{"id":16273,"date":"2022-11-19T11:07:14","date_gmt":"2022-11-19T08:07:14","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukraine-heftige-kampfe-in-donezk-selenskyj-drangt-westen-zu-neuen-sanktionen\/"},"modified":"2022-11-19T11:07:14","modified_gmt":"2022-11-19T08:07:14","slug":"ukraine-heftige-kampfe-in-donezk-selenskyj-drangt-westen-zu-neuen-sanktionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukraine-heftige-kampfe-in-donezk-selenskyj-drangt-westen-zu-neuen-sanktionen\/","title":{"rendered":"Ukraine: Heftige K\u00e4mpfe in Donezk, Selenskyj dr\u00e4ngt Westen zu neuen Sanktionen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Rund 30 Prozent des Territoriums der Ukraine sind infolge des russischen Angriffskrieges nach Angaben aus Kiew vermint. In der Region Donezk gibt es schwere Gefechte. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<p>Die schweren K\u00e4mpfe zwischen russischen und ukrainischen Truppen im ostukrainischen Gebiet Donezk dauern nach Angaben von Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj an. Es gebe \u00bbweder eine Entspannung noch eine Atempause\u00ab, sagte Selenskyj am Freitagabend in seiner t\u00e4glichen Videoansprache. Etwa 100 russische Angriffe seien am Vortag in der Region Donezk abgewehrt worden.<\/p>\n<p>Die ukrainischen Truppen w\u00fcrden durch Grenzschutzeinheiten aus Charkiw und Sumy unterst\u00fctzt. Eine Brigade der Nationalgarde k\u00e4mpfe in Bachmut. \u00bbWir werden dem Feind in keinem der Frontgebiete nachgeben\u00ab, sagte Selenskyj. \u00bbWir reagieren \u00fcberall, wir halten unsere Positionen \u00fcberall.\u00ab<\/p>\n<p>Russlands Armee hatte Donezk in gr\u00f6\u00dferen Teilen erobert und im September \u2013 ebenso wie das Nachbargebiet Luhansk sowie Saporischschja und Cherson im S\u00fcden \u2013 v\u00f6lkerrechtswidrig annektiert. Die Gebietshauptstadt Cherson und das Gebiet nordwestlich des Flusses Dnipro r\u00e4umte die russische Armee unter dem Druck ukrainischer Gegenoffensiven inzwischen. Auch aus Saporischschja meldeten die Beh\u00f6rden am sp\u00e4ten Freitagabend einen russischen Raketenangriff auf einen Industriekomplex.<\/p>\n<p>Trotz der heftigen Gefechte im Kohle- und Stahlrevier Donbass ver\u00e4ndert sich der Frontverlauf derzeit kaum, wie aus den milit\u00e4rischen Lageberichten beider Seiten hervorging. In den fast neun Monaten seit dem russischen Einmarsch am 24. Februar haben die russischen Kr\u00e4fte dort nur geringe Gel\u00e4ndegewinne erzielt. Einige der durch den Abzug aus Cherson frei gewordenen Kr\u00e4fte verlegte Russland nach ukrainischen Angaben in die Ostukraine, um dort die Angriffe zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Angesichts der massiven russischen Angriffe forderte der ukrainische Staatschef neue Sanktionen des Westens. \u00bbWir brauchen ein neues europ\u00e4isches Sanktionspaket\u00ab, sagte er in einer weiteren Videobotschaft f\u00fcr die irische Universit\u00e4tsgemeinschaft. Die russische Aggression h\u00f6re ebenso wie die russischen L\u00fcgen keinen Tag auf. \u00bbDeshalb sollte der internationale Druck auf Russland nicht einen einzigen Tag lang nachlassen.\u00ab<\/p>\n<h3> \u00bbSehr schwierige Lage\u00ab<\/h3>\n<p>Selenskyj warf Moskau vor, gegen die auch von Russland mitgetragene Abschlusserkl\u00e4rung des G20-Gipfels auf der indonesischen Insel Bali in zahlreichen Punkten zu versto\u00dfen. So werde in der Erkl\u00e4rung die Bedeutung des internationalen Rechts und eines multilateralen Systems als Garant von Frieden und Stabilit\u00e4t betont. Russland aber fahre fort, die internationalen Beziehungen zu zerst\u00f6ren und gebe gleichzeitig vor, gemeinsam mit allen anderen gegen diese Destabilisierung zu k\u00e4mpfen. Moskau mobilisiere alle Ressourcen, um der \u00bbgr\u00f6\u00dfte Terrorstaat der Geschichte\u00ab zu werden, sagte Selenskyj.<\/p>\n<p>Nach den massiven russischen Angriffen auf die ukrainischen Energie- und Elektrizit\u00e4tssysteme versuchen nach Worten Selenskys Techniker im ganzen Land, die Stromversorgung wiederherzustellen. Aus diesem Grund sei die Zahl der au\u00dferplanm\u00e4\u00dfigen Stromabschaltungen bereits wesentlich geringer geworden. In 17 Regionen und der Hauptstadt Kiew sei die Stromversorgung aber nach wie vor schwierig. Unter anderem seien die Regionen Kiew, Odessa, Winnyzja und Ternopil in einer \u00bbsehr schwierigen Lage\u00ab.<\/p>\n<p>Die russischen Raketenangriffe besch\u00e4digten das ukrainische Stromnetz anscheinend st\u00e4rker als bisher bekannt. \u00bbBeinahe die H\u00e4lfte unseres Energiesystems ist ausgefallen\u00ab, sagte Regierungschef Denys Schmyhal auf einer Pressekonferenz mit dem EU-Vizekommissionspr\u00e4sident Valdis Dombrovskis. Die Ukraine ben\u00f6tige daher zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung von der Europ\u00e4ischen Union im Energiebereich und auch finanziell. Der Netzbetreiber Ukrenerho teilte mit, dass es auch am Samstag landesweit zu planm\u00e4\u00dfigen Stromabschaltungen kommen werde.<\/p>\n<p>Der staatliche ukrainische R\u00fcstungskonzern Ukroboronprom will gemeinsam mit mindestens sechs Nato-Mitgliedstaaten schwere Waffen und milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung produzieren. Mit Polen, Frankreich, D\u00e4nemark, Tschechien und einigen anderen Staaten seien Abkommen geschlossen worden, teilte der Konzern mit. Es w\u00fcrden gemeinsame R\u00fcstungsunternehmen gegr\u00fcndet und Produktionslinien f\u00fcr Munition gebaut. Au\u00dferdem sollen dem ukrainischen Konzern zufolge gemeinsam Panzerfahrzeuge und Mehrfachraketen produziert und neue High-Tech-Waffen entwickelt werden.<\/p>\n<p>Rund 30 Prozent des Territoriums der Ukraine sind infolge des russischen Angriffskrieges nach Kiewer Angaben vermint. Das entspreche etwa der doppelten Gr\u00f6\u00dfe \u00d6sterreichs, teilte der staatliche Notfalldienst mit. In den Regionen Cherson und Mykolajiw werde die R\u00e4umung von Sprengk\u00f6rpern fortgesetzt. Mehr als 8000 Quadratkilometer sollen entmint werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 30 Prozent des Territoriums der Ukraine sind infolge des russischen Angriffskrieges nach Angaben aus Kiew vermint. 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