{"id":14560,"date":"2022-09-06T06:16:21","date_gmt":"2022-09-06T03:16:21","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-6-september\/"},"modified":"2022-09-06T06:16:21","modified_gmt":"2022-09-06T03:16:21","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-6-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-6-september\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Dienstag (6. September)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die ukrainische Armee will in acht Orten Sturmangriffe abgewehrt haben. Pr\u00e4sident Selenskyj warnt vor Gefahr in Atomkraftwerk. Und: Moskau sperrt Hollywoodstars aus. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3><strong>Was in den vergangenen Stunden geschah<\/strong><\/h3>\n<p>Die<strong> russische Armee <\/strong>hat nach Angaben des Kiewer Generalstabs am Montag erneut<strong> Dutzende Orte im Donbass<\/strong> im Osten der Ukraine mit Artillerie und Kampfflugzeugen <strong>beschossen<\/strong>. Der Abendbericht der ukrainischen Milit\u00e4rf\u00fchrung z\u00e4hlte zugleich acht Orte auf, an denen <strong>Sturmangriffe <\/strong>der Russen <strong>abgewehrt <\/strong>worden seien. Dazu geh\u00f6rte auch die Umgebung der Stadt Bachmut im Gebiet Donezk, vor der der russische Vormarsch seit Wochen feststeckt. Die Milit\u00e4rangaben waren aber nicht sofort unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfbar.<\/p>\n<p>In der N\u00e4he der Industriestadt<strong> Krywyj Rih <\/strong>setzte nach \u00f6rtlichen Beh\u00f6rdenangaben ein russischer <strong>Raketentreffer <\/strong>ein <strong>Treibstofflager <\/strong>in Brand. Der Beschuss traf demnach auch andere Orte des Gebiets Dnipropetrowsk in der Zentralukraine. Eine Frau sei get\u00f6tet worden, au\u00dferdem habe es drei Verletzte gegeben.<\/p>\n<p>Die prorussischen Beh\u00f6rden in der besetzten und derzeit stark umk\u00e4mpften s\u00fcdukrainischen Region <strong>Cherson <\/strong>haben eine <strong>Verschiebung<\/strong> ihres geplanten <strong>Referendums <\/strong>\u00fcber eine <strong>Annexion <\/strong>angedeutet. \u00bbAngesichts der aktuellen Entwicklungen glaube ich, dass wir im Moment eine Pause einlegen werden\u00ab, sagte der Chef der prorussischen Beh\u00f6rden, Kirill Stremusow, in einem Interview.<\/p>\n<p>Kurz darauf erkl\u00e4rte er hingegen bei Telegram, bei dem Annexionsreferendum gehe zwar \u00bballes nicht so schnell wie geplant\u00ab. Die Abstimmung werde aber \u00bbauf jeden Fall\u00ab stattfinden. Die von Moskau eingesetzten Beh\u00f6rden in der Region Cherson sprechen seit mehreren Wochen von einem Referendum zur Annexion an Russland.<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Kiew<\/strong><\/h3>\n<p>Das besetzte <strong>Atomkraftwerk Saporischschja <\/strong>steht nach den Worten des ukrainischen Pr\u00e4sidenten <strong>Wolodymyr Selenskyj<\/strong> durch die erneute Unterbrechung der Stromzufuhr zum zweiten Mal \u00bbnur <strong>einen Schritt von einer Strahlenkatastrophe entfernt<\/strong>\u00ab. Russischer Beschuss sei daf\u00fcr verantwortlich, sagte er. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hatte erkl\u00e4rt, die Notstromleitung sei gekappt worden, um ein Feuer zu l\u00f6schen. \u00bbDer Beschuss des Kraftwerks zeigt, dass sich der terroristische Staat nicht darum k\u00fcmmert, was die IAEO sagen wird und was die internationale Gemeinschaft entscheiden wird\u00ab, sagte Selenskyj in Anspielung auf Russland. <\/p>\n<p>Das Gel\u00e4nde des Kraftwerks wurde in den vergangenen Monaten regelm\u00e4\u00dfig beschossen, wobei sich die Regierungen in Kiew und Moskau gegenseitig die Schuld zuschoben.<\/p>\n<p>Selenskyj hat nach der Wahl von <strong>Liz Truss<\/strong> zur designierten britischen Premierministerin seine <strong>Hoffnung <\/strong>auf weitere <strong>Unterst\u00fctzung durch London<\/strong> ausgedr\u00fcckt. Er hoffe, dass Truss Kiew dabei helfen werde, \u00bballe zerst\u00f6rerischen Bem\u00fchungen Russlands auszubremsen\u00ab, sagte er in seiner t\u00e4glichen Videoansprache. Unter Truss&#039; Amtsvorg\u00e4nger Boris Johnson war Gro\u00dfbritannien einer der wichtigsten Verb\u00fcndeten der Ukraine im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg.<\/p>\n<p>Selenskyj dankte Johnson dann auch in emotionalen Abschiedsworten. \u00bbMan sagt, dass es in der Politik keine Freunde gibt\u00ab, so der Pr\u00e4sident. \u00bbAber Boris \u2013 das ist der Fall, wo man sich auf Zuruf versteht.\u00ab Er danke Johnson im Namen aller Ukrainer f\u00fcr dessen Solidarit\u00e4t. \u00bbSeit der ersten Minute des umfassenden russischen Krieges gegen die Ukraine und Europa ist Boris an unserer Seite gewesen.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Das sagt Moskau<\/strong><\/h3>\n<p>Russlands Pr\u00e4sident <strong>Wladimir Putin <\/strong>hat eine neue <strong>au\u00dfenpolitische Doktrin <\/strong>gebilligt, die auf dem Konzept der \u00bb<strong>russischen Welt<\/strong>\u00ab basiert. Russland solle \u00bbdie Traditionen und Ideale der russischen Welt sch\u00fctzen, bewahren und f\u00f6rdern\u00ab, hei\u00dft es in dem am Montag ver\u00f6ffentlichten, 31 Seiten langen Dokument. \u00bbDie Russische F\u00f6deration unterst\u00fctzt ihre im Ausland lebenden Landsleute bei der Durchsetzung ihrer Rechte, um den Schutz ihrer Interessen und der Bewahrung ihrer russischen kulturellen Identit\u00e4t sicherzustellen.\u00ab<\/p>\n<p>Das Konzept der \u00bbrussischen Welt\u00ab ist von Konservativen als <strong>Rechtfertigung <\/strong>f\u00fcr ein <strong>Vorgehen im Ausland<\/strong> zur Unterst\u00fctzung russischsprachiger Gruppen herangezogen worden. Putin hat wiederholt auf die etwa 25 Millionen Russen hingewiesen, die sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 in den daraus hervorgegangen, unabh\u00e4ngigen Staaten wiederfanden. Die Regierung in Moskau betrachtet die ehemaligen Sowjetstaaten vom Baltikum bis nach Zentralasien als Teil einer Einflusssph\u00e4re. Viele dieser L\u00e4nder und auch der Westen weisen dies zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Als Reaktion auf <strong>Sanktionen <\/strong>der USA hat <strong>Russland <\/strong>25 US-B\u00fcrgern die <strong>Einreise verboten<\/strong>, darunter die Hollywoodstars<strong> Ben Stiller <\/strong>und <strong>Sean Penn.<\/strong> Das russische Au\u00dfenministerium erkl\u00e4rte am Montag, damit reagiere Moskau auf die \u00bbnicht endenden\u00ab US-Sanktionen gegen russische B\u00fcrger.<\/p>\n<p>Au\u00dfer Penn und Stiller, die sich mit dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Selenskyj trafen, stehen auch US-Politiker auf der schwarzen Liste. F\u00fcr sie gelte ein \u00bbdauerhaftes\u00ab Einreiseverbot, erkl\u00e4rte das Au\u00dfenministerium in Moskau.<\/p>\n<p>Die \u00bbfeindseligen Aktionen\u00ab der US-Regierung, die die \u00bbbilateralen Beziehungen\u00ab und die Konfrontation verst\u00e4rkten, w\u00fcrden weiterhin vehement zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<h3><strong>Wirtschaftliche Konsequenzen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Russlands Einnahmen<\/strong> aus <strong>fossilen Energieexporten <\/strong>in den ersten sechs Monaten des Ukrainekrieges haben einer Analyse zufolge die <strong>Kosten der Invasion deutlich \u00fcberstiegen<\/strong>. Wie das in Finnland ans\u00e4ssige Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) am Dienstag mitteilte, betrugen die Einnahmen in dem Zeitraum umgerechnet 158 Milliarden Euro. Dem gegen\u00fcber stehen gesch\u00e4tzte Kriegskosten in H\u00f6he von hundert Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Erfasst werden in der Analyse die Exporte von \u00d6l, Gas und Kohle zwischen dem 24. Februar und dem 24. August dieses Jahres. Ausgewertet wurden dabei Daten aus dem Schiffsverkehr und zu Pipeline-Transporten. Diese zeigten, dass die EU mit 85 Milliarden Euro der gr\u00f6\u00dfte Abnehmer der Lieferungen war, gefolgt von China mit 35 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Innerhalb der EU stand Deutschland mit einem Umfang von 19 Milliarden Euro vorn und war damit gleich hinter China der zweitgr\u00f6\u00dfte Eink\u00e4ufer von russischen fossilen Energien weltweit. Russland erziele trotz der zur\u00fcckgegangenen Ausfuhrmengen \u00bbimmer noch Rekorderl\u00f6se\u00ab mit fossilen Brennstoffen, erkl\u00e4rte Analyst Lauri Myllyvirta.<\/p>\n<p><strong>Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck <\/strong>stellt sich darauf ein, dass <strong>Russland <\/strong>\u00fcber die <strong>Pipeline <\/strong>Nord Stream 1 <strong>kein Gas<\/strong> mehr nach Europa liefern wird. \u00bbEs kommt noch ein bisschen Gas \u00fcber die Ukraine-Pipeline, aber dass Nord Stream 1 wieder aufgemacht wird, geh\u00f6rt nicht zu den Szenarien, von denen ich ausgehe\u00ab, sagte der Gr\u00fcnen-Politiker am Montagabend im ZDF-\u00bbheute journal\u00ab. (Mehr dazu erfahren Sie hier.)<\/p>\n<p>Robert Habeck hatte zudem angek\u00fcndigt, dass wegen der Energiekrise zwei der drei verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland bis Mitte April als Notreserve dienen sollen. Eigentlich war vorgesehen, dass sie zum Jahresende vom Netz gehen.<\/p>\n<p>Die<strong> Wirtschaftsweise Veronika Grimm<\/strong> hat sich unzufrieden damit gezeigt, dass diese Atomkraftwerke nur als Notreserve vorgehalten werden sollen. \u00bbAnl\u00e4sslich der Preisentwicklung am Strommarkt muss alles daran gesetzt werden, Erzeugungskapazit\u00e4ten zu mobilisieren, die kurzfristig verf\u00fcgbar gemacht werden k\u00f6nnen\u00ab, sagte Grimm den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Dazu geh\u00f6rten die Kohlekraftwerke, aber auch die Atomkraftwerke. \u00bb<strong>Die Kraftwerke sollten laufen <\/strong>und nicht nur in Bereitschaft sein, wie es aktuell geplant ist \u2013 denn nur dann gibt es einen senkenden Effekt auf den Strompreis. Bei den drei noch laufenden AKWs sollte man \u00fcber eine Laufzeitverl\u00e4ngerung von f\u00fcnf Jahren nachdenken. Auch sollte gepr\u00fcft werden, ob die Kernkraftwerke reaktivierter sind, die k\u00fcrzlich erst stillgelegt wurden\u00ab, sagte Grimm.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnenchefin <strong>Ricarda Lang <\/strong>hingegen hat trotz Habecks Entscheidung eine dauerhafte <strong>Weiternutzung <\/strong>der <strong>Kernkraft <\/strong>in Deutschland <strong>ausgeschlossen<\/strong>. \u00bbEs wird keine Laufzeitverl\u00e4ngerung, keine neuen Brennst\u00e4be geben. An der Entscheidung zum Atomausstieg halten wir fest\u00ab, sagte Lang der \u00bbS\u00fcddeutschen Zeitung\u00ab.<\/p>\n<p>Habecks Schritt sei zwar \u00bbfolgerichtig\u00ab. \u00bbIn dieser Situation w\u00e4re es falsch, nicht auf Nummer sicher zu gehen und nur zu hoffen, dass die genannten Szenarien nicht eintreten\u00ab, sagte Lang. Deutschland habe aber den Ausstieg aus der \u00bbhochrisikoreichen Atomkraft aus gutem Grund beschlossen\u00ab. Daher w\u00e4re es Lang zufolge \u00bbebenfalls falsch, AKW weiterzubetreiben, wenn es nicht notwendig ist\u00ab.<\/p>\n<h3><strong>Was heute passiert<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Die <strong>Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde <\/strong>stellt einen <strong>Bericht <\/strong>\u00fcber die <strong>Lage <\/strong>in der <strong>Ukraine <\/strong>vor. Dabei werde es unter anderem um die atomare Sicherheit sowie gehen, hei\u00dft es in einer Erkl\u00e4rung der Uno-Beh\u00f6rde. Wie angek\u00fcndigt hatten vier Experten das <strong>Atomkraftwerk Saporischschja<\/strong> am Montag wieder verlassen. Zwei weitere bleiben an der von Russland besetzten Anlage.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ukrainische Armee will in acht Orten Sturmangriffe abgewehrt haben. Pr\u00e4sident Selenskyj warnt vor Gefahr in Atomkraftwerk. Und: Moskau sperrt Hollywoodstars aus. Das geschah in der Nacht. 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