{"id":1636,"date":"2020-08-05T04:23:16","date_gmt":"2020-08-05T01:23:16","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/2750-tonnen-ammoniumnitrat-lagerten-im-hafen-trump-spekuliert-uber-bombe\/"},"modified":"2020-08-05T04:23:16","modified_gmt":"2020-08-05T01:23:16","slug":"2750-tonnen-ammoniumnitrat-lagerten-im-hafen-trump-spekuliert-uber-bombe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/2750-tonnen-ammoniumnitrat-lagerten-im-hafen-trump-spekuliert-uber-bombe\/","title":{"rendered":"2750 Tonnen Ammoniumnitrat lagerten im Hafen &#8211; Trump spekuliert \u00fcber Bombe"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/545d8672-c78f-457a-b007-3aafbc83f867_w948_r1.77_fpx32.66_fpy45.jpg\" title=\"Feuerwehrleute bei L\u00f6scharbeiten nach den Explosionen in Beirut: Die Hintergr\u00fcnde der Trag\u00f6die sind noch offen\" alt=\"Feuerwehrleute bei L\u00f6scharbeiten nach den Explosionen in Beirut: Die Hintergr\u00fcnde der Trag\u00f6die sind noch offen\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Feuerwehrleute bei L\u00f6scharbeiten nach den Explosionen in Beirut: Die Hintergr\u00fcnde der Trag\u00f6die sind noch offen<\/p>\n<p>  Foto:\u2002STR\/ AFP  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Noch sind nicht alle Opfer der Explosionen von Beirut geborgen und identifiziert. Bei den Detonationen in der libanesischen Hauptstadt waren am Dienstag nach offiziellen Angaben und bisherigem Stand mindestens 73 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 3700 Menschen verletzt worden. W\u00e4hrend die Rettungs- und Aufr\u00e4umarbeiten noch laufen, beginnt die Ursachenforschung. Damit verbunden zirkulieren auch Spekulationen \u00fcber einen m\u00f6glichen Anschlag, unter anderem befeuert durch Aussagen aus dem Wei\u00dfen Haus.<\/p>\n<p>Nach bisherigem Informationsstand k\u00f6nnte eine sehr gro\u00dfe Menge Ammoniumnitrat die Detonation verursacht haben. Es sei &quot;unvertretbar&quot;, dass eine Ladung von sch\u00e4tzungsweise 2750 Tonnen der Substanz in einer Halle am Hafen gelagert worden sei, sagte der libanesische Ministerpr\u00e4sidenten Hassan Diab in der Nacht zum Mittwoch dem Pr\u00e4sidialamt zufolge. Der Stoff sei dort sechs Jahre lang ohne Sicherheitsvorkehrungen gelagert worden.<\/p>\n<p>Zuvor hatte es bereits entsprechende Spekulationen gegeben. Berichten zufolge hatten libanesische Beh\u00f6rden im Jahr 2013 einem Frachtschiff die Weiterfahrt wegen verschiedener M\u00e4ngel untersagt, das von Georgien ins s\u00fcdafrikanische Mosambik unterwegs war. Der Besatzung gingen Treibstoff und Proviant aus, der Inhaber gab das Schiff dann offenbar auf. Der Crew wurde nach einem juristischen Streit schlie\u00dflich die Ausreise genehmigt. Das Schiff blieb zur\u00fcck mit der gef\u00e4hrlichen Ladung, die in einem Lagerhaus untergebracht wurde.<\/p>\n<p>Ammoniumnitrat, das auch zur Herstellung von Sprengs\u00e4tzen dienen kann, kann bei h\u00f6heren Temperaturen detonieren. Die Substanz dient zum Raketenantrieb und vor allem zur Herstellung von D\u00fcngemittel. Die farblosen Kristalle befanden sich auch in dem Gefahrgutlager der chinesischen Stadt Tianjin, wo 2015 nach einer Serie von Explosionen 173 Menschen get\u00f6tet wurden. In Deutschland f\u00e4llt die Handhabung von Ammoniumnitrat unter das Sprengstoffgesetz.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Michel Aoun rief f\u00fcr Mittwoch eine Dringlichkeitssitzung des Kabinetts ein, um die Ursachen der Explosion zu kl\u00e4ren. &quot;Ich werde nicht ruhen, ehe ich den Verantwortlichen kenne und ihm die h\u00e4rteste Strafe gebe&quot;, sagte Aoun laut Zitaten des Pr\u00e4sidialamts bei Twitter. Zudem k\u00fcndigte er einen zweiw\u00f6chigen nationalen Notstand an.<\/p>\n<p>Bei der Detonation hatte sich eine riesige Pilzwolke am Himmel gebildet. Eine Druckwelle breitete sich blitzschnell kreisf\u00f6rmig vom Hafen aus. Fensterscheiben gingen zu Bruch, gro\u00dfe Teile des Hafens und Bereiche im Stadtzentrum wurden schwer besch\u00e4digt. Augenzeugen sprachen von Leichen auf den Stra\u00dfen und Menschen, die unter Tr\u00fcmmern begraben seien. Die Armee half, Verletzte in Krankenh\u00e4user zu bringen. B\u00fcrger wurden aufgerufen, Blut zu spenden. Der Hafen liegt nur wenige Kilometer von der Innenstadt Beiruts entfernt.<\/p>\n<h3>Spekulationen aus dem Wei\u00dfen Haus<\/h3>\n<p>Die konkreten Abl\u00e4ufe der Katastrophe sind noch unklar. Das h\u00e4lt US-Pr\u00e4sident Donald Trump allerdings nicht von h\u00f6chst \u00f6ffentlichen Spekulationen ab. Er hat die Explosionen nun als mutma\u00dflichen &quot;Angriff&quot; mit einer &quot;Art von Bombe&quot; bezeichnet.<\/p>\n<p>&quot;Es sieht wie ein furchtbarer Angriff aus&quot;, sagte Trump am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Wei\u00dfen Haus. Auf Nachfrage f\u00fchrte der Pr\u00e4sident aus, seine Gener\u00e4le h\u00e4tten ihm gesagt, dass es sich allem Anschein nach nicht um einen Unfall, sondern um einen Angriff gehandelt habe. &quot;Es war eine Art von Bombe, ja&quot;, sagte Trump. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums wollte die \u00c4u\u00dferungen des Pr\u00e4sidenten auf Anfrage zun\u00e4chst nicht kommentieren.<\/p>\n<p>Konkrete Belege, um seine Aussage zu untermauern, lieferte Trump nicht. Er nannte aber die Art der Explosion als Begr\u00fcndung. Auch waren seine Formulierungen teils sehr bestimmt, teils aber sehr vage: &quot;Ich habe einige unserer gro\u00dfartigen Gener\u00e4le getroffen, und sie schienen das Gef\u00fchl zu haben, dass es das (ein Angriff) war&quot;, sagte Trump. &quot;Das war, es scheint ihnen zufolge zu sein &#8211; und sie wissen es besser als ich &#8211; aber sie scheinen zu glauben, dass es ein Angriff war.&quot;<\/p>\n<h3>Mitarbeiter der deutschen Botschaft unter den Verletzten<\/h3>\n<p>Unter den Verletzten sind auch Mitarbeiter der deutschen Botschaft. Das Geb\u00e4ude, in dem sich die Botschaft befindet, sei besch\u00e4digt worden, teilte das Ausw\u00e4rtige Amt in Berlin dar\u00fcber hinaus mit. Angesichts der starken Sch\u00e4den im Stadtgebiet k\u00f6nne zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass weitere deutsche Staatsangeh\u00f6rige unter den Opfern und Verletzten seien, hie\u00df es.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Feuerwehrleute bei L\u00f6scharbeiten nach den Explosionen in Beirut: Die Hintergr\u00fcnde der Trag\u00f6die sind noch offen Foto:\u2002STR\/ AFP Noch sind nicht alle Opfer der Explosionen von Beirut geborgen und identifiziert. 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