{"id":16337,"date":"2022-11-22T06:46:00","date_gmt":"2022-11-22T03:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-22-november\/"},"modified":"2022-11-22T06:46:00","modified_gmt":"2022-11-22T03:46:00","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-22-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-22-november\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Dienstag (22. November)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Im Osten der Ukraine flammen erneut Gefechte auf. Pr\u00e4sident Selenskyj sorgt sich um das Stromnetz seines Landes. Und: Den Menschen in Cherson wird die Evakuierung angeboten. Die wichtigsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>In der Industrieregion Donbass im Osten der Ukraine liefern sich ukrainische und russische Truppen nach Kiewer Angaben weiter heftige Gefechte. Russland konzentriere seine Angriffe auf die St\u00e4dte Awdijiwka und Bachmut im Gebiet Donezk, teilte der ukrainische Generalstab am Montagabend mit. An anderen Orten sprach der Generalstab von einer \u00bbaktiven Verteidigung\u00ab der russischen Truppen \u2013 dort greifen also offenbar die Ukrainer an. Genannt wurden die Orte Kupjansk und Lyman sowie Nowopawliwka und die Front im Gebiet Saporischschja. Die russischen Truppen wehrten sich mit Panzern, M\u00f6rsern, Rohr- und Raketenartillerie.<\/p>\n<p>Die Angaben des ukrainischen Milit\u00e4rs waren zun\u00e4chst nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfbar. Dem offiziellen Bericht zufolge verst\u00e4rkten die russischen Truppen in der S\u00fcdukraine ihre Verteidigungslinien auf dem s\u00fcdlichen Ufer des Stromes Dnipro. Nach inoffiziellen Angaben nimmt die ukrainische Artillerie diesen Raum in Richtung Krim mit ihrer weittragenden Artillerie unter Feuer. Russische Milit\u00e4rblogger berichteten von einem erfolgreichen russischen Vorsto\u00df auf den Ort Marjinka bei Donezk.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Das durch russische Angriffe besch\u00e4digte Stromnetz der Ukraine ist nach Angaben von Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj weiter instabil. Das Land habe am Montag nicht nur mit geplanten Abschaltungen, sondern auch mit ungeplanten Stromausf\u00e4llen zu k\u00e4mpfen gehabt, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Der Verbrauch \u00fcbersteige die Stromproduktion.<\/p>\n<p>\u00bbHeute Abend ist die Lage in Kiew und Umgebung sowie in Winnyzja, Sumy, Ternopil, Tscherkassy, Odessa und einigen anderen St\u00e4dten und Bezirken besonders schwierig\u00ab, sagte Selenskyj. Er rief regionale und kommunale Verwaltungen auf, die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger weiter zum Stromsparen anzuhalten. Auch im \u00f6ffentlichen Raum m\u00fcsse Strom gespart werden.<\/p>\n<p>\u00bbDer Systemschaden, der unserem Energiesektor durch die Anschl\u00e4ge der russischen Terroristen entsteht, ist so gro\u00df, dass alle unsere B\u00fcrger und Unternehmen sehr sparsam sein und den Verbrauch \u00fcber die Stunden des Tages verteilen sollten\u00ab, sagte er.<\/p>\n<p>Die ukrainische Regierung bietet den Bewohnern der Stadt Cherson, die nach dem Abzug der russischen Besatzer weiterhin gr\u00f6\u00dftenteils ohne Strom und flie\u00dfendes Wasser ist, eine Evakuierung in Regionen mit besserer Infrastruktur sowie eine kostenfreie Unterkunft an. \u00bbAngesichts der schwierigen Sicherheitslage in der Stadt und der Infrastrukturprobleme k\u00f6nnen Sie f\u00fcr den Winter in sicherere Regionen des Landes evakuiert werden\u00ab, schrieb die stellvertretende Ministerpr\u00e4sidentin Iryna Wereschtschuk auf Telegram.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Selenskyj dankte der Parlamentarischen Versammlung der Nato f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung. Deren Vertreter forderten auf einer Tagung in Madrid die Nato-Mitgliedsstaaten auf, anzuerkennen, dass Russland unter seiner derzeitigen F\u00fchrung terroristisch sei. Sie erkl\u00e4rten auch ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine Integration der Ukraine in die Strukturen des westlichen Verteidigungsb\u00fcndnisses. Die Parlamentarierversammlung ist allerdings kein Organ der Nato, sie begleitet deren Arbeit nur.<\/p>\n<h3><strong>Lage am Atomkraftwerk Saporischschja<\/strong><\/h3>\n<p>Trotz des intensiven Beschusses am Wochenende ist das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja nach Einsch\u00e4tzung der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) weitgehend intakt. Es gebe keine unmittelbaren Bedenken hinsichtlich der nuklearen Sicherheit, sagte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi am Montagabend nach dem Besuch eines Expertenteams vor Ort. Die vier IAEA-Experten h\u00e4tten das gr\u00f6\u00dfte europ\u00e4ische Atomkraftwerk ausf\u00fchrlich unter die Lupe genommen. Der Status der sechs Reaktoreinheiten sei stabil und die Unversehrtheit des abgebrannten Brennstoffs, des frischen Brennstoffs und des schwach-, mittel- und hochradioaktiven Abfalls in ihren jeweiligen Lagereinrichtungen sei best\u00e4tigt worden.<\/p>\n<p>Dennoch h\u00e4tten die IAEA-Experten Sch\u00e4den auf dem Gel\u00e4nde festgestellt. \u00bbDies ist ein gro\u00dfer Anlass zur Sorge, da es die schiere Intensit\u00e4t der Angriffe auf eines der gr\u00f6\u00dften Atomkraftwerke der Welt deutlich macht\u00ab, so Grossi.<\/p>\n<p>Russland kontrolliert das gr\u00f6\u00dfte Atomkraftwerk Europas faktisch seit Anfang M\u00e4rz. Es war am Samstag und Sonntag von Dutzenden Granateinschl\u00e4gen ersch\u00fcttert worden. Auch in den Monaten davor war die Anlage mehrfach unter Beschuss geraten. Die Ukraine und Russland geben sich gegenseitig die Schuld daf\u00fcr.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron hat in einem Telefonat mit seinem ukrainischen Kollegen Selenskyj seine Besorgnis \u00fcber die Lage in Saporischschja ausgedr\u00fcckt. Man m\u00fcsse sich weiter bem\u00fchen, rund um die Atomanlage eine Sicherheitszone einzurichten, in der von Angriffen und K\u00e4mpfen abgesehen werde. Darin seien sich beide einig gewesen, hie\u00df es in einer Mitteilung des \u00c9lys\u00e9e-Palasts.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf die Konferenz zur Unterst\u00fctzung der Ukraine im Dezember in Paris er\u00f6rterten Macron und Selenskyj der Mitteilung zufolge, wie man die Ukraine gut durch den Winter bringen k\u00f6nne. Priorit\u00e4t hat demnach der Zugang zu Energie und verschiedene M\u00f6glichkeiten, Energie zu sparen.<\/p>\n<h3><strong>Humanit\u00e4re Lage<\/strong><\/h3>\n<p>Die Menschen in der Ukraine sich m\u00fcssen nach Einsch\u00e4tzung der Energieversorger bis mindestens Ende M\u00e4rz auf Stromausf\u00e4lle einstellen. Die Techniker versuchten ihr M\u00f6glichstes, die Sch\u00e4den am Netz zu reparieren, bevor es noch winterlicher werde, schrieb der Chef des Stromversorgers Yasno, Serhij Kowalenko, am Montag auf Facebook.<\/p>\n<p>Wenn es keine neuen Sch\u00e4den durch russische Angriffe gebe, k\u00f6nne man den Strommangel \u00fcber das ganze Land verteilen. Dann seien die Abschaltungen weniger lang. Bei neuen Sch\u00e4den werde es wieder mehr ungeplante Stromausf\u00e4lle geben. \u00bbAuch wenn es jetzt weniger Ausf\u00e4lle gibt, m\u00f6chte ich, dass jeder versteht: Wahrscheinlich werden die Ukrainer mindestens bis Ende M\u00e4rz mit Ausf\u00e4llen leben m\u00fcssen\u00ab, schrieb Kowalenko.<\/p>\n<p>Er riet der Bev\u00f6lkerung, sich vorzubereiten: \u00bbLegen Sie einen Vorrat an warmer Kleidung und Decken an, und \u00fcberlegen Sie, wie Sie einen l\u00e4ngeren Stromausfall \u00fcberstehen k\u00f6nnen.\u00ab<\/p>\n<p>Russland zerst\u00f6rt mit schweren Raketenangriffen seit Mitte Oktober v\u00f6lkerrechtswidrig das Energiesystem der Ukraine. Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk riet schon im Oktober ukrainischen Fl\u00fcchtlingen im Ausland, m\u00f6glichst erst im kommenden Fr\u00fchjahr in die Heimat zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Osten der Ukraine flammen erneut Gefechte auf. Pr\u00e4sident Selenskyj sorgt sich um das Stromnetz seines Landes. Und: Den Menschen in Cherson wird die Evakuierung angeboten. Die wichtigsten Entwicklungen. Was<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":16338,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-16337","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16337","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16337"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16337\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16338"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16337"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16337"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16337"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}