{"id":16315,"date":"2022-11-21T07:36:14","date_gmt":"2022-11-21T04:36:14","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-21-november\/"},"modified":"2022-11-21T07:36:14","modified_gmt":"2022-11-21T04:36:14","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-21-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-21-november\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Montag (21. November)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Kiew glaubt nicht an eine Feuerpause im Winter. Nach den Angriffen auf ein AKW will die Atombeh\u00f6rde ermitteln \u2013 doch Moskau blockt ab. Und: R\u00e4tsel um russische Kriegsgefangene. Die wichtigsten Entwicklungen.  <\/p>\n<h3>Das sagt Kiew<\/h3>\n<p>Die schweren K\u00e4mpfe im Donbass im Osten der Ukraine dauern nach den Worten von Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj weiter an. Vor allem das Gebiet um Donezk sei schwer umk\u00e4mpft, sagte Selenskyj am Sonntagabend in einer Videoansprache: \u00bbObwohl es wegen der Verschlechterung des Wetters weniger Angriffe gibt, bleibt die Zahl der russischen Artillerie\u00fcberf\u00e4lle leider hoch.\u00ab Auch aus dem Gebiet Luhansk gebe es Berichte von Gefechten. Allein am Sonntag seien dort von russischer Seite fast 400 Granaten abgefeuert worden, sagte Selenskyj.<\/p>\n<p>Auch der Generalstab der ukrainischen Streitkr\u00e4fte hatte zuvor von fortgesetzten Zusammenst\u00f6\u00dfen an verschiedenen Frontabschnitten im Osten des Landes berichtet. Bei Luhansk seien mehrere russische Vorst\u00f6\u00dfe abgewehrt worden, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine hat Russland laut Selenskyj rund 4700 Raketen auf Ziele im Nachbarland abgefeuert. \u00bbHunderte unserer St\u00e4dte sind praktisch niedergebrannt, Tausende Menschen wurden get\u00f6tet, Hunderttausende wurden nach Russland deportiert\u00ab, so der Politiker in einer Videobotschaft an die internationale Organisation der Frankophonie, deren Vertreter sich im tunesischen Djerba trafen. \u00bbUnd Millionen Menschen haben die Ukraine verlassen, um in anderen L\u00e4ndern Schutz vor dem Krieg zu suchen\u00ab, sagte er weiter.<\/p>\n<p>Allein am vergangenen Dienstag habe Russland knapp hundert Raketen auf die Ukraine abgefeuert. \u00bbHundert verschiedene Raketen gegen unsere St\u00e4dte, gegen Wohngeb\u00e4ude, gegen Unternehmen, gegen Kraftwerke\u00ab, sagte Selenskyj. Als Folge dieser Angriffe seien \u00fcber 20 Millionen Menschen zeitweise ohne Stromversorgung gewesen. Er bat die Mitgliedstaaten der Frankophonie um Hilfe.<\/p>\n<p>Das Verteidigungsministerium in Kiew widersprach unterdessen Spekulationen westlicher Medien und Milit\u00e4rvertreter, wonach im Winter an den Fronten eine Kampfpause eintreten k\u00f6nnte. \u00bbWer \u00fcber eine m\u00f6gliche \u203aPause der Feindseligkeiten\u2039 wegen der Minustemperaturen im Winter spricht, hat vermutlich noch nie im Januar ein Sonnenbad an der S\u00fcdk\u00fcste der Krim genommen\u00ab, erkl\u00e4rte die Beh\u00f6rde am Sonntag bei Twitter.<\/p>\n<h3>Humanit\u00e4re Lage<\/h3>\n<p>Kiew hat Berichte \u00fcber die angebliche Hinrichtung russischer Kriegsgefangener durch ukrainische Soldaten zur\u00fcckgewiesen. Die ukrainischen Truppen h\u00e4tten sich vielmehr gegen russische Soldaten zur Wehr gesetzt, die ihre Kapitulation nur vorget\u00e4uscht h\u00e4tten, erkl\u00e4rte der Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Dmytro Lubinez, am Sonntag auf Telegram. In dieser Woche waren in russischen Onlinenetzwerken Videos aufgetaucht, die angeblich die Hinrichtung von rund einem Dutzend russischer Soldaten durch ukrainische Streitkr\u00e4fte nach ihrer Kapitulation zeigten.<\/p>\n<p>Auf einem Video sind Soldaten zu sehen, die sich offenbar ergeben und in einem Hinterhof mit dem Gesicht nach unten auf den Boden legen. Kurz darauf sind Sch\u00fcsse zu h\u00f6ren und das Video bricht abrupt ab. Ein weiteres Video zeigt rund ein Dutzend Leichen in Blutlachen. Die Aufnahmen konnten nicht unabh\u00e4ngig verifiziert werden.<\/p>\n<p>Das russische Verteidigungsministerium hatte nach Bekanntwerden der Videos eine Untersuchung wegen \u00bbKriegsverbrechen\u00ab gefordert. Die Aufnahmen zeigten die \u00bbvors\u00e4tzliche und methodische Ermordung\u00ab von mehr als zehn russischen Soldaten, erkl\u00e4rte das Ministerium am Freitag.<\/p>\n<p>Lubinez erkl\u00e4rte nun, \u00bbAusschnitte\u00ab eines Videos zeigten, dass die russischen Soldaten eine \u00bbvorget\u00e4uschte Kapitulation nutzten\u00ab, um \u00bbdas Feuer auf die ukrainischen Streitkr\u00e4fte zu er\u00f6ffnen\u00ab. Dies sei ein \u00bbKriegsverbrechen\u00ab.<\/p>\n<p>Ein Uno-Sprecher erkl\u00e4rte, die Uno habe \u00bbKenntnis von den Videos\u00ab und \u00bbuntersuche sie\u00ab. Die Uno-Mission zur \u00dcberwachung der Menschenrechte in der Ukraine hatte vor Kurzem mitgeteilt, ihr l\u00e4gen glaubw\u00fcrdige Berichte \u00fcber Folter und Misshandlungen von Kriegsgefangenen auf beiden Seiten vor.<\/p>\n<h3>Lage am Atomkraftwerk Saporischschja<\/h3>\n<p>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) hat \u00bbgezielte\u00ab Angriffe auf das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja beklagt. Die Lage sei \u00bbsehr ernst\u00ab, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi am Sonntag dem franz\u00f6sischen Sender BFMTV. W\u00e4hrend sich Russland und die Ukraine gegenseitig f\u00fcr die Angriffe auf das von Moskau kontrollierte Atomkraftwerk verantwortlich machten, rief Grossi dazu auf, \u00bbdiesen Wahnsinn\u00ab zu stoppen.<\/p>\n<p>Grossi bezeichnete die Vorg\u00e4nge in Saporischschja als \u00bbextrem beunruhigend\u00ab. Die Explosionen am Samstagabend und Sonntagmorgen seien \u00bbvollkommen inakzeptabel\u00ab. Die Reaktoren seien offenbar nicht besch\u00e4digt worden. Die IAEAwerde ein Expertenteam entsenden, um die Sch\u00e4den zu begutachten.<\/p>\n<p>Der IAEA-Chef sprach von einem Dutzend Angriffen, die \u00bbvors\u00e4tzlich und gezielt\u00ab erfolgt seien. Es sei ein Skandal, dass \u00bbein Atomkraftwerk als legitimes milit\u00e4risches Ziel betrachtet\u00ab werde, sagte Grossi. Er beschuldigte weder Russland noch die Ukraine, betonte aber: \u00bbWer auch immer es ist, stoppt diesen Wahnsinn!\u00ab<\/p>\n<p>Kiew und Moskau gaben sich gegenseitig die Schuld an den Angriffen. Das russische Verteidigungsministerium erkl\u00e4rte, die Ukraine h\u00f6re nicht auf, \u00bbmit ihren Provokationen die Gefahr einer von Menschen verursachten Katastrophe im Atomkraftwerk Saporischschja heraufzubeschw\u00f6ren\u00ab. Auch nach russischen Angaben waren die radioaktiven Werte trotz des Beschusses am Samstag und Sonntag aber weiter \u00bbnormal\u00ab.<\/p>\n<p>Ukrainische Streitkr\u00e4fte h\u00e4tten am Samstag und am Sonntag mehr als 20 \u00bbgro\u00dfkalibrige Geschosse\u00ab auf das Kraftwerksgel\u00e4nde abgefeuert, erkl\u00e4rte Moskau weiter. Diese h\u00e4tten auf das Dach eines \u00bbspeziellen Geb\u00e4udes\u00ab in der N\u00e4he der Reaktorblocks 4 und 5 abgezielt. Das Geb\u00e4ude beherberge unter anderem ein Kernbrennstofflager, sagte ein Vertreter des russischen Atomstromproduzenten Rosenergoatom laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass.<\/p>\n<p>Das Unternehmen teilte weiter mit, dass es Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr die IAEA-Inspekteure geben werde. \u00bbWenn sie eine Anlage inspizieren wollen, die nichts mit der nuklearen Sicherheit zu tun hat, wird ihnen der Zugang verweigert\u00ab, sagte Renat Karchaa, ein Berater des Rosenergoatom-Chefs.<\/p>\n<p>Die ukrainische Atombeh\u00f6rde Energoatom erkl\u00e4rte ihrerseits, Russland habe das Kraftwerk Saporischschja beschossen. Nach russischen Angriffen am Sonntagmorgen seien mindestens zw\u00f6lf Angriffe auf das Kraftwerksgel\u00e4nde registriert worden, erkl\u00e4rte Energoatom. Russland gef\u00e4hrde \u00bbwieder einmal &#8230; die ganze Welt\u00ab.<\/p>\n<p>Seit Monaten beschuldigen sich Moskau und Kiew gegenseitig, f\u00fcr Angriffe um und auf das Atomkraftwerk Saporischschja verantwortlich zu sein. Das gr\u00f6\u00dfte AKW Europas liegt in der von Russland f\u00fcr annektiert erkl\u00e4rten Region Saporischschja nicht weit von der Front entfernt. Im Oktober hatte der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin das Atomkraftwerk per Dekret unter russische Verwaltung gestellt.<\/p>\n<h3>Internationale Reaktionen<\/h3>\n<p>Nach dem Raketeneinschlag im S\u00fcdosten Polens im Zusammenhang mit dem russischen Krieg in der Ukraine bietet die Bundesregierung dem Land nun auch das Patriot-Raketenabwehrsystem zur Sicherung des Luftraums an. \u00bbWir haben Polen angeboten, bei der Absicherung des Luftraums zu unterst\u00fctzen \u2013 mit unseren Eurofightern und mit Patriot-Luftverteidigungssystemen\u00ab, sagte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) der D\u00fcsseldorfer \u00bbRheinischen Post\u00ab und dem Bonner \u00bbGeneral-Anzeiger\u00ab.<\/p>\n<p>\u00bbEs ist unsere oberste Verantwortung, dass die Nato keine Kriegspartei wird\u00ab, f\u00fchrte Lambrecht den Zeitungen zufolge fort. \u00bbDaf\u00fcr m\u00fcssen wir allzeit k\u00fchlen Kopf bewahren.\u00ab Als Konsequenz aus dem Vorfall in der vorigen Woche in Polen m\u00fcsse die Luftverteidigung im B\u00fcndnis besser aufgestellt werden. \u00bbDas gilt besonders mit Blick auf die Nato-Partner wie Polen, die Slowakei und die baltischen Staaten, die direkt an Russland und die Ukraine angrenzen\u00ab, sagte Lambrecht. Mehr dazu erfahren Sie hier.<\/p>\n<p>Au\u00dfenministerin Annalena Baerbock hat weitere Hilfen f\u00fcr die unter den Folgen des Ukrainekriegs besonders leidende Republik Moldau angek\u00fcndigt. \u00bbNun, wo der klirrende Winter vor der T\u00fcr steht, werden wir bei der dritten Konferenz der Moldau-Unterst\u00fctzungsplattform noch einmal nachlegen\u00ab, erkl\u00e4rte die Gr\u00fcnenpolitikerin am Sonntag vor ihrem Abflug zu einem eint\u00e4gigen Besuch in Paris. Konkrete Summen nannte sie nicht. In Paris wollte Baerbock unter anderem an einer internationalen Unterst\u00fctzerkonferenz f\u00fcr die fr\u00fchere Sowjetrepublik Moldau teilnehmen.<\/p>\n<p>Gemeinsam habe man gezeigt, \u00bbdass Europa nicht klein beigibt, wenn ein Mitglied unserer Familie mit einem Angriffskrieg gegen sein Land, gegen seine Freiheit und Demokratie \u00fcberzogen wird\u00ab, sagte Baerbock angesichts der internationalen Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine. Die Aggression von Russlands Pr\u00e4sident bedrohe auch alle anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion, \u00bbbesonders auch jene, die sich auf den Weg in die Richtung begeben haben, die f\u00fcr Putin am gef\u00e4hrlichsten ist: in Richtung Demokratie\u00ab.<\/p>\n<h3>Was heute passiert<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Geberkonferenz f\u00fcr die unter den Folgen des Ukrainekriegs leidende Republik Moldau: Dabei geht es in Paris um weitere Hilfszusagen f\u00fcr die ehemalige Sowjetrepublik, die zwischen Rum\u00e4nien und der Ukraine liegt. Angek\u00fcndigt sind Au\u00dfenministerin Baerbock, ihre franz\u00f6sische Amtskollegin Catherine Colonna sowie die Au\u00dfenminister von Rum\u00e4nien, Bogdan Aurescu, und Moldau, Nicu Popescu. Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron und Moldaus Pr\u00e4sidentin Maia Sandu sprechen zum Abschluss des Treffens.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiew glaubt nicht an eine Feuerpause im Winter. 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