{"id":1521,"date":"2020-07-31T07:01:21","date_gmt":"2020-07-31T04:01:21","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/trump-emport-sogar-die-eigene-partei\/"},"modified":"2020-07-31T07:01:21","modified_gmt":"2020-07-31T04:01:21","slug":"trump-emport-sogar-die-eigene-partei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/trump-emport-sogar-die-eigene-partei\/","title":{"rendered":"Trump emp\u00f6rt sogar die eigene Partei"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/23660b95-0430-4134-ac71-4025181c6b20_w948_r1.77_fpx54.42_fpy50.99.jpg\" title=\"Donald Trump (am 23. Juni): &quot;Ich will eine Wahl und ein Ergebnis viel, viel mehr als Sie&quot;\" alt=\"Donald Trump (am 23. Juni): &quot;Ich will eine Wahl und ein Ergebnis viel, viel mehr als Sie&quot;\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Donald Trump (am 23. Juni): &quot;Ich will eine Wahl und ein Ergebnis viel, viel mehr als Sie&quot;<\/p>\n<p>  Foto:\u2002BRENDAN SMIALOWSKI\/ AFP  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Reaktion war deutlich, bei Parteifreunden wie politischen Gegnern. US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat massive Kritik f\u00fcr seinem Vorsto\u00df f\u00fcr eine Verschiebung der US-Pr\u00e4sidentenwahl geerntet. Nun versucht er offenbar, seine kontroverse Aussage einzufangen. &quot;Ich will eine Wahl und ein Ergebnis viel, viel mehr als Sie&quot;, sagte er an Donnerstag vor Journalisten in Washington. &quot;Ich will keine Verschiebung. Ich will eine Wahl haben.&quot;<\/p>\n<p>Zuvor hatte der Pr\u00e4sident auf Twitter behauptet, durch umfangreiche Stimmabgaben per Briefwahl werde &quot;2020 zur ungenauesten und betr\u00fcgerischsten Wahl in der Geschichte&quot;. Im Anschluss warf er die Frage auf, ob es nicht besser sei, die Wahl aufzuschieben, &quot;bis die Menschen &quot;korrekt und sicher&quot; abstimmen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Der M\u00f6glichkeit zur Briefwahl kommt dieses Jahr wegen des Ansteckungsrisikos in Zeiten der Coronakrise eine besondere Bedeutung zu.<\/p>\n<p>In einem weiteren Tweet forderte er, das Wahlergebnis m\u00fcsse in der Wahlnacht feststehen, &quot;nicht Tage, Monate oder gar Jahre sp\u00e4ter&quot;. Das ist eine Anspielung darauf, dass die Auswertung von Stimmen, die per Briefwahl abgegeben werden, l\u00e4nger dauern k\u00f6nnte als die Ausz\u00e4hlung der Stimmzettel aus den Wahlkabinen.<\/p>\n<p>Der Vorsto\u00df war nicht nur bei den oppositionellen Demokraten sondern auch bei Trumps Republikanern auf breite Ablehnung gesto\u00dfen. Und sogar enge Trump-Vertraute stellten sich in ungewohnter Offenheit gegen den Pr\u00e4sidenten.<\/p>\n<h3>Das Echo auf den Vorsto\u00df ist deutlich<\/h3>\n<p>Einer dieser Vertrauten ist Senator Lindsey Graham, der erkl\u00e4rte: &quot;Ich denke nicht, dass eine m\u00f6gliche Verschiebung der Wahl eine gute Idee w\u00e4re.&quot; Ebenfalls deutlich wurde der Mehrheitsf\u00fchrer von Trumps Republikanern im US-Senat, Mitch McConnell: &quot;Niemals in der Geschichte dieses Landes, durch Kriege, Depressionen und den B\u00fcrgerkrieg hindurch, haben wir jemals eine vom Bund geplante Wahl nicht p\u00fcnktlich abgehalten.&quot; Die Wahl werde wie geplant am 3. November stattfinden.<\/p>\n<p>&quot;Ich w\u00fcnschte, er h\u00e4tte das nicht gesagt&quot; so reagierte McConnells Parteifreund, der Senator Marco Rubio, auf Trumps Tweet. &quot;Wir werden im November eine Wahl abhalten.&quot; Auch sein Parteifreund Ted Cruz bekr\u00e4ftigte, am Wahltermin werde nicht ger\u00fcttelt.<\/p>\n<p>Diese breite Kritik scheint bei Trump zumindest zum Teil angekommen zu sein. Allerdings bekr\u00e4ftigte noch einmal seine Vorbehalte mit Blick auf die Briefwahl: Er wolle nicht, dass drei Monate auf ein Ergebnis gewartet werde, nur um dann festzustellen, dass Stimmzettel fehlen, sagte er mit Blick auf die vielen erwarteten Briefw\u00e4hler. Er warnte, die USA k\u00f6nnten &quot;zum Gesp\u00f6tt der ganzen Welt&quot; werden.<\/p>\n<h3>Demokraten wittern hinter den Tweets ein taktisches Man\u00f6ver<\/h3>\n<p>Trumps Vorsto\u00df erfolgte kurz nach Bekanntgabe historisch schlechter Konjunkturdaten f\u00fcr das zweite Quartal &#8211; und k\u00f6nnte durchaus auch als Ablenkungsman\u00f6ver gedacht gewesen sein. Diesen Verdacht \u00e4u\u00dferte auch die demokratische Parteispitze.<\/p>\n<p>Infolge der Coronakrise ist die US-Wirtschaft in einem noch nie dagewesenen Ausma\u00df eingebrochen, wie am Donnerstag verk\u00fcndet wurde. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,5 Prozent.<\/p>\n<p>Die Pandemie hat Trump seines wichtigsten Arguments f\u00fcr die Wiederwahl beraubt: eine boomende Wirtschaft. Am Mittwoch hatte es bereits eine andere Hiobsbotschaft gegeben. Seit Beginn der Corona-Pandemie starben im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 bereits mehr als 150.000 Menschen in den USA.<\/p>\n<h3>Ein neuer Wahltermin scheint rechtlich nahzu ausgeschlossen<\/h3>\n<p>Als Hintergrund: Die H\u00fcrden f\u00fcr eine Verschiebung der Pr\u00e4sidentenwahl am 3. November sind extrem hoch, weil der Termin seit 1845 gesetzlich festgeschrieben ist. N\u00f6tig w\u00e4re eine \u00c4nderung durch den US-Kongress, die noch dazu vor Gerichten angefochten werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem w\u00e4ren auf diesem Weg nur einige Wochen zu gewinnen. Denn der weitere Zeitplan ist in der Verfassung festgeschrieben und damit noch starrer: der Starttermin f\u00fcr den neuen Kongress am 3. Januar und der Amtsantritt des Pr\u00e4sidenten am 20. Januar. Eine Verschiebung erscheint daher h\u00f6chst unwahrscheinlich.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Donald Trump (am 23. 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