{"id":15508,"date":"2022-10-17T07:26:21","date_gmt":"2022-10-17T04:26:21","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-17-oktober\/"},"modified":"2022-10-17T07:26:21","modified_gmt":"2022-10-17T04:26:21","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-17-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-17-oktober\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Montag (17. Oktober)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Zahlreiche St\u00e4dte im Osten der Ukraine stehen unter russischem Beschuss. Kiew appelliert, den Stromverbrauch zu senken. Und: Soll sich die Ukraine westliche Waffen ausleihen? Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Nach Angaben des Generalstabs der <strong>ukrainischen<\/strong> <strong>Streitkr\u00e4fte <\/strong>beschie\u00dfen <strong>russische Streitkr\u00e4fte <\/strong>weiterhin ukrainische Stellungen an mehreren Fronten, darunter St\u00e4dte in den Regionen <strong>Charkiw<\/strong>, <strong>Donezk <\/strong>und <strong>Cherson<\/strong>. Die schwersten K\u00e4mpfe f\u00e4nden n\u00f6rdlich von <strong>Bachmut <\/strong>statt, teilte der ukrainische Milit\u00e4rexperte Oleh Schdanow mit. Die ukrainischen Streitkr\u00e4fte h\u00e4tten in den vergangenen 24 Stunden <strong>russische Vorst\u00f6\u00dfe <\/strong>auf die St\u00e4dte Torske und Sprine zur\u00fcckgeschlagen. \u00bb(Die Russen) haben beschlossen, durch Torske und Sprine zu ziehen.\u00ab Die Frontlinie verschiebe sich st\u00e4ndig. \u00bbUnser Kommando verlegt Verst\u00e4rkungen dorthin, M\u00e4nner und Artillerie, um der russischen \u00dcberlegenheit in diesen Gebieten zu begegnen.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj <\/strong>hat vor dem Hintergrund zunehmender Drohungen Moskaus, das <strong>Getreideabkommen <\/strong>zu beenden, dessen <strong>Bedeutung <\/strong>f\u00fcr die <strong>Hungerbek\u00e4mpfung <\/strong>betont. Obwohl der Krieg die Exporte weiter behindere, habe die Ukraine seit dem Inkrafttreten des Getreideabkommens fast <strong>acht Millionen Tonnen <\/strong>Lebensmittel auf dem Seeweg <strong>ausgef\u00fchrt<\/strong>, sagte Selenskyj am Sonntag in seiner t\u00e4glichen Videoansprache. \u00bbDas sind mehr als 300 Schiffe. 60 Prozent der Menge sind nach Afrika und Asien gegangen.\u00ab Er k\u00fcndigte an, die Exporte weiter auszubauen.<\/p>\n<p>Erst vor wenigen Tagen hatte Russland damit gedroht, den <strong>Getreidedeal<\/strong> zu <strong>stoppen <\/strong>und die ukrainischen H\u00e4fen wieder zu blockieren. Daf\u00fcr gibt es zwei Begr\u00fcndungen. Im September schon hatte Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin von \u00bbAbzocke\u00ab gesprochen. Die Vereinbarung werde bez\u00fcglich der Lockerung von Sanktionen gegen\u00fcber russischen Lebens- und D\u00fcngemitteln nicht eingehalten. Zuletzt f\u00fchrte der Kremlchef als Grund zudem die These an, dass die Ukraine vermutlich \u00fcber den Seeweg den Sprengstoff f\u00fcr den Anschlag auf die Krim-Br\u00fccke geschmuggelt habe.<\/p>\n<p><strong>Selenskyj <\/strong>bat er seine Landsleute darum, <strong>Strom <\/strong>zu <strong>sparen<\/strong>. \u00bbAufgrund des russischen Raketenterrors ist es in einigen St\u00e4dten und Regionen der Ukraine notwendig, die Stromversorgung zu begrenzen, damit das gesamte System stabil funktioniert\u00ab, sagte er. Gerade in den Sto\u00dfzeiten am Abend sei es notwendig, Strom zu sparen, da es sonst zu \u00dcberlastungen komme und die <strong>Elektrizit\u00e4tswerke <\/strong>zu <strong>Abschaltungen <\/strong>gezwungen seien.<\/p>\n<p>Der designierte <strong>Botschafter <\/strong>der <strong>Ukraine <\/strong>in Berlin, Oleksij Makejew, <strong>lobt Deutschland <\/strong>f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Ukraine. \u00bbDie deutsche Bev\u00f6lkerung unterst\u00fctzt die Ukraine so stark, dass ich sicher bin, dass wir gemeinsam mit Deutschland und allen anderen europ\u00e4ischen Partnern den Krieg gewinnen werden! Je schneller, desto besser. Mein Team und ich in der Botschaft in Berlin werden jeden Tag einen enormen Beitrag zum Sieg leisten\u00ab, sagt Makejew, der am Montag in Berlin erwartet wird, der \u00bbBild\u00ab-Zeitung. Sein Vorg\u00e4nger Andrij Melnyk habe einen tollen Job gemacht. Er werde immer wieder auf dessen Expertise zur\u00fcckkommen.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Rund acht Monate nach dem Einmarsch in die Ukraine will <strong>Russland <\/strong>trotz milit\u00e4rischer R\u00fcckschl\u00e4ge seine <strong>Kriegsziele unbeirrt weiterverfolgen<\/strong>. Die milit\u00e4rische \u00bbOperation\u00ab werde zu Ende gebracht, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Sonntag im Staatsfernsehen. Das werde zwar erschwert von der Hilfe westlicher Staaten f\u00fcr die Ukraine. Aber Russland habe genug Potenzial zur Fortsetzung des Einsatzes. Er sagte, die <strong>Nato <\/strong>sei \u00bb<strong>de facto<\/strong>\u00ab schon in den Konflikt <strong>involviert<\/strong>.<\/p>\n<p>Die <strong>Bundesregierung <\/strong>und andere <strong>Nato<\/strong>&#8211;<strong>Staaten <\/strong>betonen hingegen immer wieder, <strong>keine Kriegspartei <\/strong>zu sein. Die Hilfe f\u00fcr die Ukraine gilt als Unterst\u00fctzung des Selbstverteidigungsrechts des Landes, das in die EU und die Nato strebt.<\/p>\n<p>Im S\u00fcdwesten Russlands wurden auf einem <strong>Truppen\u00fcbungsplatz <\/strong>nahe der ukrainischen Grenze laut Milit\u00e4r bei einem <strong>Schusswaffenangriff <\/strong>mindestens <strong>elf Menschen<\/strong> get\u00f6tet. Bei dem Angriff auf dem Gel\u00e4nde bei <strong>Belgorod<\/strong>, wo Rekruten f\u00fcr den Krieg vorbereitet wurden, schossen am Samstag nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums zwei M\u00e4nner bei einem Schie\u00dftraining auf Soldaten. Dabei seien auch die T\u00e4ter get\u00f6tet worden. Mindestens 15 Menschen wurden zudem verletzt, wie die Staatsagentur Tass meldete. Moskau sprach von einem Terroranschlag.<\/p>\n<h3><strong>Humanit\u00e4re Lage<\/strong><\/h3>\n<p>Das <strong>Rote Kreuz <\/strong>wehrt sich gegen Kritik aus Kiew, dass es zahlreiche <strong>Kriegsgefangene <\/strong>noch <strong>nicht besucht <\/strong>hat. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) habe moralische Verpflichtungen, hatte der ukrainische Pr\u00e4sident Selenskyj vergangene Woche erkl\u00e4rt und umgehende <strong>Besuche verlangt<\/strong>. \u00bbEs hilft weder den Kriegsgefangenen noch ihren Familien, wenn dem IKRK die Schuld daf\u00fcr gegeben wird, dass ihm der uneingeschr\u00e4nkte und sofortige Zugang verweigert wird\u00ab, teilte das IKRK am Sonntagabend mit. Elf Mitarbeiter, darunter ein Arzt, st\u00fcnden in der von Russland besetzten Region Donezk f\u00fcr solche Besuche bereit, h\u00e4tten aber bislang <strong>keine<\/strong> <strong>Erlaubnis <\/strong>erhalten.<\/p>\n<p>Diese m\u00fcsse von den beteiligten Staaten kommen. Sie seien nach den Genfer Konventionen verpflichtet, dem IKRK Zugang zu gew\u00e4hren. Das IKRK verlange seit fast acht Monaten vergeblich, s\u00e4mtliche Orte, an denen Kriegsgefangene interniert seien \u2013 darunter das Gefangenenlager Oleniwka \u2013 ungehindert und regelm\u00e4\u00dfig besuchen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die <strong>Auswirkungen <\/strong>des russischen <strong>Angriffskrieges<\/strong> gegen die <strong>Ukraine <\/strong>haben nach Uno-Angaben <strong>vier Millionen Kinder <\/strong>in <strong>Osteuropa <\/strong>und <strong>Zentralasien<\/strong> in die <strong>Armut <\/strong>getrieben. \u00bbKinder tragen die gr\u00f6\u00dfte Last der wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekrieg\u00ab, erkl\u00e4rte die Uno-Kinderhilfsorganisation Unicef am Montag. Durch den Konflikt und die dadurch angeheizte Inflation sei die Zahl armer Kinder in Osteuropa und Zentralasien innerhalb eines Jahres um 19 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>Unicef st\u00fctzt sich bei dem Bericht auf Daten aus 22 L\u00e4ndern. Demnach sind die Auswirkungen des Krieges auf Kinder in Russland und der Ukraine besonders stark. Auf Russland entfallen drei Viertel des Zuwachses an in Armut lebenden Kindern, dort stieg die Zahl armer Kinder durch die Kriegsfolgen um 2,8 Millionen. In der Ukraine stieg die Zahl armer Kinder wegen des Krieges laut Unicef um eine halbe Million. An dritter Stelle liegt Rum\u00e4nien, wo die Zahl von in Armut lebenden Kindern um 110.000 stieg.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>In der Ex-Sowjetrepublik <strong>Belarus <\/strong>steigen vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine die eigenen <strong>milit\u00e4rischen<\/strong> <strong>Aktivit\u00e4ten<\/strong>. \u00bbJetzt haben wir alle Waffen vom Verteidigungsministerium erhalten, die wir bekommen sollten, und haben sie in den <strong>Waffenkammern <\/strong>gelagert\u00ab, teilte der Chef des belarussischen Zivilschutzes, Wadim Sinjawski, im Staatsfernsehen mit. Es seien zugleich Einheiten gebildet worden, die zusammen mit dem Milit\u00e4r \u00bbzur <strong>Verteidigung <\/strong>des <strong>Vaterlands<\/strong>\u00ab herangezogen werden k\u00f6nnten, versicherte Sinjawski.<\/p>\n<p>Der ranghohe Beamte sprach zugleich von rund <strong>5000 unterirdischen Anlagen<\/strong>, die in Belarus als Bombenschutzkeller verwendet werden k\u00f6nnten. Der belarussische Grenzschutz teilte derweil mit, seine Einheiten an der Grenze \u00bbwegen der verst\u00e4rkten Aufkl\u00e4rungst\u00e4tigkeit der Ukraine\u00ab verst\u00e4rkt zu haben.<\/p>\n<p>Zuvor hatte Russland am Sonntag die ersten von insgesamt <strong>9000 Soldaten <\/strong>f\u00fcr eine <strong>gemeinsame Truppe <\/strong>nach Belarus entsandt. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte am vergangenen Montag die Aufstellung einer gemeinsamen regionalen Truppe mit Russland bekanntgegeben. Sie solle angesichts der steigenden Spannungen die belarussische Grenze sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des Ausw\u00e4rtigen Ausschusses im EU-Parlament, <strong>David McAllister<\/strong>, begr\u00fc\u00dft die geplante europ\u00e4ische Trainingsmission f\u00fcr ukrainische Soldaten in Mitgliedsl\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union. Die EU-Unterst\u00fctzungsmission sei \u00bbangesichts des anhaltenden Krieges neben der Lieferung von milit\u00e4rischem Material ein sehr wichtiger Schritt, um die Verteidigungsf\u00e4higkeit der Ukraine substanziell zu st\u00e4rken\u00ab, sagte der CDU-Politiker der \u00bbWelt\u00ab (Montag) vor einem Treffen der EU-Au\u00dfenminister in Luxemburg. <\/p>\n<p>Mit Blick auf <strong>Waffenlieferungen <\/strong>brachte der Ausschusschef einen neuen Vorschlag ins Spiel: \u00bbZur weiteren Unterst\u00fctzung ist ein Vorschlag des Europ\u00e4ischen Parlaments, dass sich die Ukraine vor\u00fcbergehend <strong>moderne Waffen <\/strong>vom <strong>Westen ausleiht<\/strong>. Die EU k\u00f6nnte Gelder zur Verf\u00fcgung stellen, aus denen die Mietkosten bezahlt werden.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Wirtschaftliche Konsequenzen<\/strong><\/h3>\n<p>Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident <strong>Emmanuel Macron <\/strong>hat Berlin vor dem Hintergrund der deutschen <strong>Gaspreisbremse <\/strong>zu europ\u00e4ischer \u00bb<strong>Solidarit\u00e4t<\/strong>\u00ab aufgerufen. Nationale Alleing\u00e4nge f\u00fchrten zu \u00bbVerzerrungen auf dem europ\u00e4ischen Kontinent\u00ab, sagte er der franz\u00f6sischen Tageszeitung \u00bbLes Echos\u00ab.<\/p>\n<p>\u00bbUnser Europa befindet sich, wie in der Coronakrise, in einem Augenblick der Wahrheit (&#8230;). Wir m\u00fcssen mit Einheit und Solidarit\u00e4t handeln\u00ab, sagte der franz\u00f6sische Staatschef. Notwendig sei eine europ\u00e4ische statt einer nationalen Strategie.<\/p>\n<p>\u00bbEs gibt eine europ\u00e4ische Solidarit\u00e4t gegen\u00fcber Deutschland, und es ist normal, dass es auch eine Solidarit\u00e4t Deutschlands gegen\u00fcber Europa gibt\u00ab, betonte Macron. Er habe jedoch Vertrauen \u00bbin die St\u00e4rke des deutsch-franz\u00f6sischen Paares und in unsere F\u00e4higkeit, gemeinsam eine ehrgeizige Strategie zu tragen\u00ab.<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Die <strong>Au\u00dfenminister <\/strong>der <strong>Europ\u00e4ischen Union <\/strong>geben den Startschuss f\u00fcr eine milit\u00e4rische <strong>Ausbildungsmission <\/strong>f\u00fcr die Ukraine (Ratsbeginn 10 Uhr). Bundesau\u00dfenministerin Annalena Baerbock (Gr\u00fcne) und ihre Kollegen wollen in Luxemburg die Pl\u00e4ne zur Ausbildung von rund 15.000 ukrainischen Soldaten in der EU besiegeln. Die neue Mission <strong>EUMAM Ukraine <\/strong>ist vorerst auf zwei Jahre angelegt. Deutschland will dem Vernehmen nach rund 5000 Soldaten ausbilden.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zahlreiche St\u00e4dte im Osten der Ukraine stehen unter russischem Beschuss. Kiew appelliert, den Stromverbrauch zu senken. Und: Soll sich die Ukraine westliche Waffen ausleihen? Das geschah in der Nacht. 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