{"id":14656,"date":"2022-09-10T11:07:15","date_gmt":"2022-09-10T08:07:15","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/gasmangellage-metall-unternehmen-wollen-energiekosten-auf-beschaftigte-abwalzen\/"},"modified":"2022-09-10T11:07:15","modified_gmt":"2022-09-10T08:07:15","slug":"gasmangellage-metall-unternehmen-wollen-energiekosten-auf-beschaftigte-abwalzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/gasmangellage-metall-unternehmen-wollen-energiekosten-auf-beschaftigte-abwalzen\/","title":{"rendered":"Gasmangellage: Metall-Unternehmen wollen Energiekosten auf Besch\u00e4ftigte abw\u00e4lzen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Arbeitgeber der Metallindustrie haben einen streitbaren Energiesparplan f\u00fcr den Winter entwickelt: Sie wollen Besch\u00e4ftigte ins Homeoffice schicken. So verbrauchten die Firmen weniger Gas \u2013 und die Arbeitnehmer sicherten ihre Jobs. Die Gewerkschaften sind emp\u00f6rt.  <\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, will im Falle einer Gasmangellage die Energiekosten der Unternehmen auf die Besch\u00e4ftigten abw\u00e4lzen. Er glaube, dass es viele Mitarbeiter gebe, die versuchten, dem Unternehmen Strom und damit Kosten zu sparen und ihre Arbeitspl\u00e4tze abzusichern, indem sie von zu Hause arbeiteten, sagte Wolf. \u00bbDas erwarte ich auch.\u00ab<\/p>\n<p>Wie dramatisch die Situation tats\u00e4chlich werde, wisse man erst im Herbst, wenn klar werde, \u00bbob Putin das Gas komplett abstellt\u00ab, so Wolf, der auch Vorstandschef des Autozulieferers ElringKlinger ist. Er f\u00fcrchte, dass der russische Pr\u00e4sident \u00bbdas machen wird und es uns heftig treffen wird\u00ab. Dann m\u00fcsse man alle Register ziehen. Die Unternehmen h\u00e4tten bereits alles, was an Einsparungen gehe, vorgenommen.<\/p>\n<p>Deutliche Kritik an den Pl\u00e4nen kommt von den Gewerkschaften. \u00bbSeine Produktionsmitarbeiter wird auch Herr Wolf sicher lieber in seinen Werken sehen\u00ab, sagte IG-Metall-Chef J\u00f6rg Hofmann. Er habe zudem gr\u00f6\u00dfte Zweifel, dass es wirklich energieeffizienter sei, wenn sehr viele Arbeitnehmer zu Hause arbeiteten und dort Strom und W\u00e4rmeenergie verbrauchten. \u00bbUnd es geht ja um das Sparen von Energie in einer Krise und nicht um das Sparen f\u00fcr das Unternehmen.\u00ab<\/p>\n<p>Zudem verbrauche das Abschalten und Wiederaufw\u00e4rmen gr\u00f6\u00dferer Geb\u00e4ude mehr Energie als das Durchheizen. Es seien \u00bbmehr als Zweifel angebracht\u00ab.<\/p>\n<p>Aus Sorge um m\u00f6gliche Energie-Engp\u00e4sse sind zu Monatsbeginn Sparvorgaben in Kraft getreten, die den Verbrauch im n\u00e4chsten halben Jahr dr\u00fccken sollen. F\u00fcr Arbeitsst\u00e4tten in der privaten Wirtschaft schreibt die Verordnung allerdings nicht vor, dass zum Beispiel in B\u00fcros die Raumtemperaturen verringert werden m\u00fcssen. Aktuell sind in der Arbeitsst\u00e4ttenverordnung \u2013 je nach Schwere der T\u00e4tigkeit \u2013 19 bis 20 Grad als Mindest-Heizwert festgelegt. Angesichts der Krise sollte man \u00bbdar\u00fcber nachdenken, ob man die Arbeitsst\u00e4ttenverordnung nochmals \u00e4ndert und wir auf 18 Grad runtergehen k\u00f6nnen\u00ab, sagte Wolf.<\/p>\n<p>Die Menschen m\u00fcssten umdenken, forderte der Arbeitgeberchef. \u00bbWir m\u00fcssen dar\u00fcber nachdenken, wie wir den Wohlstand, den wir haben, \u00fcberhaupt halten k\u00f6nnen.\u00ab Bislang sei es immer darum gegangen, den Wohlstand permanent zu vermehren. \u00bbWir werden weniger zur Verf\u00fcgung haben und werden unsere Anspr\u00fcche zur\u00fcckdrehen m\u00fcssen.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arbeitgeber der Metallindustrie haben einen streitbaren Energiesparplan f\u00fcr den Winter entwickelt: Sie wollen Besch\u00e4ftigte ins Homeoffice schicken. 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