{"id":14975,"date":"2022-09-24T04:16:30","date_gmt":"2022-09-24T01:16:30","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-spaterer-prasident-richard-nixon-war-in-moskau-gefahrlicher-strahlung-ausgesetzt\/"},"modified":"2022-09-24T04:16:30","modified_gmt":"2022-09-24T01:16:30","slug":"usa-spaterer-prasident-richard-nixon-war-in-moskau-gefahrlicher-strahlung-ausgesetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-spaterer-prasident-richard-nixon-war-in-moskau-gefahrlicher-strahlung-ausgesetzt\/","title":{"rendered":"USA: Sp\u00e4terer Pr\u00e4sident Richard Nixon war in Moskau gef\u00e4hrlicher Strahlung ausgesetzt"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Mitten im Kalten Krieg reiste der damalige US-Vizepr\u00e4sident Richard Nixon 1959 nach Moskau. Was er nicht wusste: Er wurde dabei nicht nur abgeh\u00f6rt, sondern auch bestrahlt. Schlimmeres hat wohl ein Bluff seiner Leibw\u00e4chter verhindert.  <\/p>\n<p>Richard Nixon und seine Frau Pat waren 1959 w\u00e4hrend ihres Aufenthalts in der Residenz des US-Botschafters in Moskau einer potenziell sch\u00e4dlichen Dosis von ionisierender Strahlung ausgesetzt. Das geht aus freigegebenen Dokumenten des US-Geheimdienstes Secret Service hervor. Zun\u00e4chst hatte unter anderem der \u00bbGuardian\u00ab             berichtet.<\/p>\n<p>Der damalige Vizepr\u00e4sident der USA wusste von der Gefahr allerdings nichts. Laut dem Bericht des Secret Service entschieden der damalige US-Botschafter in Moskau und ein Mitglied aus Nixons Delegation, den sp\u00e4teren Pr\u00e4sidenten der USA nicht \u00fcber den Vorfall zu informieren.<\/p>\n<p>William Burr von der Forschungs- und Archivierungseinrichtung National Security Archive  in Washington hatte die Dokumente angefragt und ist einer der Co-Autoren des Berichts \u00fcber den Vorfall auf der Website des Archivs. Burrs Meinung nach verdient \u00bbdiese ungew\u00f6hnliche und praktisch unbekannte Episode des Kalten Krieges\u00ab mehr Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>Bis heute ist nicht klar, wodurch die Strahlung ausgel\u00f6st worden ist.<\/p>\n<h3>Ein Bluff sorgte offenbar f\u00fcr Ende der Bestrahlung<\/h3>\n<p>Beendet wurde die Strahlung laut den lange geheimen Unterlagen wohl erst durch einen Bluff der Agenten des Secret Service: Die Personensch\u00fctzer beschwerten sich in der Unterkunft offenbar lauthals \u00fcber die schmutzigen Tricks der Sowjets. Danach soll die gemessene Strahlung gesunken sein.<\/p>\n<p>\u00bbWir setzten uns auf die Betten und schimpften lauthals \u00fcber die Russen, dass sie so einen Trick abziehen w\u00fcrden, und fragten uns, warum sie uns f\u00fcr dumm verkaufen w\u00fcrden, und fragten uns gegenseitig, ob sie glaubten, dass sie damit durchkommen w\u00fcrden\u00ab, sagte der damalige Agent des Secret Service, James Golden.<\/p>\n<p>Golden war es auch, der 1976 daf\u00fcr verantwortlich war, dass die Geschichte an die \u00d6ffentlichkeit kam, bevor sie nun mehr als vierzig Jahre sp\u00e4ter offiziell best\u00e4tigt wurde. Golden gab damals zu Protokoll, dass vom Secret Service versteckte Messger\u00e4te in und um die Schlafr\u00e4ume der Nixons erhebliche Strahlungswerte gemessen hatten.<\/p>\n<p>Ihm sei sp\u00e4ter vom Au\u00dfenministerium mitgeteilt worden, dass er einer \u00bbmassiven Dosis\u00ab ionisierender Strahlung ausgesetzt war, die von einer Atombatterie erzeugt worden sei. Diese sei von sowjetischen Spionen benutzt worden, um in dem Geb\u00e4ude versteckte Abh\u00f6rger\u00e4te zu betreiben. Der 2011 verstorbene Golden bezweifelte diese Aussagen jedoch.<\/p>\n<p>Er wies die Experten nach eigener Aussage darauf hin, dass die Strahlung aufgeh\u00f6rt hatte, als er im Geb\u00e4ude war, sodass niemand h\u00e4tte eindringen und die Batterien entfernen k\u00f6nnen. Er kam zu dem Schluss, dass das Au\u00dfenministerium ihm gegen\u00fcber nicht ehrlich war.<\/p>\n<p>Ionisierende Strahlung ist definiert als Energie, die ausreicht, um Zellen zu sch\u00e4digen und die DNA zu ver\u00e4ndern. Die 1959 im Haus des US-Botschafters gemessene Strahlung lag bei 15 R\u00f6ntgen pro Stunde, kein t\u00f6dlicher Wert, aber die zul\u00e4ssige Norm f\u00fcr die berufliche Exposition in den USA lag damals bei 5 R\u00f6ntgen pro Jahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitten im Kalten Krieg reiste der damalige US-Vizepr\u00e4sident Richard Nixon 1959 nach Moskau. Was er nicht wusste: Er wurde dabei nicht nur abgeh\u00f6rt, sondern auch bestrahlt. 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