{"id":14606,"date":"2022-09-08T06:46:22","date_gmt":"2022-09-08T03:46:22","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-8-september\/"},"modified":"2022-09-08T06:46:22","modified_gmt":"2022-09-08T03:46:22","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-8-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-donnerstag-8-september\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Donnerstag (8. September)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Ukraine macht nach eigenen Angaben im S\u00fcden des Landes Boden gut. Im AKW Saporischschja werden Hunderte Mitarbeiter vermisst. Und: Russland bestreitet Einrichtung von Deportationslagern. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj <\/strong>spricht von \u00bb<strong>guten<\/strong> <strong>Neuigkeiten<\/strong>\u00ab von der <strong>Front<\/strong> in der Region <strong>Charkiw<\/strong>. Einige Orte seien <strong>zur\u00fcckerobert<\/strong> worden. In seiner regelm\u00e4\u00dfigen abendlichen Ansprache dankt er Artilleristen f\u00fcr erfolgreiche Angriffe auf russische Stellungen im S\u00fcden des Landes. Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums erkl\u00e4rt, die Ukraine mache kleine, aber substanzielle Fortschritte auf den Schlachtfeldern. Im S\u00fcden laufe es f\u00fcr die ukrainische Seite besser als f\u00fcr die russische Seite<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Der Etat im kommenden Jahr wird nach Worten von Selenskyj ein <strong>Kriegshaushalt<\/strong>. Bei dem Budget w\u00fcrden mehr als <strong>eine Billion Griwna<\/strong> f\u00fcr Verteidigung und Sicherheit aufgewendet, sagt Selenskyj in seiner Videobotschaft. Soziale Verpflichtungen wie Pensionen m\u00fcssten vollst\u00e4ndig abgedeckt werden. Unkritische Ausgaben sollten auf ein Minimum reduziert werden.<\/p>\n<p>Der <strong>Pr\u00e4sident <\/strong>der ukrainischen <strong>Betreibergesellschaft<\/strong> des <strong>Atomkraftwerks Saporischschja <\/strong>hat den russischen Besatzern die <strong>Verschleppung, Folter und T\u00f6tung<\/strong> von ukrainischen Mitarbeitern vorgeworfen. \u00bbEtwa 200 Leute sind bereits inhaftiert worden, von einigen wissen wir nicht, was mit ihnen passiert ist, es gibt keinen Hinweis, wo sie sind\u00ab, sagte Petro Kotin, Pr\u00e4sident von Energoatom, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.<\/p>\n<p>Einige Mitarbeiter seien get\u00f6tet worden, erkl\u00e4rte er und f\u00fcgte hinzu: \u00bbWir wissen, dass Menschen gefoltert worden sind\u00ab.<\/p>\n<p>Die russischen Besatzer versuchen dem Energoatom-Chef zufolge, herauszufinden, welche Mitarbeiter proukrainisch sind. \u00bbEs ist sehr schwierig f\u00fcr unser Personal, da zu arbeiten\u00ab, sagte Kotin. Doch die Mitarbeiter w\u00fcssten, dass es wichtig f\u00fcr die nukleare Sicherheit und f\u00fcr den Brandschutz sei, vor Ort zu bleiben. \u00bbSie erf\u00fcllen ihre Pflicht.\u00ab<\/p>\n<p>Nach Angaben von Kotin gibt es auf dem Gel\u00e4nde noch etwa tausend ukrainische Mitarbeiter. In Friedenszeiten arbeiteten in dem gr\u00f6\u00dften Atomkraftwerk Europas 11.000 Menschen. Viele h\u00e4tten die Region verlassen.<\/p>\n<p>Das AKW Saporischschja im S\u00fcden der Ukraine ist seit M\u00e4rz von russischen Truppen besetzt. Seit Wochen steht es unter Beschuss, Russland und die Ukraine machen sich gegenseitig f\u00fcr die Angriffe verantwortlich. Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) hatte am Dienstag vor einem \u00bbnuklearen Unfall\u00ab gewarnt und die Einrichtung einer Sicherheitszone rund um das Akw gefordert.<\/p>\n<p>Wegen des russischen Angriffskrieges hat die <strong>Ukraine Sanktionen<\/strong> gegen <strong>606 Mitglieder<\/strong> der politischen F\u00fchrung in <strong>Moskau <\/strong>verh\u00e4ngt. Von dieser Entscheidung des Sicherheitsrates der Ukraine berichtete Pr\u00e4sident Selenskyj am Mittwoch in Kiew. \u00bbSie tragen Verantwortung f\u00fcr den Krieg Russlands gegen die Ukraine, f\u00fcr den Terror gegen unser Volk, und keiner von ihnen wird der Strafe entgehen.\u00ab<\/p>\n<p>Von 32 Mitgliedern des russischen Sicherheitsrates unter Vorsitz von Pr\u00e4sident Wladimir Putin wurden demnach 28 Mitglieder auf die ukrainische Strafliste gesetzt. Von 450 Abgeordneten der russischen Staatsduma sind es 424, von 170 Senatoren im F\u00f6derationsrat 154.<\/p>\n<h3><strong>Humanit\u00e4re Lage<\/strong><\/h3>\n<p>Die <strong>Ukraine <\/strong>hat <strong>Vorw\u00fcrfe <\/strong>von Pr\u00e4sident Putin <strong>zur\u00fcckgewiesen<\/strong>, seit Aufhebung der <strong>Blockade <\/strong>seiner H\u00e4fen \u00bbfast das gesamte <strong>Getreide<\/strong>\u00ab <strong>in die EU<\/strong> und nicht in Entwicklungsl\u00e4nder geliefert zu haben. Insgesamt seien \u00bbzwei Drittel der verschickten Schiffe\u00ab im Rahmen des Abkommens zur Linderung der weltweiten Lebensmittelkrise \u00bbf\u00fcr Asien, Afrika und den Nahen Osten bestimmt\u00ab, erkl\u00e4rte der ukrainische Au\u00dfenminister Dmytro Kuleba am Mittwoch in Kiew.<\/p>\n<p>Putin hatte seine Behauptungen am Mittwoch bei einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok aufgestellt und in diesem Zusammenhang auch die M\u00f6glichkeit von Exportbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Getreide in den Raum gestellt.<\/p>\n<p>Fast zwei Monate nach dem <strong>Tod <\/strong>eines <strong>Briten <\/strong>in Gefangenschaft der prorussischen Separatisten in der Ukraine ist sein <strong>Leichnam<\/strong> an ukrainische Beh\u00f6rden <strong>\u00fcbergeben <\/strong>worden. Das teilte der ukrainische Ombudsmann f\u00fcr Menschenrechte, Dmytro Lubinez, auf Facebook mit. Der K\u00f6rper des Mannes weise <strong>Folterspuren <\/strong>und Schnittwunden auf, schrieb er. \u00bbAls Menschenrechtskommissar des Parlaments der Ukraine kann ich bereits heute in voller Verantwortung sagen, dass dieser Tod gewaltsam war.\u00ab Unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfbar waren die Vorw\u00fcrfe von Lubinez aber nicht.<\/p>\n<h3><strong>Internationale Reaktionen<\/strong><\/h3>\n<p>Im <strong>Sicherheitsrat <\/strong>der <strong>Vereinten Nationen<\/strong> hat es einen heftigen Schlagabtausch \u00fcber den Vorwurf russischer <strong>Deportationslager <\/strong>im ukrainischen Kriegsgebiet gegeben. Die US-Regierung beschuldigte das russische Milit\u00e4r, im Kriegsgebiet festgenommene Menschen in solche Lager zu zwingen, um sie dann gegen ihren Willen nach Russland oder in russisch besetzte Gebiete der Ukraine zu bringen. Sch\u00e4tzungen zufolge seien so zwischen<strong> 900.000 und 1,6 Millionen Menschen <\/strong>aus ihren Heimatorten <strong>deportiert <\/strong>worden, sagte US-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield am Mittwoch bei einer Sitzung des Uno-Sicherheitsrats in New York.<\/p>\n<p>Eine unabh\u00e4ngige Best\u00e4tigung solcher Zahlen im Kriegsgebiet ist kaum m\u00f6glich. Die ukrainische Uno-Delegation macht sogar geltend, dass bis zu 2,5 Millionen Menschen aus dem S\u00fcden und Osten des Landes deportiert worden seien, oft in weit entfernte Regionen Sibiriens oder im entlegenen Osten Russlands.<\/p>\n<p>Norwegens Uno-Botschafterin Mona Juul sprach von einer \u00bbwachsenden Zahl an unabh\u00e4ngigen Informationen\u00ab, die auf Menschenrechtsverst\u00f6\u00dfe in diesen Lagern hinwiesen. Das Uno-Menschenrechtsb\u00fcro in New York verwies auf glaubw\u00fcrdige Berichte, wonach<strong> ukrainische Kinder von ihren Eltern getrennt<\/strong> und nach Russland deportiert w\u00fcrden, damit sie dort schnell eingeb\u00fcrgert und zur Adoption freigegeben werden k\u00f6nnten. Die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz fordern Zugang zu russischen Lagern f\u00fcr Kriegsgefangene und Zivilisten. Das erkl\u00e4rt die Uno-Beauftragte f\u00fcr politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo.<\/p>\n<p><strong>Russland wies <\/strong>die <strong>Beschuldigungen <\/strong>zu den \u00bbFiltercamps\u00ab <strong>zur\u00fcck<\/strong>. \u00bbWir verstehen nicht wirklich, wor\u00fcber hier gesprochen wird\u00ab, sagte der russische Uno-Botschafter Wassili Nebensja. Der Begriff \u00bbFiltration\u00ab sei nicht klar definiert und Einrichtungen, in denen Ukrainer ihren Willen zum Auswandern nach Russland ausdr\u00fccken k\u00f6nnten, seien normal. Danach k\u00f6nnten sie frei in Russland leben und das Land jederzeit wieder verlassen.<\/p>\n<p>Die stellvertretende Vorsitzende der<strong> Gr\u00fcnen-Bundestagsfraktion, Agnieszka Brugger,<\/strong> hat gefordert, der <strong>Ukraine <\/strong>weiterhin <strong>Hilfe <\/strong>zu leisten \u2013 auch \u00fcber ein m\u00f6gliches Ende der Kampfhandlungen hinaus. \u00bbWir m\u00fcssen uns mit den Partnerinnen und Partnern darauf einstellen, die Ukraine sehr lange im Bereich Milit\u00e4r und Sicherheit zu unterst\u00fctzen\u00ab, sagte Brugger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.<\/p>\n<p>\u00bbDas gilt sogar, wenn es, wovon wir ja gerade weit entfernt sind, zu einem Ende der Kampfhandlungen kommen sollte\u00ab, betonte Brugger. Denn dann werde die Gefahr nat\u00fcrlich nicht geringer werden. \u00bbDeshalb braucht es jetzt gute Pl\u00e4ne und gute Abstimmung und auch mehr deutsche Beitr\u00e4ge\u00ab, sagte Brugger weiter.<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Verteidigungsminister <\/strong>und <strong>ranghohe Milit\u00e4rs<\/strong> aus mehr als 50 L\u00e4ndern beraten ab 10 Uhr auf dem US-Luftwaffenst\u00fctzpunkt <strong>Ramstein <\/strong>in Rheinland-Pfalz \u00fcber die weitere <strong>Unterst\u00fctzung <\/strong>der <strong>Ukraine <\/strong>im Krieg gegen Russland. Zu der Konferenz hat US-Verteidigungsminister <strong>Lloyd Austin<\/strong> die Mitglieder der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe eingeladen. Zu ihr geh\u00f6ren neben den USA etwa auch Deutschland und Gro\u00dfbritannien. Erwartet werden unter anderem Bundesverteidigungsministerin <strong>Christine Lambrecht<\/strong> (SPD) und Nato-Generalsekret\u00e4r <strong>Jens Stoltenberg<\/strong>. Wie beim ersten Treffen dieser Art in Ramstein Ende April, wurden dem Vernehmen nach auch Nicht-Nato-Staaten eingeladen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ukraine macht nach eigenen Angaben im S\u00fcden des Landes Boden gut. Im AKW Saporischschja werden Hunderte Mitarbeiter vermisst. Und: Russland bestreitet Einrichtung von Deportationslagern. 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