{"id":14701,"date":"2022-09-12T05:35:56","date_gmt":"2022-09-12T02:35:56","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-12-september\/"},"modified":"2022-09-12T05:35:56","modified_gmt":"2022-09-12T02:35:56","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-12-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-montag-12-september\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Montag (12. September)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die ukrainische Armee berichtet von gro\u00dfen Gel\u00e4ndegewinnen. US-Ministerin warnt vor steigenden Spritpreisen. Und: Laut Umfrage ist die Mehrheit der Deutschen zu Verzicht wegen Sanktionen bereit. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/h3>\n<p>In weiten Teilen der <strong>Ostukraine<\/strong> ist am Sonntagabend der <strong>Strom ausgefallen<\/strong>. Kiew machte russische Angriffe auf Infrastruktur f\u00fcr die Blackouts verantwortlich. Zuvor hatte die Ukraine die R\u00fcckeroberung weiterer russisch besetzter Gebiete im Osten des Landes gemeldet. Im besetzten Atomkraftwerk Saporischschja wurde laut der Betreiberfirma der letzte Reaktor vom Stromnetz getrennt. (Mehr zu den Blackouts in der Ukraine erfahren Sie hier.)<\/p>\n<h3>Das sagt Kiew<\/h3>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj<\/strong> hat sich angesichts des mittlerweile seit <strong>200 Tagen andauernden Kriegs<\/strong> bei seinen Landsleuten f\u00fcr die Verteidigung der Heimat <strong>bedankt<\/strong>. \u00bbIn diesen 200 Tagen haben wir viel erreicht, aber das Wichtigste und damit das Schwierigste liegt noch vor uns\u00ab, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache in der Nacht zum Montag.<\/p>\n<p>Er bedankte sich unter anderem bei den ukrainischen Bodentruppen, der Luftwaffe, den Seestreitkr\u00e4ften \u2013 und bei allen, die in diesen Tagen \u00bbdie Geschichte der Unabh\u00e4ngigkeit, die Geschichte des Sieges, die Geschichte der Ukraine\u00ab schrieben.<\/p>\n<p>Nach seinen Worten haben ukrainische Streitkr\u00e4fte die strategisch wichtige Stadt Isjum im Osten des Landes zur\u00fcckerobert. Die Armee habe \u00bbHunderte unserer St\u00e4dte und D\u00f6rfer befreit\u00ab, zuletzt die St\u00e4dte Isjum, Balaklija und Kupjansk, sagte Selenskyj.<\/p>\n<p>Die <strong>russische Armee <\/strong>hatte am Samstag <strong>\u00fcberraschend <\/strong>den <strong>Abzug <\/strong>ihrer <strong>Truppen <\/strong>aus Gebieten im Osten der Ukraine angek\u00fcndigt, darunter die Gebiete um Balaklija und Isjum. Nach russischer Darstellung werden die Truppen weiter s\u00fcdlich verlegt, um die russischen Streitkr\u00e4fte in der Region Donezk zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Milit\u00e4rexperten sehen eine R\u00fcckeroberung von Isjum durch die Ukraine als einen <strong>schweren R\u00fcckschlag<\/strong> f\u00fcr die russische Armee im Osten der Ukraine.<\/p>\n<p>Die Ukraine hatte in den vergangenen Tagen die R\u00fcckeroberung von mindestens 30 Ortschaften in der \u00f6stlichen Region Charkiw gemeldet. Demnach gelang es den ukrainischen Streitkr\u00e4ften unter anderem, die f\u00fcr den Nachschub der russischen Truppen wichtige und schon zu Beginn des russischen Angriffskriegs besetzte ostukrainische Stadt Kupjansk zur\u00fcckzuerobern. Auf vom ukrainischen Milit\u00e4r ver\u00f6ffentlichten Bildern waren Kisten mit von russischen Truppen zur\u00fcckgelassener Munition sowie verlassene Milit\u00e4rfahrzeuge zu sehen.<\/p>\n<p>Selenskyj selbst bezeichnet die <strong>Gegenoffensive <\/strong>im Gro\u00dfraum Charkiw als <strong>m\u00f6glichen Durchbruch <\/strong>in dem monatelangen Krieg mit Russland. Im Winter k\u00f6nnten die ukrainischen Streitkr\u00e4fte weitere Gel\u00e4ndegewinne erzielen, falls Kiew mehr leistungsstarke Waffen erhalte, sagt Selenskyj. Die ukrainische Armee werde weitere Fortschritte machen. \u00bbWir werden nicht still stehen\u00ab, sagte er in einem Interview mit dem Sender CNN, das am Freitag aufgezeichnet wurde.<\/p>\n<h3>Wirtschaftliche Konsequenzen<\/h3>\n<p>Die <strong>Bereitwilligkeit <\/strong>in <strong>Deutschland<\/strong>, wegen der Sanktionen gegen Russland <strong>Verzicht zu \u00fcben<\/strong>, ist einer Umfrage zufolge weiterhin hoch. 53 Prozent der Deutschen geben an, verzichten zu wollen, um die Sanktionen gegen Russland zu tragen. Das geht aus einer repr\u00e4sentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Zeitung \u00bbAugsburger Allgemeine\u00ab hervor. Grunds\u00e4tzlichen Verzicht lehnen dagegen 42 Prozent der Befragten ab. Der Rest ist unentschlossen. Trotz der Unw\u00e4gbarkeiten zeigen sich laut der Umfrage vor allem die <strong>W\u00e4hler von Gr\u00fcnen <\/strong>und <strong>SPD verzichtbereit<\/strong>. Im Lager der Gr\u00fcnen sind es mehr als neun von zehn Befragten. Eher gespalten ist in dieser Frage die Anh\u00e4ngerschaft der Union. Unter Sympathisanten von FDP, Linke und AfD spricht sich jeweils eine Mehrheit gegen Verzicht aus.<\/p>\n<p>Der <strong>deutsche Industrieverband BDI<\/strong> hat die <strong>Bundesregierung <\/strong>aufgefordert, nicht an den Auswirkungen der <strong>Energiekrise <\/strong>herumzudoktern, sondern sich auf deren <strong>Ursache<\/strong> zu konzentrieren: die hohen Gas- und Strompreise. \u00bbWir k\u00f6nnen mit allen Steuergeldern es nicht schaffen, diese <strong>Kostenlawine <\/strong>hinten auszugleichen, wenn die Kosten schon entstanden sind. Wir m\u00fcssen alles daf\u00fcr tun, dass Energie wieder billiger wird\u00ab, sagte BDI-Pr\u00e4sident Siegfried Russwurm am Sonntag im ZDF-\u00bbheute journal\u00ab.<\/p>\n<p>Die Energiepreise seien noch mit zu vielen Steuern und Abgaben belegt. \u00bbNetzkosten von den Energiepreisen wegnehmen \u2013 auch das hilft den Unternehmen\u00ab, erkl\u00e4rte er. Zudem m\u00fcsse das Stromangebot erh\u00f6ht werden. Dazu m\u00fcssten alle verf\u00fcgbaren Stromproduktionsst\u00e4tten genutzt werden, sagte er, ohne allerdings direkt mehr Atomkraftnutzung zu verlangen.<\/p>\n<p>\u00bbEs ist allerh\u00f6chste Not in der deutschen Wirtschaft.\u00ab Es treffe gro\u00dfe Unternehmen wie kleine, energieintensive ebenso wie weniger energieintensive. Zwar h\u00e4tten die Unternehmen Reserven. Aber selbst Firmen mit wenig Energieverbrauch in einem Volumen von beispielsweise zwei Prozent ihrer Kosten k\u00f6nnten eine Veracht- oder Verneunfachung nicht auffangen.<\/p>\n<p><strong>US-Finanzministerin Janet Yellen<\/strong> warnt die amerikanische Bev\u00f6lkerung vor <strong>steigenden Benzinpreisen <\/strong>im Winter. Dazu k\u00f6nnte es kommen, wenn die Europ\u00e4ische Union ihre K\u00e4ufe von russischem \u00d6l massiv reduziere, sagte Yellen am Sonntag dem Sender CNN. Es gebe ein Risiko, dass die Preise stiegen. Jedoch arbeite der Westen an einer Preisobergrenze f\u00fcr \u00d6l, um das Problem zu l\u00f6sen. Die sieben f\u00fchrenden Industrienationen wollen eine <strong>Preisobergrenze f\u00fcr russisches \u00d6l<\/strong> einf\u00fchren. Russland erzielt gegenw\u00e4rtig hohe Gewinne aus dem Export von Rohstoffen wie \u00d6l. Dem will der Westen entgegentreten. Die Gruppe westlicher Demokratien \u2013 bestehend aus Deutschland, Frankreich, Italien, Gro\u00dfbritannien, den USA, Kanada und Japan \u2013 wollen Dienstleistungen und Finanzierungen rund um russische \u00d6llieferungen nur noch erlauben, wenn ein bestimmtes Preisniveau f\u00fcr das \u00d6l nicht \u00fcberschritten wird.<\/p>\n<p><strong>Indonesiens Pr\u00e4sident <\/strong>Joko Widodo zieht einem Zeitungsbericht zufolge angesichts der steigenden Energiekosten <strong>den Kauf von russischem \u00d6l <\/strong>in Betracht. \u00bbWir pr\u00fcfen alle Optionen. Wenn es ein Land gibt, das einen besseren Preis bietet, dann nat\u00fcrlich\u00ab, sagte Widodo der \u00bbFinancial Times\u00ab auf die Frage, ob Indonesien \u00d6l aus Russland beziehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die <strong>Botschafterin <\/strong>der <strong>USA <\/strong>in <strong>Deutschland<\/strong>, <strong>Amy Gutmann<\/strong>, hat die Bundesregierung aufgefordert, den Abwehrkampf der Ukraine gegen Russland noch<strong> st\u00e4rker zu unterst\u00fctzen<\/strong>. Sie begr\u00fc\u00dfe und bewundere sehr, was die Deutschen f\u00fcr die Ukraine t\u00e4ten, sagte Gutmann am Sonntagabend in der ZDF-Sendung \u00bbBerlin direkt\u00ab. \u00bbDennoch: Meine Erwartungen sind noch h\u00f6her an Deutschland.\u00ab (Mehr dazu erfahren Sie hier.)<\/p>\n<h3>Was heute passiert<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Russische B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger <\/strong>profitieren <strong>nicht mehr<\/strong> von einer erleichterten <strong>Visa-Vergabe f\u00fcr Reisen nach Deutschland<\/strong> und in andere Staaten des Schengen-Raums. Das zwischen der EU und Russland geschlossene Abkommen zur Erleichterung der Visa-Vergabe ist nach einem Beschluss der EU-Staaten von vergangener Woche f\u00fcr russische Staatsb\u00fcrger nun komplett ausgesetzt.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ukrainische Armee berichtet von gro\u00dfen Gel\u00e4ndegewinnen. US-Ministerin warnt vor steigenden Spritpreisen. 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