{"id":15088,"date":"2022-09-28T23:36:32","date_gmt":"2022-09-28T20:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/nord-stream-spekulationen-uber-die-hintergrunde-der-explosionen\/"},"modified":"2022-09-28T23:36:32","modified_gmt":"2022-09-28T20:36:32","slug":"nord-stream-spekulationen-uber-die-hintergrunde-der-explosionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/nord-stream-spekulationen-uber-die-hintergrunde-der-explosionen\/","title":{"rendered":"Nord Stream: Spekulationen \u00fcber die Hintergr\u00fcnde der Explosionen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Dass die Explosionen an Nord Stream 1 und 2 kein Unfall sind, gilt mittlerweile als sicher. Was genau passiert ist \u2013 und wer dahintersteckt \u2013 ist hingegen unklar. Nun tauchen die ersten Spekulationen auf. Ein \u00dcberblick.  <\/p>\n<p>Nach den drei Lecks in Nord-Stream-Pipelines h\u00e4ufen sich die Spekulationen \u00fcber die Hintergr\u00fcnde der Explosionen. Die EU und die Nato gehen von vors\u00e4tzlichen Sabotageakten aus, halten sich aber mit Schuldzuweisungen bedeckt \u2013 zu wenig Fakten sind bisher \u00fcber die Explosionen vom Montag bekannt.<\/p>\n<p>Erste Mutma\u00dfungen einzelner Akteure dringen dennoch an die \u00d6ffentlichkeit \u2013 fast alle gehen von einer russischen Tat aus.<\/p>\n<h3>Ein \u00dcberblick der Anschuldigungen<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Die britische \u00bbTimes\u00ab             berichtet unter Berufung auf Geheimdienstkreise, \u00bbh\u00f6chstwahrscheinlich\u00ab zeichne Russland f\u00fcr die Explosionen verantwortlich. Die Sprengs\u00e4tze k\u00f6nnten demnach bereits vor Wochen oder Monaten an den Pipelines platziert worden sein. Zum Anbringen h\u00e4tte es gereicht, mit einem kleinen Fischerboot in die N\u00e4he zu fahren. \u00bbSie [die Sprengs\u00e4tze] h\u00e4tten schon seit Monaten dort haften k\u00f6nnen und auf die Aktivierung zur Z\u00fcndung warten k\u00f6nnen\u00ab, hei\u00dft es von der Quelle. \u00bbRussland hat absolut kein Druckmittel auf den Westen, au\u00dfer diesem einen \u2013 Gas\u00ab, so der Geheimdienstler weiter.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Die \u00bbTagesschau\u00ab  hat den Bundeswehrkommandeur Michael Giss interviewt. Er suggeriert ebenfalls, dass der Kreml hinter den Explosionen steckt. Zwar k\u00f6nnten Taucher die Sprengs\u00e4tze anbringen, ein Einsatz von Spezialger\u00e4t sei aber wahrscheinlicher. Die Bundeswehr wisse, \u00bbdass es bei der russischen Marine Drohnen gibt \u2013 oder auch Kleinst-U-Boote \u2013, die man f\u00fcr solche Zwecke nutzen k\u00f6nnte\u00ab, sagt Giss. Er k\u00f6nne sich auch vorstellen, dass schon im Vorfeld beim Bau der Pipeline bestimmte Ma\u00dfnahmen getroffen wurden, \u00bbum ein solches Ereignis auszul\u00f6sen\u00ab.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Auch die \u00bbBild\u00ab-Zeitung  schlie\u00dft private Akteure aus. Der Anschlag habe nur von absoluten Spezialisten durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, sagte J\u00fcrgen Weber, Fregattenkapit\u00e4n a. D., der Zeitung. \u00bbEine nicht bestens ausgestattete Terrorgruppe ist bei den Tauchtiefen von bis zu hundert Metern kaum vorstellbar.\u00ab Die Region um Bornholm sei eines der \u00bbbestbewachten Seegebiete\u00ab weltweit. Wer nicht \u00fcber ausreichend milit\u00e4risches Ger\u00e4t verf\u00fcge, k\u00f6nne kaum unbemerkt zu den Pipelines vordringen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Russland selbst wies erste Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck \u2013 und machte stattdessen die USA f\u00fcr die Lecks verantwortlich. Kremlsprecher Dmitrij Peskow sagte, es sei \u00bbdumm und absurd\u00ab zu vermuten, dass Russland hinter den Lecks stecke. Die Lecks seien f\u00fcr Moskau \u00bbziemlich problematisch\u00ab, das teure Gas verschwinde nun \u00bbin der Luft\u00ab. Derweil hat die russische Generalstaatsanwaltschaft eigenen Angaben zufolge wegen der mutma\u00dflichen Sabotage an den Pipelines Ermittlungen wegen Verdachts des internationalen Terrorismus eingeleitet. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Washington wies die Anschuldigungen aus Moskau als \u00bbl\u00e4cherlich\u00ab zur\u00fcck. Die CIA hatte bereits vor Wochen vor m\u00f6glichen Anschl\u00e4gen gewarnt. Am Freitag wird sich der Uno-Sicherheitsrat mit Nord Stream befassen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das mehrheitlich russische Unternehmen Nord Stream selbst schreibt in einer Mitteilung von einer \u00bbphysischen Besch\u00e4digung\u00ab der Pipeline. Man k\u00f6nne nicht sagen, wie lange eine Reparatur dauere. Es sei \u00bbnicht m\u00f6glich, einen Zeitrahmen f\u00fcr die Wiederherstellung der Gastransportinfrastruktur abzusch\u00e4tzen\u00ab.<\/p>\n<h3>\u00bbRobuste und geeinte Antwort\u00ab<\/h3>\n<p>In der EU sorgen die Explosionen f\u00fcr erh\u00f6hte Wachsamkeit. Der EU-Au\u00dfenbeauftragte Josep Borrell stellte eine \u00bbrobuste und geeinte Antwort\u00ab der EU auf \u00bbvors\u00e4tzliche St\u00f6rungen\u00ab der europ\u00e4ischen Infrastruktur in Aussicht. Borrell k\u00fcndigte an, die EU werde \u00bbweitere Schritte unternehmen, um die Widerstandsf\u00e4higkeit unserer Energiesicherheit zu erh\u00f6hen\u00ab. Zuvor hatte bereits Norwegen erkl\u00e4rt, die Sicherheitsvorkehrungen an seinen \u00d6lanlagen verst\u00e4rken zu wollen. Oslo reagiert damit auch auf Drohnen, die \u00d6lfirmen k\u00fcrzlich rund um ihre Plattformen in norwegischen Gew\u00e4ssern gesichtet hatten.<\/p>\n<p>Bei der Suche nach den Ursachen werden lokal schwedische und d\u00e4nische Beh\u00f6rden zusammenarbeiten. Auch die deutsche Marine will sich beteiligen. Dazu stehe sie im Kontakt mit ihrem d\u00e4nischen Amtskollegen, sagte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass die Explosionen an Nord Stream 1 und 2 kein Unfall sind, gilt mittlerweile als sicher. Was genau passiert ist \u2013 und wer dahintersteckt \u2013 ist hingegen unklar. 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