{"id":14693,"date":"2022-09-11T21:06:00","date_gmt":"2022-09-11T18:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukraine-meldet-weitere-gelandegewinne-bei-gegenoffensive\/"},"modified":"2022-09-11T21:06:00","modified_gmt":"2022-09-11T18:06:00","slug":"ukraine-meldet-weitere-gelandegewinne-bei-gegenoffensive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ukraine-meldet-weitere-gelandegewinne-bei-gegenoffensive\/","title":{"rendered":"Ukraine meldet weitere Gel\u00e4ndegewinne bei Gegenoffensive"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Im Kampf gegen die russischen Besatzer macht die Ukraine offenbar weiter Fortschritte. Vor allem von Charkiw aus sto\u00dfen die Truppen vor. Pr\u00e4sident Selenskyj sagt: \u00bbDer Winter kann zur schnellen Befreiung des Landes f\u00fchren.\u00ab  <\/p>\n<p>Die Ukraine hat nach eigenen Angaben am Sonntag weitere russisch besetzte Gebiete im Osten des Landes zur\u00fcckerobert. \u00bbDie Befreiung von Ortschaften in den Distrikten <strong>Kupjansk <\/strong>und <strong>Isjum <\/strong>ist im Gang\u00ab, schrieben ukrainische Streitkr\u00e4fte in einem Lagebericht.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Heeresleitung weiten die Streitkr\u00e4fte ihre Offensive vom Gro\u00dfraum <strong>Charkiw <\/strong>im Nordosten des Landes aus. Gel\u00e4ndegewinne habe es vor allem um die zweitgr\u00f6\u00dfte ukrainische Stadt gegeben, wo die Streitkr\u00e4fte bis zu 50 Kilometer an die russische Grenze heranger\u00fcckt seien, teilte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkr\u00e4fte, Walerij Saluschnyj, am Sonntag mit. \u00bbVon Charkiw aus sind wir nicht nur Richtung S\u00fcden und Osten vorger\u00fcckt, sondern auch nach Norden.\u00ab<\/p>\n<p>Die Kremltruppen zogen bereits aus Krupjansk und Isjum ab, danach folgten weitere Orte wie <strong>Tschkalowske <\/strong>und <strong>Bilohoriwka<\/strong>. Das zeigen Bilder von vor Ort und Berichte russischer Kriegsblogger. Aus verschiedenen Orten wie <strong>Lyssytschansk <\/strong>und <strong>Liman <\/strong>werden K\u00e4mpfe gemeldet. Diese Angaben lassen sich nur schwer \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj pries den russischen R\u00fcckzug aus Isjum gut 120 Kilometer s\u00fcd\u00f6stlich von Charkiw als Durchbruch in dem seit sechs Monaten andauernden russischen Angriffskrieg. Dieser Winter k\u00f6nne weitere schnelle Gel\u00e4ndegewinne bringen f\u00fcr die Ukraine, vor allem wenn die Streitkr\u00e4fte weiterhin mit schweren Waffen versorgt w\u00fcrden. Der Fall von Isjum ist die gr\u00f6\u00dfte Niederlage f\u00fcr das russische Milit\u00e4r, seit es aus dem Gebiet um die Hauptstadt Kiew zur\u00fcckgeschlagen wurde.<\/p>\n<p>\u00bbIch glaube, dieser Winter ist der Wendepunkt, und er kann zur schnellen Befreiung der Ukraine f\u00fchren\u00ab, sagte Selenskyj am sp\u00e4ten Samstagabend. \u00bbWir sehen, wie sie in einige Richtungen fliehen\u00ab, so der Pr\u00e4sident mit Blick auf die russischen Streitkr\u00e4fte. \u00bbWenn wir noch ein bisschen st\u00e4rker mit Waffen w\u00e4ren, w\u00fcrden wir noch schneller vorankommen.\u00ab<\/p>\n<p>Offiziell hat die ukrainische Regierung die Wiedereinnahme von Isjum bislang nicht verk\u00fcndet. Aber Selenskyjs Stabschef Andrij Jermak ver\u00f6ffentlichte auf Twitter ein Foto von ukrainischen Truppen vor der Stadt und f\u00fcgte ein Trauben-Emoji hinzu. \u00bbIsjum\u00ab hei\u00dft im Russischen und im Ukrainischen \u00bbRosinen\u00ab.<\/p>\n<p>Nach ihrer Niederlage in der Region Charkiw ziehen sich russische Truppen Angaben aus Kiew zufolge auch aus Teilen des s\u00fcdlichen Gebiets <strong>Cherson<\/strong> zur\u00fcck. In einigen Orten h\u00e4tten die Besatzer dort bereits ihre Positionen verlassen, teilte der ukrainische Generalstab am Sonntagabend mit. In der Stadt Nowa Kachowka h\u00e4tten die russischen Soldaten ein Krankenhaus ger\u00e4umt, um sich darin nun selbst zu verschanzen, hie\u00df es weiter. Unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcft werden konnten diese Angaben nicht. Von russischer Seite gab es zun\u00e4chst keine Reaktion.<\/p>\n<h3>Auf dem Weg nach Luhansk?<\/h3>\n<p>Der Milit\u00e4rexperte Oleh Schdanow sagte in Kiew, die Gewinne der Ukraine k\u00f6nnten den Weg ebnen in die Region <strong>Luhansk<\/strong>, die von Russland seit Anfang Juni gehalten wird. Luhansk, das zusammen mit der Region<strong> Donezk<\/strong> den industriell gepr\u00e4gten Donbass der Ukraine bildet, liegt rund 340 Kilometer s\u00fcd\u00f6stlich von Charkiw. Es war von Anfang an das erkl\u00e4rte Ziel Russlands, vor allem dieses Gebiet einzunehmen, das teilweise bereits seit 2014 von prorussischen Separatisten kontrolliert wird.<\/p>\n<p>Ukrainische Beamte lobten das \u00bberstaunliche\u00ab Tempo der Gegenoffensive. Ein ukrainischer Armeechef sprach am Sonntag von 3000 Quadratkilometern Fl\u00e4che, die die Ukraine von den russischen Truppen zur\u00fcckerobert habe. Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor in seiner t\u00e4glichen Videobotschaft von \u00bb2000 Quadratkilometern Gebiet\u00ab gesprochen. \u00bbIn den vergangenen Tagen hat uns die russische Armee ihre beste Seite gezeigt \u2013 ihre R\u00fcckseite\u00ab, sagte Selenskyj.<\/p>\n<p>Allerdings meldete das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntagmittag Angriffe der russischen Streitkr\u00e4fte auf Stellungen der ukrainischen Truppen in der Region Charkiw. Die Angriffe erfolgten durch Luftlandetruppen, Raketen und Artillerie, teilte das Ministerium in sozialen Medien mit.<\/p>\n<h3>Baerbock verspricht weitere Hilfe<\/h3>\n<p>Angesichts der Entwicklungen dringt die ukrainische Regierung zunehmend auf die weitere Lieferung schwerer Waffen aus dem Westen. Au\u00dfenminister Dmytro Kuleba bekr\u00e4ftigte dies auch nach einem Treffen mit der deutschen Au\u00dfenministerin Annalena Baerbock am Samstagabend in Kiew. Die Gegenoffensive zeige, dass die Ukraine Russland besiegen k\u00f6nne, sagte Kuleba bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Baerbock. Je mehr Waffen die Ukraine erhalte, desto schneller werde sein Land gewinnen.<\/p>\n<p>Baerbock sicherte der Ukraine weitere milit\u00e4rische Hilfe zu, mit Blick auf die Gegenoffensive schloss sie dabei auch die Lieferung von Kampfpanzern westlicher Bauart nicht aus. \u00bbIch wei\u00df, dass die Zeit dr\u00e4ngt\u00ab, sagte Baerbock. \u00bbDie n\u00e4chsten Wochen und Monate werden entscheidend.\u00ab<\/p>\n<p>Kiews B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko bat die Bundesregierung konkret um die Lieferung von Leopard-Panzern. \u00bbUm unsere Soldaten besser zu sch\u00fctzen und auszustatten, braucht die Ukraine gerade jetzt dringend weitere Waffenlieferungen\u00ab, sagte er zu \u00bbBild\u00ab.<\/p>\n<h3>AKW Saporischschja vom Netz genommen<\/h3>\n<p>Sorge bereitet weiterhin die Lage am Atomkraftwerk <strong>Saporischschja<\/strong> im S\u00fcdosten der Ukraine. Der Betrieb des von russischen Truppen besetzten AKWs ist nach Angaben des staatlichen Betreibers mittlerweile vollkommen eingestellt worden. Auch der sechste und damit letzte Block der Anlage sei vom Stromnetz genommen worden, teilte Energoatom mit.<\/p>\n<p>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde IAEA erkl\u00e4rte am Sonntagmittag aber, die Stromzufuhr f\u00fcr das Kraftwerk sei wieder hergestellt. Am gr\u00f6\u00dften AKW Europas kommt es immer wieder zu Beschuss, wof\u00fcr sich Russland und die Ukraine gegenseitig verantwortlich machen.<\/p>\n<p>Baerbock griff in diesem Zusammenhang Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin scharf an. Putin setze die gesamte Region und auch seine Soldaten der Gefahr eines nuklearen Zwischenfalls aus. \u00bbEr macht ein AKW zum Kriegspfand in einem Kriegsgebiet\u00ab, sagte Baerbock. \u00bbRussland muss dieses Spiel mit dem Feuer sofort beenden.\u00ab Die K\u00e4mpfe rund um das AKW sch\u00fcren die Angst vor einer Nuklearkatastrophe wie 1986 in Tschernobyl.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Kampf gegen die russischen Besatzer macht die Ukraine offenbar weiter Fortschritte. Vor allem von Charkiw aus sto\u00dfen die Truppen vor. 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