{"id":15440,"date":"2022-10-14T08:06:04","date_gmt":"2022-10-14T05:06:04","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/bundespolizei-und-bundeswehr-beenden-nord-stream-mission\/"},"modified":"2022-10-14T08:06:04","modified_gmt":"2022-10-14T05:06:04","slug":"bundespolizei-und-bundeswehr-beenden-nord-stream-mission","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/bundespolizei-und-bundeswehr-beenden-nord-stream-mission\/","title":{"rendered":"Bundespolizei und Bundeswehr beenden \u00bbNord Stream\u00ab-Mission"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Tagelang suchte die Bundespolizei mithilfe der Marine nach Spuren zur Aufkl\u00e4rung des Sabotageangriffs auf die \u00bbNord Stream\u00ab-Pipelines. Eine \u00bbSea Cat\u00ab-Unterwasserdrohne inspizierte dazu den Tatort in 70 Meter Tiefe.  <\/p>\n<p>Die Bundespolizei beendet ihre Mission zur Aufkl\u00e4rung des Sabotageangriffs auf die Ostsee-Gaspipelines \u00bbNord Stream\u00ab. Nach SPIEGEL-Informationen ist das Mehrzweckboot \u00bbMittelgrund\u00ab bereits auf dem R\u00fcckweg in den Heimathafen.<\/p>\n<p>Das Minenjagdboot \u00bbDillingen\u00ab f\u00fchrte am Donnerstag noch eine Unterwasseruntersuchung nahe der Pipelinelecks durch, soll dann aber auch Kurs auf Deutschland nehmen. Die Bundespolizei f\u00fchrt die Ermittlungen und hatte bei der Bundeswehr vergangene Woche um Amtshilfe mit zwei Milit\u00e4rbooten gebeten.<\/p>\n<p>Bei ihren Ermittlungen konzentrierte sich die Bundespolizei auf die beiden Lecks nord\u00f6stlich der Ostseeinsel Bornholm. Nach ihrer Ankunft \u00fcber der besch\u00e4digten Stelle der Pipeline lie\u00df man eine mit Kameras und weiterer Sensorik ausgestattete Unterwasserdrohne vom Typ Sea Cat zu Wasser.<\/p>\n<p>Die Taucher der Bundespolizei, die ebenfalls an Bord waren, kamen wegen der Tiefe von rund 70 Metern nicht zum Einsatz. Aus Sicherheitskreisen hie\u00df es, die Drohne habe Bilder von der besch\u00e4digten Pipeline machen k\u00f6nnen. Diese w\u00fcrden nun ausgewertet.<\/p>\n<p>Die Unterwasserrecherchen waren alles andere als einfach.<\/p>\n<p>In den ersten Tagen machte die starke Str\u00f6mung, die am Meeresgrund viel Sand aufwirbelte, den Fahndern einen Strich durch die Rechnung. Zudem mussten die Experten erst mal mit Sonar-Ger\u00e4ten des Marineboots \u00bbMittelgrund\u00ab den m\u00f6glichen Tatort ausmachen.<\/p>\n<p>Als die Drohne endlich dort angekommen war, filmte sie mit ihren Kameras auch das gesamte Umfeld der Schadenstelle und suchte nach Hinweisen auf den oder die T\u00e4ter.<\/p>\n<p>Bisher gibt es \u00fcber Hinterm\u00e4nner der Sabotageaktion nur Spekulationen. Halbwegs klar ist nur, dass es am 26. September mehrere massive Explosionen nahe dem Verlauf der beiden \u00bbNord Stream\u00ab-Pipelines gegeben hat.<\/p>\n<p>Die Detonationen waren so heftig, dass mehrere Institute, die normalerweise Erdbeben beobachten, deutliche seismische Ausschl\u00e4ge registrierten. Die deutschen Beh\u00f6rden gehen nach einer ersten Analyse davon aus, dass daf\u00fcr eine Sprengkraft vergleichbar mit 500 Kilogramm TNT ben\u00f6tigt wurde.<\/p>\n<p>Nach den Explosionen str\u00f6mte an drei Lecks tagelang Gas an die Oberfl\u00e4che, die Austrittsstelle war so gro\u00df, dass man sie aus der Luft ausmachen konnte. Zwar waren beide Pipelines nicht aktiv, da Russland die Gaslieferungen nach Deutschland eingestellt hat, trotzdem waren die R\u00f6hren mit Gas bef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Aufgrund der Komplexit\u00e4t der Attacke wurde schnell gemutma\u00dft, dass nur ein staatlicher Akteur als T\u00e4ter infrage kommt. Spekuliert wurde, dass Russland selbst die Pipeline zerst\u00f6rt habe. Moskau streitet dies ab.<\/p>\n<h3>Schweden sieht Sabotageverdacht erh\u00e4rtet<\/h3>\n<p>Wegen der besonderen Bedeutung des Falls hat in Deutschland der Generalbundesanwalt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Aus Sicht der obersten Ermittlungsbeh\u00f6rde handelt es sich um einen schweren gewaltt\u00e4tigen Angriff auf die Energieversorgung, der die \u00e4u\u00dfere und innere Sicherheit Deutschlands beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Konkret ermittelt Karlsruhe wegen des Verdachts \u00bbder vors\u00e4tzlichen Herbeif\u00fchrung einer Sprengstoffexplosion\u00ab sowie der \u00bbverfassungsfeindlichen Sabotage\u00ab.<\/p>\n<p>Bereits vor der gemeinsamen Mission von Polizei und Bundeswehr hatte Schweden das Leck umfangreich untersucht. \u00dcber die Ergebnisse wurde aber wenig bekannt.<\/p>\n<p>Staatsanwalt Mats Ljungqvist sagte lediglich, es habe mehrere Detonationen gegeben, die zu gro\u00dfen Sch\u00e4den an den Gaspipelines gef\u00fchrt h\u00e4tten. Durch die Untersuchungen am Meeresgrund habe sich der Sabotageverdacht \u00bberh\u00e4rtet\u00ab.<\/p>\n<p>Dort gesammeltes Beweismaterial m\u00fcsse aber noch ausgewertet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tagelang suchte die Bundespolizei mithilfe der Marine nach Spuren zur Aufkl\u00e4rung des Sabotageangriffs auf die \u00bbNord Stream\u00ab-Pipelines. Eine \u00bbSea Cat\u00ab-Unterwasserdrohne inspizierte dazu den Tatort in 70 Meter Tiefe. 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