{"id":14943,"date":"2022-09-22T18:57:13","date_gmt":"2022-09-22T15:57:13","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-flucht-aus-russland-ukraine-krieg-verstaatlichung-der-gazprom-tochter-sefe\/"},"modified":"2022-09-22T18:57:13","modified_gmt":"2022-09-22T15:57:13","slug":"news-des-tages-flucht-aus-russland-ukraine-krieg-verstaatlichung-der-gazprom-tochter-sefe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-flucht-aus-russland-ukraine-krieg-verstaatlichung-der-gazprom-tochter-sefe\/","title":{"rendered":"News des Tages: Flucht aus Russland, Ukraine-Krieg, Verstaatlichung der Gazprom-Tochter Sefe"},"content":{"rendered":"<h3>1. Viele junge M\u00e4nner fliehen aus Angst vor dem Kriegsdienst in Russland \u2013 \u00fcber ein Asyl f\u00fcr Kriegsdienstverweigerer in Deutschland wird bereits diskutiert<\/h3>\n<p class=\"caps\">Bereits in den ersten Tagen von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine haben Zehntausende Russinnen und Russen ihre Heimat verlassen, viele aus Protest gegen die Politik des Staatspr\u00e4sidenten Wladimir Putin. Nach der gestern von Putin verk\u00fcndeten Teilmobilisierung, f\u00fcr die bis zu 300.000 Reservisten einberufen werden sollen, verst\u00e4rkt sich nun diese Absetzbewegung. Die Menschen fliehen vor dem Kriegsdienst vor allem in jene L\u00e4nder, in die Russinnen und Russen noch ohne Visum einreisen d\u00fcrfen. Das ist neben der T\u00fcrkei unter anderem Armenien. Von den Landesgrenzen Russlands zu Kasachstan und zur Mongolei wird von langen Autoschlangen vor den Grenz\u00fcberg\u00e4ngen berichtet.<\/p>\n<p>Meine Kollegin \u015eebnem Arsu und mein Kollege Maximilian Popp haben sich Eindr\u00fccke davon verschafft, wie gro\u00df die Panik ist, die durch die Teilmobilisierung bei vielen Menschen in Russland ausgel\u00f6st wurde. Einer der M\u00e4nner, die Russland nun verlassen haben, ist ein blonder 21-J\u00e4hriger aus Sankt Petersburg, der dem SPIEGEL am Mittwochabend auf dem Flughafen in Istanbul Auskunft gab. Aus Angst vor Repressionen gegen seine Familie will der Mann seinen echten Namen nicht nennen. \u00bbIch wachte auf und sah die Nachricht \u00fcber die Mobilisierung in meinen Telegram-Kan\u00e4len\u00ab, sagt er. \u00bbEs war ein sehr merkw\u00fcrdiges Gef\u00fchl.\u00ab (Hier die ganze Geschichte                                       .)<\/p>\n<p>Nach Angaben von Russlands Verteidigungsministers Sergej Schoigu sollen zun\u00e4chst nur M\u00e4nner, die bereits gedient oder milit\u00e4rische Erfahrung h\u00e4tten, einberufen werden. Studierende seien ausgenommen. In den sozialen Medien kursierten am Donnerstag bereits Videos, die zeigen, wie Rekruten in Busse einsteigen. Bei vielen Menschen in Russland l\u00f6ste die Entscheidung des Regimes Zorn aus. In mindestens 38 russischen St\u00e4dten gingen am Mittwoch B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aus Protest auf die Stra\u00dfe. Sie skandierten \u00bbNein zum Krieg!\u00ab. Nach Angaben von Aktivisten wurden mehr als 1300 Demonstrierende festgenommen.<\/p>\n<p>Putin habe mit seinem Entschluss, einen Teil der Reserve einzuziehen, einen unausgesprochenen, zwei Jahrzehnte w\u00e4hrenden Pakt zwischen seinem Regime und der russischen Bev\u00f6lkerung gebrochen, schrieb nun eine russische Journalistin auf Twitter. Das Regime habe den russischen B\u00fcrgern versprochen: Ihr k\u00f6nnt euer Leben ganz normal fortsetzen, w\u00e4hrend wir auf der internationalen B\u00fchne tun, was immer wir wollen. Das gilt nicht mehr. \u00bbIn fast allen L\u00e4ndern d\u00fcrfen Russinnen und Russen als Touristen nur f\u00fcr einige Wochen bleiben\u00ab, schreiben die beiden SPIEGEL-Kollegen. \u00bbIn Deutschland haben Politikerinnen und Politiker deshalb bereits gefordert, russischen Kriegsdienstverweigerern Asyl zu gew\u00e4hren.\u00ab<\/p>\n<p>Ich habe selbst den Kriegsdienst verweigert, als man in Deutschland daf\u00fcr noch sein Gewissen pr\u00fcfen lassen musste. Und ich habe gro\u00dfes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr junge Menschen, die ihr Land lieber verlassen, als dazu gezwungen zu werden, in den Krieg zu ziehen. \u00dcbrigens auch, wenn diese jungen Menschen aus der Ukraine kommen.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: \u00bbSie machen f\u00fcr niemanden eine Ausnahme\u00ab <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>2. Im ukrainischen Kriegsgebiet geht es f\u00fcr beide Seiten wohl kaum noch voran \u2013 im Winter k\u00f6nnte ein langwieriger Abnutzungskrieg bevorstehen<\/h3>\n<p>Der fr\u00fchere russische Pr\u00e4sident Dmitrij Medwedew hat heute gedroht, dass Russland im Ukrainekrieg Atomwaffen einzusetzen bereit sei. Wie am Vortag der amtierende Pr\u00e4sident und Kriegsherr Wladimir Putin k\u00fcndigte auch Medwedew nun an, dass alle Waffen in Moskaus Arsenal zur Verteidigung von Gebieten eingesetzt werden k\u00f6nnten, die Russland als Beitrittsgebiete ansieht.<\/p>\n<p>In seinem Telegram-Kanal schrieb Medwedew            , Russland f\u00fcrchte sich nicht vor \u00bbIdioten im Ruhestand mit Generalstiefeln\u00ab und \u00bbGerede \u00fcber einen Nato-Angriff auf die Krim\u00ab. Das westliche Establishment und alle B\u00fcrger der Nato-Staaten im Allgemeinen m\u00fcssten verstehen, dass Russland seinen eigenen Weg gew\u00e4hlt habe. \u00bbEs gibt keinen Weg zur\u00fcck.\u00ab<\/p>\n<p>Ich erinnere mich an meine Studentenzeit, in der viele Deutsche \u00fcber die Gefahr eines atomaren Waffeneinsatzes in einem m\u00f6glichen Konflikt zwischen den Superm\u00e4chten besorgt waren und gegen die Aufr\u00fcstung durch den sogenannten Nato-Doppelbeschluss demonstrierten. Auch ich habe damals eifrig mitdemonstriert. Knapp vier Jahrzehnte sp\u00e4ter scheint der Ukrainekrieg nun in der deutschen Bev\u00f6lkerung wieder die Angst vor einer Atomkatastrophe geweckt zu haben \u2013 bislang f\u00fcrchten sie wohl vor allem die m\u00f6glichen Folgen eines Atomkraftwerk-Beschusses. In einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Bundesamts f\u00fcr Strahlenschutz geben 63 Prozent der Befragten an, die Gefahr einer m\u00f6glichen radioaktiven Belastung durch Atomkraftwerke nach einem Unfall beunruhige sie sehr.<\/p>\n<p>Aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine berichtet mein Kollege Walter Mayr, dass viele Menschen dort den kommenden Wochen mit Sorge entgegensehen. \u00bbWir haben zu wenig Artillerie, so k\u00f6nnen wir das Kriegsger\u00e4t der Besatzer nicht zerst\u00f6ren\u00ab, sagt ein erfahrener ukrainischer K\u00e4mpfer in Walters Reportage. \u00bbSolange sich das nicht \u00e4ndert, werden wir hier nicht wirklich vorw\u00e4rtskommen.\u00ab Wie es weitergehen wird? \u00bbSicher ist nur, dass der Winter kommt.\u00ab <\/p>\n<p>Auch Milit\u00e4rexperten gehen von einem langwierigen Abnutzungskrieg aus, der in der kalten Jahreszeit im w\u00f6rtlichen Sinne zum \u00bbFrozen Conflict\u00ab werden k\u00f6nnte. Zumindest in der Gegend an der S\u00fcdfront des Krieges, aus der mein Kollege berichtet, kommt der von vielen erhoffte ukrainische Vormarsch nur z\u00e4h voran. \u00bbDie Russen haben ihre einzige nennenswerte Eroberung westlich des Dnjepr seit M\u00e4rz massiv befestigt und mit bis zu 30.000 Mann, darunter Elitetruppen, best\u00fcckt\u00ab, schreibt er. Die Offensive der ukrainischen Streitkr\u00e4fte scheint zu stocken.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Reportage: Die Furcht vorm \u00bbFrozen Conflict\u00ab <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und hier weitere Nachrichten und Hintergr\u00fcnde zum Krieg in der Ukraine:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>\u00bbWir sind besorgt und verunsichert\u00ab: <\/strong>Sie wissen, welche Folgen es haben kann, gegen Putins Regime zu protestieren \u2013 und tun es trotzdem. Warum wagten sich Russen in vielen St\u00e4dten jetzt auf die Stra\u00dfe?<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>215 Ukraine-K\u00e4mpfer gegen 55 Russen \u2013 und einen Putin-Vertrauten: <\/strong>Russland hat mehr als 200 Menschen an die Ukraine \u00fcbergeben, darunter Verteidiger des Mariupol-Stahlwerks. Im Gegenzug lie\u00df Kiew den Politiker Wiktor Medwedtschuk frei, einen Verb\u00fcndeten Putins. Der Austausch im Video.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Verteidigungsministerium beantragt 700-Millionen-Budget f\u00fcr Ukrainehilfe: <\/strong>Die milit\u00e4rische Hilfe f\u00fcr die Ukraine schl\u00e4gt auf das Budget des Wehrressorts durch. Die Regierung will daf\u00fcr nun zus\u00e4tzliches Geld \u2013 andernfalls drohe \u00bbSchaden fu\u0308r das Ansehen der Bundesrepublik\u00ab.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Hier finden Sie alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine: Das News-Update<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>3. Der Bund wird nun auch die Gazprom-Tochter Sefe verstaatlichen \u2013 wie teuer die Ma\u00dfnahmen zur Sicherung der Gasversorgung werden, ist noch unklar<\/h3>\n<p>Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich mehrmals \u00f6ffentlich gegen Staatsgelder f\u00fcr den Leipziger Gaskonzern VNG ausgesprochen. Scholz wollte offensichtlich das Land Baden-W\u00fcrttemberg als Eigent\u00fcmer des Mutterkonzerns der VNG, EnBW, und damit den gr\u00fcnen Ministerpr\u00e4sidenten Winfried Kretschmann nicht aus der Verantwortung entlassen.<\/p>\n<p>Trotzdem, so berichtet heute mein Kollege Gerald Traufetter, wird der Bund, um den Gasimporteur VNG zu sch\u00fctzen, nun die fr\u00fchere Gazprom Germania, die jetzt Securing Energy for Europe (Sefe) hei\u00dft und bereits unter Treuhandschaft des Bundes steht, verstaatlichen. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin war in Schieflage geraten, weil Russland kein Gas mehr nach Deutschland pumpt, und wird so vor einer Pleite gesch\u00fctzt \u2013 und damit auch der Konzern VNG.<\/p>\n<p>Erst am Mittwoch hatte die Bundesregierung mitgeteilt, Deutschlands gr\u00f6\u00dften Gasimporteur Uniper zu fast 100 Prozent zu \u00fcbernehmen. Der Gro\u00dfh\u00e4ndler Uniper ist Lieferant f\u00fcr mehr als hundert Stadtwerke sowie gro\u00dfe Unternehmen und spielt damit eine zentrale Rolle f\u00fcr die deutsche Gasversorgung. Das fehlende Gas muss Uniper derzeit teuer auf dem Gasmarkt einkaufen. Der Einstieg des Bundes bei Sefe dient auch der Rettung des VNG-Konzerns, der Anfang des Monats staatliche Unterst\u00fctzung nach dem Energiesicherungsgesetz beantragt hatte.<\/p>\n<p>Die Verstaatlichung der Sefe soll mit der Sicherung der nationalen Versorgungssicherheit begr\u00fcndet werden und deshalb keinerlei Entsch\u00e4digungszahlungen des Bundes f\u00fcr die russischen Eigent\u00fcmer vorsehen. Die Entscheidung macht den Weg f\u00fcr weitere Milliardenhilfen frei, vermutlich direkt aus dem Bundeshaushalt oder der Gasumlage, falls diese zum 1. Oktober starten sollte.<\/p>\n<p>\u00bbDie Konzerne VNG und Uniper, die vorwiegend Gas aus Russland importiert hatten und nun nichts mehr bekommen, m\u00fcssen f\u00fcr viele Milliarden Euro Ersatz beschaffen. Sonst bluten sie f\u00f6rmlich aus\u00ab, sagt mein Kollege Gerald. \u00bbVerhindern kann das nur der Staat. 50 Milliarden Euro k\u00f6nnte das kosten, vielleicht mehr. Weniger nur, wenn der Gaspreis sinkt.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Bund wird Gazprom-Tochter Sefe verstaatlichen <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><em>(Sie m\u00f6chten die \u00bbLage am Abend\u00ab per Mail bequem in Ihren Posteingang bekommen? Hier bestellen Sie das t\u00e4gliche Briefing als Newsletter.)<\/em><\/strong><\/p>\n<h3>Was heute sonst noch wichtig ist<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>USA wohl bald wichtigster LNG-Lieferant f\u00fcr die EU: <\/strong>Wie ersetzt man russisches Gas? K\u00fcnftig wird Fl\u00fcssiggas eine tragende Rolle spielen, h\u00e4ufig d\u00fcrfte es aus den USA kommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, in der es auch um die Preisentwicklung geht.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Erstmals mehr Katholiken als Protestanten in Nordirland: <\/strong>Religion spielte eine zentrale Rolle im Nordirlandkonflikt \u2013 nun verschieben sich die Verh\u00e4ltnisse zwischen den Konfessionen. Das k\u00f6nnte f\u00fcr die Zukunft der Region bedeutsam werden.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Selbstbestimmte Entscheidung zum Suizid muss respektiert werden: <\/strong>Vor zwei Jahren unterstrich das Bundesverfassungsgericht das Recht auf selbstbestimmtes Sterben \u2013 ein Gesetz, das Sterbehilfe regelt, gibt es bis heute nicht. Nun hat der Ethikrat sich zu dem Thema positioniert.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Diese Haferflocken sind mit Glyphosat und Schimmelpilzen belastet: <\/strong>Die Zeitschrift \u00bb\u00d6ko-Test\u00ab hat 29 Haferflockensorten untersucht. Drei Viertel von ihnen schnitten demnach gut ab.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Meine Lieblingsgeschichte heute: Nackte Br\u00fcste auf Wasserspielplatz<\/h3>\n<p>Ein Berliner Gericht hat heute begr\u00fcndet, warum es die Klage einer Frau abgewiesen hat, die wegen Diskriminierung auf Entsch\u00e4digung geklagt hatte, weil sie von Berliner Polizisten vor die Wahl gestellt worden war, entweder ihre Br\u00fcste zu bedecken oder eine sogenannte Plansche, einen Wasserspielplatz, zu verlassen. Wo M\u00e4nner mit freiem Oberk\u00f6rper geduldet sind, m\u00fcssen nackte Frauenbr\u00fcste nicht in jedem Fall hingenommen werden, so lasse sich das Urteil des Landgerichts Berlin zusammenfassen, schreibt meine Kollegin Wiebke Ramm.  <\/p>\n<p>Das Urteil war ein wenig umstritten, weil es dem Geist der Geschlechtergerechtigkeit zu widersprechen scheint, und ist doch auch ein bisschen einleuchtend. Dass nur die 38-j\u00e4hrige Frau und keiner der M\u00e4nner den Oberk\u00f6rper bedecken sollte, stellt nach \u00dcberzeugung des Gerichts keine rechtswidrige Diskriminierung dar. \u00bbDenn es lag ein hinreichender sachlicher Grund fu\u0308r die Ungleichbehandlung des Ungleichen vor\u00ab, hei\u00dft es im Urteil. Wie alle Menschen k\u00f6nne auch die Kla\u0308gerin ihre Grundrechte \u00bbnicht schrankenlos\u00ab aus\u00fcben und dabei die Rechte und Interessen anderer missachten. Es gehe um die \u00bbAbwa\u0308gung der verfassungsma\u0308\u00dfig geschu\u0308tzten Rechte aller Betroffenen\u00ab. Zu diesen schutzwu\u0308rdigen Interessen geh\u00f6re auch \u00bbdas geschlechtliche Schamgefu\u0308hl des Menschen\u00ab.<\/p>\n<p>Meine Kollegin Ariane Fries fordert in einem Kommentar zum Thema: \u00bbKommt mit nackten Br\u00fcsten endlich klar!\u00ab  Und findet: \u00bbF\u00fcr eine obenrum unbekleidete Frau, die von einem Wasserspielplatz verwiesen wurde, w\u00e4re Schadensersatz angebracht.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Berliner Gericht sieht \u00bbU\u0308berschreitung der gesellschaftlich akzeptierten Toleranzgrenze\u00ab <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was wir heute bei SPIEGEL+ empfehlen<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Wer ist der Neue in der Nationalmannschaft? <\/strong>Armel Bella Kotchap ist die neueste Entdeckung von Bundestrainer Hansi Flick f\u00fcr die Nationalelf. Der junge Abwehrspieler gilt als riesiges Talent \u2013 muss aber seine Einstellung in den Griff bekommen .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Wie Infektionen zu Alzheimer f\u00fchren k\u00f6nnen: <\/strong>Der Neurologe Michael Heneka erkl\u00e4rt, was das Immunsystem mit der Entstehung einer Demenz zu tun hat \u2013 und warum er sich Sorgen um die neurologischen Folgen der Coronapandemie macht .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Sieben Dirndl und ihre Geschichten:<\/strong> Fr\u00fcher galt es als uncool, doch inzwischen brezeln sich immer mehr Menschen f\u00fcr ihren Wiesnbesuch mit einem mehr oder weniger traditionellen Gewand auf. Hier erz\u00e4hlen sechs Frauen und eine Dragqueen, was es mit ihrem Dirndl auf sich hat .<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Trumps Tricks: <\/strong>Donald Trump und seine Kinder sollen jahrelang die Werte ihrer Immobilien falsch angegeben haben, um g\u00fcnstiger an Bankkredite zu kommen. Wie gef\u00e4hrlich ist die j\u00fcngste Klage f\u00fcr den potenziellen Pr\u00e4sidentschaftsbewerber? <\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute weniger wichtig ist<\/h3>\n<p><strong>Whenever, Whatever: Shakira, 45,<\/strong> aus Kolumbien stammende Pops\u00e4ngerin, hat sich \u00fcber ihre Trennung von dem Fu\u00dfballer <strong>Gerard Piqu\u00e9<\/strong>, 35, ge\u00e4u\u00dfert \u2013 und auch zu Steuerhinterziehungs-Vorw\u00fcrfen der spanischen Beh\u00f6rden. In einem Interview mit dem Modemagazin \u00bbElle\u00ab berichtete der Popstar, dass sie seit dem Ende der zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Beziehung mit dem beim FC Barcelona ber\u00fchmt gewordenen Spieler sehr unter der Trennung leide und sich \u00bbzerbrochen\u00ab f\u00fchle. Das Paar hat zwei S\u00f6hne. Zu den Vorw\u00fcrfen der spanischen Beh\u00f6rden, sie habe insgesamt 14,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen, sagte die S\u00e4ngerin, diese seien \u00bbfalsch\u00ab und \u00bbfrei erfunden\u00ab. Die Steuerbeamten h\u00e4tten bemerkt, dass sie mit Piqu\u00e9 \u00bbeinen Spanier gedatet habe \u2013 und begannen zu geifern\u00ab.<\/p>\n<p><strong>Tippfehler des Tages<\/strong>, inzwischen korrigiert: \u00bbSie musste gehen, w\u00e4hrend M\u00e4nner mit nacktem Oberk\u00f6rper bleiben durfen.\u00ab <\/p>\n<p><strong>Cartoon des Tages: <\/strong>Riecht es nicht etwas angekokelt hier?<\/p>\n<h3>Und heute Abend?<\/h3>\n<p>K\u00f6nnten Sie sich einen meiner Lieblingsfilme ansehen, den Film \u00bbIn the Mood for Love\u00ab, der derzeit in der Mediathek des Senders Arte pr\u00e4sentiert wird. Mein Kollege Urs Jenny hat \u00fcber das Meisterwerk des Regisseurs Wong Kar-wai aus dem Jahr 2000 geschrieben, es sei von \u00bbdelirierender Sch\u00f6nheit und visueller Magie\u00ab. Der Film ist ein Gedicht aus satten Farben und wundersch\u00f6ner Musik, unter anderem von Nat King Cole, er spielt 1962 unter Fl\u00fcchtlingen in Hongkong. Und er erz\u00e4hlt eine merkw\u00fcrdige Liebesgeschichte, die ich nie ganz begriffen habe, obwohl ich mir den Film wirklich schon \u00f6fter angeschaut habe. Das ist in diesem Fall aber nicht wichtig, selbst Christopher Doyle, der Kameramann des Films, meinte, was die Handlung angeht, reiche es zu wissen, dass es \u00bbirgendwie um Zeit und Raum und Identit\u00e4t und Einsamkeit\u00ab geht.<\/p>\n<p>Einen sch\u00f6nen Abend. Herzlich<br \/><em>Ihr Wolfgang H\u00f6bel<\/em><\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnen Sie die \u00bbLage am Abend\u00ab per Mail bestellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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