{"id":16295,"date":"2022-11-20T10:36:46","date_gmt":"2022-11-20T07:36:46","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/uno-klimakonferenz-einigt-sich-auf-abschlusserklarung\/"},"modified":"2022-11-20T10:36:46","modified_gmt":"2022-11-20T07:36:46","slug":"uno-klimakonferenz-einigt-sich-auf-abschlusserklarung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/uno-klimakonferenz-einigt-sich-auf-abschlusserklarung\/","title":{"rendered":"Uno-Klimakonferenz einigt sich auf Abschlusserkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Das Treffen stand kurz vor dem Scheitern, am Ende gab es doch einen Kompromiss bei der Weltklimakonferenz. Au\u00dfenministerin Baerbock zieht eine kritische Bilanz. Uno-Generalsekret\u00e4r Guterres ist entt\u00e4uscht.  <\/p>\n<p>Nach n\u00e4chtelangen Verhandlungen hat sich die Weltklimakonferenz in \u00c4gypten auf eine Abschlusserkl\u00e4rung geeinigt. Darin bekr\u00e4ftigten die rund 200 Staaten am fr\u00fchen Sonntagmorgen ihren fr\u00fcheren Beschluss, die Verbrennung klimasch\u00e4dlicher Kohle herunterzufahren. Ein Abschied von \u00d6l und Gas wird nicht erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Damit bleibt die Erkl\u00e4rung hinter den Forderungen vieler Staaten, Klimaaktivisten und Umweltsch\u00fctzern zur\u00fcck, die ein Ende der Abh\u00e4ngigkeit von schmutzigen Energietr\u00e4gern als zwingend betrachten.<\/p>\n<p>Der neue Entsch\u00e4digungsfonds soll unabwendbare Folgen der Erderhitzung abfedern \u2013 etwa immer h\u00e4ufigere D\u00fcrren, \u00dcberschwemmungen und St\u00fcrme, aber auch der steigende Meeresspiegel und W\u00fcstenbildung. Die Frage hatte sich als gr\u00f6\u00dfter Streitpunkt durch die zweiw\u00f6chige Konferenz in Scharm al-Scheich gezogen, die um mehr als 36 Stunden verl\u00e4ngert wurde.<\/p>\n<h3>Nachbesserungen bleiben freiwillig<\/h3>\n<p>In dem Beschluss werden keine Summen f\u00fcr den neuen Fonds genannt und auch nicht, wer genau einzahlen soll. Dies soll sp\u00e4ter gekl\u00e4rt werden. Beg\u00fcnstigt werden sollen Entwicklungsl\u00e4nder, die besonders gef\u00e4hrdet sind. Auf diese Eingrenzung hatte besonders die EU gepocht.<\/p>\n<p>In der Abschlusserkl\u00e4rung werden die Staaten au\u00dferdem aufgefordert, ihre gr\u00f6\u00dftenteils unzul\u00e4nglichen Klimaschutzpl\u00e4ne bis sp\u00e4testens zur n\u00e4chsten Klimakonferenz nachzubessern. Diese findet Ende 2023 in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Die Nachbesserungen bleiben freiwillig, eine Verpflichtung gibt es nicht.<\/p>\n<p>Zum Abschluss der Konferenz bezeichnete deren Pr\u00e4sident Samih Schukri die zweiw\u00f6chigen Verhandlungen als m\u00fchsam. \u00bbDas war nicht einfach. Wir haben rund um die Uhr gearbeitet\u00ab, sagte Schukri am Sonntagmorgen. \u00bbJegliche Ausrutscher, die es gegeben haben mag, waren nicht beabsichtigt.\u00ab Die Gespr\u00e4che der Vertreter aus rund 200 L\u00e4ndern seien teilweise angespannt gewesen, aber \u00bbam Ende haben wir geliefert\u00ab, sagte Schukri. Die Einigung auf einen neuen Geldtopf f\u00fcr die Folgen von Klimasch\u00e4den in \u00e4rmeren L\u00e4ndern gebe Millionen Betroffenen rund um die Welt Hoffnung.<\/p>\n<p>In Scharm al-Scheich verhandelten Teilnehmer zwei Wochen lang \u00fcber weitere Schritte, um die Erderw\u00e4rmung noch zu verlangsamen. Die Einigung auf einen gemeinsamen Fonds zum Ausgleich von Klimasch\u00e4den war gr\u00f6\u00dfter Streitpunkt. Nach einer Verl\u00e4ngerung um gut 36 Stunden und n\u00e4chtlichen Verhandlungen kam schlie\u00dflich der Durchbruch.<\/p>\n<h3>\u00bbBeim Ergebnis liegen Hoffnung und Frustration nahe beieinander\u00ab<\/h3>\n<p>Bundesau\u00dfenministerin Annalena Baerbock (Gr\u00fcne) zog eine durchwachsene Bilanz der Klimakonferenz. \u00bbBeim Ergebnis liegen Hoffnung und Frustration nahe beieinander\u00ab, sagte sie. Positiv wertete Baerbock, dass besonders mit dem Beschluss f\u00fcr einen Fonds zum Ausgleich f\u00fcr klimabedingte Sch\u00e4den \u00bbein Durchbruch bei der Klimagerechtigkeit\u00ab geschafft worden sei. Damit schlage die Konferenz \u00bbein neues Kapitel in der Klimapolitik\u00ab auf. Es sei auch verankert worden, \u00bbdass die Hilfe sich auf die verwundbarsten L\u00e4nder konzentriert\u00ab.<\/p>\n<p>\u00bbZudem konnten wir einen R\u00fcckschritt hinter den Konsens von Glasgow und Paris verhindern\u00ab, hob die Ministerin hervor. Es sei gelungen, das Ziel zu verteidigen, die Erderw\u00e4rmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Frustrierend sei aber, \u00bbdass aufgrund der Blockade von einigen gro\u00dfen Emittenten und \u00f6lproduzierenden Staaten \u00fcberf\u00e4llige Schritte zur Minderung und zum Ausstieg aus fossilen Energien verhindert wurden\u00ab. Die Welt verliere dadurch \u00bbkostbare Zeit, Richtung 1,5-Grad-Pfad zu kommen\u00ab.<\/p>\n<p>Dass die Konferenz \u00bbam Ende trotz der Blockade und organisatorischer Schw\u00e4chen nicht ganz gescheitert ist, verdanken wir vor allem einem progressiven B\u00fcndnis von Staaten \u00fcber verschiedene Kontinente hinweg\u00ab, sagte Baerbock weiter.<\/p>\n<p><strong><em>(Der SPIEGEL-Klimabericht \u2013 Die neuesten Entwicklungen, Forschungsergebnisse und Hintergr\u00fcnde zur Klimakrise als Newsletter: jede Woche direkt in Ihr Mail-Postfach. <\/em><\/strong>Jetzt anmelden<strong>.)<\/strong><\/p>\n<p>\u00bbEntt\u00e4uscht\u00ab \u00fcber die Ergebnisse \u00e4u\u00dferte sich auch EU-Kommissionsvize Frans Timmermans. Die Ergebnisse seien \u00bbnicht genug f\u00fcr einen Schritt vorw\u00e4rts\u00ab, sagte Timmermans. Viele Parteien seien nicht bereit gewesen, mehr f\u00fcr den Klimawandel zu tun, kritisierte er. \u00bbWir werden nicht aufh\u00f6ren, f\u00fcr mehr zu k\u00e4mpfen\u00ab, stellte Timmermanns klar.<\/p>\n<p>Uno-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres warf der Klimakonferenz vor, zentrale Ziele verfehlt zu haben. Es sei dort nicht gelungen, die \u00bbdrastischen Emissionssenkungen\u00ab auf den Weg zu bringen, die notwendig seien, um die Erderw\u00e4rmung einzud\u00e4mmen, sagte Guterres. \u00bbUnser Planet ist in der Notaufnahme\u00ab, unterstrich der Uno-Generalsekret\u00e4r die Dramatik der Lage.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Treffen stand kurz vor dem Scheitern, am Ende gab es doch einen Kompromiss bei der Weltklimakonferenz. Au\u00dfenministerin Baerbock zieht eine kritische Bilanz. Uno-Generalsekret\u00e4r Guterres ist entt\u00e4uscht. 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