{"id":14586,"date":"2022-09-07T09:46:23","date_gmt":"2022-09-07T06:46:23","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/robert-habeck-grunen-politiker-fur-akw-verlangerung-in-der-kritik\/"},"modified":"2022-09-07T09:46:23","modified_gmt":"2022-09-07T06:46:23","slug":"robert-habeck-grunen-politiker-fur-akw-verlangerung-in-der-kritik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/robert-habeck-grunen-politiker-fur-akw-verlangerung-in-der-kritik\/","title":{"rendered":"Robert Habeck: Gr\u00fcnen-Politiker f\u00fcr AKW-Verl\u00e4ngerung in der Kritik"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Zwei Atomkraftwerke sollen 2023 \u00fcber das Laufzeitende hinaus einsatzbereit sein. Doch der Plan von Wirtschaftsminister Habeck sorgt bei Expertinnen f\u00fcr Kritik \u2013 aus verschiedenen Gr\u00fcnden.  <\/p>\n<p>Zwei s\u00fcddeutsche Kraftwerke sollen als Notreserve l\u00e4nger einsatzbereit bleiben                                       , so will es Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr\u00fcne). Doch der am Montag beschlossene Plan erntet immer mehr Widerspruch. \u00bbDie Energieversorgung in Deutschland ist gesichert, auch ohne Atomkraft\u00ab, sagte die Energie\u00f6konomin Claudia Kemfert der \u00bbRheinischen Post\u00ab.<\/p>\n<p>M\u00f6gliche Versorgungsengp\u00e4sse w\u00fcrden nicht durch das deutsche Netz, sondern vor allem durch marode Atomkraftwerke in Frankreich verursacht. \u00bbAtomkraftwerke sind f\u00fcr die Netzreserve ungeeignet, da sie nicht mal eben an- und ausgeschaltet werden k\u00f6nnen.\u00ab Sie m\u00fcssten sicherheitstechnisch \u00fcberpr\u00fcft werden, es m\u00fcssten Personal und Brennelemente vorgehalten werden. \u00bbDies ist aufwendig und teuer. Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verh\u00e4ltnis.\u00ab Zur Sicherung der Versorgung seien der Ausbau der erneuerbaren Energien, ein effektives Energie- und Lastmanagement, der Ausbau von Speicheroptionen und vor allem eine Ausweitung der Kapazit\u00e4ten in Frankreich und anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern elementar, so Kemfert.<\/p>\n<p>Auch andere Expertinnen und Experten kritisieren Habecks Plan, mit zum Teil unterschiedlichen Begr\u00fcndungen: Der Pr\u00e4sident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, warnte vor einem deutschen Alleingang. Er sprach in der \u00bbAugsburger Allgemeinen\u00ab von einem problematischen Signal an die europ\u00e4ischen Partner. \u00bbWir haben einen gemeinsamen Strommarkt, und es gibt nicht nur ein nationales, sondern auch ein dringendes gesamteurop\u00e4isches Interesse daran, alle verf\u00fcgbaren Kapazit\u00e4ten zu nutzen.\u00ab<\/p>\n<p>Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm kritisierte hingegen Habecks Vorhaben, die Atomkraftwerke nur in Bereitschaft zu halten, aber nicht laufen zu lassen. Dies sei \u00bbeigentlich die schlechteste aller L\u00f6sungen\u00ab, sagt sie dem ZDF. Es entst\u00fcnden die Kosten der Bereithaltung, da man das Personal bezahlen und die Versorger entsch\u00e4digen m\u00fcsse. \u00bbAber es wird keine g\u00fcnstige Energie produziert, die ja einen positiven Einfluss auf den Strompreis h\u00e4tte.\u00ab Es sollten lieber die verf\u00fcgbaren Kraftwerke an den Markt gebracht werden, um mit einem gr\u00f6\u00dferen Stromangebot den Preis zu dr\u00fccken.<\/p>\n<p>Habeck hatte am Montag auf der Grundlage einer Untersuchung zur Stabilit\u00e4t der Stromversorgung (dem Stresstest) vorgeschlagen, Isar 2 in Bayern und Neckarwestheim in Baden-W\u00fcrttemberg noch bis Ende April bereitzuhalten. Nach dem unter der fr\u00fcheren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossenen Atomausstieg sollten eigentlich alle deutschen Atomkraftwerke zum Jahresende endg\u00fcltig vom Netz gehen. Habecks Nein zu einer generellen Laufzeitverl\u00e4ngerung f\u00fcr die drei verbliebenen Atomkraftwerke l\u00f6ste einen Koalitionskrach aus. Die FDP fordert einen l\u00e4ngerfristigen Weiterbetrieb aller Kraftwerke, um die Strompreise zu dr\u00fccken.<\/p>\n<h3>\u00bbWir zahlen in Euro, die Ukrainer in Menschenleben\u00ab<\/h3>\n<p>Aus dem Ausland folgen derweil Appelle an Deutschland, trotz steigender Energiepreise und trotz der im Winter drohenden Gasknappheit nicht vor Russland einzuknicken. \u00bbDass einige sagen, man muss dem Erpresser nachgeben, ist brandgef\u00e4hrlich\u00ab, sagte Lettlands Regierungschef Krisjanis Karins in einem Interview mit der \u00bbWelt\u00ab. Die Energiekrise werde in diesem Winter ein Problem sein, vielleicht auch noch im n\u00e4chsten \u2013 danach aber nicht mehr, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>\u00bbIn meinem Land haben wir 25 Prozent Inflation. Das ist eine Kriegssteuer\u00ab, sagte Estlands Ministerpr\u00e4sidentin Kaja Kallas in dem \u00bbWelt\u00ab-Interview. \u00bbWir zahlen sie in Euro, die Ukrainer in Menschenleben.\u00ab Sie rief Deutschland dazu auf, trotz steigender Preise solidarisch mit der Ukraine zu bleiben.<\/p>\n<p>Die litauische Regierungschefin Ingrida Symonite wiederum kritisierte Forderungen, angesichts des Stillstands von Nord Stream 1 die Pipeline Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen. Russland k\u00f6nne selbst bei tats\u00e4chlichen technischen Problemen mit Nord Stream 1 sein Gas auch \u00fcber den Landweg schicken, sagte sie, etwa \u00fcber die Jamal-Pipeline. \u00bbGlaubt denn wirklich jemand, dass es technische Probleme mit Nord Stream 1 gibt?\u00ab, f\u00fcgte Symonite hinzu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Atomkraftwerke sollen 2023 \u00fcber das Laufzeitende hinaus einsatzbereit sein. 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