{"id":15741,"date":"2022-10-27T07:36:32","date_gmt":"2022-10-27T04:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-27-oktober\/"},"modified":"2022-10-27T07:36:32","modified_gmt":"2022-10-27T04:36:32","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-27-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-27-oktober\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Donnerstag (27. Oktober)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Russland legt angebliche Belege f\u00fcr seine Bombenvorw\u00fcrfe vor &#8211; und zeigt offenbar Fotos alter Rauchmelder. Kiew will Staaten in Afrika auf seine Seite ziehen. Und: australisches Kriegsger\u00e4t f\u00fcr die Ukraine. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Slowenien <\/strong>hat <strong>Russland <\/strong>vorgeworfen, f\u00fcr seine angeblichen Beweise f\u00fcr eine \u00bb<strong>schmutzigen Bombe<\/strong>\u00ab der Ukraine ein <strong>altes Foto <\/strong>von <strong>Rauchmeldern <\/strong>genutzt zu haben. Ein vom russischen Au\u00dfenministerium im Online-Netzwerk Twitter ver\u00f6ffentlichtes Foto stamme von der slowenischen Atomm\u00fcllentsorgungsbeh\u00f6rde ARAO. Es sei im Jahr 2010 aufgenommen worden, erkl\u00e4rte Dragan Barbutovski, Berater des slowenischen Regierungschefs Robert Golob. Das Foto sei \u00bb<strong>ohne Kenntnis<\/strong> der ARAO <strong>missbr\u00e4uchlich verwendet <\/strong>worden\u00ab.<\/p>\n<p>Russlands f\u00fcr radioaktive, biologische und chemische Substanzen zust\u00e4ndiger Generalleutnant Igor Kirillow hatte am Montag gesagt, die Ukraine sei \u00bbin der abschlie\u00dfenden Phase\u00ab der Herstellung einer \u00bbschmutzigen Bombe\u00ab. Nach russischen Informationen h\u00e4tten \u00bbzwei ukrainische Einrichtungen spezifische Instruktionen zur Herstellung der sogenannten schmutzigen Bombe erhalten\u00ab, erkl\u00e4rte Kirillow.<\/p>\n<p>Seine \u00c4u\u00dferungen begleitete er mit einem auf Twitter ver\u00f6ffentlichten Bild, auf dem unter anderem ein Beh\u00e4ltnis zu sehen war, auf dem das slowenische Wort \u00bb<strong>Radioaktivno<\/strong>\u00ab stand und das nach russischen Angaben Atomm\u00fcll enthielt.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich sei dieses Bild von der ARAO zu <strong>Erl\u00e4uterungszwecken <\/strong>f\u00fcr \u00bbPr\u00e4sentationen f\u00fcr Fachpublikum und breite \u00d6ffentlichkeit\u00ab verwendet worden, erkl\u00e4rte der Chef der slowenischen Beh\u00f6rde, Sandi Virsek. In dem abgebildeten Beh\u00e4ltnis h\u00e4tten sich \u00bbRauchmelder f\u00fcr den allgemeinen Gebrauch\u00ab befunden &#8211; und keinerlei radioaktives Material.<\/p>\n<p>Die fr\u00fchere jugoslawische Teilrepublik Slowenien ist seit 2004 Mitglied von EU und Nato. Das Land betreibt im nahe der kroatischen Grenze gelegenen Krsko ein Atomkraftwerk. Der dort anfallende Atomm\u00fcll sei sicher verwahrt, erkl\u00e4rte die ARAO.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Der <strong>ukrainische<\/strong> <strong>Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj <\/strong>hat die russischen <strong>Luftangriffe<\/strong> als beispiellose Attacke auf die <strong>Energieversorgung <\/strong>seines Landes bezeichnet. \u00bbRussische Terroristen haben so <strong>schwierige Bedingungen <\/strong>f\u00fcr unsere Energiearbeiter geschaffen, dass niemand in Europa jemals zuvor so etwas gesehen oder erlebt hat\u00ab, sagte Selenskyj in seiner t\u00e4glichen Videoansprache. Einmal mehr warnte er vor bevorstehenden Stromabschaltungen im ganzen Land und rief die Bev\u00f6lkerung zum Energiesparen auf.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus kritisierte er die seinen Angaben nach ungen\u00fcgende Umsetzung des <strong>Getreideabkommens<\/strong>. Russland behindere weiterhin die Ausfuhr ukrainischer Lebensmittel \u00fcber den Seeweg. <strong>175 Schiffe <\/strong>warteten auf ihre Abfertigung, so der 44-J\u00e4hrige: \u00bbEs ist offensichtlich, dass Russland beabsichtigt, die globale Nahrungsmittelkrise erneut zu versch\u00e4rfen, um die Gefahr einer gro\u00dfen Hungersnot zur\u00fcckzubringen\u00ab. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf Moskau zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Selenskyjs Worte richteten sich dabei wohl auch an <strong>Regierungen <\/strong>in <strong>Afrika<\/strong>, um die die Ukraine nun verst\u00e4rkt wirbt. \u00bbEs ist sehr wichtig, dass sie auf diesem Kontinent, auf dem der Einfluss des Kremls traditionell stark ist, die ukrainische Position h\u00f6ren und die volle Wahrheit dar\u00fcber wissen, was wirklich passiert\u00ab, betonte er. Zuvor hatte Selenskyj mit dem Pr\u00e4sidenten von Guinea-Bissau, <strong>Umaro Sissoco Embal\u00f3<\/strong>, den ersten Staatschef aus Afrika seit Ausbruch des Kriegs empfangen. Embal\u00f3 erkl\u00e4rte, er habe ein Gespr\u00e4chsangebot <strong>Wladimir Putins <\/strong>mitgebracht, den er tags zuvor im Kreml getroffen hatte. Moskau hat das Angebot allerdings bisher nicht best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Selenskyj hat den Austausch von <strong>Geheimdiensterkenntnissen <\/strong>mit <strong>Israel <\/strong>bekanntgegeben und von einem \u00bbpositiven Trend\u00ab in den Beziehungen zwischen beiden Staaten gesprochen. \u00bbWir sind also am Anfang der Zusammenarbeit, dies ist ein positiver Trend in den Beziehungen zu Israel\u00ab, sagte Selenskyj. Die ausgetauschten Daten w\u00fcrden ukrainische Erkenntnisse \u00fcber im Land eingesetzte <strong>iranische Drohnen <\/strong>best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>\u00bbDie derzeit ausgetauschten Daten des Geheimdiensts best\u00e4tigen erneut, was unsere Dienste wussten: Russland hat bereits rund 400 iranische Drohnen gegen die ukrainische Zivilbev\u00f6lkerung eingesetzt\u00ab, sagte der Pr\u00e4sident. Seinen Angaben zufolge wurden 60 bis 70 Prozent der unbemannten Flugobjekte von der ukrainischen Luftabwehr abgeschossen.<\/p>\n<h3><strong>Humanit\u00e4re Lage<\/strong><\/h3>\n<p>Nach <strong>Erpressungsvorw\u00fcrfen <\/strong>ist die <strong>Tochter <\/strong>des fr\u00fcheren <strong>politischen Mentors <\/strong>von <strong>Wladimir Putin<\/strong>, die russische Journalistin <strong>Xenia Sobtschak<\/strong>, aus Russland nach <strong>Litauen geflohen<\/strong>. Die fr\u00fchere Pr\u00e4sidentschaftskandidatin sei mit einem israelischen Pass eingereist, best\u00e4tigte eine Quelle aus Kreisen des litauischen Grenzschutzes am Mittwoch. Litauen hatte die Einreise f\u00fcr Russen mit Touristenvisa gesperrt.<\/p>\n<p>Zuvor hatten die russische Nachrichtenagentur Tass sowie der staatliche Sender RT unter Berufung auf die Polizei berichtet, dass Sobtschak in einem Fall von gro\u00df angelegter Erpressung verd\u00e4chtigt werde. Eine solche Straftat kann mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft werden. Nach weiteren Angaben von Tass wurde Sobschaks Wohnsitz am Mittwochmorgen durchsucht.<\/p>\n<p>Sobtschak hatte in den vergangenen Monaten auf ihrem YouTube-Kanal mehrfach den <strong>russischen Angriff <\/strong>auf die Ukraine <strong>kritisiert<\/strong>. Im Jahr 2018 hatte Sobtschak bei der Wahl f\u00fcr die russische Pr\u00e4sidentschaft gegen Amtsinhaber Putin kandidiert. Beobachter warfen Sobtschak damals aber vor, dass ihre Kandidatur der Wahl nur den Anschein von Wettbewerb geben sollte. Berichten zufolge ist Sobtschak Putins Patentochter. Ihr Vater Anatoli, der verstorbene B\u00fcrgermeister von St. Petersburg, war einst Putins Vorgesetzer.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Australien <\/strong>will zur Unterst\u00fctzung der <strong>Ausbildung <\/strong>von ukrainischen Truppen <strong>70 Soldaten nach Gro\u00dfbritannien<\/strong> entsenden. Au\u00dferdem liefert das Land 30 weitere gepanzerte Bushmaster-Fahrzeuge an die Ukraine. \u00bbWir sind uns dar\u00fcber im Klaren, dass die Ukraine jetzt l\u00e4ngerfristig unterst\u00fctzt werden muss\u00ab, sagt Verteidigungsminister Richard Marles dem Fernsehsender ABC. Die australischen Soldaten sollen im Januar in Gro\u00dfbritannien eintreffen. Sie werden sich an einer von Gro\u00dfbritannien geleiteten internationalen Trainings\u00fcbung beteiligen, aber nicht ins Kriegsgebiet gehen, so Marles.<\/p>\n<p><strong>Deutschland <\/strong>hat nach Ansicht der <strong>US<\/strong>&#8211;<strong>Regierung <\/strong>seine <strong>Unterst\u00fctzung <\/strong>f\u00fcr die <strong>Ukraine ausgebaut<\/strong>. \u00bbVor nicht allzu langer Zeit haben wir alle \u00fcber Deutschland gesprochen, weil es Fragen dar\u00fcber gab, was Deutschland tut oder nicht tut, und Deutschland hat im Laufe der Zeit seine eigenen Beitr\u00e4ge weiterentwickelt\u00ab, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby. Er sprach das Thema Deutschland von sich aus an, als er von einem Journalisten gefragt wurde, ob Israel seine Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine ausbauen sollte. \u00bbDie Entscheidung dar\u00fcber liegt bei den Israelis\u00ab, sagte er.<\/p>\n<p>Jedes Land entscheide selbst, wie es der Ukraine helfe, sagte Kirby weiter. Auch die USA h\u00e4tten ihre Beitr\u00e4ge zur Unterst\u00fctzung angepasst. Als der Krieg im Februar begonnen habe, habe man \u00fcber Panzerabwehrraketen vom Typ Javelin gesprochen. Mittlerweile gehe es um fortschrittliche Raketensysteme zur Luftabwehr.<\/p>\n<p>Die neue <strong>italienische Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni <\/strong>hat sich hinter eine milit\u00e4rische <strong>Unterst\u00fctzung <\/strong>der Ukraine gestellt. Die einzige M\u00f6glichkeit, ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu erreichen, bestehe darin, Kiew dabei zu helfen, sich milit\u00e4risch zu verteidigen, sagte Meloni im Senat vor einer Vertrauensabstimmung \u00fcber ihre neu ernannte rechtsgerichtete Regierung. Die Waffenlieferungen Italiens an die Ukraine seien zwar nicht entscheidend f\u00fcr den Ausgang des Krieges, sagte Meloni. Sie seien aber unerl\u00e4sslich f\u00fcr die Aufrechterhaltung der internationalen Glaubw\u00fcrdigkeit Italiens.<\/p>\n<p>Meloni hat Kiew wiederholt ihre Unterst\u00fctzung zugesagt, w\u00e4hrend ihre <strong>Koalitionspartner Silvio Berlusconi <\/strong>und <strong>Matteo Salvini <\/strong>aufgrund ihrer historischen Beziehungen zum russischen Pr\u00e4sidenten Putin in dieser Frage sehr viel zur\u00fcckhaltender waren.<\/p>\n<h3><strong>Wirtschaftliche Konsequenzen<\/strong><\/h3>\n<p>Der zweitgr\u00f6\u00dfte US-Autobauer <strong>Ford <\/strong>hat seinen <strong>R\u00fcckzug <\/strong>aus <strong>Russland <\/strong>mit dem Verkauf seiner 49-prozentigen Beteiligung an dem dortigen Gemeinschaftsunternehmen Sollers <strong>abgeschlossen<\/strong>. Das teilte der US-Konzern in Dearborn mit. Ford hatte seinen Gesch\u00e4ftsbetrieb in Russland bereits im M\u00e4rz eingestellt und dies mit tiefer Besorgnis \u00fcber die russische Invasion in die Ukraine und der Bedrohung f\u00fcr Frieden und Stabilit\u00e4t begr\u00fcndet. Der US-Konzern betonte damals, die Pr\u00e4senz in Russland ohnehin schon stark reduziert zu haben. Ford sicherte sich aber eine Option, die Anteile an Sollers zur\u00fcckzukaufen, falls sich \u00bbdie globale Situation\u00ab \u00e4ndern sollte.<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Bundeskanzler <strong>Olaf Scholz<\/strong> trifft bei seinem Antrittsbesuch in <strong>Griechenland <\/strong>in der Hauptstadt Athen Ministerpr\u00e4sident Kyriakos Mitsotakis. Bei dem Gespr\u00e4ch d\u00fcrfte auch die <strong>R\u00fcstungskooperation <\/strong>zwischen den beiden L\u00e4ndern eine Rolle spielen. Die Bundesregierung hat einen <strong>Ringtausch <\/strong>mit Griechenland vereinbart, um die Ukraine mit 40 Sch\u00fctzenpanzern sowjetischer Bauart des Typs BMP-1 zu versorgen, die Athen einst aus DDR-Best\u00e4nden erhalten hatte.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Die <strong>Internationale Energieagentur <\/strong>(IEA) legt in Paris mitten in der weltweiten Energiekrise ihren <strong>Jahresbericht <\/strong>vor. In der Analyse geht es unter anderem darum, ob die durch Russlands Angriff auf die Ukraine ausgel\u00f6ste Energiekrise einen R\u00fcckschlag f\u00fcr die Umstellung auf saubere Energien bedeutet oder ein Katalysator daf\u00fcr ist.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Russland legt angebliche Belege f\u00fcr seine Bombenvorw\u00fcrfe vor &#8211; und zeigt offenbar Fotos alter Rauchmelder. Kiew will Staaten in Afrika auf seine Seite ziehen. Und: australisches Kriegsger\u00e4t f\u00fcr die Ukraine.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":15742,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-15741","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15741","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15741"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15741\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}