{"id":16361,"date":"2022-11-23T08:07:39","date_gmt":"2022-11-23T05:07:39","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-mittwoch-23-november\/"},"modified":"2022-11-23T08:07:39","modified_gmt":"2022-11-23T05:07:39","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-mittwoch-23-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-mittwoch-23-november\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Mittwoch (23. November)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">\u00bbStabilit\u00e4tspunkte\u00ab mit Strom und Heizung sollen der ukrainischen Bev\u00f6lkerung helfen. Pr\u00e4sident Selenskyj spricht von weiteren R\u00fcckeroberungen. Und: Tschechien \u00e4ndert Verteidigungspl\u00e4ne. Die wichtigsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>In der Ukraine m\u00fcssen nach Angaben von Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj noch etwa 2000 von russischen Truppen besetzte St\u00e4dte und D\u00f6rfer befreit werden. Das sagte er nach Angaben des Pr\u00e4sidialamtes in Kiew am Dienstag in einer Videobotschaft f\u00fcr franz\u00f6sische Kommunalpolitiker. Einige Dutzend Orte seien durch russische Angriffe v\u00f6llig zerst\u00f6rt worden \u2013 wie die Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer oder Wolnowacha im Gebiet Donezk.<\/p>\n<p>Die Ukraine versuche, in zur\u00fcckeroberten Ortschaften das Leben rasch wieder zu normalisieren, sagte Selenskyj. Sein Land sei deshalb dankbar f\u00fcr alle Hilfen bei der Verteidigung und beim Wiederaufbau. Wo sich die russische Armee zur\u00fcckziehe, pl\u00fcndere sie die besetzten St\u00e4dte und D\u00f6rfer noch einmal aus und zerst\u00f6re die Infrastruktur.<\/p>\n<p>Die ukrainische Armee habe in den fast neun Monaten Krieg bislang etwa 1880 Ortschaften befreit, teilte der Vizechef des Pr\u00e4sidialamtes, Kyrylo Tymoschenko, mit.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Selenskyj k\u00fcndigte au\u00dferdem die Einrichtung von mehr als 4000 W\u00e4rmestuben f\u00fcr die von K\u00e4lte und Dunkelheit geplagte Bev\u00f6lkerung des angegriffenen Landes an. \u00bbAlle grundlegenden Dienstleistungen werden dort bereitgestellt\u00ab, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. \u00bbDazu geh\u00f6ren Strom, mobile Kommunikation und Internet, W\u00e4rme, Wasser, Erste Hilfe. V\u00f6llig kostenlos und rund um die Uhr.\u00ab<\/p>\n<p>Selenskyj nannte die Einrichtungen in Verwaltungsgeb\u00e4uden oder Schulen \u00bbStabilit\u00e4tspunkte\u00ab. Der offizielle Name auf einer Website der Regierung l\u00e4sst sich auch mit \u00bbPunkte der Unersch\u00fctterlichkeit\u00ab \u00fcbersetzen. \u00bbIch bin sicher, dass wir diesen Winter gemeinsam \u00fcberstehen werden, wenn wir uns gegenseitig helfen\u00ab, sagte er.<\/p>\n<p>\u00bbSollte es erneut zu massiven russischen Angriffen kommen und die Stromversorgung nicht innerhalb weniger Stunden wiederhergestellt werden k\u00f6nnen, wird die Arbeit der \u203aStabilit\u00e4tspunkte\u2039 aktiviert\u00ab, sagte Selenskyj. Die lokalen Beh\u00f6rden sollten dar\u00fcber informieren, \u00bbwo man im Falle eines l\u00e4ngeren Stromausfalls Unterst\u00fctzung finden kann\u00ab. Auch Unternehmen seien gebeten, R\u00e4ume oder Hilfen zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Durch die russischen Angriffe auf das Elektrizit\u00e4tsnetz hat die Ukraine mit Stromausf\u00e4llen, aber auch mit Problemen bei Heizung, Wasser- und Gasversorgung zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Trotz der Bem\u00fchungen der Regierung rechnet der B\u00fcrgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, mit einem dramatischen Winter f\u00fcr die etwa drei Millionen Einwohner z\u00e4hlende Hauptstadt der Ukraine. \u00bbDas ist der schlimmste Winter seit dem Zweiten Weltkrieg\u00ab, sagte er der \u00bbBild\u00ab-Zeitung            . Man m\u00fcsse auf das \u00bbschlimmste Szenario\u00ab von fl\u00e4chendeckenden Stromausf\u00e4llen bei tiefen Temperaturen vorbereitet sein: \u00bbDann m\u00fcssten Teile der Stadt evakuiert werden\u00ab, sagte er. \u00bbAber so weit wollen wir es nicht kommen lassen!\u00ab<\/p>\n<p>Der fr\u00fchere Boxweltmeister warf dem russischen Staatschef Wladimir Putin vor, durch Angriffe auf die zivile Infrastruktur die Ukrainerinnen und Ukrainer zur Flucht aus Kiew treiben zu wollen. \u00bbPutin will die Menschen terrorisieren, sie frieren lassen, ohne Licht.\u00ab So solle Druck auf den ukrainischen Pr\u00e4sidenten ausge\u00fcbt werden. \u00bbAber das wird nicht passieren. Mein Eindruck ist: Die Menschen werden nur noch w\u00fctender, noch entschlossener. Wir werden nicht sterben oder fliehen, so wie Putin es m\u00f6chte\u00ab, sagte Klitschko.<\/p>\n<p>Er bat Deutschland, neben Waffen zur Verteidigung dringend auch Generatoren, Schutzkleidung und humanit\u00e4re G\u00fcter zu schicken.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Die Stadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist am Dienstag nach \u00f6rtlichen Beh\u00f6rdenangaben von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Stadtchef Michail Raswoschajew teilte mit, die Flugabwehr sei im Einsatz. Zwei Drohnen seien abgeschossen worden. Sie h\u00e4tten ein Strom- und Heizkraftwerk im Stadtteil Balaklawa angreifen sollen. Sch\u00e4den habe es nicht gegeben. \u00dcber dem Meer nahe der Hafenstadt habe die Schwarzmeerflotte drei weitere Drohnen abgefangen.<\/p>\n<p>Als Marinebasis der Schwarzmeerflotte ist Sewastopol f\u00fcr Russland strategisch wichtig. Die Ukraine hat die Stadt aber schon mehrfach mit Kampfdrohnen aus der Luft angegriffen, einmal auch von See aus mit ferngesteuerten unbemannten Booten. Auch wenn es dabei keine gro\u00dfen Sch\u00e4den gab, hat Russland vorsichtshalber einen Teil seiner Schiffe in den Hafen Noworossijsk auf dem Festland verlegt.<\/p>\n<h3><strong>Humanit\u00e4re Lage<\/strong><\/h3>\n<p>Der ukrainische Au\u00dfenminister Dmytro Kuleba hat an die Europ\u00e4ische Union appelliert, angesichts des Krieges in der Ukraine nicht \u00bbm\u00fcde\u00ab zu werden. Er rufe seine Kollegen in der EU auf, \u00bballe Zweifel\u00ab und \u00bbM\u00fcdigkeit\u00ab beiseitezuschieben und \u00bbdas neunte Sanktionspaket\u00ab, das \u00bbseit Langem \u00fcberf\u00e4llig\u00ab sei, \u00bbso schnell wie m\u00f6glich fertigzustellen\u00ab, sagte er am Dienstag bei einer Onlinepressekonferenz. \u00bbWenn wir Ukrainer nicht m\u00fcde sind, hat der Rest Europas weder ein moralisches noch ein politisches Recht, m\u00fcde zu sein.\u00ab<\/p>\n<p>Kuleba forderte, insbesondere den staatlichen Atombetreiber Rosatom wegen seiner Rolle bei der Besetzung des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja zu bestrafen. Wichtig seien auch Sanktionen, die es erm\u00f6glichen, die russische R\u00fcstungsindustrie zu \u00bbbremsen\u00ab. \u00bbRusslands F\u00e4higkeit, neue Raketen zu produzieren, muss zerst\u00f6rt werden, um zu verhindern, dass sie zus\u00e4tzliche Ressourcen haben, um Ukrainer zu t\u00f6ten, ukrainische St\u00e4dte und das Energiesystem zu zerst\u00f6ren\u00ab, argumentierte er.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Der Nato-Mitgliedstaat Tschechien \u00e4ndert wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine seine Verteidigungspl\u00e4ne, um f\u00fcr eine m\u00f6gliche Eskalation gewappnet zu sein. Man m\u00fcsse sich prim\u00e4r auf einen Krieg gro\u00dfen Ausma\u00dfes gegen einen hoch entwickelten Gegner vorbereiten, sagte Generalstabschef Karel Rehka der Agentur CTK zufolge am Dienstag in Prag. Zuletzt hatte sich das Training eher auf die Beteiligung an Anti-Terror- und Friedenseins\u00e4tzen im Ausland wie in Mali konzentriert.<\/p>\n<p>Rehka warnte davor, dass das Eskalationspotenzial des Krieges in der Ukraine immer weiter anwachse. Selbst die \u00bbernstesten Szenarien\u00ab der weiteren Entwicklung k\u00f6nnten nicht l\u00e4nger ausgeschlossen werden. Das deutsche Nachbarland ist seit 1999 Mitglied des westlichen Verteidigungsb\u00fcndnisses. Tschechien verf\u00fcgt \u00fcber knapp 27.000 Berufssoldaten und rund 3600 Reservisten. Die allgemeine Wehrpflicht wurde im Jahr 2004 abgeschafft. F\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre ist ein gro\u00dfes Investitionsprogramm in die Armee geplant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbStabilit\u00e4tspunkte\u00ab mit Strom und Heizung sollen der ukrainischen Bev\u00f6lkerung helfen. Pr\u00e4sident Selenskyj spricht von weiteren R\u00fcckeroberungen. Und: Tschechien \u00e4ndert Verteidigungspl\u00e4ne. 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