{"id":15370,"date":"2022-10-11T06:37:01","date_gmt":"2022-10-11T03:37:01","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienst-11-oktober\/"},"modified":"2022-10-11T06:37:01","modified_gmt":"2022-10-11T03:37:01","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienst-11-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienst-11-oktober\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Dienst (11. Oktober)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Der ukrainische Pr\u00e4sident beschw\u00f6rt den Kampfeswillen seines Landes \u2013 in einem Video vom Einschlagsort russischer Raketen. Die USA liefern moderne Luftabwehr. Und: Botschafter Melnyk warnt vor Atomschlag. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3>Das sagt Kiew<\/h3>\n<p>Nach den <strong>schweren russischen Raketenangriffen <\/strong>auf viele Gro\u00dfst\u00e4dte der Ukraine hat Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj <\/strong>den <strong>Widerstandswillen <\/strong>seines Landes betont. \u00bbDie Ukraine l\u00e4sst sich nicht einsch\u00fcchtern, sie l\u00e4sst sich nur noch mehr vereinen\u00ab, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache am Montag in Kiew. Bei den Angriffen wurden nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums vom Abend landesweit <strong>14 Menschen<\/strong> get\u00f6tet und 97 weitere Personen verletzt.<\/p>\n<p>Das Video wurde nicht, wie sonst \u00fcblich, in Selenskyjs gut gesichertem Pr\u00e4sidialamt aufgezeichnet. Der Staatschef stand nach eigenen Angaben abends an einer besch\u00e4digten <strong>Stra\u00dfenkreuzung <\/strong>nahe der Universit\u00e4t. Im Hintergrund waren Bagger, Lastwagen und anderes R\u00e4umger\u00e4t zu sehen. Dort waren am Morgen Raketen eingeschlagen. Der Pr\u00e4sident verwies darauf, dass es in und um einen Park vor der Uni <strong>nur zivile Ziele <\/strong>gebe \u2013 die Hochschule, einen Kinderspielplatz, zwei Museen \u2013 und keine milit\u00e4rischen Einrichtungen, die Russland nach eigenen Angaben getroffen hat.<\/p>\n<p>Bei der gro\u00df angelegten russischen Angriffsserie auf ukrainische St\u00e4dte war am Montag erstmals seit Juni auch wieder die Hauptstadt bombardiert worden. Moskau f\u00fchrte als Grund die Explosion einer Lkw-Bombe auf der strategisch wichtigen Krim-Br\u00fccke vom Wochenende an, die nach Ansicht der russischen Regierung vom ukrainischen Geheimdienst platziert worden war.<\/p>\n<p>Der scheidende <strong>Botschafter<\/strong> der Ukraine in <strong>Deutschland<\/strong>, <strong>Andrij Melnyk<\/strong>, sieht eine reale Gefahr, dass Russland auch <strong>Atomwaffen <\/strong>gegen sein Land einsetzen k\u00f6nnte. Die russischen Raketenangriffe auf St\u00e4dte in der Ukraine h\u00e4tten gezeigt, dass der russische Pr\u00e4sident <strong>Wladimir Putin <\/strong>offenbar <strong>zu allem f\u00e4hig <\/strong>sei, sagte Melnyk zu RTL\/ntv. Der Westen solle Russland ganz klar und ohne diplomatische Floskeln darstellen, was Russland erwarten w\u00fcrde, sollte Putin Atomwaffen in der Ukraine einsetzen. \u00bbUnd ich glaube, dass unsere Partner und Verb\u00fcndete durchaus in der Lage sein sollten, das in einer Sprache zu tun, die Putin verstehen wird\u00ab, so Melnyk.<\/p>\n<p>Der <strong>Kommunikationsdirektor <\/strong>des Nationalen Sicherheitsrates im <strong>Wei\u00dfen Haus<\/strong>, John Kirby, hatte zuletzt erkl\u00e4rt, die US-Regierung habe <strong>keine Hinweise <\/strong>darauf, dass Putin eine Entscheidung zum <strong>Einsatz <\/strong>von <strong>Atomwaffen <\/strong>getroffen habe.<\/p>\n<p>Bei einer <strong>Dringlichkeitssitzung<\/strong> der <strong>Uno<\/strong>&#8211;<strong>Vollversammlung <\/strong>zur Annexion von vier ukrainischen Regionen durch Russland hat die <strong>Ukraine Russland<\/strong> als \u00bb<strong>Terrorstaat<\/strong>\u00ab gebrandmarkt. Der ukrainische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Serhij Kyslyzja, sagte am Montag in New York, die ganze Welt habe \u00bbwieder einmal das wahre Gesicht eines Terrorstaates gesehen, der unser Volk t\u00f6tet\u00ab.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Sitzung wurde \u00fcber einen Entwurf f\u00fcr eine Resolution debattiert, mit der die Annexion der ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja und die dort vorausgegangenen \u00bbReferenden\u00ab f\u00fcr einen Anschluss an Russland verurteilt werden sollen. Eine Abstimmung \u00fcber die Resolution k\u00f6nnte am Mittwoch erfolgen.<\/p>\n<h3>Das sagt Moskau<\/h3>\n<p><strong>Russland<\/strong> war zuvor mit dem Versuch gescheitert, die <strong>Abstimmung<\/strong> in der <strong>Uno<\/strong>&#8211;<strong>Vollversammlung <\/strong>\u00fcber seine Scheinreferenden <strong>geheim<\/strong> abhalten zu lassen. Das Gremium votierte mit 107 Stimmen daf\u00fcr, die f\u00fcr Mittwoch erwartete Abstimmung \u00f6ffentlich zu vollziehen. Dagegen stimmten 13 Staaten, 39 enthielten sich der Stimme und die \u00fcbrigen L\u00e4nder votierten nicht. Russland hatte argumentiert, wegen westlichen Drucks sei eine geheime Abstimmung notwendig, da es sonst \u00bbsehr schwierig werden k\u00f6nnte, wenn die Positionen \u00f6ffentlich dargelegt werden\u00ab.<\/p>\n<h3>Humanit\u00e4re Lage<\/h3>\n<p>Nach einem russischen Raketenangriff auf die <strong>ostukrainische Stadt Krywyj Rih<\/strong> sind nach Angaben des \u00f6rtlichen Milit\u00e4rchefs Oleksandr Wilkul noch <strong>98 Bergleute <\/strong>wegen eines Stromausfalls unter Tage <strong>eingeschlossen<\/strong>. Die Bergarbeiter sollten noch in der Nacht zum Dienstag befreit werden, wie Wilkul nach Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform mitteilte. Laut Wilkul waren demnach zun\u00e4chst mehr als 850 Kumpel in vier Minen eingeschlossen gewesen. Die Angaben lie\u00dfen sich nicht unabh\u00e4ngig pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Die <strong>Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan<\/strong> (SPD), hat Vorbereitungen auf m\u00f6gliche <strong>neue Fluchtbewegungen <\/strong>aus der Ukraine gefordert. Zurzeit seien die Zahlen der neu ankommenden Gefl\u00fcchteten aus der Ukraine mit rund 150 pro Tag zwar weiter r\u00fcckl\u00e4ufig, \u00bbaber ein harter Kriegswinter kann das \u00e4ndern\u00ab, sagte Alabali-Radovan dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.<\/p>\n<p>Eine ver\u00e4nderte Fluchtbewegung tr\u00e4fe zun\u00e4chst den direkten Nachbarn <strong>Polen <\/strong>und auch <strong>Tschechien<\/strong>, sagte sie. \u00bbWir m\u00fcssen daher in engem Austausch mit unseren Nachbarl\u00e4ndern bleiben und bereit sein zur weiteren Aufnahme von Menschen, die vor Krieg und gro\u00dfer Not aus der Ukraine fliehen.\u00ab<\/p>\n<h3>Internationale Reaktionen<\/h3>\n<p><strong>US-Pr\u00e4sident Joe Biden<\/strong> hat dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten weitere <strong>Milit\u00e4rhilfe <\/strong>\u00bbeinschlie\u00dflich <strong>fortschrittlicher Luftabwehrsysteme<\/strong>\u00ab versprochen. Biden habe Selenskyj bei einem Telefonat zugesichert, \u00bbdie Ukraine weiterhin mit allem zu versorgen, was sie f\u00fcr ihre Verteidigung ben\u00f6tigt\u00ab, erkl\u00e4rte das Wei\u00dfe Haus in Washington am Montag. Der US-Pr\u00e4sident habe au\u00dferdem sein Beileid nach den massiven russischen Luftangriffen auf Kiew und andere ukrainische St\u00e4dte ausgesprochen. \u00bbBei diesen Angriffen wurden Zivilisten get\u00f6tet und verletzt sowie Ziele zerst\u00f6rt, die keinem milit\u00e4rischen Zweck dienten\u00ab, hie\u00df es in eine Erkl\u00e4rung des US-Pr\u00e4sidialamts. Sie zeigten die \u00bb\u00e4u\u00dferste Brutalit\u00e4t von Herrn Putins illegalem Krieg gegen das ukrainische Volk\u00ab.<\/p>\n<p>Die <strong>Organisation <\/strong>f\u00fcr <strong>Sicherheit<\/strong> und <strong>Zusammenarbeit <\/strong>in Europa (<strong>OSZE<\/strong>) sieht die j\u00fcngsten russischen Angriffe in der Ukraine als \u00bb<strong>Terror<\/strong>\u00ab gegen die <strong>Zivilbev\u00f6lkerung<\/strong>. \u00bbDiese abscheulichen milit\u00e4rischen Aktionen bedeuten die v\u00f6llige <strong>Missachtung <\/strong>des <strong>V\u00f6lkerrechts<\/strong> und des Kriegsv\u00f6lkerrechts\u00ab, hie\u00df es am Montagabend in einer gemeinsamen Stellungnahme von OSZE-F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten. \u00bbDas einzige Motiv f\u00fcr diese brutalen und grausamen Taten ist das Verbreiten von Terror, um taktisches und strategisches Versagen zu kompensieren\u00ab, erkl\u00e4rte die OSZE-Spitze.<\/p>\n<p><strong>Uno<\/strong>&#8211;<strong>Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres <\/strong>hat sich \u00bbzutiefst <strong>schockiert<\/strong>\u00ab von den russischen Raketenangriffen gezeigt. \u00bbDies stellt eine weitere <strong>inakzeptable Eskalation <\/strong>des Krieges dar, und wie immer zahlen die Zivilisten den h\u00f6chsten Preis\u00ab, sagte er laut einem Sprecher.<\/p>\n<p>Nach Ansicht des <strong>CDU<\/strong>&#8211;<strong>Au\u00dfenpolitikers Roderich Kiesewetter <\/strong>m\u00fcssen die Menschen in Deutschland dar\u00fcber aufgekl\u00e4rt werden, dass der <strong>russische Angriffskrieg <\/strong>gegen die Ukraine noch <strong>l\u00e4ngere Zeit <\/strong>dauern k\u00f6nnte. \u00bbAuch unsere Bev\u00f6lkerung muss darauf eingestellt werden, dass dieser Krieg wom\u00f6glich noch zwei Jahre gehen kann und dass er sich ausweitet\u00ab, sagte Kiesewetter dem TV-Sender Welt. Die kritische Infrastruktur sei unter Druck. \u00bbEs wird nicht nur auf ukrainischem Boden stattfinden, das ist auch ein Krieg gegen uns\u00ab, sagte Kiesewetter. Putin gehe es darum, Angst und Schrecken zu verbreiten. \u00bbUnd viele Bilder sehen wir ja gar nicht, weil sie so furchtbar sind. Und das ist etwas, was unserer Bev\u00f6lkerung auch immer klar sein muss: Der Krieg ist schlimmer, als manche Bilder anmuten lassen\u00ab, so Kiesewetter.<\/p>\n<h3>Was heute passiert<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Bundesinnenministerin Nancy Faeser<\/strong> (SPD) l\u00e4dt kommunale Spitzenverb\u00e4nde zu einem <strong>Fl\u00fcchtlingsgipfel<\/strong>. Bei dem Treffen mit Vertretern der St\u00e4dte, Gemeinden und Landkreise soll es unter anderem um eine bessere Verteilung von Gefl\u00fcchteten innerhalb Deutschlands gehen. Vor dem Winter d\u00fcrfte dabei auch die zu erwartende Zahl von Fl\u00fcchtlingen aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine zum Thema werden.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Der russische Pr\u00e4sident <strong>Putin <\/strong>empf\u00e4ngt den <strong>Chef <\/strong>der <strong>Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde <\/strong>(IAEA), <strong>Rafael Grossi<\/strong>. Die beiden werden sich nach Angaben des Kreml in <strong>St<\/strong>. <strong>Petersburg <\/strong>treffen. Das Gespr\u00e4ch erfolgt vor dem Hintergrund der wiederholten Angriffe rund um und auf das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja in den vergangenen Monaten. Das gr\u00f6\u00dfte Atomkraftwerk Europas im S\u00fcden der Ukraine ist seit M\u00e4rz von russischen Truppen besetzt.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident beschw\u00f6rt den Kampfeswillen seines Landes \u2013 in einem Video vom Einschlagsort russischer Raketen. Die USA liefern moderne Luftabwehr. 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