{"id":14470,"date":"2022-09-02T07:16:32","date_gmt":"2022-09-02T04:16:32","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-2-september\/"},"modified":"2022-09-02T07:16:32","modified_gmt":"2022-09-02T04:16:32","slug":"news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-2-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-zum-russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-freitag-2-september\/","title":{"rendered":"News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Freitag (2. September)"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Nach einem Ruderschaden ist ein ukrainisches Schiff an heikler Stelle auf Grund gelaufen. Selenskyj beschuldigt Russen, Journalisten auszusperren. Und: Atomexperten wollen in Kraftwerk bleiben. Das geschah in der Nacht.  <\/p>\n<h3>Das sagt Kiew<\/h3>\n<p>Nach Angaben des <strong>ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj <\/strong>hat <strong>Russland <\/strong>verhindert, dass <strong>internationale Medienvertreter <\/strong>die Experten der <strong>Atomenergiebeh\u00f6rde IAEA <\/strong>zum Atomkraftwerk <strong>Saporischschja <\/strong>begleiten. Mit IAEA-Chef Rafael Grossi sei vereinbart worden, dass ukrainische und internationale Journalisten bei der Mission zu dem von Russland besetzten Kraftwerk in der S\u00fcdukraine dabei sein d\u00fcrften, sagte das Staatsoberhaupt am Donnerstagabend in seiner t\u00e4glichen Videoansprache. \u00bbUnabh\u00e4ngige Journalisten. Damit die Welt die Wahrheit sieht.\u00ab Leider h\u00e4tten die \u00bbBesatzer\u00ab keine Journalisten hineingelassen.<\/p>\n<p>Die Inspekteure der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde erreichten das seit Wochen unter Beschuss stehende Kraftwerk am Donnerstagmittag, um es etwa <strong>auf Sch\u00e4den zu untersuchen.<\/strong> Bei einem Statement Grossis vor dem AKW waren im russischen Staatsfernsehen lediglich Mikrofone <strong>russischer Medien <\/strong>zu sehen gewesen. Der IAEA-Chef hatte sp\u00e4ter auf Twitter ein eigenes Video ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Er hoffe, dass die Mission dennoch objektive Schl\u00fcsse zur Lage zulasse, sagte Selenskyj. Er forderte einmal mehr die Entmilitarisierung des Gel\u00e4ndes. \u00bbDies ist das Ziel der ukrainischen und internationalen Bem\u00fchungen.\u00ab Entsprechende Aussagen der Inspekteure habe er bislang vermisst. Erst wenn russische Truppen das AKW verlassen h\u00e4tten und der Beschuss der Kraftwerksstadt Enerhodar und anderer naher Gebiete aufh\u00f6re, k\u00f6nne das AKW sicher arbeiten.<\/p>\n<p>Vor seinem <strong>Deutschlandbesuch <\/strong>hat der <strong>ukrainische Ministerpr\u00e4sident<\/strong> <strong>Denys Schmyhal <\/strong>von der Bundesregierung <strong>Kampfpanzer <\/strong>zur Abwehr der russischen Angreifer <strong>gefordert<\/strong>. \u00bbWir ben\u00f6tigen einen Wandel in der Philosophie der Waffenlieferungen. Damit meine ich: Es sollten auch moderne Kampfpanzer geliefert werden\u00ab, sagte Schmyhal der Nachrichtenagentur dpa. \u00bbWir erwarten von den USA, dass sie uns ihre Abrams-Panzer liefern und von Deutschland erwarten wir Leopard 2. Das sind die modernen Panzer, die die Ukraine auf dem Schlachtfeld braucht.\u00ab<\/p>\n<p>Schmyhal wird am Samstag in Berlin erwartet. Am Sonntag wird er von Bundeskanzler <strong>Olaf Scholz <\/strong>im Kanzleramt empfangen. Er ist der h\u00f6chstrangige ukrainische Politiker, der Berlin seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor gut einem halben Jahr besucht.<\/p>\n<p>Nach anf\u00e4nglichem Z\u00f6gern hat Deutschland der Ukraine in den vergangenen Monaten zahlreiche schweren Waffen geliefert: Zehn schwere Artilleriegesch\u00fctze vom Typ Panzerhaubitze 2000, 15 Flugabwehrpanzer, drei Mehrfachraketenwerfer und drei Bergepanzer. \u00bbDeutschland hat einen immensen Fortschritt gemacht, was die Unterst\u00fctzung der Ukraine mit Waffen angeht\u00ab, sagte Schmyhal. Am Anfang seien nur Schutzausr\u00fcstungen oder Helme geliefert worden, heute sind es modernste Waffen. \u00bbEs ist aber nat\u00fcrlich unser Wunsch, noch mehr Waffen und Ausr\u00fcstung m\u00f6glichst schnell zu erhalten.\u00ab<\/p>\n<p>Die direkte Lieferung von Kampf- und Sch\u00fctzenpanzern ist f\u00fcr Scholz weiterhin ein Tabu. Auch kein anderer Nato-Staat hat bisher solche Waffensysteme an die Ukraine abgegeben. Spanien hat allerdings Leopard-2-Panzer aus deutscher Produktion angeboten.<\/p>\n<h3>Internationale Reaktionen<\/h3>\n<p>Die<strong> Internationale Atombeh\u00f6rde IAEA<\/strong> will eine <strong>dauerhafte Mission <\/strong>im Atomkraftwerk <strong>Saporischschja <\/strong>im S\u00fcden der Ukraine etablieren. Das sagte IAEA-Chef Rafael am Donnerstagabend in einem auf Twitter ver\u00f6ffentlichten Video-Statement. Inspekteure begannen zuvor ihre Arbeit in dem AKW, das seit Monaten immer wieder unter Beschuss ger\u00e4t. Grossi sprach von einem \u00bblange erwarteten Besuch\u00ab.<\/p>\n<p>Russland hatte sich offen gezeigt f\u00fcr eine dauerhafte Mission der IAEA am Kraftwerk. Kiew besteht hingegen auf dem vollst\u00e4ndigen Abzug der russischen Truppen und einer Demilitarisierung der Kraftwerksumgebung. Die IAEA-Mission solle daf\u00fcr den ersten Schritt darstellen. Am Mittwoch hatte Grossi gesagt, die Inspektion solle zun\u00e4chst mehrere Tage dauern.<\/p>\n<p>\u00bbIch habe gerade einen ersten Rundgang durch die Schl\u00fcsselbereiche absolviert\u00ab, sagte Grossi in dem Video. Es gebe noch viel zu tun. Neun Experten einschlie\u00dflich Grossi verlie\u00dfen am Nachmittag das Gel\u00e4nde und f\u00fchren zur\u00fcck in ukrainisches Gebiet, f\u00fcnf blieben f\u00fcr weitere Untersuchungen vor Ort in dem Kraftwerk.<\/p>\n<p>In der Diskussion um <strong>Einreisebeschr\u00e4nkungen <\/strong>f\u00fcr russische <strong>Staatsb\u00fcrger <\/strong>in die <strong>EU <\/strong>wollen die an Russland grenzenden L\u00e4nder Gespr\u00e4che \u00fcber eine regionale L\u00f6sung f\u00fchren. \u00bbN\u00e4chste Woche finden die ersten Treffen der f\u00fcnf Staaten statt. Wir hoffen auf eine gemeinsame Einigung\u00ab, sagte Litauens Au\u00dfenminister Gabrielius Landsbergis nach Angaben der Agentur BNS am Donnerstag in Vilnius. M\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen der baltischen Staaten, Polen und Finnland umfassen demnach zus\u00e4tzliche Fragen f\u00fcr Grenzg\u00e4nger oder Vorwarnungen dar\u00fcber, dass an der Grenze nur Inhaber bestimmter Arten von Visa durchgelassen werden sollen.<\/p>\n<p>Die EU hatte am Mittwoch beschlossen, ein <strong>Abkommen <\/strong>mit <strong>Russland <\/strong>zur Erleichterung der Visa-Vergabe <strong>vollst\u00e4ndig auszusetzen<\/strong>. Der Schritt ist eine weitere Sanktion als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Er gilt als Minimalkompromiss im seit Wochen anhaltenden EU-Streit um den Umgang mit Visa-Antr\u00e4gen russischer Staatsangeh\u00f6riger. Besonders die baltischen Staaten dr\u00e4ngen dabei auf einen grunds\u00e4tzlichen Stopp von Touristenvisa in den Schengen-Raum.<\/p>\n<h3>Wirtschaftliche Konsequenzen<\/h3>\n<p>Ein <strong>Frachter <\/strong>mit Getreide aus der Ukraine ist in der <strong>Meerenge Bosporus auf Grund gelaufen<\/strong>. Grund sei eine St\u00f6rung am Ruder, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstagabend. Die Meerenge wurde vorerst f\u00fcr den Schiffsverkehr gesperrt. Das Schiff \u00bbLady Zehma\u00ab hat <strong>3000 Tonnen Mais <\/strong>geladen und ist auf dem Weg nach Italien, hie\u00df es nach Angaben des in Istanbul eingerichteten Kontrollzentrums f\u00fcr die ukrainischen Getreideexporte.<\/p>\n<p>Der Bosporus und die Dardanellen sind wichtige Durchfahrtsstra\u00dfen, die Schwarzes Meer und Mittelmeer verbinden. Allein der Bosporus wird t\u00fcrkischen Beh\u00f6rdenangaben zufolge j\u00e4hrlich im Durchschnitt von mehr als 40.000 Schiffen passiert.<\/p>\n<p>Agrarexporte \u00fcber die ukrainischen Schwarzmeerh\u00e4fen waren wegen des russischen Angriffskriegs zuletzt monatelang blockiert. Die Kriegsgegner Ukraine und Russland hatten am 22. Juli unter Uno-Vermittlung jeweils getrennt mit der T\u00fcrkei ein Abkommen unterzeichnet, um von drei H\u00e4fen Getreideausfuhren aus der Ukraine zu erm\u00f6glichen. Es wird gesch\u00e4tzt, dass mehr als 20 Millionen Tonnen Getreideerzeugnisse in der Ukraine lagern.<\/p>\n<p>Bundeskanzler <strong>Scholz<\/strong> (SPD) sieht durch die stark <strong>steigenden Energiepreise <\/strong>den weit \u00fcberwiegenden Teil der <strong>Gesellschaft unter Druck<\/strong>. Die Preise seien \u00bbf\u00fcr fast alle in Deutschland\u00ab ein Problem, sagte er am Donnerstagabend in einer Diskussionsrunde mit B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern in Essen. Auch wer ein \u00bbganz normales Einkommen\u00ab habe, der \u00bbkommt jetzt schon ins Gr\u00fcbeln\u00ab.<\/p>\n<p>Dies werde seiner Meinung nach \u00bbnoch mehr werden, da mache ich mir gar nichts vor\u00ab, f\u00fcgte Scholz hinzu. \u00bbDenn viele haben die h\u00f6heren Heizungsrechnungen, die h\u00f6heren Stromrechnungen noch gar nicht gesehen.\u00ab<\/p>\n<p>Scholz versicherte erneut, dass die Bundesregierung \u00bballes M\u00f6gliche\u00ab tun werde, \u00bbdamit wir durch diese Situation kommen\u00ab. Es sei schon viel unternommen worden, aber \u00bbwir wissen, dass das nicht reicht\u00ab.<\/p>\n<h3>Was heute passiert<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Spitze der <strong>Unionsfraktion <\/strong>im Bundestag setzt ihre Beratungen \u00fcber die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine f\u00fcr die Menschen in Deutschland fort. Im Zentrum d\u00fcrften erneut die geplanten weiteren Entlastungen f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger stehen. Der Vorsitzende der Unionsfraktion haben dazu neben EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen<\/strong> auch die Wirtschaftsweise Veronika Grimm eingeladen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem Ruderschaden ist ein ukrainisches Schiff an heikler Stelle auf Grund gelaufen. Selenskyj beschuldigt Russen, Journalisten auszusperren. Und: Atomexperten wollen in Kraftwerk bleiben. Das geschah in der Nacht. 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