{"id":15438,"date":"2022-10-14T05:57:17","date_gmt":"2022-10-14T02:57:17","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-14-oktober\/"},"modified":"2022-10-14T05:57:17","modified_gmt":"2022-10-14T02:57:17","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-14-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-14-oktober\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Freitag (14. Oktober)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Kiew \u00e4u\u00dfert sich in klaren Worten \u00fcber russischen Truppennachschub. Der Fall der zerst\u00f6rten Antonow An-225 hat ein juristisches Nachspiel. Und: Rosneft verklagt den Bund. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/h3>\n<p>Die ostukrainische Gro\u00dfstadt <strong>Charkiw <\/strong>ist nach Angaben der regionalen Beh\u00f6rden am Donnerstagabend von <strong>russischen Raketen <\/strong>getroffen worden. B\u00fcrgermeister Ihor Terechow berichtete von mindestens zwei Einschl\u00e4gen. Teilweise sei in der Stadt der <strong>Strom ausgefallen<\/strong>. Zu Toten oder Verletzten gab es zun\u00e4chst keine Angaben. Auch im Umland von Charkiw seien Raketen eingeschlagen, teilte Gebietsgouverneur Oleh Synjehubow mit. Dort gebe es ebenfalls <strong>Stromausf\u00e4lle<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Ukrainische Medien <\/strong>deuteten den Angriff auf die Stadt an der Grenze zu Russland als Reaktion auf den Einschlag von <strong>Raketenteilen <\/strong>in ein Wohnhaus in der <strong>russischen Stadt Belgorod <\/strong>fr\u00fcher am Donnerstag. Dort hatte die Luftabwehr auf angeblichen Beschuss von ukrainischer Seite reagiert. Abends ging im Gebiet Belgorod ein <strong>Munitionsdepot <\/strong>in Flammen auf, was von offizieller Seite best\u00e4tigt wurde. Nach ersten Erkenntnissen gab es keine Opfer oder Verletzten.<\/p>\n<h3>Das sagt Kiew<\/h3>\n<p>Der ukrainische <strong>Pr\u00e4sident<\/strong> <strong>Wolodymyr Selenskyj <\/strong>hat Russland vorgeworfen, mit seiner <strong>Teilmobilmachung <\/strong>eingezogene Reservisten als \u00bb<strong>Kanonenfutter<\/strong>\u00ab in die Ukraine zu schicken. Die russische Armee schicke derzeit \u00bbTausende Eingezogene an die Front\u00ab, sagte Selenskyj am Donnerstag in seiner abendlichen Videoansprache. \u00bbDie Verwendung dieser Menschen durch die russischen Gener\u00e4le als Kanonenfutter erlaubt es ihnen, den Druck auf unsere Verteidiger erh\u00f6hen\u00ab, f\u00fcgte der ukrainische Staatschef hinzu.<\/p>\n<p>Diese Truppenaufstockung schaffe einen \u00bbsp\u00fcrbaren Druck\u00ab auf die ukrainische Armee, sagte Selenskyj weiter. Der Chefkommandeur der ukrainischen Armee, Valery Saludschny, erkl\u00e4rte, die <strong>Lage <\/strong>an der <strong>Front <\/strong>sei \u00bb<strong>kompliziert<\/strong>, aber <strong>unter Kontrolle<\/strong>\u00ab. Allerdings sei die Ukraine auf weitere Hilfe angewiesen. \u00bbDie \u00dcberlegenheit der feindlichen Artillerie zeigt die Notwendigkeit, die Feuerkraft der ukrainischen Armee zu erh\u00f6hen\u00ab, sagte Saludschny. \u00bbAuch die Frage der integrierten Luftabwehr ist essenziell.\u00ab<\/p>\n<p>Bei den erbitterten K\u00e4mpfen in der Ukraine meldeten am Donnerstag <strong>beide Seiten Erfolge<\/strong>. W\u00e4hrend im Osten der Ukraine prorussische Separatisten die Eroberung zweier D\u00f6rfer nahe der Industriestadt Bachmut in der Donezk-Region vermeldeten, erbat die von Russland eingesetzte Verwaltung in der Region Cherson angesichts des ukrainischen Vormarschs Hilfe von Moskau bei der Evakuierung von Zivilisten \u2013 ein Zeichen f\u00fcr das erfolgreiche Vorr\u00fccken der ukrainischen Gegenoffensive im S\u00fcden des Landes.<\/p>\n<p>Die <strong>Zerst\u00f6rung <\/strong>des gr\u00f6\u00dften <strong>Flugzeugs <\/strong>der Welt, der ukrainischen Antonow An-225 \u00bbMrija\u00ab, zu Beginn der russischen Invasion hat f\u00fcr die fr\u00fchere Leitung des Antonow-Konzerns ein strafrechtliches <strong>Nachspiel<\/strong>. Das einzige flugf\u00e4hige Exemplar dieses \u00fcbergro\u00dfen Transporters war am 27. Februar beim Angriff russischer Fallschirmj\u00e4ger auf dem Flugplatz Hostomel bei Kiew verbrannt.<\/p>\n<p>Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine und der Geheimdienst SBU untersuchen, warum der Flieger trotz Warnungen <strong>nicht rechtzeitig in<\/strong> <strong>Sicherheit gebracht <\/strong>worden sei. Das meldeten ukrainische Medien in Kiew am Donnerstag. Juristisch werde dies als Versto\u00df gegen Amtspflichten oder sogar als Kollaboration mit einer ausl\u00e4ndischen Milit\u00e4rmacht gewertet. Zu den Beschuldigten wurden keine Angaben gemacht.<\/p>\n<h3>Das sagt Moskau<\/h3>\n<p>Die Auswirkungen des <strong>Rubel-Anstiegs<\/strong> auf die <strong>Verbraucherpreise nehmen <\/strong>nach Einsch\u00e4tzung der russischen <strong>Zentralbank ab<\/strong>. Die gute Ernte in Russland und die begrenzten M\u00f6glichkeiten zur Exportausweitung hielten die Teuerung in Grenzen, schreibt die Bank in einem Bericht. Die M\u00e4rkte schauen sehr genau auf die Kommentare der Notenbank, nachdem diese im September ein Ende des Zinssenkungs-Zyklus signalisiert hat. Die n\u00e4chste Zinssitzung der russischen Zentralbank ist f\u00fcr den 28. Oktober geplant. Russlands Notenbank hatte Mitte September den Schl\u00fcsselzins um 0,5 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent gekappt. Es war bereits der f\u00fcnfte geldpolitische Schritt nach unten in diesem Jahr.<\/p>\n<h3>Humanit\u00e4re Lage<\/h3>\n<p>Die <strong>Ukraine <\/strong>macht Druck auf das <strong>Internationale Komitee <\/strong>vom <strong>Roten Kreuz<\/strong> (IKRK), sich st\u00e4rker um ukrainische <strong>Soldaten <\/strong>in <strong>russischer Gefangenschaft <\/strong>zu k\u00fcmmern. Bei einer Videoschalte gab der Chef des Kiewer Pr\u00e4sidialamtes, Andrij Jermak, dem IKRK eine Frist von drei Tagen, das russische Gefangenenlager Oleniwka bei Donezk zu besuchen. In dem Lager w\u00fcrden seit Mai ukrainische Soldaten gefangen gehalten, schrieb er auf Twitter: \u00bbWir k\u00f6nnen nicht noch mehr Zeit vergeuden. Menschenleben stehen auf dem Spiel.\u00ab<\/p>\n<p>In Oleniwka waren im Juli mehr als 50 ukrainische Gefangene bei einer Explosion get\u00f6tet worden. Die von Russland gesteuerten Separatisten in Donezk behaupteten, eine ukrainische Rakete habe die Gefangenenbaracke getroffen. Die Ukraine geht davon aus, dass in dem Geb\u00e4ude absichtlich eine Bombe gez\u00fcndet wurde. Auch unabh\u00e4ngige Fotoanalysen der Zerst\u00f6rungen legen dies nahe.<\/p>\n<h3>Internationale Reaktionen<\/h3>\n<p>Ein gro\u00dfer Teil der <strong>Bundesb\u00fcrger bef\u00fcrwortet <\/strong>verst\u00e4rkte diplomatische <strong>Anstrengungen <\/strong>der <strong>Bundesregierung <\/strong>zur <strong>Beendigung <\/strong>des <strong>russischen Angriffskrieges <\/strong>gegen die Ukraine. Im aktuellen Deutschlandtrend im ARD-\u00bbMorgenmagazin\u00ab bejahten 26 Prozent, dass Deutschland sich verst\u00e4rkt diplomatisch um eine L\u00f6sung des Konflikts bem\u00fchen soll. Weitere 34 Prozent antworteten mit \u00bbeher ja\u00ab auf diese Frage \u2013 auch wenn das bedeuten k\u00f6nnte, dass die Ukraine Kompromisse mit Russland eingehen muss.<\/p>\n<p><strong>Altbundeskanzlerin Angela Merkel<\/strong> (CDU) hat die <strong>Entscheidung <\/strong>fr\u00fcherer Jahre <strong>verteidigt<\/strong>, f\u00fcr eine \u00dcbergangszeit w\u00e4hrend der Energiewende sehr stark auf <strong>billiges Erdgas <\/strong>aus <strong>Russland <\/strong>gesetzt zu haben. \u00bbF\u00fcr die Transformationszeit war klar, dass wir Erdgas brauchen, um dann nat\u00fcrlich eines Tages zu CO2-freien Energieformen vollst\u00e4ndig zu kommen\u00ab, sagte sie bei einer Veranstaltung der Stiftung Calouste Gulbenkian in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon.<\/p>\n<p>\u00bbAus der damaligen Perspektive war es sehr rational und nachvollziehbar, leitungsgebundenes Gas auch aus Russland zu beziehen, das billiger war als das LNG (Fl\u00fcssiggas) aus anderen Gegenden der Welt \u2013 USA, Saudi-Arabien, Katar\u00ab, f\u00fcgte Merkel hinzu.<\/p>\n<p>Der<strong> Chef der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde<\/strong> (IAEA), Rafael Grossi, hat sich nach Gespr\u00e4chen mit den Pr\u00e4sidenten Russlands und der Ukraine zum Kernkraftwerk Saporischschja <strong>positiv ge\u00e4u\u00dfert<\/strong>. \u00bbDie Arbeit geht weiter, und ich denke, dass wir gute Fortschritte machen\u00ab, sagte Grossi in Kiew zu seinen Pl\u00e4nen f\u00fcr eine Sicherheitszone um das umk\u00e4mpfte ukrainische Atomkraftwerk. Konkrete Signale der Zustimmung von Moskau und Kiew gab es aber nicht.<\/p>\n<p>Grossi hatte vorige Woche den ukrainischen Pr\u00e4sidenten Selenskyj getroffen. Er reiste diese Woche zu Kremlchef Wladimir Putin nach St. Petersburg, der Gespr\u00e4chsbereitschaft signalisierte. Am Donnerstag war der IAEA-Generaldirektor erneut in Kiew und sprach mit Au\u00dfenminister Dmytro Kuleba.<\/p>\n<h3>Wirtschaftliche Konsequenzen<\/h3>\n<p>Im Streit \u00fcber die <strong>Treuhandverwaltung <\/strong>der deutschen <strong>Rosneft<\/strong>&#8211;<strong>T\u00f6chter verklagt <\/strong>der russische \u00d6lkonzern den <strong>Bund<\/strong>. Rosneft habe am Donnerstag Klage beim Bundesverwaltungsgericht gegen das Wirtschaftsministerium eingereicht, teilte die Berliner Kanzlei Malmendier auf dem Karrierenetz Linkedin mit. Die Voraussetzungen f\u00fcr eine Zwangsverwaltung l\u00e4gen nicht vor. Der Fall unterscheide sich grundlegend von dem der Deutschlandtochter des Gaskonzerns Gazprom. \u00bbBis zum heutigen Tage kommt Rosneft seinen Roh\u00f6llieferverpflichtungen in vollem Umfang nach, es gibt keine Lieferunterbrechungen und keine Leistungsst\u00f6rungen\u00ab, argumentierten die Juristen. Das Wirtschaftsministerium kommentierte die Klage nicht.<\/p>\n<p>Der Vorstandsvorsitzende von <strong>Gazprom<\/strong>, Alexej Miller, hat erkl\u00e4rte, ein gro\u00dfer <strong>Teil <\/strong>der besch\u00e4digten <strong>Nord<\/strong>&#8211;<strong>Stream<\/strong>&#8211;<strong>Pipelines <\/strong>m\u00fcsste m\u00f6glicherweise <strong>ersetzt <\/strong>werden. Dies berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass mit Bezug auf einen Bericht im russischen Staatsfernsehen Channel One. Ein Abschnitt der Pipelines sei nun \u00fcber eine betr\u00e4chtliche Strecke mit Wasser gef\u00fcllt, wird Miller von Tass zitiert. Laut Miller werden die Reparaturen an den besch\u00e4digten Nord-Stream-Pipelines mindestens ein Jahr dauern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiew \u00e4u\u00dfert sich in klaren Worten \u00fcber russischen Truppennachschub. Der Fall der zerst\u00f6rten Antonow An-225 hat ein juristisches Nachspiel. Und: Rosneft verklagt den Bund. Das geschah in der Nacht. 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