{"id":16064,"date":"2022-11-10T07:36:32","date_gmt":"2022-11-10T04:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-10-november\/"},"modified":"2022-11-10T07:36:32","modified_gmt":"2022-11-10T04:36:32","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-10-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-10-november\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Donnerstag (10. November)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Das US-Milit\u00e4r hat die Verluste beider Kriegsparteien quantifiziert. Angriffsdrohnen wird Washington trotzdem nicht an Kiew liefern. Und: Pr\u00e4sident Selenskyj warnt Russen vor Sprengung von Staudamm. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich kaum unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen. Die <strong>USA <\/strong>gehen jedoch davon aus, dass <strong>beide Konfliktparteien <\/strong>inzwischen <strong>sechsstellige Opferzahlen <\/strong>in ihren <strong>Streitkr\u00e4ften <\/strong>als Folge des russischen Angriffskriegs zu beklagen haben. \u00bbWir reden von deutlich mehr als 100.000 toten und verletzten russischen Soldaten. Und vermutlich dieselbe Zahl auf der ukrainischen Seite. Sehr viel menschliches Leid\u00ab, sagte US-Generalstabschef Mark Milley am Mittwochabend (Ortszeit) in New York. Zudem seien seit Beginn der russischen Invasion im Februar bis zu <strong>40.000<\/strong> <strong>ukrainische Zivilisten <\/strong>in dem Konflikt <strong>ums Leben gekommen<\/strong>.<\/p>\n<p>Die USA versorgen die Ukraine seit Kriegsbeginn unter anderem mit Satellitenaufnahmen und anderen geheimen Informationen, sowie mit milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung in Milliardenwert. Dabei ist Washington allerdings auch darauf bedacht, nicht direkt in einen Konflikt mit Moskau zu geraten. In der Nacht zu Donnerstag meldete in diesem Zusammenhang das \u00bbWall Street Journal\u00ab            , dass die <strong>USA <\/strong>der Regierung in Kiew <strong>keine Drohnen <\/strong>vom Typ General Atomics MQ-1C Gray Eagle <strong>zur Verf\u00fcgung stellen <\/strong>werden. Dabei handelt es sich um eine <strong>Weiterentwicklung<\/strong> der bekannten <strong>Predator<\/strong>&#8211;<strong>Drohnen<\/strong>. Die Ukraine hatte die USA um diese unbemannten Flugger\u00e4te gebeten.<\/p>\n<p>Russische Angriffe haben am Mittwochabend die s\u00fcdukrainische Stadt Kriwyj Rih getroffen. Nach Darstellung der ukrainischen Milit\u00e4rverwaltung kamen dabei zahlreiche Kassettenbomben mit Streumunition aus russischen Raketenwerfern zum Einsatz. Die Bev\u00f6lkerung wurde zu besonderer Vorsicht aufgerufen, um nicht die kleinen, zylinderf\u00f6rmigen Sprengs\u00e4tze auszul\u00f6sen.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Ungeachtet des von Moskau angek\u00fcndigten <strong>Abzugs <\/strong>aus der s\u00fcdukrainischen Stadt <strong>Cherson <\/strong>und vom gesamten rechten Dnipro-Ufer mahnte der Pr\u00e4sident der Ukraine <strong>Zur\u00fcckhaltung <\/strong>an. Nach der Ank\u00fcndigung herrsche zwar \u00bbviel Freude\u00ab, sagte <strong>Wolodymyr Selenskyj <\/strong>am Mittwochabend in seiner t\u00e4glichen Videoansprache. \u00bbAber unsere Emotionen m\u00fcssen zur\u00fcckgehalten werden \u2013 gerade w\u00e4hrend des Krieges.\u00ab<\/p>\n<p>Selenskyj verwies darauf, dass der <strong>R\u00fcckzug <\/strong>der russischen Besatzer in erster Linie den Erfolgen der ukrainischen Streitkr\u00e4fte zu verdanken sei. \u00bbDer <strong>Feind <\/strong>macht uns <strong>keine Geschenke<\/strong>, macht keine Gesten des guten Willens.\u00ab<\/p>\n<p>Und die Ukraine werde weiterk\u00e4mpfen. \u00bbIch werde den Feind definitiv nicht mit allen Details unserer Operationen f\u00fcttern\u00ab, sagte Selenskyj. \u00bbOb im S\u00fcden, ob im Osten oder sonst wo \u2013 unsere Ergebnisse wird jeder sehen, selbstverst\u00e4ndlich.\u00ab Das ukrainische Milit\u00e4r werde sich weiter \u00bbsehr vorsichtig, ohne Emotionen, ohne unn\u00f6tiges Risiko\u00ab bewegen. Und dies mit m\u00f6glichst wenigen Verlusten. \u00bbSo werden wir die <strong>Befreiung <\/strong>von <strong>Cherson<\/strong>, <strong>Kachowka<\/strong>, <strong>Donezk <\/strong>und unseren anderen St\u00e4dten sichern.\u00ab<\/p>\n<p>Selenskyj warnte die Entscheider in Moskau davor, den Befehl zum Sprengen des Kachowka-Staudamms oberhalb von Cherson oder zur Besch\u00e4digung des Atomkraftwerk Saporischschja zu geben. \u00bbDies w\u00fcrde bedeuten, dass sie der gesamten Welt den Krieg erkl\u00e4ren\u00ab, sagte der Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Unter dem Druck st\u00e4ndiger ukrainischer Angriffe hatte der <strong>russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu <\/strong>am Mittwoch den <strong>Abzug<\/strong> des russischen Milit\u00e4rs aus Cherson und der gesamten Region um die Stadt <strong>angeordnet<\/strong>. Nach dem Scheitern des Vormarschs auf Kiew und dem R\u00fcckzug bei Charkiw gilt dies als weitere milit\u00e4rische Niederlage Russlands. Moskau nannte den Abzug eine \u00bbmilit\u00e4rischen Notwendigkeit\u00ab und \u00bbUmgruppierung der Kr\u00e4fte\u00ab.<\/p>\n<p>Die <strong>ukrainische F\u00fchrung <\/strong>hat zudem ein neues <strong>Gespr\u00e4chsangebot Moskaus <\/strong>als \u00bbneue Nebelkerze\u00ab <strong>zur\u00fcckgewiesen<\/strong>. \u00bbRussische Beamte beginnen, Gespr\u00e4chsangebote immer dann zu unterbreiten, wenn die russischen Truppen Niederlagen auf dem Schlachtfeld erleiden\u00ab, schrieb Au\u00dfenamtssprecher Oleh Nikolenko auf Facebook. Die russische Milit\u00e4rf\u00fchrung hatte wenige Stunden zuvor den Abzug aus den besetzten Gebieten der Region Cherson auf der rechten Seite des Dnipro angek\u00fcndigt. Mit dem neuen Dialogangebot spiele Russland lediglich auf Zeit, um seine Truppen neu zu sortieren und zu verst\u00e4rken \u2013 und um dann \u00bbneue Wellen der Aggression\u00ab einzuleiten.<\/p>\n<p>In Moskau hatte Russlands Au\u00dfenamtssprecherin Maria Sacharowa am Nachmittag die Bereitschaft Russlands zu Gespr\u00e4chen \u00bbauf Grundlage der aktuellen Realit\u00e4ten\u00ab angeboten. Damit war der aktuelle Stand an den Fronten gemeint. \u00bbWir sind weiterhin zu Gespr\u00e4chen bereit, wir haben sie nie verweigert\u00ab, sagte sie.<\/p>\n<p>Kiew hat bereits mehrere Verhandlungsangebote aus Moskau abgelehnt; die Regierung um Selenskyj fordert als Vorleistung den kompletten R\u00fcckzug russischer Truppen aus der Ukraine, auch von der Halbinsel Krim.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Der russische Pr\u00e4sident <strong>Wladimir Putin<\/strong> wird nach Angaben Indonesiens kommende Woche nicht an einem Treffen der <strong>Staats<\/strong>&#8211; <strong>und Regierungschefs <\/strong>der <strong>G20 <\/strong>auf <strong>Bali <\/strong>teilnehmen. <strong>Putin<\/strong> wird laut durch den russischen <strong>Au\u00dfenminister Sergej Lawrow<\/strong> vertreten. Der Kremlchef nehme aber an einem der Gespr\u00e4che virtuell teil, sagte Jodi Mahardi, ein Sprecher des Koordinators f\u00fcr maritime und Investitionsangelegenheiten.<\/p>\n<p>Die <strong>russische Seite <\/strong>will <strong>Vorbereitungen <\/strong>der ukrainischen <strong>Streitkr\u00e4fte <\/strong>auf ein Vorr\u00fccken in Richtung des <strong>Atomkraftwerks Saporischschja <\/strong>erkannt haben. Dazu seien rund um die Stadt Saporischschja rund 7000 ukrainische Soldaten zusammengezogen worden, zitierte die Agentur Tass einen Vertreter der Besatzungsverwaltung, Wladimir Rogow. Unter diesen Truppen seien auch etwa <strong>300 Kommandosoldaten<\/strong>, die f\u00fcr diesen Einsatz speziell in Gro\u00dfbritannien ausgebildet worden seien. Alle Angaben konnten nicht unabh\u00e4ngig gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Das russische Milit\u00e4r kontrolliert das s\u00fcdlich von Saporischschja gelegene Atomkraftwerk, das als gr\u00f6\u00dfte Atomanlage Europas gilt. Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde bem\u00fcht sich seit Monaten, um das Werk eine Schutzzone ohne K\u00e4mpfe einzurichten.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Unionsfraktionsvize Johann Wadephul <\/strong>hat die Ank\u00fcndigung Moskaus, sich aus der ukrainischen Gebietshauptstadt Cherson zur\u00fcckziehen zu wollen, als \u00bbein dramatisches <strong>Eingest\u00e4ndnis <\/strong>der <strong>Schw\u00e4che Russlands<\/strong>\u00ab gewertet. Es zeige, dass die angek\u00fcndigte Rekrutierungskampagne Russlands nicht funktioniere, sagte der CDU-Au\u00dfenexperte am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. \u00bbDieser R\u00fcckzug wird zu Rissen in der russischen F\u00fchrung f\u00fchren\u00ab, prognostizierte Wadephul. Das Momentum bleibe auf der Seite der Ukraine, sie habe Chancen, die von Russland besetzten Territorien zur\u00fcckzuerobern. \u00bbDoch daf\u00fcr m\u00fcssen wir sie endlich schneller und substanzieller unterst\u00fctzen. Hier ist die Bundesregierung gefragt\u00ab, mahnte der CDU-Politiker.<\/p>\n<h3><strong>Wirtschaftliche Konsequenzen<\/strong><\/h3>\n<p>Das <strong>Bruttoinlandsprodukt <\/strong>in der Ukraine wird nach Worten von Wirtschaftsministerin Julia Sywrydenko in diesem Jahr <strong>um 39 Prozent schrumpfen<\/strong> \u2013 und damit st\u00e4rker als bisher mit 35 Prozent prognostiziert. Grund sei die Zerst\u00f6rung der zivilen Infrastruktur durch Russland. Sywrydenko sagte, die ukrainische Regierung unternehme Schritte zur Verkleinerung der Regierung, die auch einen Personalabbau beinhalten w\u00fcrden. Sie bem\u00fche sich zudem um eine einj\u00e4hrige Verl\u00e4ngerung der <strong>Aussetzung <\/strong>der <strong>US<\/strong>&#8211;<strong>Z\u00f6lle<\/strong> auf <strong>Stahl<\/strong>. Ferner schaue man sich die Privatisierung kleinerer Staatsfirmen an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das US-Milit\u00e4r hat die Verluste beider Kriegsparteien quantifiziert. 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