{"id":15,"date":"2020-04-21T13:12:43","date_gmt":"2020-04-21T10:12:43","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronavirus-in-den-usa-protest-gegen-corona-einschrankungen\/"},"modified":"2020-04-21T13:12:43","modified_gmt":"2020-04-21T10:12:43","slug":"coronavirus-in-den-usa-protest-gegen-corona-einschrankungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronavirus-in-den-usa-protest-gegen-corona-einschrankungen\/","title":{"rendered":"Coronavirus in den USA: Protest gegen Corona-Einschr\u00e4nkungen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Pr\u00e4sident Donald Trump will m\u00f6glichst bald die Wirtschaft wieder \u00f6ffnen &#8211; die Demonstrationen seiner Fans in gut 20 Bundesstaaten k\u00f6nnten ihm dabei helfen.  <\/p>\n<p>F\u00fcr Donald Trump ist der Fall wieder einmal klar. Er habe in seiner Amtszeit unglaublichen wirtschaftlichen Erfolg gehabt, gro\u00dfartige Zahlen, verk\u00fcndete Trump im Wei\u00dfen Haus. Dann kam die Coronakrise, und er musste leider alles zusperren. F\u00fcr ihn stehe fest: &quot;Ich werde die Wirtschaft einfach ein zweites Mal wieder aufbauen.&quot;<\/p>\n<p>Das Versprechen vom baldigen gro\u00dfen wirtschaftlichen Comeback der USA nach der Krise ist Trumps Wahlkampfschlager. Der Pr\u00e4sident steht unter Druck, mehr als 41.000 Amerikaner sind bereits in der Pandemie gestorben, die Wirtschaft \u00e4chzt unter den Folgen der Lockdown-Ma\u00dfnahmen, Millionen von Amerikanern verlieren derzeit jede Woche ihre Jobs &#8211; und Trumps Krisenmanagement wird von vielen B\u00fcrger kritisch gesehen.<\/p>\n<p>In einer neuen Umfrage von Wall Street Journal und NBC zeigten sich 52 Prozent der Befragten unzufrieden mit der Arbeit ihres Pr\u00e4sidenten in der Krise. Nur 44 Prozent sind demnach mit Trump zufrieden. M\u00fcsste jetzt ein neuer Pr\u00e4sident gew\u00e4hlt werden, w\u00fcrden sich 49 Prozent der Befragten f\u00fcr Trumps Rivalen Joe Biden aussprechen, 42 Prozent stehen hinter dem Amtsinhaber.<\/p>\n<h3>Proteste sind f\u00fcr Trump eine Gelegenheit<\/h3>\n<p>Mit dem Versprechen vom gro\u00dfen Comeback der US-Wirtschaft will Trump deshalb offenkundig das Wahlvolk beruhigen und zugleich die eigene Basis mobilisieren \u2013 gegen die Demokraten, die aus seiner Sicht nichts von Wirtschaft verstehen.<\/p>\n<p>Wie gerufen kommt Trump da, dass in immer mehr Bundesstaaten einzelne Gruppen gegen die von den \u00f6rtlichen Gouverneuren verh\u00e4ngten Lockdown-Ma\u00dfnahmen demonstrieren. Die Protestler schwenken amerikanische Flaggen und fordern von den Gouverneuren in Sprechch\u00f6ren ein Ende s\u00e4mtlicher Einschr\u00e4nkungen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Trump bietet sich hier eine Gelegenheit. Er selbst hat sich in den vergangenen Wochen im Streit mit den Gouverneuren der einzelnen Staaten immer wieder als derjenige pr\u00e4sentiert, der f\u00fcr ein baldiges Ende von bestimmten lokal verordneten Lockdown-Ma\u00dfnahmen eintritt. Nun erhebt sich vielerorts seine Parteibasis und verst\u00e4rkt ungeduldig diesen Ruf. Oftmals \u2013 nicht immer &#8211; richtet sich der Protest gegen demokratische Gouverneure, was f\u00fcr Trump nat\u00fcrlich besonders praktisch ist.<\/p>\n<p>Wie so oft in Amerika geht es so wieder einmal um einen politischen Kulturkampf und manch einer vergleicht die Anti-Lockdown-Truppe schon mit der &quot;Tea-Party&quot;-Bewegung. Viele Protestler halten die andauernden Lockdown-Ma\u00dfnahmen wegen der Coronakrise f\u00fcr eine typische staatliche Zwangsma\u00dfnahme liberaler Eliten und Wissenschaftler, auf selbst gemalten Schildern ist von &quot;Tyrannei&quot; die Rede. Einige rechtsradikale Milizen erscheinen sogar mit der Waffe in der Hand zu den Protesten. Und bei Trumps Lieblingssender Fox News berichten sie voll freudiger Erregung \u00fcber die Aufm\u00e4rsche.<\/p>\n<h3>&quot;Sie lieben unser Land&quot;<\/h3>\n<p>Einige der neuen Protestkundgebungen werden von Trump-Unterst\u00fctzern angef\u00fchrt. In Michigan kommen sie zum Teil aus dem Dunstkreis der republikanischen Partei. In Texas wurden die Demonstranten am Wochenende von dem rechtsradikalen Verschw\u00f6rungstheoretiker Alex Jones angefeuert, der bereits im Wahlkampf 2016 ein Wegbereiter f\u00fcr Trumps Erfolg war.<\/p>\n<p>Trump, der selbst ernannte Eliten-Kritiker im Pr\u00e4sidentenamt, tr\u00e4gt derweil lustvoll seinen Teil dazu bei, die Truppen in Schwingung zu versetzen. Er f\u00e4hrt eine Art Doppelstrategie. Mal gibt er sich vorsichtig und abw\u00e4gend, wenn er \u00fcber das Ende der Lockdown-Ma\u00dfnahmen spricht. Ausdr\u00fccklich lobt er einzelne demokratische Gouverneure wie Andrew Cuomo aus New York f\u00fcr die gute Zusammenarbeit mit seiner Regierung.<\/p>\n<p>Dann wieder tritt er fordernd und mahnend auf. Am Wochenende verlangte Trump via Twitter, Bundesstaaten wie Minnesota und Michigan sollten &quot;befreit&quot; werden. Zugleich lobte er die Demonstranten ausdr\u00fccklich als &quot;gro\u00dfartige Menschen.&quot; Die Leute bek\u00e4men in der Coronakrise eben einen &quot;Lagerkoller&quot;, so Trump. &quot;Sie wollen ihr Leben zur\u00fcckhaben. Sie lieben unser Land. Sie wollen wieder arbeiten.&quot;<\/p>\n<p>Sollte der Aufstand der Trump-Truppen in den Bundesstaaten weitergehen, k\u00f6nnte dies f\u00fcr die Demokraten ein ernsthaftes Problem werden. Ihre Gouverneure geraten unter Druck zu handeln, obwohl sie eigentlich lieber vorsichtig w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die Mobilisierung zum Kulturkampf ist f\u00fcr die Partei und ihren designierten Kandidaten Joe Biden zudem in jenen Staaten brisant, die sie f\u00fcr einen Erfolg im November unbedingt verteidigen m\u00fcssen oder von Trump zur\u00fcckerobern wollen. Wisconsin und Michigan z\u00e4hlen dazu, genauso wie Pennsylvania, wo gerade erst am Montag gegen den demokratischen Gouverneur protestiert wurde. Hier k\u00f6nnen sich die Demokraten bei der Wahl keinerlei Schw\u00e4che leisten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Trump ist die Rechnung derweil relativ einfach: Kommt die Wirtschaft bis zur Wahl nicht wieder in Schwung, kann er die Schuld auf die Lockdown-Ma\u00dfnahmen der Gouverneure schieben. Geht es dagegen voran, wird er diesen Erfolg f\u00fcr sich in Anspruch nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pr\u00e4sident Donald Trump will m\u00f6glichst bald die Wirtschaft wieder \u00f6ffnen &#8211; die Demonstrationen seiner Fans in gut 20 Bundesstaaten k\u00f6nnten ihm dabei helfen. 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