{"id":16052,"date":"2022-11-09T19:06:20","date_gmt":"2022-11-09T16:06:20","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukraine-russland-ordnet-ruckzug-von-truppen-aus-teilen-von-cherson-an\/"},"modified":"2022-11-09T19:06:20","modified_gmt":"2022-11-09T16:06:20","slug":"ukraine-russland-ordnet-ruckzug-von-truppen-aus-teilen-von-cherson-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukraine-russland-ordnet-ruckzug-von-truppen-aus-teilen-von-cherson-an\/","title":{"rendered":"Ukraine: Russland ordnet R\u00fcckzug von Truppen aus Teilen von Cherson an"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Moskaus Truppen ziehen sich aus einem strategisch wichtigen Teil des Gebiets Cherson zur\u00fcck. Verteidigungsminister Schoigu ordnete die R\u00e4umung des westlichen Ufers des Flusses Dnjepr an.  <\/p>\n<p>Der Druck der ukrainischen Gegenoffensiven wurde wohl zu gro\u00df: Russlands Truppen ziehen sich aus der Hauptstadt und weiteren Teilen des nach einem v\u00f6lkerrechtswidrigen Scheinreferendum annektierten s\u00fcdukrainischen Gebiets Cherson zur\u00fcck. Verteidigungsminister Sergej Schoigu ordnete am Mittwoch die R\u00e4umung des westlichen Ufers des Flusses Dnjepr an, wie im russischen Staatsfernsehen zu sehen war.<\/p>\n<p>General Sergej Surowikin erkl\u00e4rte erg\u00e4nzend, beabsichtigt sei, dass die Streitkr\u00e4fte sich auf das Halten des Ostufers des Flusses konzentrieren sollten. Es bestehe die Gefahr, dass das Gebiet am Westufer \u00fcberschwemmt werde und die russischen Truppen dort eingekesselt w\u00fcrden. Bislang h\u00e4tten rund 115.000 Menschen die Region bereits verlassen. Es sei unm\u00f6glich, die Stadt Cherson noch zu versorgen. In der Region konnten ukrainische Truppen in den vergangenen Wochen kontinuierlich vorr\u00fccken.<\/p>\n<h3>Gro\u00dfer R\u00fcckschlag f\u00fcr Russland<\/h3>\n<p>Der R\u00fcckzug ist f\u00fcr Russland ein gro\u00dfer R\u00fcckschlag. Cherson war die einzige Regionalhauptstadt, die russische Truppen erobert hatten \u2013 nun soll sie aufgegeben werden. Die Bekanntgabe folgt auf Wochen, in denen ukrainische Einheiten der Stadt immer n\u00e4hergekommen waren und Russland versucht hatte, die Einwohner Chersons aus der Stadt wegzubringen.<\/p>\n<p>Surowikins Bericht wurde vom Fernsehsender Rossiya 24 ausgestrahlt. Der General nannte die Entscheidung \u00bbschwierig\u00ab, sagte aber, dass sie Leben retten w\u00fcrde: \u00bbWir werden die Leben unserer Soldaten und die Kampfkraft unserer Einheiten sichern\u00ab, sagte er.<\/p>\n<p>Eine der Hauptbr\u00fccken, die aus Cherson \u00fcber einen Seitenarm des Flusses Dnjepr f\u00fchrt, wurde zuvor offenbar gesprengt, wie im Internet ver\u00f6ffentlichte Bilder am Mittwoch zeigten. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Ort der Aufnahmen verifizieren, nicht aber unabh\u00e4ngig feststellen, warum die Br\u00fccke einst\u00fcrzte. Auf ukrainischer Seite gab es Spekulationen, dass russische Truppen das Bauwerk gesprengt haben, um ihren Abzug aus der Stadt Cherson vorzubereiten.<\/p>\n<p>Zugleich berichteten russische Nachrichtenagenturen vom Tod des von der Moskauer Regierung in Cherson als Vize-Chef der Region eingesetzten Kirill Stremousow. Todesursache sei ein Autounfall gewesen, hie\u00df es in den Berichten. Weitere Angaben \u00fcber die Umst\u00e4nde wurden nicht gemacht. Stremousow, einer der profiliertesten Personen der Besatzer in der Region, hatte zuletzt mehrfach angedeutet, dass Russland seine Truppen aus dem Gebiet um das Westufer des Dnjeprs abziehen k\u00f6nnten. Die Region Cherson ist eine von vier Regionen in der Ukraine, die mittlerweile von der Regierung in Moskau nach Scheinreferenden v\u00f6lkerrechtswidrig annektiert und zum russischen Staatsgebiet erkl\u00e4rt wurde.<\/p>\n<h3>Andauernde K\u00e4mpfe<\/h3>\n<p>In den vergangenen Wochen gab es andauernde heftige K\u00e4mpfe. Mehrfach berichteten die Ukrainer von gro\u00dfen Zerst\u00f6rungen und hohen Verlusten auf russischer Seite. Unabh\u00e4ngig konnte das oft zwar nicht \u00fcberpr\u00fcft werden. Zuletzt rechneten aber auch russische Milit\u00e4rblogger mit einem baldigen R\u00fcckzug der eigenen Truppen aus der Stadt Cherson.<\/p>\n<p>Auch Kommandeur Surowikin k\u00fcndigte bereits im Oktober \u00bbschwierige Entscheidungen\u00ab in Cherson an, was von Beobachtern als Indiz f\u00fcr einen geplanten Abzug gedeutet wurde. Zudem brachten die russischen Besatzer eigenen Angaben zufolge Zehntausende Zivilisten aus der Stadt Cherson weg. Die Ukraine sprach von einer Verschleppung der Menschen.<\/p>\n<h3>Kiew reagiert verhalten<\/h3>\n<p>Die Ukraine reagierte verhalten auf die Ank\u00fcndigung des R\u00fcckzugs. Es sei zu fr\u00fch, von einem Abzug zu sprechen, sagt Pr\u00e4sidentenberater Mychailo Podoljak der Nachrichtenagentur Reuters. Es verblieben einige russische Truppen in der Stadt, zudem w\u00fcrden zus\u00e4tzliche Kr\u00e4fte in die Region beordert. <\/p>\n<p>Die Ank\u00fcndigungen aus Moskau und die Handlungen vor Ort seien mitunter h\u00f6chst unterschiedlich. Solange nicht die ukrainische Flagge \u00fcber Cherson wehe, k\u00f6nne von einem russischen R\u00fcckzug nicht gesprochen werden. Die ukrainischen Streitkr\u00e4fte hielten sich an die Vorgabe, sich auf Aufkl\u00e4rung, Risikoabw\u00e4gung und effektive Gegenangriffe zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Russland hat das Nachbarland Ukraine am 24. Februar \u00fcberfallen. Seitdem mussten die russischen Truppen bereits mehrfach gr\u00f6\u00dfere milit\u00e4rische Niederlagen einstecken. Als eines der aus Kreml-Sicht gr\u00f6\u00dften Debakel gilt der R\u00fcckzug aus dem ostukrainischen Gebiet Charkiw Mitte September.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Moskaus Truppen ziehen sich aus einem strategisch wichtigen Teil des Gebiets Cherson zur\u00fcck. Verteidigungsminister Schoigu ordnete die R\u00e4umung des westlichen Ufers des Flusses Dnjepr an. 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