{"id":1517,"date":"2020-07-31T02:56:53","date_gmt":"2020-07-30T23:56:53","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/donald-trump-legt-bei-kritik-gegen-briefwahl-nach\/"},"modified":"2020-07-31T02:56:53","modified_gmt":"2020-07-30T23:56:53","slug":"donald-trump-legt-bei-kritik-gegen-briefwahl-nach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/donald-trump-legt-bei-kritik-gegen-briefwahl-nach\/","title":{"rendered":"Donald Trump legt bei Kritik gegen Briefwahl nach"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/3e050c3a-93b6-4f7d-9851-06bcbe84eca1_w948_r1.77_fpx69_fpy16.jpg\" title=\"US-Pr\u00e4sident Donald Trump am 30. Juli in Washington\" alt=\"US-Pr\u00e4sident Donald Trump am 30. Juli in Washington\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump am 30. Juli in Washington<\/p>\n<p>  Foto:\u2002CARLOS BARRIA\/ REUTERS  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Wenige Stunden nach seinem Vorsto\u00df f\u00fcr eine Verschiebung der US-Pr\u00e4sidentenwahl legt Amtsinhaber Donald Trump bei seiner Kritik an einer Briefwahl nach. Das Wahlergebnis m\u00fcsse in der Wahlnacht feststehen, &quot;nicht Tage, Monate oder gar Jahre sp\u00e4ter&quot;, fordert Trump auf Twitter &#8211; eine Anspielung darauf, dass die Auswertung von Stimmen, die per Briefwahl abgegeben werden, l\u00e4nger dauern k\u00f6nnte als die Ausz\u00e4hlung der Stimmzettel aus den Wahlkabinen.<\/p>\n<p>Der M\u00f6glichkeit zur Briefwahl kommt dieses Jahr wegen des Ansteckungsrisikos in Zeiten der Coronakrise eine besondere Bedeutung zu. Trump hat diese Wahlmethode wiederholt in Zweifel gezogen. Ohne Belege zu liefern, hatte er behauptet, durch umfangreiche Stimmabgaben per Briefwahl werde &quot;2020 zur ungenauesten und betr\u00fcgerischsten Wahl in der Geschichte&quot;. Im Anschluss warf er die Frage auf, ob es nicht besser sei, die Wahl aufzuschieben, bis die Menschen &quot;korrekt und sicher&quot; abstimmen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Dass Trump versuchen k\u00f6nnte, die Wahlen am 3. November zu verschieben, ist schon l\u00e4nger eine Sorge links-liberaler Amerikaner. Nun hat der Pr\u00e4sident &#8211; kurz nach der Ver\u00f6ffentlichung des historischen Einbruchs der US-Konjunktur &#8211; eine Verlegung der Wahlen ins Spiel gebracht.<\/p>\n<p>Damit ist der Pr\u00e4sident auf breite Ablehnung gesto\u00dfen. Der Vorsto\u00df wurde nicht nur von den oppositionellen Demokraten zur\u00fcckgewiesen, sondern auch von Trumps Republikanern.<\/p>\n<p>&quot;In der Geschichte des Landes, in Kriegen, Wirtschaftskrisen und dem B\u00fcrgerkrieg, haben wir noch nie eine auf Bundesebene angesetzte Wahl nicht zum geplanten Zeitpunkt abgehalten&quot;, sagte der Mehrheitsf\u00fchrer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell. &quot;Wir werden einen Weg finden, das auch am 3. November zu machen.&quot;<\/p>\n<p>&quot;Ich w\u00fcnschte, er h\u00e4tte das nicht gesagt&quot; so reagierte McConnells Parteifreund, der Senator Marco Rubio, auf Trumps Tweet. &quot;Wir werden im November eine Wahl abhalten.&quot; Auch sein Parteifreund Ted Cruz bekr\u00e4ftigte, am Wahltermin werde nicht ger\u00fcttelt.<\/p>\n<h3>Demokraten: Trump will nur ablenken<\/h3>\n<p>Die Demokraten bezeichneten Trumps \u00c4u\u00dferung als &quot;verzweifelten Versuch, von den heutigen verheerenden Wirtschaftszahlen abzulenken&quot;. Kurz vor Trumps Tweet waren neue Konjunkturdaten ver\u00f6ffentlicht worden. Demnach erlitt das Bruttoinlandsprodukt in den USA im zweiten Quartal wegen der Coronakrise einen historischen Einbruch und schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,5 Prozent.<\/p>\n<p>&quot;Trump kann so viel twittern wie er will, aber die Wahrheit ist: Er kann die Wahl nicht verschieben&quot;, erkl\u00e4rte die Parteispitze der Demokraten. &quot;Im November werden ihn die W\u00e4hler f\u00fcr sein Versagen zur Rechenschaft ziehen.&quot; Die demokratische Vorsitzendes des Repr\u00e4sentantenhauses, Nancy Pelosi, twitterte lediglich den Verfassungsartikel, der festh\u00e4lt, dass der US-Kongress den Wahltermin festlegt &#8211; und nicht der Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Trump hatte Briefwahlen in den vergangenen Monaten wiederholt als besonders betrugsanf\u00e4llig kritisiert, obwohl Experten das Risiko als sehr gering einstufen. Kritiker werfen dem Pr\u00e4sidenten vor, schon im Vorfeld den Wahlprozess in ein schlechtes Licht r\u00fccken zu wollen &#8211; um den Ausgang der Wahl im Falle einer Niederlage in Zweifel ziehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sein Herausforderer Joe Biden hatte schon Ende April gewarnt, dass Trump versuchen k\u00f6nnte, eine Verschiebung des Wahltermins zu erreichen. &quot;Erinnern Sie sich an meine Worte: Er wird irgendwie versuchen, die Wahl nach hinten zu verschieben, er wird irgendeine Begr\u00fcndung finden, warum sie nicht abgehalten werden kann&quot;, sagte der fr\u00fchere Vizepr\u00e4sident. Trump hatte dies damals als &quot;Propaganda&quot; zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern US-Pr\u00e4sident Donald Trump am 30. 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