{"id":14875,"date":"2022-09-19T19:56:21","date_gmt":"2022-09-19T16:56:21","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukraine-krieg-russland-soll-atomkraftwerk-attackiert-haben\/"},"modified":"2022-09-19T19:56:21","modified_gmt":"2022-09-19T16:56:21","slug":"ukraine-krieg-russland-soll-atomkraftwerk-attackiert-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukraine-krieg-russland-soll-atomkraftwerk-attackiert-haben\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Russland soll Atomkraftwerk attackiert haben"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Eine Rakete schlug in der N\u00e4he des AKW Piwdennoukrajinsk ein. Betreiber Enerhoatom spricht von \u00bbAtomterrorismus\u00ab. Selenskyj wirft Russland vor, die ganze Welt zu bedrohen. Was passiert ist \u2013 und was besch\u00e4digt wurde.  <\/p>\n<h3>Was ist \u00fcber den Einschlag bekannt?<\/h3>\n<p>In der N\u00e4he des Atomkraftwerks S\u00fcd-Ukraine ist nach Angaben des Betreibers am Montag um 00.20 Uhr (23.20 MESZ) eine Rakete eingeschlagen. In nur 300 Metern Entfernung von den Reaktoren habe es eine \u00bbheftige Explosion\u00ab gegeben, teilte der staatliche ukrainische Atomkraftwerksbetreiber Enerhoatom mit. Per Telegram             teilte Enerhoatom ein Video, das den Raketeneinschlag zeigen soll. Das AKW steht rund hundert Kilometer nordwestlich der s\u00fcdukrainischen Stadt Mykolajiw und knapp dreihundert Kilometer s\u00fcdlich der Hauptstadt Kiew.<\/p>\n<p>Durch den Einschlag seien drei Hochspannungsleitungen und eine Anlage des nahen Wasserkraftwerks besch\u00e4digt worden. Es habe einen kurzzeitigen Stromausfall gegeben. In dem AKW-Geb\u00e4ude selbst seien mehr als hundert Fenster durch die Druckwelle zerst\u00f6rt worden. Der Konzern ver\u00f6ffentlichte Fotos von einem Krater mit vier Metern Durchmesser und zwei Metern Tiefe.<\/p>\n<p>Das AKW arbeite normal weiter, hei\u00dft es. Es gebe keine Verletzten.<\/p>\n<h3>Das sagt Kiew<\/h3>\n<p>Sowohl der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj als auch Atomkraftwerksbetreiber Enerhoatom sprechen von einem russischen Angriff auf das Gel\u00e4nde des AKW.<\/p>\n<p>\u00bbEin paar hundert Meter und wir w\u00e4ren in einer ganz anderen Realit\u00e4t aufgewacht\u00ab, teilt Enerhoatom mit. Der Betreiber sowie das Verteidigungsministerium sprechen von \u00bbAtomterrorismus\u00ab. Das Verteidigungsministerium legt auf Twitter  zudem nahe, dass es nicht glaube, dass die Rakete fehlgeleitet gewesen sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Selenskyj schreibt bei Telegram : \u00bbRussland bedroht die ganze Welt. Wir m\u00fcssen es stoppen, bevor es zu sp\u00e4t ist.\u00ab<\/p>\n<p>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) hat sich bislang nicht zu dem Raketeneinschlag ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<h3>Das sagt Moskau<\/h3>\n<p>Aus Russland ist noch keine offizielle Reaktion auf die Vorw\u00fcrfe bekannt. Die russische Nachrichtenagentur Tass  berichtet ihrerseits \u00fcber einen ukrainischen Raketenangriff auf die s\u00fcdukrainische Stadt Nowaja Kachowka. Raketen seien nahe eines Wasserkraftwerks eingeschlagen. Prorussische Separatisten werfen der ukrainischen Armee zudem einen Angriff auf ein Stadtviertel der Stadt Donezk im Osten der Ukraine mit 13 Toten vor.<\/p>\n<h3>Was ist \u00fcber das AKW S\u00fcd-Ukraine bekannt?<\/h3>\n<p>Das Atomkraftwerk Piwdennoukrajinsk, seit Anfang der Achtzigerjahre in Betrieb, ist das zweitgr\u00f6\u00dfte AKW der Ukraine. Drei Reaktoren mit einer Nettoleistung von 2850 Megawatt befinden sich aktuell in Betrieb. Sie haben dasselbe Design wie die Reaktoren des gr\u00f6\u00dften ukrainischen und europ\u00e4ischen Atomkraftwerks Saporischschja.<\/p>\n<p>Bereits kurz nach Beginn des Angriffs auf die Ukraine hatten die russischen Truppen ukrainischen Angaben  zufolge versucht, das Atomkraftwerk Piwdennoukrajinsk einzunehmen. Das ukrainische Milit\u00e4r habe das aber verhindert. Enerhoatom hat seitdem aber mehrfach auf die Gefahr durch \u00fcberfliegende russische Raketen hingewiesen.<\/p>\n<h3>Und wie steht es um das AKW Saporischschja?<\/h3>\n<p>In den vergangenen Wochen hatte bereits der wiederholte Beschuss des von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerks Saporischschja im S\u00fcden der Ukraine international gro\u00dfe Besorgnis ausgel\u00f6st. Das AKW ist am vergangenen Freitag nach zweiw\u00f6chiger Unterbrechung wieder direkt an das Stromnetz angeschlossen worden. Wie die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) in Wien mitteilte, wurde eine Hauptstromleitung wiederhergestellt, mit der die Brennst\u00e4be in der Anlage gek\u00fchlt werden.<\/p>\n<p>Laut IAEA-Chef Rafael Grossi bleibt die allgemeine Lage in Saporischschja trotz der verbesserten Stromversorgung instabil. Das AKW sei zwar in den vergangenen Tagen nicht mehr beschossen worden, doch es gebe weiterhin K\u00e4mpfe im Gebiet um die Anlage. Grossi bezieht sich in seinen Berichten \u00fcber das Kraftwerk unter anderem auf Angaben von zwei IAEA-Experten, die dort als Beobachter stationiert sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Rakete schlug in der N\u00e4he des AKW Piwdennoukrajinsk ein. Betreiber Enerhoatom spricht von \u00bbAtomterrorismus\u00ab. Selenskyj wirft Russland vor, die ganze Welt zu bedrohen. 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