{"id":14456,"date":"2022-09-01T16:36:31","date_gmt":"2022-09-01T13:36:31","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ema-gibt-angepasste-omikron-impfstoffe-frei\/"},"modified":"2022-09-01T16:36:31","modified_gmt":"2022-09-01T13:36:31","slug":"ema-gibt-angepasste-omikron-impfstoffe-frei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/ema-gibt-angepasste-omikron-impfstoffe-frei\/","title":{"rendered":"Ema gibt angepasste Omikron-Impfstoffe frei"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Die Europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde hat die Antr\u00e4ge von Biontech und Moderna gepr\u00fcft \u2013 und ihre an die Omikron-Sublinie BA.1 angepassten Impfstoffe empfohlen. Vermutlich k\u00f6nnen sie bereits kommende Woche in Deutschland verimpft werden.  <\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde Ema hat den Einsatz von weiter entwickelten Coronaimpfstoffen freigegeben. Die Empfehlung gelte f\u00fcr \u00fcber 12-J\u00e4hrige, die bereits eine Grundimmunisierung h\u00e4tten, teilte die Ema mit            . Nun muss die EU-Kommission der Entscheidung der Ema noch formell zustimmen.<\/p>\n<p>Bei dem Treffen des Ema-Ausschusses f\u00fcr Humanarzneimittel (CHMP) ging es um Antr\u00e4ge der Pharmafirmen Biontech \/Pfizer und des US-Unternehmens Moderna auf Zulassung von sogenannten bivalenten Impfstoffen. Sie sollen vor dem urspr\u00fcnglichen Sars-CoV-2 und vor der Omikron-Sublinie BA.1 Schutz bieten. In Deutschland spielen diese Virusvarianten mittlerweile keine Rolle mehr. Aktuell kursieren die Omikron-Sublinien BA.4 und BA.5. Expertinnen und Experten gehen aber davon aus, dass die angepassten Impfstoffe auch gegen die aktuell dominanten Omikron-Sublinien besser wirken.<\/p>\n<p>Studien h\u00e4tten gezeigt, dass die Impfstoffe \u00bbComirnaty Original\/Omicron BA.1\u00ab (Biontech\/Pfizer) und \u00bbSpikevax Bivalent Original\/Omicron BA.1\u00ab (Moderna) eine starke Immunantwort bei bereits geimpften Menschen gegen die Omikron-Variante BA.1 und den Wildtyp des Coronavirus hervorrufen k\u00f6nnten, hie\u00df es in der Mitteilung der Ema. Die Nebenwirkungen der angepassten Impfstoffe seien vergleichbar mit denen der urspr\u00fcnglichen Vakzinen. Sie seien meist mild und von kurzer Dauer. \u00bbAngepasste Impfstoffe k\u00f6nnen den Schutz gegen unterschiedliche Virusvarianten erweitern und zu einem optimalen Schutz gegen Covid-19 beitragen, w\u00e4hrend das Virus sich immer weiter entwickelt\u00ab, schrieb die Arzneimittelbeh\u00f6rde.<\/p>\n<p>Mitte August hatte die britische Arzneimittelbeh\u00f6rde gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den sogenannten bivalenten Coronaimpfstoff von Moderna gegeben, der ebenso wie das Biontech-Vakzin sowohl gegen den urspr\u00fcnglichen Coronavirus-Stamm als auch gegen die Omikron-Subvariante BA.1 wirkt. In den USA genehmigte die Arzneimittelbeh\u00f6rde FDA am Mittwoch zwei auf die Subtypen BA.4 und BA.5 zielende angepasste Impfstoffe von Moderna sowie von Biontech\/Pfizer per Notfallzulassung. Auch in der EU haben die Hersteller eine Zulassung f\u00fcr diese Impfstoffe eingereicht, zu der jedoch aktuell noch keine Entscheidung vorliegt. Die Ema teilte mit, dass die Antr\u00e4ge aktuell gepr\u00fcft w\u00fcrden. Das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass auch diese Vakzine in wenigen Wochen zur Verf\u00fcgung stehen werden.<\/p>\n<p>Zu den neuen Impfstoffen liegen klinische Daten vor, die Pr\u00e4parate wurden an mehreren Hundert Probanden getestet. Die Antik\u00f6rperreaktionen seien mit einer Kontrollgruppe verglichen worden, die ein viertes Mal den bisherigen Impfstoff bekommen hatte, sagt der Generalsekret\u00e4r der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Immunologie, Carsten Watzl. \u00bbGesehen hat man bei den Menschen mit dem angepassten Impfstoff deutlich mehr Antik\u00f6rper gegen die Omikron-Variante \u2013 und zwar bei Jungen wie Alten wie bei Genesenen\u00ab, sagte Watzl.<\/p>\n<p>Prozentangaben zur Effektivit\u00e4t, wie es sie f\u00fcr die ersten Covid-19-Vakzine gegeben hatte, wurden nun nicht erhoben. Daten zum tats\u00e4chlichen Schutz vor symptomatischer Infektion, schwerer Erkrankung und Tod sind erst aus der Anwendung zu erwarten. Angestrebt wird ein besserer Schutz vor Omikron und hierbei vor allem vor der Erkrankung, denn ein Schutz vor der Infektion werde nach der Impfung wieder nur vor\u00fcbergehend bestehen, sagte Watzl.<\/p>\n<h3>Impfungen sollen am 5. September starten<\/h3>\n<p>Der Bund plant, Anfang September mit den Coronaimpfungen mit den fortentwickelten Vakzinen f\u00fcr neuere Virusvarianten zu starten. In den beiden Wochen ab dem 5. September werden rund 14 Millionen Dosen von Biontech\/Pfizer und Moderna erwartet. Das geht aus einem Schreiben von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hervor.<\/p>\n<p>Lauterbach empfiehlt allen, die sich demn\u00e4chst impfen lassen wollen, auf die neuen Vakzine zu warten. \u00bbJetzt macht es wirklich Sinn, die paar Tage zu warten, bis der neue Impfstoff da ist\u00ab, sagte er am Donnerstag im ARD-\u00bbMorgenmagazin\u00ab. Beide angepassten Impfstoffe b\u00f6ten einen \u00bbsehr guten Schutz\u00ab gegen alte und neue Virusvarianten. Dass alte Impfstoffe nun verfallen, bezeichnete Lauterbach als ein \u00bbLuxusproblem\u00ab. Jedem k\u00f6nne ein Impfangebot gemacht werden. \u00bbIch bin erst mal dankbar, dass dieser enorme wissenschaftliche Sprung nach vorne gelungen ist\u00ab, sagte Lauterbach.<\/p>\n<h3>Wer sollte sich nun impfen lassen?<\/h3>\n<p>Nach eigenen Angaben ist Lauterbach mit der St\u00e4ndigen Impfkommission (Stiko) im Gespr\u00e4ch. Eine Woche nach der Zulassung des neuen Impfstoffs werde das Gremium eine Empfehlung aussprechen.<\/p>\n<p>Immunologe Watzl h\u00e4lt eine Empfehlung f\u00fcr einen zweiten Booster mit den neuen Pr\u00e4paraten nur f\u00fcr bestimmte Gruppen f\u00fcr wahrscheinlich \u2013 etwa Menschen ab 60 Jahren, mit unterdr\u00fccktem Immunsystem oder mit Vorerkrankungen. \u00bbIch w\u00e4re sehr \u00fcberrascht, wenn die Stiko sagen w\u00fcrde, dass sich alle Erwachsenen noch mal impfen lassen sollen.\u00ab Er wolle der Stiko nicht vorgreifen \u2013 aber allen voran profitierten Risikopatienten. \u00bbEine schwere Erkrankung ist damit weniger wahrscheinlich.\u00ab Wer also \u00fcber 60 sei und bisher mit der vierten Impfung gewartet habe, f\u00fcr den sei jetzt die Gelegenheit.<\/p>\n<p>F\u00fcr gesunde Menschen unter 60 gelte, dass der zus\u00e4tzliche Booster in der Regel nicht gebraucht werde, sagte Watzl. Er sprach sich dennoch daf\u00fcr aus, J\u00fcngeren den angepassten Impfstoff nicht generell zu verwehren: Da die Impfstoffe, wenn auch nur vor\u00fcbergehend, wieder mehr Schutz vor der Infektion schafften, k\u00f6nne eine Impfung sinnvoll sein, wenn sich jemand etwa wegen Risikopatienten in der Familie mehr Schutz w\u00fcnscht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Arzneimittelbeh\u00f6rde hat die Antr\u00e4ge von Biontech und Moderna gepr\u00fcft \u2013 und ihre an die Omikron-Sublinie BA.1 angepassten Impfstoffe empfohlen. 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