{"id":14725,"date":"2022-09-13T06:36:23","date_gmt":"2022-09-13T03:36:23","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-13-september\/"},"modified":"2022-09-13T06:36:23","modified_gmt":"2022-09-13T03:36:23","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-13-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-13-september\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Dienstag (13. September)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Gegenoffensive der Ukraine macht laut US-Angaben \u00bbbedeutende Fortschritte\u00ab. In den befreiten Gebieten werden offenbar grausige Funde gemacht. Und: Krim will proukrainische Lieder verbieten. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Viele der <strong>russischen Soldaten<\/strong>, die sich auf dem <strong>R\u00fcckzug aus dem Gro\u00dfraum Charkiw<\/strong> befinden, haben nach Einsch\u00e4tzung der US-Armee die <strong>Ukraine verlassen<\/strong>. Gro\u00dfe Teile dieser Truppen h\u00e4tten die Grenze \u00fcberquert und seien nach Russland zur\u00fcckgekehrt, sagte ein hochrangiger US-Milit\u00e4rvertreter. Die Ukraine habe umfangreiche Gel\u00e4ndegewinne in der N\u00e4he von Charkiw erzielt. Zahlen nannte der US-Vertreter nicht.<\/p>\n<p>US-Au\u00dfenminister <strong>Antony Blinken<\/strong> bescheinigte den ukrainischen Streitkr\u00e4ften bei ihrer <strong>Gegenoffensive \u00bbbedeutende Fortschritte\u00ab<\/strong>. \u00bbIhr Vorgehen war sehr systematisch geplant und wurde nat\u00fcrlich von den Vereinigten Staaten und vielen anderen L\u00e4ndern unterst\u00fctzt, um sicherzustellen, dass die Ukraine \u00fcber die Ausr\u00fcstung verf\u00fcgt, die sie zur Durchf\u00fchrung dieser Gegenoffensive ben\u00f6tigt\u00ab, sagte Blinken auf einer Pressekonferenz in Mexiko. Die ukrainische Offensive gegen die russischen Streitkr\u00e4fte befinde sich noch im <strong>Anfangsstadium<\/strong>, es seien aber bereits bedeutende Fortschritte erzielt worden. Angesichts der <strong>Verluste<\/strong>, die <strong>Russland <\/strong>erlitten habe, kann und sollte Russland dem Ganzen ein Ende setzen.<\/p>\n<p>Die <strong>ukrainischen Truppen <\/strong>durchsuchen die zur\u00fcckeroberten Gebiete im Osten nach <strong>Kollaborateuren <\/strong>der russischen Besatzungsmacht. Au\u00dferdem w\u00fcrden <strong>Minen <\/strong>ger\u00e4umt, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht am Montagabend mit. Er machte keine weiteren Angaben zum Vordringen der Ukrainer, die die russischen Truppen im Gebiet Charkiw weitgehend in die Flucht geschlagen haben. Fotos zeigten ukrainische Soldaten am Montag in Sjwatohirsk im Gebiet Donezk. Eine Best\u00e4tigung f\u00fcr die Einnahme der Stadt mit einem wichtigen orthodoxen Kloster gab es nicht.<\/p>\n<p>Der Generalstab berichtete von K\u00e4mpfen am Montag fast entlang der gesamten Frontlinie im Osten. Mehrere Angriffe der russischen Armee seien abgewehrt worden. Die eigene Luftwaffe und Artillerie habe mehrere russische Kommandopunkte und Depots zerst\u00f6rt. Die Milit\u00e4rangaben waren nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfbar.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Die Ukraine hat nach Angaben von Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj<\/strong> bei ihrer Gegenoffensive seit Anfang September <strong>6000 Quadratkilometer <\/strong>besetzter Gebiete <strong>zur\u00fcckerobert<\/strong>. Die Soldaten h\u00e4tten diese Fl\u00e4che im S\u00fcden und im Osten \u00bbbefreit\u00ab und w\u00fcrden \u00bbweiter voranschreiten\u00ab, sagte Selenskyj am Montag in seiner abendlichen Videoansprache.<\/p>\n<p>Die ukrainischen Beh\u00f6rden haben in einer zur\u00fcckeroberten Ortschaft im Osten der Ukraine nach eigenen Angaben vier <strong>Leichen <\/strong>mit <strong>\u00bbSpuren von Folter\u00ab<\/strong> entdeckt. Erste Ermittlungen wiesen darauf hin, dass die in Salisnytschne in der Region Charkiw gefundenen Menschen \u00bbvon russischen Soldaten w\u00e4hrend der Besetzung des Ortes\u00ab get\u00f6tet worden seien, schrieb die regionale Staatsanwaltschaft am Montag bei Facebook.<\/p>\n<p>Drei der Leichen seien auf Privatgrundst\u00fccken gefunden worden, eine auf einem Fabrikgel\u00e4nde nahe dem Bahnhof. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die Beh\u00f6rden nach der ukrainischen R\u00fcckeroberung mehrerer Ortschaften Hinweise auf die T\u00f6tung mehrerer B\u00fcrger durch russische Soldaten erreicht.<\/p>\n<p>Die Leichen w\u00fcrden nun durch Rechtsmediziner untersucht, erkl\u00e4rte die Strafverfolgungsbeh\u00f6rde weiter. Es werde wegen Mordes und \u00bbVerst\u00f6\u00dfen gegen das Kriegsrecht\u00ab ermittelt.<\/p>\n<p>Nach russischen <strong>Raketentreffern<\/strong> auf die <strong>Stromversorgung<\/strong> in der Ukraine fordert Pr\u00e4sident Selenskyj eine schnellere Lieferung von <strong>Luftabwehrwaffen<\/strong>. Die Hilfe internationaler Partner f\u00fcr die Ukraine m\u00fcsse aufgestockt werden, sagte er am Montag. \u00bbGemeinsam k\u00f6nnen wir den russischen Terror \u00fcberwinden.\u00ab<\/p>\n<p>Russische Raketentreffer auf ein Kraftwerk bei Charkiw hatten am Sonntagabend gro\u00dfe Teile des Stromnetzes in der Ostukraine zeitweise lahmgelegt. \u00bbHunderttausende Ukrainer fanden sich im Dunkeln wieder \u2013 ohne Strom. H\u00e4user, Krankenh\u00e4user, Schulen, kommunale Infrastruktur\u00ab, sagte Selenskyj. \u00bbRussische Raketen treffen genau jene Objekte, die absolut nichts mit der Infrastruktur der Streitkr\u00e4fte unseres Landes zu tun haben.\u00ab Er deutete den Beschuss als Rache f\u00fcr den Vormarsch der ukrainischen Armee.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Die F\u00fchrung der von Russland annektierten Halbinsel <strong>Krim <\/strong>will das Verwenden <strong>proukrainischer Slogans <\/strong>und das Singen russlandkritischer <strong>Lieder unterbinden<\/strong>. Es seien Videos mit solchen Vorf\u00e4llen bei offiziellen Veranstaltungen aufgetaucht, sagte Krim-Verwaltungschef Sergej Aksjonow am Montag in Simferopol.<\/p>\n<p>Wer so etwas organisiere oder dabei mitmache, solle zur Verantwortung gezogen und entlassen werden, schrieb Aksjonow auf Telegram. Er drohte auch mit \u00bbanderen Ma\u00dfnahmen im Rahmen der Gesetzgebung\u00ab. Ein solches Verhalten sei \u00bbVerrat am eigenen Land\u00ab, schrieb er. Wer die Ukraine unterst\u00fctze, solle dorthin ausreisen.<\/p>\n<p>Im Internet kursieren nicht verifizierte Videos, die angeblich bei sommerlichen Konzerten auf der Krim gedreht wurden. Darauf werden auf Ukrainisch Antikriegslieder ukrainischer K\u00fcnstler gesungen, deren Musik in Russland verboten ist. Es ist nicht zu erkennen, ob dies aus Unkenntnis oder als bewusster politischer Protest geschah.<\/p>\n<h3><strong>Lage am Atomkraftwerk Saporischschja<\/strong><\/h3>\n<p>Das von russischen Truppen besetzte <strong>AKW Saporischschja<\/strong> in der Ukraine ist wieder <strong>an zwei Reservestromleitungen angeschlossen<\/strong>. So k\u00f6nne eine Leitung das K\u00fchlsystem der abgeschalteten Reaktoren versorgen, die zweite sei in Reserve, teilte die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) in Wien am Montagabend mit. Der sechste und letzte Reaktor sei heruntergefahren worden und ben\u00f6tige nun weniger Strom zur K\u00fchlung.<\/p>\n<p>Trotzdem bleibe die <strong>Lage <\/strong>in und um das gr\u00f6\u00dfte Kernkraftwerk Europas mitten im Kampfgebiet <strong>prek\u00e4r<\/strong>, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi der Mitteilung zufolge. Die vier Hauptleitungen seien zerst\u00f6rt, das Kraftwerk liefere keinen Strom. \u00bbEine nukleare Schutz- und Sicherheitszone ist dringend erforderlich\u00ab, sagte er. Er habe dar\u00fcber die ersten Konsultationen mit allen Beteiligten gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das AKW und sein Umfeld werden seit Wochen immer wieder beschossen, wof\u00fcr Russen und Ukrainer sich gegenseitig verantwortlich machen. Die IAEA hat die Sch\u00e4den am Kraftwerk inspiziert und will m\u00f6glichst eine Sicherheitszone um die Anlage einrichten.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Gr\u00fcnenchef Omid Nouripour<\/strong> hat f\u00fcr eine <strong>zur\u00fcckhaltende Genehmigung <\/strong>deutscher <strong>R\u00fcstungsexporte <\/strong>pl\u00e4diert. \u00bbDie Gro\u00dfe Koalition hat Exportzahlen teilweise genehmigt bei R\u00fcstungsg\u00fctern, die wir nicht gut fanden\u00ab, sagte er am Montag im ZDF-\u00bbheute journal\u00ab mit Blick auf die schwarz-rote Vorg\u00e4ngerregierung. Die Zahlen seien auch von vielen in der SPD zu Recht kritisiert worden. \u00bbUnd wir wollen von diesen Zahlen runter\u00ab, sagte Nouripour. \u00bbBei aller Notwendigkeit, der Ukraine beizustehen, m\u00fcssen wir bei R\u00fcstungsexporten immer wieder schauen, wie sie zu n\u00e4chsten Konflikten f\u00fchren k\u00f6nnen. Und deshalb gilt es, restriktiv damit umzugehen.\u00ab<\/p>\n<p>Dagegen pl\u00e4dierte sein <strong>Parteikollege Anton<\/strong> <strong>Hofreiter <\/strong>f\u00fcr eine z\u00fcgige <strong>Lieferung <\/strong>von deutschen <strong>Leopard<\/strong>&#8211;<strong>Kampfpanzern <\/strong>an die Ukraine. \u00bbWir kommen \u00fcber kurz oder lang nicht umhin, der Ukraine moderne, westliche Kampfpanzer zu liefern\u00ab, sagte er der Mediengruppe Bayern. Russland habe die ukrainische R\u00fcstungsindustrie in gro\u00dfen Teilen zerst\u00f6rt. Gleichzeitig b\u00f6ten die alten sowjetischen Panzer einen schlechten Schutz gegen\u00fcber russischen Angriffen. \u00bbIch finde, wir sollten so schnell wie m\u00f6glich Leopard-Kampfpanzer liefern, um zu verhindern, dass ukrainische Soldaten unn\u00f6tig sterben.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Wirtschaftliche Konsequenzen<\/strong><\/h3>\n<p>Die <strong>EU-L\u00e4nder <\/strong>k\u00f6nnen einem hochrangigen Beamten zufolge <strong>225 Milliarden Euro<\/strong> an ungenutzten <strong>Krediten<\/strong> aus dem <strong>EU-Wiederaufbaufonds <\/strong>zur Bew\u00e4ltigung der Energieprobleme in Anspruch nehmen. \u00bbDie Mitgliedstaaten k\u00f6nnen Darlehen beantragen, um zus\u00e4tzliche Investitionen und Reformen zu finanzieren \u2013 auch die bereits geplanten\u00ab, erkl\u00e4rte der Vizepr\u00e4sident der Europ\u00e4ischen Kommission, Valdis Dombrovskis, am Montag. Die Kredite k\u00f6nnten unter anderem zur <strong>Verringerung <\/strong>der <strong>Abh\u00e4ngigkeit <\/strong>von <strong>russischem \u00d6l <\/strong>verwendet werden. Zudem k\u00f6nnten die Regierungen bereits genehmigte Ausgabenpl\u00e4ne \u00e4ndern, da der Krieg in der Ukraine die Umst\u00e4nde ver\u00e4ndert habe, unter denen die urspr\u00fcnglichen Genehmigungen ausgestellt wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gegenoffensive der Ukraine macht laut US-Angaben \u00bbbedeutende Fortschritte\u00ab. In den befreiten Gebieten werden offenbar grausige Funde gemacht. Und: Krim will proukrainische Lieder verbieten. Das geschah in der Nacht. 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