{"id":15416,"date":"2022-10-13T06:56:23","date_gmt":"2022-10-13T03:56:23","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-13-oktober\/"},"modified":"2022-10-13T06:56:23","modified_gmt":"2022-10-13T03:56:23","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-13-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-13-oktober\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Donnerstag (13. Oktober)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Ukraine ben\u00f6tigt dringend Geld aus dem Ausland \u2013 f\u00fcr Haushalt und Wiederaufbau. Immer mehr L\u00e4nder sagen Waffenlieferungen zu. Und: Der Krieg k\u00f6nnte den Erdgasverbrauch dauerhaft senken. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Der <strong>ukrainische Generalstab<\/strong> hat weitere russische <strong>Raketen<\/strong>&#8211; und <strong>Luftangriffe <\/strong>auf Wohnh\u00e4user und Objekte der zivilen Infrastruktur registriert. Im abendlichen Lagebericht aus Kiew war die Rede von<strong> drei Raketenangriffen<\/strong> und <strong>vier F\u00e4llen von Beschuss durch Flugzeuge<\/strong>. Zehn Mal seien Mehrfachraketenwerfer eingesetzt worden. Von den zehn getroffenen Zielen lagen die meisten in den frontnahen Gebieten Saporischschja und Mykolajiw im S\u00fcden.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem setze die russische Armee weiter Kampfdrohnen iranischer Bauart ein, von denen zehn abgeschossen worden seien. Die ukrainischen Milit\u00e4rangaben waren nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfbar. Aus dem zentralukrainischen Gebiet Winnyzja meldete die Zivilverwaltung, dass zwei solcher Drohnen abgefangen worden seien.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj<\/strong> hat internationale Geldgeber um weitere Hilfen in H\u00f6he von bis zu<strong> 55 Milliarden US-Dollar<\/strong> gebeten. Das Geld werde ben\u00f6tigt, um das erwartete <strong>Haushaltsdefizit <\/strong>im kommenden Jahr abzudecken, sagte er in einer Videoansprache vor Finanzministern bei den Jahrestreffen der Weltbank und des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF). <strong>17 Milliarden Dollar <\/strong>w\u00fcrdenben\u00f6tigt, um mit dem <strong>Wiederaufbau <\/strong>der kritischen <strong>Infrastruktur <\/strong>zu beginnen. \u00bbJe mehr Hilfe die Ukraine jetzt erh\u00e4lt, desto schneller wird der russische Krieg zu Ende gehen\u00ab, so der Politiker.<\/p>\n<p>Selenskyj begr\u00fc\u00dfte zudem neue internationale <strong>Zusagen <\/strong>von <strong>Waffen <\/strong>zur <strong>Flug<\/strong>&#8211; und <strong>Raketenabwehr <\/strong>f\u00fcr sein Land. Das Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe in Br\u00fcssel vom Mittwoch sei in dieser Hinsicht \u00bbziemlich produktiv\u00ab verlaufen, sagte er in seiner Videoansprache. \u00bbIch bin denen unserer Partner dankbar, die bereits beschlossen haben, genau diese Unterst\u00fctzung f\u00fcr unseren Staat zu verst\u00e4rken \u2013 Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine effektive Flugabwehr\u00ab, sagte Selenskyj. Je brutaler der russische Raketenterror werde, desto mehr verstehe die Welt, dass der Schutz des Himmels \u00fcber der Ukraine \u00bbeine der wichtigsten humanit\u00e4ren Aufgaben Europas in unserer Zeit ist\u00ab.<\/p>\n<p>Die <strong>Ukraine<\/strong> hat laut Selenskyjs Worten die <strong>Kraft<\/strong>, den <strong>Krieg <\/strong>gegen den Angreifer Russland <strong>fortzusetzen<\/strong>. \u00bbWir haben mutige Menschen, wir haben tapfere Soldaten\u00ab, sagte der 44-J\u00e4hrige laut \u00dcbersetzung in einem ZDF-Interview. \u00bbKeiner verliert gern, keiner will als Verlierer dastehen(&#8230;). Wir k\u00f6nnen es uns nicht leisten, zu verlieren, das ist eine Frage des \u00dcberlebens f\u00fcr uns.\u00ab<\/p>\n<h3>Waffenlieferungen an die Ukraine<\/h3>\n<p>Die <strong>britische <\/strong>Regierung will erstmals <strong>Luftabwehrraketen <\/strong>vom Typ AMRAAM an die Ukraine liefern. Die Raketen, die in Verbindung mit dem von den USA versprochenen NASAMS Luftabwehrsystem zum Abschuss von Cruise Missiles geeignet sind, sollen in den kommenden Wochen in die Ukraine gebracht werden. Das teilte das Verteidigungsministerium in London mit. \u00bbDie Raketen werden dabei helfen, die kritische Infrastruktur der Ukraine zu sch\u00fctzen\u00ab, hie\u00df es in der Mitteilung am Donnerstag.<\/p>\n<p><strong>Frankreich <\/strong>hat der Ukraine ebenfalls die Lieferung von <strong>Luftabwehrsystemen <\/strong>zugesagt. \u00bbWir werden Radarger\u00e4te, (Luftabwehr-)Systeme und Raketen liefern\u00ab, um die Ukrainer \u00bbinsbesondere vor Drohnenangriffen zu sch\u00fctzen\u00ab, sagte Pr\u00e4sident Emmanuel Macron dem Sender France 2. Macron bekr\u00e4ftigte zudem, Frankreich wolle der Ukraine weitere <strong>Caesar<\/strong>&#8211;<strong>Haubitzen <\/strong>zukommen lassen.<\/p>\n<p>Seit Kriegsbeginn seien bereits 18 Haubitzen geliefert worden, sagte der franz\u00f6sische Staatschef. \u00bbWir arbeiten zusammen mit D\u00e4nemark gerade an der Lieferung von sechs zus\u00e4tzlichen Haubitzen.\u00ab Diese waren demnach urspr\u00fcnglich f\u00fcr die d\u00e4nische Armee bestimmt gewesen. Die Ukraine hatte nach zwei Tagen intensiven russischen Beschusses ihre westlichen Verb\u00fcndeten um Unterst\u00fctzung bei der St\u00e4rkung ihrer Luftabwehr gebeten.<\/p>\n<p>Auch <strong>Kanada <\/strong>k\u00fcndigte weitere <strong>Milit\u00e4rhilfe <\/strong>f\u00fcr die Ukraine in H\u00f6he von umgerechnet etwa 35 Millionen Euro an. Dazu geh\u00f6rten Artillerie-Munition, Winterkleidung und Drohnenkameras. Das erkl\u00e4rte Verteidigungsministerin Anita Anand.<\/p>\n<h3>Humanit\u00e4re Lage<\/h3>\n<p>Seit Beginn des Krieges ist auch die Zahl der in <strong>Deutschland <\/strong>aufgenommenen <strong>m\u00e4nnlichen Fl\u00fcchtlinge <\/strong>aus der Ukraine <strong>gestiegen<\/strong>. Am Geschlechterverh\u00e4ltnis hat sich aber nichts ge\u00e4ndert. Wie aus Zahlen des Bundesinnenministeriums hervorgeht, sind von den im Ausl\u00e4nderzentralregister gespeicherten erwachsenen Kriegsfl\u00fcchtlingen aktuell <strong>468.652 Frauen<\/strong>. Das entspricht einem Anteil von rund <strong>72 Prozent<\/strong>.<\/p>\n<p>Die AfD-Fraktion hatte \u00fcber eine parlamentarische Anfrage herausfinden wollen, wie viele Ukrainer im wehrf\u00e4higen Alter \u2013 laut den Gesetzen ihres Heimatlandes betrifft das M\u00e4nner im Alter zwischen 18 und 60 Jahren \u2013 aktuell in Deutschland leben. In der Antwort der Bundesregierung hei\u00dft es, Ende August seien die Daten von rund 162.000 ukrainischen M\u00e4nner im Alter zwischen 18 und 60 Jahren im Ausl\u00e4nderzentralregister (AZR) gespeichert gewesen. Die AZR-Daten sind mit einer gewissen Vorsicht zu genie\u00dfen, weil es m\u00f6glich ist, dass ein Teil der dort Registrierten Deutschland inzwischen wieder verlassen hat.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Die<strong> Uno-Vollversammlung<\/strong> hat mit gro\u00dfer <strong>Mehrheit Russlands <\/strong>\u00bbillegale <strong>Annexionen<\/strong>\u00ab in der Ukraine <strong>verurteilt<\/strong>. 143 der 193 Uno-Mitgliedstaaten stimmten am Mittwoch auf einer Dringlichkeitssitzung f\u00fcr eine entsprechende Resolution, f\u00fcnf dagegen. 35 Staaten enthielten sich, darunter China, Indien, S\u00fcdafrika und Pakistan.<\/p>\n<p>Anfang M\u00e4rz hatten bereits 141 Staaten f\u00fcr eine Resolution gestimmt, in der Russland zum \u00bbsofortigen\u00ab Abzug aus der Ukraine aufgefordert wurde. Bangladesch, der Irak und Senegal, die sich im M\u00e4rz enthalten hatten, stimmten am Mittwoch f\u00fcr die Resolution. Russland, Belarus, Nordkorea, Syrien und Nicaragua lehnten die Resolution ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ukraine ben\u00f6tigt dringend Geld aus dem Ausland \u2013 f\u00fcr Haushalt und Wiederaufbau. Immer mehr L\u00e4nder sagen Waffenlieferungen zu. Und: Der Krieg k\u00f6nnte den Erdgasverbrauch dauerhaft senken. 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