{"id":1158,"date":"2020-07-16T10:57:46","date_gmt":"2020-07-16T07:57:46","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/twitter-gehackt-warum-so-viele-prominente-plotzlich-fur-einen-bitcoin-betrug-warben\/"},"modified":"2020-07-16T10:57:46","modified_gmt":"2020-07-16T07:57:46","slug":"twitter-gehackt-warum-so-viele-prominente-plotzlich-fur-einen-bitcoin-betrug-warben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/twitter-gehackt-warum-so-viele-prominente-plotzlich-fur-einen-bitcoin-betrug-warben\/","title":{"rendered":"Twitter gehackt: Warum so viele Prominente pl\u00f6tzlich f\u00fcr einen Bitcoin-Betrug warben"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/73d79160-f8e1-4823-a280-12a1f2b7b254_w948_r1.77_fpx37.41_fpy50.jpg\" title=\"Barack Obama: Auch sein Account war vom Twitter-Hack betroffen\" alt=\"Barack Obama: Auch sein Account war vom Twitter-Hack betroffen\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Barack Obama: Auch sein Account war vom Twitter-Hack betroffen<\/p>\n<p>  Foto: Robert Nickelsberg\/ Getty Images  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Nutzerinnen und Nutzer von Twitter sind einiges gewohnt, von Donald Trumps verbalen Rundumschl\u00e4gen, die gern auch mal Twitter selbst treffen, bis hin zu den fragw\u00fcrdigen Aktionen und P\u00f6beleien anderer Promi-Nutzer wie Tesla-Chef Elon Musk. Einige Kurznachrichten, die am Mittwochabend deutscher Zeit in den Timelines auftauchten, d\u00fcrften jedoch auch langj\u00e4hrige Kenner der Plattform \u00fcberrascht haben.<\/p>\n<p>Da hie\u00df es pl\u00f6tzlich auf den offiziellen Accounts von Unternehmern wie Bill Gates, Warren Buffett und Jeff Bezos, dass sie jedem, der an eine bestimmte Adresse Bitcoin sende, das Doppelte seiner Einzahlung zur\u00fcckschicken. \u00c4hnliche Versprechen tauchten auch auf den Accounts von Barack Obama, Joe Biden und Kayne West auf. Und auch \u00fcber Nutzerkonto von Elon Musk war ein \u00e4hnlicher Aufruf gepostet worden, sogar Apple und Uber sowie die Konten einiger Bitcoin-Portale mischten Berichten zufolge mit.<\/p>\n<p>Das Ganze war, daran besteht kein Zweifel, ein Betrugsversuch Dritter. Offenkundig schickt kein weltbekannter Investor oder Politiker 2000 Dollar in Digitalw\u00e4hrung an ihm v\u00f6llig Fremde, wenn diese ihm binnen 30 Minuten Bitcoin im Wert von 1000 Dollar schicken, wie es der Tweet von seinem Konto in Aussicht stellte. Bitcoin-Betrugsmaschen mit vergleichbaren &quot;Zahl erst du, dann zahl ich&quot;-Aufrufen gibt es auf Twitter seit Jahren: Immer wieder probieren Kriminelle etwa, Promi-Accounts nachzubauen, um verwirrte Nutzer mit Nachrichten dieser Fake-Accounts um ihr Kryptogeld zu bringen.<\/p>\n<p>Diesmal jedoch ging es nicht um Fake-Accounts. Einem Hacker oder einer Hackergruppe war es offenbar gelungen, zahlreiche echte und von Twitter sogar mit einem blauen Haken verifizierte Accounts zu kapern. Es war die Breite und Sichtbarkeit des Hacks, die irritierte. Twitter, so schien es am Mittwochabend, hatte zumindest zeitweise die Kontrolle \u00fcber zahlreiche seiner wichtigsten Nutzerkonten mit vielen Millionen Followern verloren.<\/p>\n<h3><strong>Auch der Twitter-Chef wurde schon gehackt<\/strong><\/h3>\n<p>So ergab sich ein verheerendes Bild, selbst in Relation zu Accounts-Hacks aus der Vergangenheit, bei denen beispielsweise 2019 jemand \u00fcber das Nutzerkonto von Twitter-Chef Jack Dorsey rassistische und vulg\u00e4re Tweets verschicken konnte. Wenn nicht einmal die Konten von Milliard\u00e4ren und Milliardenkonzernen vor \u00dcbernahmen durch Dritte sicher sind, konnten sich Nutzer fragen, warum sollte es dann mein Twitter-Account sein?<\/p>\n<p>Es dauerte einige Stunden, samt einer zeitweise Tweet-Sperre f\u00fcr alle verifizierten Accounts, bis Twitter das Chaos auf seiner Plattform wieder im Griff hatte. Als die betr\u00fcgerischen Botschaften gel\u00f6scht waren, gab Twitter am Donnerstagmorgen eine Erkl\u00e4rung zu den Vorf\u00e4llen ab.<\/p>\n<p>Man habe einen Social-Engineering-Angriff bemerkt, schrieb das Unternehmen, gemeint ist damit eine Attacke, bei der menschliche Schw\u00e4chen ausgenutzt wurden. Twitter zufolge war es dabei Personen gelungen, &quot;erfolgreich einige unserer Mitarbeiter mit Zugang zu internen Systemen und Werkzeugen ins Visier zu nehmen&quot;. Man pr\u00fcfe nun, ob die Angreifer, &#8211; jenseits der f\u00fcr jeden sichtbaren Nachrichten &#8211; weiteren Schaden angerichtet haben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Twitter best\u00e4tigte auf diese Weise, was IT-Experten geahnt haben d\u00fcrften: Da so viele, voneinander unabh\u00e4ngige Accounts von der Attacke betroffen waren, war die Wahrscheinlichkeit deutlich h\u00f6her, dass es bei Twitter, also mutma\u00dflich im Bereich der internen Account-Verwaltung, ein Sicherheitsproblem gegeben hatte und nicht extern bei jedem einzelnen der Konten. Auch Screenshots, die &quot;Motherboard&quot; zugespielt wurden, deuten klar auf eine Schwachstelle im Team von Twitter hin. So h\u00e4tte offenbar auch das st\u00e4rkste Passwort der Welt Nutzer nicht vor diesem Angriff gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p>&quot;Ein harter Tag f\u00fcr uns bei Twitter&quot;, schrieb Twitter-Chef Jack Dorsey. &quot;Wir alle f\u00fchlen uns schrecklich, weil dies passiert ist.&quot;<\/p>\n<h3>Manche Nutzer reagieren mit Galgenhumor<\/h3>\n<p>Viele Nutzer von Twitter reagierten am Donnerstagmorgen mit einem Mix aus Schock, Spott und Galgenhumor auf die Attacke, Hashtags wie #hacked machten die Runde. Vielfach kommentiert wurde auch der Bitcoin-Betrugsversuch, den dank der Promi-Accounts Millionen von Nutzern zu sehen bekamen.<\/p>\n<p>Mehrere der Bitcoin-Adressen, an die Nutzer ihre Zahlungen schickten sollten, d\u00fcrfen inzwischen nicht mehr in Tweets erw\u00e4hnt werden. An die am h\u00e4ufigsten von den Betr\u00fcgern genutzte Adresse waren bis zum Donnerstagmorgen \u00fcbrigens umgerechnet rund 103.000 Euro gesendet worden &#8211; bei einigen Bitcoin-Besitzern k\u00f6nnte die Betrugsmasche, kombiniert mit dem ungew\u00f6hnlichen hohen Promi-Faktor, also doch Eindruck gemacht haben.<\/p>\n<p>Ein unbekannter Bitcoin-Nutzer nutzte die Aufmerksamkeit um Hack derweil, um Werbung f\u00fcr eine alternative Digitalw\u00e4hrung zu machen. Er \u00fcberwies mehrere kleine Summen an die im Zentrum des Hacks stehende Adresse und versteckte in den Transaktionsdetails eine Botschaft. &quot;Bitcoin kann nachverfolgt werden, warum nicht Monero nutzen&quot;, schrieb er mit Bezug auf die besonders im Darknet beliebte Bitcoin-Alternative Monero. Weil alle Bitcoin-Transaktion auf der Blockchain, in einer Art \u00f6ffentlichem Kassenbuch, von jedem eingesehen werden konnte, war die Nachricht f\u00fcr alle Interessierten aufzufinden.<\/p>\n<p><em>Mitarbeit: Max Hoppenstedt<\/em><\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Barack Obama: Auch sein Account war vom Twitter-Hack betroffen Foto: Robert Nickelsberg\/ Getty Images Die Nutzerinnen und Nutzer von Twitter sind einiges gewohnt, von Donald Trumps verbalen Rundumschl\u00e4gen,<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1158","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1158","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1158"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1158\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1158"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}