{"id":14739,"date":"2022-09-13T21:26:14","date_gmt":"2022-09-13T18:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukraine-russland-news-am-dienstag-olaf-scholz-telefoniert-mit-wladimir-putin\/"},"modified":"2022-09-13T21:26:14","modified_gmt":"2022-09-13T18:26:14","slug":"ukraine-russland-news-am-dienstag-olaf-scholz-telefoniert-mit-wladimir-putin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukraine-russland-news-am-dienstag-olaf-scholz-telefoniert-mit-wladimir-putin\/","title":{"rendered":"Ukraine-Russland-News am Dienstag: Olaf Scholz telefoniert mit Wladimir Putin"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Lange gab es keinen direkten Kontakt zwischen Berlin und Moskau. Nun haben der Kanzler und der Diktator wieder gesprochen \u2013 laut Regierungssprecher 90 Minuten lang. Und: Ukraine schie\u00dft eigenen Angaben zufolge iranische Drohne ab. Die News.  <\/p>\n<p><em>Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.<\/em><\/p>\n<h3>Scholz-Telefonat mit Putin \u2013 die Version des Kremls<\/h3>\n<p><strong>19.23 Uhr: <\/strong>Dass der Kreml die Informationen, die in Russland verbreitet werden, bestimmt, ist hinl\u00e4nglich bekannt. Umso interessanter ist es, die verschiedenen Themensetzungen in offiziellen Pressever\u00f6ffentlichungen zu verfolgen \u2013 wie nun nach dem ersten Telefonat zwischen Olaf Scholz und Wladimir Putin seit Mai. Scholz machte laut Regierungssprecher unter anderem deutlich, dass sich die russischen Streitkr\u00e4fte aus der Ukraine zur\u00fcckziehen sollten. Auch eine Gew\u00e4hrleistung der Sicherheit rund um das umk\u00e4mpfte Atomkraftwerk Saporischschja forderte der deutsche Regierungschef. Aus dem Kreml hie\u00df es ebenfalls, dass die Lage in Enerhodar, wo das Atomkraftwerk steht, besprochen worden sei.<\/p>\n<p>In der Mitteilung stellte der Kreml aber heraus, dass Russland ja bereit sei, ein zuverl\u00e4ssiger Energielieferant zu bleiben. Das Narrativ, die ausbleibenden Gaslieferungen \u00fcber die Ostseepipeline Nord Stream 1 l\u00e4gen an den EU-Sanktionen, streut Moskau nicht zum ersten Mal. Es gebe mit Nord Stream 2 schlie\u00dflich eine weitere, funktionierende R\u00f6hre. Der Westen hingegen wirft Putin vor, die Gaslieferungen als Druckmittel im Ukrainekrieg zu nutzen.<\/p>\n<h3>EU-Sanktionen schaden laut Borrell russischem Milit\u00e4r<\/h3>\n<p><strong>19.13 Uhr: <\/strong>Moskau gibt sich allzu viel M\u00fche, dem Westen zu zeigen, dass dessen Sanktionen gewisserma\u00dfen im Sande verlaufen. Dass es nicht ganz so ist, zeigen nun neue \u00c4u\u00dferungen des EU-Au\u00dfenbeauftragten Josep Borrell vor Abgeordneten in Stra\u00dfburg. Demnach schadeten die EU-Sanktionen                                        dem russischen Milit\u00e4r deutlich. Russland falle die Instandhaltung seiner Waffen und seiner milit\u00e4rischen Ausr\u00fcstung zunehmend schwer. Grund daf\u00fcr sei, dass etwa die H\u00e4lfte der russischen Technologie von europ\u00e4ischen Importen abh\u00e4nge. Diese Einfuhren seien jedoch aufgrund der Sanktionen zum Erliegen gekommen, sagte Borrell. Russland sei nicht mehr in der Lage \u00bbdie gro\u00dfen milit\u00e4rischen Verluste, die es erlitten habe, zu \u00fcberwinden\u00ab.<\/p>\n<h3>Scholz spricht wieder mit Putin<\/h3>\n<p><strong>18.23 Uhr:<\/strong> Erstmals seit vielen Wochen hat Bundeskanzler Olaf Scholz wieder mit dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin telefoniert. In dem 90-min\u00fctigen Gespr\u00e4ch habe Scholz darauf gedrungen, dass es so schnell wie m\u00f6glich zu einer diplomatischen L\u00f6sung des russischen Krieges in der Ukraine komme, die auf einem Waffenstillstand, einem vollst\u00e4ndigen R\u00fcckzug der russischen Truppen und Achtung der territorialen Integrit\u00e4t und Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine basiere, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit mit.<\/p>\n<h3>Uno berichtet von Problemen bei russischem Teil des Getreideabkommens<\/h3>\n<p><strong>18.10 Uhr:<\/strong> Das Getreideabkommen zwischen Russland und der Ukraine  \u2013 unter Vermittlung der Uno und T\u00fcrkei \u2013 sorgte zuletzt wiederholt f\u00fcr \u00c4rger. Wladimir Putin und sein t\u00fcrkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdo\u011fan kritisierten jeweils die Umsetzung des Abkommens, die Frachtschiffe erreichten demnach gar nicht die armen L\u00e4nder, die das Getreide so dringend ben\u00f6tigten. Die Uno r\u00e4umt nun Probleme mit dem russischen Teil ein. W\u00e4hrend die Ausfuhr von Nahrungsmitteln aus der Ukraine \u00fcber einen Korridor im Schwarzen Meer deutlich an Fahrt aufgenommen habe, stocke vor allem der Export russischer D\u00fcnger. Dies liege vor allem an Unsicherheit in der privaten Wirtschaft, dass eine Ausfuhr vermeintlich europ\u00e4ische Sanktionen gegen Russland verletzten k\u00f6nnte \u2013 dies habe zu Zur\u00fcckhaltung gef\u00fchrt.<\/p>\n<h3>Ukraine schie\u00dft eigenen Angaben zufolge iranische Drohne ab<\/h3>\n<p><strong>17.34 Uhr: <\/strong>Die Frage nach den Waffenlieferungen betrifft nicht nur die ukrainische Seite. Auch Russland ben\u00f6tigt Waffensysteme, ist international aber teilweise isoliert. Einer der Unterst\u00fctzer k\u00f6nnte Iran sein , das sagen zumindest Kiew und Washington. Das ukrainische Verteidigungsministerium hat nun eigenen Angaben zufolge einen weiteren Anhaltspunkt daf\u00fcr gefunden: Demnach habe man eine iranische Shahed-136-Drohne abgeschossen, die von russischen Streitkr\u00e4ften genutzt worden sei. Das Ministerium ver\u00f6ffentlichte Bilder der Drohne, die in der N\u00e4he der zuletzt durch die Ukraine zur\u00fcckeroberten Stadt Kupjansk \u00bbeliminiert\u00ab worden sei.<\/p>\n<p>Nach der Niederlage im Nordosten des Landes griff Russland kritische Infrastruktur ukrainischen Angaben zufolge aus der Luft an. Die Gro\u00dfstadt Charkiw ist seit dem Wochenende immer wieder ohne Stromversorgung.<\/p>\n<h3>Putin und Xi sprechen laut Kreml \u00fcber Ukraine und Taiwan<\/h3>\n<p><strong>16.55 Uhr:<\/strong> Ablenkung vor dem milit\u00e4rischen Desaster im ukrainischen Osten  findet Wladimir Putin im Russland-China-Gipfel in Usbekistan am Donnerstag. Wie der Kreml nun mitteilte, werde es in dem Gespr\u00e4ch um die Ukraine und Taiwan gehen, das Treffen sei angesichts der geopolitischen Lage \u00bbvon besonderer Bedeutung\u00ab. Wie wichtig das Treffen auch f\u00fcr den russischen Verb\u00fcndeten China ist, zeigt, dass Staatschef Xi Jinping daf\u00fcr erstmals seit mehr als zwei Jahren das Land verlassen wird. Einer der Berater Putins, Juri Uschakow, sagte in Moskau, Moskau sch\u00e4tze die chinesische Haltung in der \u00bbUkrainekrise\u00ab, wie er den Angriffskrieg bezeichnete.<\/p>\n<p>China verstehe die Gr\u00fcnde f\u00fcr Russlands selbst ernannten \u00bbSpezialoperation\u00ab, sagte Uschakow. Eine m\u00f6gliche Anspielung auf die Lage in der Taiwanstra\u00dfe , wo China die Unabh\u00e4ngigkeit der demokratischen Republik anzweifelt.<\/p>\n<h3>Verteidigungsministerium spricht von 3800 befreiten Quadratkilometern in Region Charkiw<\/h3>\n<p><strong>16.24 Uhr: <\/strong>Die ukrainische Gegenoffensive im Nordosten war das bestimmende Thema der vergangenen Tage . Nun teilte die stellvertretende Verteidigungsministerin Hanna Malyar mit, dass seit dem Start der Operation in der vergangenen Woche insgesamt 3800 Quadratkilometer in der Oblast Charkiw zur\u00fcckerobert worden seien. Malyar sprach im ukrainischen Fernsehen live aus der zur\u00fcckeroberten Stadt Balaklija, in der ukrainische Truppen am Samstag die ukrainische Flagge gehisst hatten. Laut Malyar seien 300 Siedlungen und etwa 150.000 Einwohnerinnen und Einwohner befreit worden.<\/p>\n<p>Auch eine Warnung an die verbliebenen russischen Kr\u00e4fte in der Region sprach Malyar aus: \u00bbDie Operation geht weiter. Ihr Ziel ist die vollst\u00e4ndige Befreiung der Region Charkiw. Wir glauben, dies wird in naher Zukunft passieren.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Fast 180.000 ukrainische Kinder an deutschen Schulen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>15.22 Uhr:<\/strong> Die Zahl der ukrainischen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an deutschen Schulen ist weiter gestiegen. Die Bundesl\u00e4nder meldeten f\u00fcr die am Sonntag zu Ende gegangene 36. Kalenderwoche 179.218 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine an den Schulen, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl damit um 6431 an. Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg ver\u00f6ffentlichten wegen der Sommerferien noch keine aktuellen Zahlen. Die von der KMK angegebenen Sch\u00fclerzahlen beziehen sich auf allgemeinbildende Schulen und Berufsschulen.<\/p>\n<h3><strong>Russland meldet massive Angriffe auf ukrainische Streitkr\u00e4fte an allen Fronten<\/strong><\/h3>\n<p><strong>14.23 Uhr: <\/strong>Die russische Armee hat eigenen Angaben zufolge die ukrainischen Streitkr\u00e4fte an allen Frontlinien massiv bombardiert. \u00bbDie Luft- und Raketen-Streitkr\u00e4fte sowie die russische Artillerie f\u00fchren in allen Einsatzgebieten massive Angriffe gegen Einheiten der ukrainischen Streitkr\u00e4fte aus\u00ab, teilte das russische Verteidigungsministerium in seinem t\u00e4glichen Bericht mit. Explizit genannt wurden Angriffe bei Slowjansk, Konstantinowka und Bachmut im Osten der Ukraine, in den Regionen Mykolajiw und Saporischschja im S\u00fcden sowie in Charkiw im Nordosten.<\/p>\n<p>Der Kreml beschuldigte Kiew, Einwohner der zur\u00fcckeroberten Gebiete zu misshandeln (die Ukraine wiederum spricht davon, in einer zur\u00fcckeroberten Ortschaft vier Leichen mit \u00bbSpuren von Folter\u00ab entdeckt zu haben, siehe Eintrag von 8.40 Uhr). Kreml-Sprecher Dmitri Peskow behauptete, es gebe \u00bbviele Strafaktionen gegen die Einwohner der Region Charkiw, Menschen werden gefoltert, misshandelt\u00ab. Auf Videoaufnahmen der vergangenen Tage aus zur\u00fcckeroberten Gebieten war hingegen zu sehen, wie Bewohnerinnen und Bewohner ukrainische Soldaten freudig begr\u00fc\u00dfen:<\/p>\n<h3><strong>Zu wenige Schlafpl\u00e4tze \u2013 St\u00e4dtetag fordert Fl\u00fcchtlingsgipfel<\/strong><\/h3>\n<p><strong>13.56 Uhr:<\/strong> Der Deutsche St\u00e4dtetag hat die Bundesregierung aufgefordert, so schnell wie m\u00f6glich einen neuen Fl\u00fcchtlingsgipfel mit L\u00e4ndern und Kommunen einzuberufen. Dort m\u00fcsse dann \u00fcber eine faire Verteilung gesprochen werden, sagte der Pr\u00e4sident des kommunalen Spitzenverbandes, M\u00fcnsters Oberb\u00fcrgermeister Markus Lewe (CDU). Aus Sicht des St\u00e4dtetages ist es alarmierend, dass sich immer mehr Bundesl\u00e4nder f\u00fcr die Aufnahme ukrainischer Kriegsfl\u00fcchtlinge sperren lassen. Dadurch funktioniere die Verteilung der Gefl\u00fcchteten nicht mehr, sagte Lewe. Der Bund m\u00fcsse rasch eingreifen und koordinieren.<\/p>\n<p>Derzeit haben nach Auskunft des Bundesinnenministeriums 9 der 16 Bundesl\u00e4nder eine Sperre im Erstverteilungssystem aktiviert. Der St\u00e4dtetag rechnet damit, dass die Zahl der Fl\u00fcchtlinge aus der Ukraine mit Beginn der kalten Jahreszeit steigen wird. Zudem sei absehbar, dass manche Ukrainerinnen und Ukrainer, die bereits in Deutschland seien, nicht l\u00e4nger in privaten Haushalten bleiben k\u00f6nnten und dann staatlich untergebracht werden m\u00fcssten.<\/p>\n<h3>Ukrainischer Au\u00dfenminister wirft Deutschland \u00bbabstrakte \u00c4ngste und Ausreden\u00ab vor<\/h3>\n<p><strong>13.16 Uhr:<\/strong> Der ukrainische Au\u00dfenminister Dmytro Kuleba h\u00e4lt Deutschland vor, Kiews Bitten um Leopard-Panzer und Marder-Sch\u00fctzenpanzer zu ignorieren. \u00bbEntt\u00e4uschende Signale aus Deutschland, w\u00e4hrend die Ukraine jetzt Leopards und Marder braucht \u2013 um die Menschen zu befreien und sie vor einem V\u00f6lkermord zu bewahren\u00ab, schrieb Kuleba auf Twitter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lange gab es keinen direkten Kontakt zwischen Berlin und Moskau. Nun haben der Kanzler und der Diktator wieder gesprochen \u2013 laut Regierungssprecher 90 Minuten lang. 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