{"id":15598,"date":"2022-10-21T05:56:37","date_gmt":"2022-10-21T02:56:37","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-21-oktober\/"},"modified":"2022-10-21T05:56:37","modified_gmt":"2022-10-21T02:56:37","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-21-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-21-oktober\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Freitag (21. Oktober)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Der ukrainische Pr\u00e4sident warnt vor einer Sprengung in einem Wasserkraftwerk. USA verurteilen Umsiedlungen durch Russland. Und: F\u00fchrung in Kiew bef\u00fcrchtet lange Energieengp\u00e4sse. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj<\/strong> hat Russland vorgeworfen, einen <strong>Staudamm <\/strong>in der s\u00fcdukrainischen Region <strong>Cherson vermint <\/strong>zu haben. \u00bbUnseren Informationen zufolge wurden die Aggregate und der Damm des <strong>Wasserkraftwerks Kachowka <\/strong>von russischen Terroristen vermint\u00ab, sagte Selenskyj in seiner t\u00e4glichen Videobotschaft am Donnerstagabend.<\/p>\n<p>Im Falle einer Zerst\u00f6rung des Staudamms w\u00fcrde \u00bbder Nord-Krim-Kanal einfach verschwinden\u00ab, warnte der ukrainische Staatschef. Dies w\u00e4re \u00bbeine <strong>Katastrophe gro\u00dfen Ausma\u00dfes<\/strong>\u00ab. Der Staudamm des Wasserkraftwerks Kachowka liegt am Fluss Dnipro in der Region Cherson, die derzeit von russischen Truppen kontrolliert wird.<\/p>\n<p><strong>Selenskyj dankte <\/strong>zudem<strong> Deutschland <\/strong>f\u00fcr seine <strong>Hilfe<\/strong>. \u00bbHeute hatte ich ein produktives Telefonat mit dem Bundespr\u00e4sidenten\u00ab, sagte er. Er habe Frank-Walter Steinmeier \u00bbund dem deutschen Volk f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Ukraine im Freiheitskampf und f\u00fcr die Entscheidung gedankt, unserem Land konkrete Hilfe zu leisten\u00ab. Deutschland habe der Ukraine als erstes Land das moderne <strong>Luftverteidigungssystem Iris-T<\/strong> geliefert. \u00bbWir erwarten die Lieferung weiterer solcher Systeme sowohl aus Deutschland als auch von unseren anderen Partnern.\u00ab<\/p>\n<p>Die Ukraine habe am Donnerstag erneut russische Raketen und iranische Kamikazedrohnen abgefangen. \u00bbLeider schie\u00dfen wir noch nicht alle ab. Es gibt auch Treffer, es gibt Zerst\u00f6rung\u00ab, sagte Selenskyj. \u00bbAber wir werden alles tun, um unseren Luftraum vollst\u00e4ndig zu sch\u00fctzen.\u00ab<\/p>\n<p>Die <strong>Lage <\/strong>an der <strong>Front <\/strong>bleibe <strong>schwierig<\/strong>, sagte der ukrainische Pr\u00e4sident. Dies betreffe besonders den <strong>Donbass <\/strong>im Osten und einige Gegenden im <strong>S\u00fcden<\/strong>. \u00bbAber wir behaupten uns. Wir verteidigen unser Land. Wir bewegen uns allm\u00e4hlich vorw\u00e4rts und verdr\u00e4ngen den Feind\u00ab, sagte Selenskyj. Die Ukraine werde in diesem Krieg siegen: \u00bbTerroristen verlieren immer. Freiheit gewinnt immer.\u00ab<\/p>\n<p>In einer <strong>Videoansprache <\/strong>beim <strong>EU-Gipfel <\/strong>in Br\u00fcssel hatte Selenskyj <strong>Russland <\/strong>zuvor <strong>vorgeworfen<\/strong>, die Energie-Infrastruktur seines Landes zu einem \u00bb<strong>Schlachtfeld<\/strong>\u00ab gemacht zu haben. Moskau verfolge damit die Absicht, der Ukraine im Herbst und Winter Strom- und Heizprobleme zu bescheren.<\/p>\n<p>Russland will Selenskyj zufolge au\u00dferdem eine <strong>Massenauswanderung <\/strong>seiner <strong>Landsleute<\/strong> in die EU ausl\u00f6sen. \u00bbRussland provoziert eine neue Welle der Migration von Ukrainern in die L\u00e4nder der Europ\u00e4ischen Union\u00ab, sagte er beim EU-Gipfel.<\/p>\n<h3><strong>Humanit\u00e4re Lage<\/strong><\/h3>\n<p>Die <strong>Ukraine <\/strong>schlie\u00dft <strong>l\u00e4ngerfristige Energieprobleme <\/strong>nach den massiven russischen Luftangriffen auf Kraftwerke und andere Infrastruktur nicht aus. \u00bbWir k\u00f6nnen durchaus vor einer Situation stehen, in der wir Wochen oder sogar <strong>Monate<\/strong> <strong>ohne<\/strong> <strong>Wasser<\/strong>, ohne <strong>Licht <\/strong>und <strong>W\u00e4rme <\/strong>oder mit gro\u00dfen Einschr\u00e4nkungen sitzen werden\u00ab, sagte der Berater im Pr\u00e4sidialamt in Kiew, Olexij Arestowytsch. Er sei aber sicher, dass die Ukrainer die Probleme bew\u00e4ltigen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Das ukrainische Versorgungsunternehmen Ukrenergo rief erneut mit Nachdruck zum Energiesparen auf. Die Reduzierung am Donnerstag habe nicht gen\u00fcgt, weshalb das Unternehmen zu Stromabschaltungen gezwungen gewesen sei, sagte ein Sprecher.<\/p>\n<p>Die Abschaltungen seien n\u00f6tig gewesen, um das Stromnetz zu stabilisieren. Die Lage werde sich in den n\u00e4chsten Wochen bessern. \u00bbVorausgesetzt, es gibt keine neuen Raketenangriffe. Aber wir bereiten uns auf alle m\u00f6glichen Szenarien vor\u00ab, betonte der Sprecher.<\/p>\n<p>In <strong>Kiew <\/strong>rief Gebietsgouverneur Olexij Kuleba die <strong>Bewohner <\/strong>der <strong>Hauptstadt <\/strong>auch f\u00fcr Freitag zum <strong>Stromsparen<\/strong> auf. Insbesondere am Vormittag sollten keine energieintensiven Ger\u00e4te wie Heizungen und Waschmaschinen eingeschaltet werden, sagte Kuleba. \u00bbJedes eingesparte Kilowatt ist eine Hilfe f\u00fcr unser Stromnetz.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Waffenlieferungen an die Ukraine<\/strong><\/h3>\n<p>Der <strong>ukrainische Au\u00dfenminister Dmytro Kuleba <\/strong>hat mit dem <strong>israelischen Ministerpr\u00e4sidenten <\/strong>Jair Lapid Kiews Anfrage nach <strong>Luft<\/strong>&#8211; und <strong>Raketenabwehrsystemen <\/strong>besprochen. \u00bbIch habe ihn \u00fcber das uns\u00e4gliche Leid, den Verlust von Menschenleben und die Zerst\u00f6rung durch russische Raketen und iranische Drohnen informiert\u00ab, twitterte Kuleba. Dem B\u00fcro des israelischen Regierungschefs zufolge habe Lapid die Unterst\u00fctzung Israels f\u00fcr die Ukraine bekr\u00e4ftigt und seine \u00bbtiefe Besorgnis\u00ab \u00fcber die milit\u00e4rische Verbindung zwischen Iran und Russland zum Ausdruck gebracht. <\/p>\n<p>Israel hatte seine Unterst\u00fctzung bisher auf humanit\u00e4re Hilfe beschr\u00e4nkt, weil es mit Russland weiterhin an einer Zusammenarbeit in Bezug auf das Nachbarland Syrien interessiert ist. Vor kurzem bot das Land der Ukraine jedoch an, bei der Entwicklung von Luftangriff-Warnsystemen f\u00fcr Zivilisten zu helfen.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Die <strong>US<\/strong>&#8211;<strong>Regierung <\/strong>hat die <strong>Umsiedlungen <\/strong>im s\u00fcdukrainischen Gebiet <strong>Cherson <\/strong>durch die russische Besatzungsmacht <strong>kritisiert<\/strong>. \u00bbEs \u00fcberrascht uns nicht, dass die Russen mit solch <strong>plumpen Taktiken <\/strong>versuchen, Kontrolle \u00fcber eine Bev\u00f6lkerung auszu\u00fcben, die Putin und seinen Krieg eindeutig ablehnt\u00ab, sagte die Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses. Die Umsiedlungen seien ein weiteres Beispiel der Grausamkeit und Brutalit\u00e4t der Besatzer.<\/p>\n<p>Russische Besatzer im Gebiet Cherson haben nach eigenen Angaben bereits mehrere <strong>tausend Zivilisten<\/strong> auf von Russland kontrolliertes Territorium gebracht. Die Ukraine sprach von Deportationen. Die russische Armee bef\u00fcrchtet einen gro\u00dfen Angriff des ukrainischen Milit\u00e4rs, um die Stadt Cherson und das Gebiet auf dem n\u00f6rdlichen Ufer des Flusses Dnipro zu befreien. Deshalb sollen Zivilisten von dort weggebracht werden.<\/p>\n<p><strong>Bundeskanzler Olaf Scholz <\/strong>warf Russland eine <strong>\u00bbTaktik der verbrannten Erde\u00ab <\/strong>vor. Aber auch damit werde Moskau nicht den Krieg gewinnen, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in einer Regierungserkl\u00e4rung im Bundestag. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier verschob kurzfristig einen f\u00fcr Donnerstag geplanten Besuch in Kiew. Grund waren nach dpa-Informationen Sicherheitsbedenken.<\/p>\n<p><strong>US<\/strong>&#8211;<strong>Pr\u00e4sident Joe Biden <\/strong>hat sich besorgt \u00fcber die weitere <strong>milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung <\/strong>der Ukraine im Fall eines Sieges der Republikaner bei den Parlamentswahlen im November gezeigt. Er sei besorgt dar\u00fcber, weil die Republikaner gesagt h\u00e4tten, dass sie die Ukrainehilfen k\u00fcrzen w\u00fcrden, sagte Biden bei einem Besuch im US-Bundesstaat Pennsylvania. Im Falle eines Wahlsieges wollten die Republikaner die Unterst\u00fctzung Kiews nicht wie bisher fortsetzen. Sie verst\u00fcnden nicht, wie folgenreich und ernst dies w\u00e4re, nicht nur f\u00fcr die Ukraine, sondern auch f\u00fcr Osteuropa und die Nato, beklagte Biden.<\/p>\n<p>Der republikanische Minderheitsf\u00fchrer im Repr\u00e4sentantenhaus, <strong>Kevin McCarthy<\/strong>, hatte vor wenigen Tagen signalisiert, dass seine Partei im Falle eines Wahlsieges bei den <strong>Kongresswahlen <\/strong>im <strong>November<\/strong> bei den <strong>Ukrainehilfen bremsen <\/strong>k\u00f6nnte. In einem Interview sagte er: \u00bbIch denke, dass die Leute nicht in einer Rezession sitzen und der Ukraine einen Blankoscheck ausstellen werden.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Der <strong>Bundestag <\/strong>entscheidet ab 9 Uhr \u00fcber das geplante milliardenschwere <strong>Paket <\/strong>zur <strong>Senkung <\/strong>der <strong>Energiepreise<\/strong>. Stimmen die Abgeordneten zu, darf der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) Kredite von bis zu 200 Milliarden Euro aufnehmen. Damit sollen vor allem die geplante Gaspreisbremse finanziert und die Strompreisbremse finanziell abgesichert werden. Ein Teil des Geldes soll auch an Unternehmen flie\u00dfen, die durch Russlands Krieg in der Ukraine besonders in Schwierigkeiten sind.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident warnt vor einer Sprengung in einem Wasserkraftwerk. USA verurteilen Umsiedlungen durch Russland. 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