{"id":14885,"date":"2022-09-20T06:16:12","date_gmt":"2022-09-20T03:16:12","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-20-september\/"},"modified":"2022-09-20T06:16:12","modified_gmt":"2022-09-20T03:16:12","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-20-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-20-september\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Dienstag (20. September)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die russische Seite will ihre Reihen offenbar mit Straft\u00e4tern verst\u00e4rken \u2013 mit m\u00e4\u00dfigem Erfolg. In der Ostukraine sollen rasch Volksabstimmungen stattfinden. Und: deutsche Panzerhaubitzen f\u00fcr Kiew. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Die russische <strong>S\u00f6ldnertruppe Wagner<\/strong> versucht nach US-Angaben, mehr als <strong>1500 H\u00e4ftlinge als K\u00e4mpfer zu rekrutieren<\/strong>. \u00bbWir haben Informationen, laut denen Wagner in der Ukraine schwere Verluste erlitten hat. Das betrifft, wenig \u00fcberraschend, vor allem junge und unerfahrene K\u00e4mpfer\u00ab, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen namentlich nicht genannten US-Milit\u00e4r. Allerdings <strong>komme <\/strong>die S\u00f6ldnertruppe bei ihren <strong>Rekrutierungen nicht recht <\/strong>voran. Viele junge und verurteilte Straft\u00e4ter w\u00fcrden das <strong>Angebot ablehnen<\/strong>, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Die Existenz privater Milit\u00e4runternehmen hat das russische Regime lange abgestritten, S\u00f6ldnertum ist in Russland strikt verboten. Mit dem Ukrainekrieg haben sich die ohnehin schon schwer zu trennenden Grenzen zwischen regul\u00e4rem russischem Milit\u00e4r und Schattenarmeen endg\u00fcltig aufgehoben.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Die <strong>Ukraine <\/strong>will sich darauf konzentrieren, in den <strong>zur\u00fcckeroberten Gebieten schnell voranzukommen<\/strong>. Dies k\u00fcndigte der ukrainische Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj <\/strong>in einer Videoansprache an. Die ukrainischen Truppen m\u00fcssten sich weiterhin schnell bewegen, das normale Leben schnell wiederhergestellt werden. \u00bbWir tun alles, um sicherzustellen, dass die Bed\u00fcrfnisse der Ukraine auf allen Ebenen \u2013 Verteidigung, Finanzen, Wirtschaft, Diplomatie \u2013 erf\u00fcllt werden\u00ab, sagte Selenskyj. Er deutete zudem an, dass er am Mittwoch in einer <strong>Videoansprache <\/strong>vor den <strong>Vereinten Nationen <\/strong>auch die Beschleunigung von Waffenlieferungen und Hilfsleistungen anderer L\u00e4nder fordern werde.<\/p>\n<p>Der <strong>ukrainische Pr\u00e4sident <\/strong>hat zudem erneut mit der <strong>F\u00fchrung <\/strong>von <strong>Armee <\/strong>und <strong>Sicherheitsapparat<\/strong> \u00fcber die Lage im Abwehrkampf gegen die russische Invasion <strong>beraten<\/strong>. Diese Beratungen haben sich geh\u00e4uft, seit die Ukraine Anfang September zu Gegenoffensiven \u00fcbergegangen ist. Selenskyj sagte, dass die Ukraine die Lage in den befreiten Gebieten bei Charkiw im Osten fest im Griff habe. Er dankte einzelnen Brigaden seiner Armee, aber auch dem Geheimdienst SBU. Dieser trage Sorge daf\u00fcr, \u00bbdass die Besatzer sich nirgends auf ukrainischem Boden halten k\u00f6nnen\u00ab.<\/p>\n<p>Aus den <strong>Gr\u00e4bern <\/strong>nahe der ukrainischen Stadt <strong>Isjum <\/strong>sind der \u00f6rtlichen Regierung zufolge bisher <strong>146 Leichen exhumiert <\/strong>worden. \u00bbEinige der Toten weisen Anzeichen eines gewaltsamen Todes auf. Es gibt Leichen mit gefesselten H\u00e4nden und Spuren von Folter\u00ab, schrieb der Gouverneur der Region Charkiw, Oleg Sinegubow, auf Telegram. Zudem habe man die Leichen von zwei Kindern gefunden. Anwohnern zufolge kamen manche der begrabenen Menschen bei einem russischen Luftangriff ums Leben. Selenskyj zufolge wurden am Stadtrand von Isjum vermutlich insgesamt 450 Leichen begraben. Der Kreml weist die Anschuldigungen der Ukraine zur\u00fcck.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Angesichts des Vormarsches ukrainischen Truppen beginnt in den von Moskau unterst\u00fctzten <strong>Separatistengebieten Luhansk <\/strong>und <strong>Donezk <\/strong>eine <strong>Kampagne <\/strong>f\u00fcr einen <strong>schnellen Beitritt zu Russland<\/strong>. In der sogenannten Volksrepublik <strong>Luhansk <\/strong>appellierte ein \u00bbB\u00fcrgerkammer\u00ab genanntes Gremium an die \u00f6rtliche F\u00fchrung, bald eine <strong>Volksabstimmung <\/strong>\u00fcber den Anschluss abzuhalten.<\/p>\n<p>Wenig sp\u00e4ter folgte in der Volksrepublik Donezk die B\u00fcrgerkammer mit der gleichen Bitte, wie die russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Auch im Gebiet Cherson fordere die Bev\u00f6lkerung ein Referendum, sagte der von Russland eingesetzte Verwaltungschef Kirill Stremoussow.<\/p>\n<p>Vorbereitungen auf solche Volksabstimmungen laufen sowohl in den Separatisten-Republiken wie in den neu von Russland eroberten Gebieten seit L\u00e4ngerem. In Cherson waren sie wegen der ukrainischen Vorst\u00f6\u00dfe zun\u00e4chst auf den 4. November verschoben worden.<\/p>\n<p>Es sei noch zu fr\u00fch, um \u00fcber ein Datum zu sprechen, sagte der Vorsitzende der B\u00fcrgerkammer von Luhansk, Alexej Karjakin, im russischen Fernsehen. Der Hintergrund der Kampagne ist unklar. Die Volksrepubliken Donezk und Luhansk werden seit 2014 aus Moskau sehr kleinteilig gesteuert. Doch wenn dort auf einen Anschluss an Russland gedr\u00e4ngt wurde, reagierte Moskau bislang zur\u00fcckhaltend.<\/p>\n<h3><strong>Debatte \u00fcber deutsche Waffenlieferungen<\/strong><\/h3>\n<p>Die <strong>Ukraine <\/strong>soll f\u00fcr ihren <strong>Abwehrkampf <\/strong>gegen Russland von der Bundeswehr <strong>vier weitere Panzerhaubitzen <\/strong>erhalten. Die Lieferung werde unverz\u00fcglich in die Wege geleitet, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. Bei der Panzerhaubitze 2000 handelt es sich um schwere Artilleriegesch\u00fctze mit einer Reichweite bis zu 40 Kilometer. Die Lieferung soll auch ein Munitionspaket beinhalten.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung betonte, dass die Ukraine den Wunsch nach weiteren Haubitzen ge\u00e4u\u00dfert habe. \u00bbDie von Deutschland und den Niederlanden gelieferten Panzerhaubitzen 2000 haben sich im Gefecht mehr als bew\u00e4hrt\u00ab, sagte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) laut Mitteilung. \u00bbUm die Ukraine in ihrem mutigen Kampf gegen den brutalen russischen Angriff weiter zu unterst\u00fctzen, wird Deutschland diesem Wunsch nachkommen.\u00ab Mit den vier Panzerhaubitzen steige die Zahl der von Deutschland gelieferten Artilleriegesch\u00fctze auf 14.<\/p>\n<p><strong>Bundeskanzler Olaf Scholz <\/strong>(SPD) sollte seine Reise nach New York aus Sicht der<strong> Gr\u00fcnen-Au\u00dfenpolitikerin Jamila Sch\u00e4fer<\/strong> nutzen, um \u00fcber weitere <strong>Waffenlieferungen <\/strong>an die <strong>Ukraine <\/strong>zu sprechen. \u00bbBesonders glaubw\u00fcrdig kann der Bundeskanzler bei den Vereinten Nationen agieren, wenn Deutschland seiner Verantwortung in der Ukraine gerecht wird\u00ab, sagte die Chefin der bayerischen Landesgruppe der Gr\u00fcnen im Bundestag.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten Gel\u00e4ndegewinne der ukrainischen Armee h\u00e4tten bewiesen, dass die westliche Milit\u00e4rhilfe den Ausschlag geben k\u00f6nne. \u00bbOlaf Scholz ist also angehalten, in den Gespr\u00e4chen mit unseren amerikanischen Partnern unsere Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Lieferung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Kampfpanzern zu signalisieren\u00ab, sagte Sch\u00e4fer.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>S\u00e4nger <strong>Udo Lindenberg<\/strong> hat sich mit der bekannten russischen <strong>Pops\u00e4ngerin Alla Pugatschowa <\/strong>und ihrer <strong>Kritik <\/strong>an Russlands Angriffskrieg in der Ukraine <strong>solidarisiert<\/strong>. Er postete am Montagabend ein Foto von sich und Pugatschowa auf seiner Facebook-Seite und schrieb dazu, dass seine \u00bblangj\u00e4hrige Freundin und Kollegin\u00ab heftige Kritik an \u00bbPutins verbrecherischem Krieg gegen die Ukraine\u00ab \u00e4u\u00dfere.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die russische Seite will ihre Reihen offenbar mit Straft\u00e4tern verst\u00e4rken \u2013 mit m\u00e4\u00dfigem Erfolg. In der Ostukraine sollen rasch Volksabstimmungen stattfinden. Und: deutsche Panzerhaubitzen f\u00fcr Kiew. 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