Strich keine Treibhausgase mehr aussto\u00dfen. &quot;Mehr als 15 Jahre lang wurde versucht, den Klimaschutz weltweit in einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller wichtigen L\u00e4nder zu erreichen&quot;, sagte Altmaier. &quot;Dabei haben wir viel Zeit verloren, ohne dass etwas Durchgreifendes geschehen ist.&quot; Deshalb h\u00e4tten die Europ\u00e4er entschieden, voranzugehen. Daf\u00fcr m\u00fcssten nicht nur Verkehr und Heizungen, sondern auch die Industrie auf Kohle, \u00d6l und Erdgas als Energiequelle verzichten.<\/p>\n<h3>Stahlbranche als Paradebeispiel<\/h3>\n<p>Altmaier hat dabei insbesondere die Stahlproduktion im Blick. &quot;An der Stahlindustrie wird sich &#8211; als Paradebeispiel einer energieintensiven Industrie &#8211; zeigen, ob es uns gelingt, Klimaschutz und hochwertige Industrie in Europa zusammenzubringen&quot;, sagte er. Nur dann werde Europa ein Vorbild, nur dann lie\u00dfen sich Wohlstand und ein hohes Niveau an sozialer Sicherung in Deutschland und Europa erhalten.<\/p>\n<p>Man wisse, wie Stahl klimaneutral produziert werde, n\u00e4mlich durch den Einsatz von sogenanntem gr\u00fcnem Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, sagte Altmaier. Dieser Stahl sei aber auf absehbare Zeit teurer als Stahl, der mit Kokskohle produziert werde &#8211; daher m\u00fcsse man daf\u00fcr sorgen, dass die Stahlproduktion wettbewerbsf\u00e4hig bleibe und nicht in L\u00e4nder mit viel geringeren Umweltauflagen verlagert werde. &quot;Daf\u00fcr ist gemeinsames Handeln von Unternehmen und Staat notwendig&quot;, so Altmaier.<\/p>\n<p>Auf EU-Ebene wird daher \u00fcber einen Mechanismus diskutiert, der den Import von Waren, bei deren Produktion viele Treibhausgase entstanden sind, verteuern w\u00fcrde. In ihrer Wasserstoffstrategie hat die Bundesregierung zudem ein Pilotprogramm angek\u00fcndigt, das Unternehmen der Stahl- und Chemieindustrie finanziell unterst\u00fctzt, wenn sie Treibhausgase einsparen.<\/p>\n<p>&quot;Alle L\u00f6sungen m\u00fcssen marktwirtschaftlichen Prinzipien folgen und mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO vereinbar sein&quot;, sagte Altmaier. Europ\u00e4ischen und nationale Ma\u00dfnahmen m\u00fcssten gut aufeinander abgestimmt werden. &quot;Wir sollen m\u00f6glichst bis zur Bundestagswahl Grundsatzentscheidungen in Europa dazu treffen. Es wird nur gehen, wenn sich Wirtschaft und Politik unterhaken.&quot;<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peter Altmaier 2019 bei einer Energiewende-Konferenz in Berlin Foto:\u2002Bernd von Jutrczenka \/ DPA Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat Vers\u00e4umnisse in der Klimaschutzpolitik einger\u00e4umt. 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