{"id":16383,"date":"2022-11-24T07:49:15","date_gmt":"2022-11-24T04:49:15","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-24-november\/"},"modified":"2022-11-24T07:49:15","modified_gmt":"2022-11-24T04:49:15","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-24-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-24-november\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Donnerstag (24. November)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die j\u00fcngsten russischen Angriffe auf ukrainische Infrastruktur sorgen f\u00fcr Entsetzen. Kiew will handgetriebene Sirenen einsetzen. Und: Trotzreaktion aus Moskau. Die wichtigsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Die russische Armee hat bei ihrem Luftangriff auf die Ukraine am Mittwoch nach Kiewer Z\u00e4hlung etwa 70 Raketen sowie Kampfdrohnen eingesetzt. Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj und Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj sprachen von 67 Raketen, die auf die Ukraine abgefeuert worden seien. Allein auf die Hauptstadt Kiew seien 30 Raketen abgeschossen worden, von denen 20 abgefangen worden seien, schrieb Saluschnyj auf Telegram.<\/p>\n<p>Zuvor hatte die Luftwaffe eine Gesamtzahl von 71 Raketen genannt. 51 russische Raketen sowie f\u00fcnf Drohnen seien im Anflug abgeschossen worden, teilte das Luftwaffenkommando mit. Den Angaben nach setzte Russland Marschflugk\u00f6rper der Typen Ch-101 und Ch555 ein, die von Flugzeugen aus gestartet wurden. Dazu kamen seegest\u00fctzte Marschflugk\u00f6rper des Typs Kalibr. Den bislang gr\u00f6\u00dften Angriff mit etwa hundert Raketen hatte es am 15. November gegeben.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Nach dem schweren russischen Raketenangriff auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine machen Techniker nach offiziellen Angaben Fortschritte bei der Wiederherstellung der Stromversorgung. In 15 Verwaltungsgebieten gebe es teilweise wieder Strom, sagte der Vizechef des Pr\u00e4sidialamtes, Kyrylo Tymoschenko. In der Hauptstadt selbst werde die kritische Infrastruktur wie Krankenh\u00e4user wieder versorgt, danach seien private Verbraucher dran. Bis zum Abend seien landesweit 2750 Notfallanlaufstellen in Betrieb gegangen, in denen es Heizung, Licht, Wasser, Internet und Telefon f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger gibt.<\/p>\n<p>In Kiew waren nach Angaben von B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko 80 Prozent der Haushalte ohne Strom und Wasser. Nach Angaben des Innenministeriums wurden zehn Menschen durch den Beschuss get\u00f6tet.<\/p>\n<p>In den Stadtteilen von Kiew mit v\u00f6lligem Stromausfall sollen handbetriebene Sirenen und Lautsprecher vor m\u00f6glichen neuen russischen Luftangriffen warnen. Das teilte die Verwaltung der ukrainischen Hauptstadt am Mittwochabend mit. Polizei und Katastrophenschutz setzten solche Ger\u00e4te ein. \u00bbBitte beachten Sie diese Warnungen und suchen Sie im Fall von Luftalarm einen Schutzraum auf!\u00ab, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Nach den russischen Angriffen auf kritische Infrastruktur hat Pr\u00e4sident Selenskyj vor dem Uno-Sicherheitsrat eine weitere Verurteilung Moskaus gefordert. Russland m\u00fcsse deutlich als terroristischer Staat bezeichnet werden, sagte er per Video von dem Gremium in New York. Das Treffen des Rates war zuvor nach einer Forderung aus Kiew kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt worden.<\/p>\n<p>Die Angriffe auf die kritische Infrastruktur seien \u00bbVerbrechen gegen die Menschlichkeit\u00ab, sagte Selenskyj. Er forderte mehr Unterst\u00fctzung bei der Luftabwehr und bat darum, dass Expertenteams der Vereinten Nationen die Sch\u00e4den untersuchten.<\/p>\n<p>Zuvor hatte die Uno-Beauftragte f\u00fcr politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo, die Angriffe auf die kritische Infrastruktur scharf verurteilt. Solche Angriffe seien nach internationalen Menschenrechtsgesetzen untersagt und bei Verst\u00f6\u00dfen dagegen m\u00fcssten die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Russland zweifelt nach eigenen Angaben nicht am Erfolg seines Angriffskriegs, der vom Kreml als \u00bbSpezialoperation\u00ab bem\u00e4ntelt wird. \u00bbDie Zukunft und der Erfolg der Spezialoperation stehen au\u00dfer Zweifel\u00ab, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow w\u00e4hrend eines Aufenthalts mit Pr\u00e4sident Wladimir Putin in Armeniens Hauptstadt Eriwan. N\u00e4here Angaben machte Peskow nicht.<\/p>\n<p>Der Kremlsprecher ging vor Reportern auch nicht auf die Entscheidung des EU-Parlaments ein, Russland als einen \u00bbterroristische Mittel\u00ab nutzenden Staat einzustufen. Die Sprecherin des russischen Au\u00dfenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete die Entscheidung des EU-Parlaments im Onlinedienst Telegram hingegen als \u00bbidiotisch\u00ab.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Die US-Regierung hat russische Angriffe auf kritische Infrastruktur mit deutlichen Worten verurteilt. Diese Angriffe schienen keinen milit\u00e4rischen Zweck zu verfolgen und w\u00fcrden bewusst kurz vor Winterbeginn erfolgen, teilte der Nationale Sicherheitsrat im Wei\u00dfen Haus mit. Sie w\u00fcrden das Leid der Menschen in der Ukraine erh\u00f6hen. \u00bbEs zeigt auch, dass Russland bereit ist, das Risiko eines nuklearen Zwischenfalls zu erh\u00f6hen, der nicht nur der Ukraine, sondern auch der gesamten Region schaden k\u00f6nnte.\u00ab<\/p>\n<p>Das Onlineportal \u00bbPolitico\u00ab schrieb unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen, die US-Regierung gehe davon aus, dass Russland vor einer nuklearen Konfrontation mit der Nato zuerst chemische Waffen in der Ukraine einsetzen k\u00f6nnte \u2013 sollten die russischen Truppen weiter an Boden verlieren. Den USA l\u00e4gen aber keine Erkenntnisse vor, die darauf hindeuteten, dass ein solcher Angriff in der Ukraine unmittelbar bevorstehe, hie\u00df es weiter.<\/p>\n<p>Nach dem \u00bbPolitico\u00ab-Bericht gehen Pentagon-Mitarbeiter davon aus, dass die K\u00e4mpfe w\u00e4hrend der Wintermonate ins Stocken geraten w\u00fcrden und keine der beiden Seiten gro\u00dfe Erfolge erzielen k\u00f6nne. Im Falle anhaltender Verluste oder \u00bbeines v\u00f6lligen Zusammenbruchs der russischen Armee\u00ab k\u00f6nnten aber chemische Waffen zum Einsatz kommen, so der Bericht unter Berufung auf einige hochrangige Pentagon-Vertreter.<\/p>\n<p>Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron hat die j\u00fcngsten russischen Angriffe als Kriegsverbrechen bezeichnet, die Konsequenzen haben m\u00fcssten. \u00bbHeute fanden massive Bombenangriffe auf die Ukraine statt, wodurch gro\u00dfe Teile des Landes ohne Wasser und Strom blieben\u00ab, sagte Macron am Mittwochabend. \u00bbJeder Schlag gegen zivile Infrastruktur stellt ein Kriegsverbrechen dar und darf nicht ungestraft bleiben.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbAngesichts des nahenden Winters werden wir am 13. Dezember in Paris die internationalen Unterst\u00fctzer der Ukraine versammeln, um dem Land zu helfen, Widerstand zu leisten und seinen Zugang zu Energie zu gew\u00e4hrleisten\u00ab, erkl\u00e4rte Macron. \u00bbWir vergessen auch nicht Moldau, das ebenfalls von Wasser- und Stromausf\u00e4llen betroffen ist.\u00ab Trotz seiner Verurteilung Russlands hatte Macron am Mittwoch angek\u00fcndigt, in den n\u00e4chsten Tagen wieder Kontakt zu Kremlchef Wladimir Putin aufnehmen zu wollen.<\/p>\n<p>Europastaatsministerin Anna L\u00fchrmann (Gr\u00fcne) und die Vizepr\u00e4sidentin des EU-Parlaments, Nicola Beer (FDP), sind zusammen mit weiteren europ\u00e4ischen Politikerinnen in die Ukraine gereist. \u00bbWir sind auch hierhergekommen, um als weibliche Politikerinnen unsere Solidarit\u00e4t mit den Frauen der Ukraine zu zeigen\u00ab, sagte L\u00fchrmann am Mittwoch in Kiew. Sie und Beer waren zusammen mit sechs anderen Politikerinnen aus EU-Staaten und Liechtenstein in der ukrainischen Hauptstadt.<\/p>\n<p>Der Delegation sei es wichtig, gerade Frauen ihre Unterst\u00fctzung zu zeigen. \u00bbGerade auch weil wir sehen, wie ukrainische Frauen mit ihrem Mut und ihrer Ausdauer diesen Kampf mit erfolgreich vorantreiben\u00ab, betonte Beer. Das treffe sowohl auf Frauen in der Armee als auch an anderen Orten wie den Krankenh\u00e4usern zu. \u00bbOhne diese Frauen kann der Kampf f\u00fcr Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat nicht erfolgreich sein\u00ab, unterstrich Beer.<\/p>\n<p>L\u00fchrmann k\u00fcndigte weitere 40 Millionen Euro als humanit\u00e4re Hilfe f\u00fcr den Winter an. F\u00fcnf Millionen Euro w\u00fcrden zudem f\u00fcr ukrainische Schulen aufgewendet. Und demn\u00e4chst w\u00fcrden aus Deutschland Generatoren f\u00fcr die Ukraine eintreffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die j\u00fcngsten russischen Angriffe auf ukrainische Infrastruktur sorgen f\u00fcr Entsetzen. Kiew will handgetriebene Sirenen einsetzen. Und: Trotzreaktion aus Moskau. Die wichtigsten Entwicklungen. 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