Zweifel in Europa wachsen: Trump bemüht sich weiter um Treffen zwischen Putin und Selenskyj
Politik

Trump hatte nach einem Ukraine-Gipfeltreffen im Weißen Haus am Montag vergangener Woche verkündet, ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj vorzubereiten.
US-Präsident Trump drängt weiter auf ein Treffen zwischen Russlands Präsident Putin und dem ukrainischen Staatschef Selenskyj. Während das Weiße Haus von laufenden Kontakten spricht, sehen Kanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron in Moskaus Verhalten vor allem Taktik.
US-Präsident Donald Trump bemüht sich nach Angaben aus dem Weißen Haus weiterhin um ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj. Trump und sein nationales Sicherheitsteam stünden weiterhin mit russischen und ukrainischen Vertretern in Kontakt, "um ein bilaterales Treffen zu organisieren, das das Töten beenden und den Krieg beenden soll", sagte eine hochrangige Vertreterin des Weißen Hauses.

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Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatten sich am Freitag überzeugt gezeigt, dass Putin seine Bereitschaft zu einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Selenskyj nur vorgetäuscht habe. "Mich überrascht das offen gestanden nicht, denn es gehört zur Strategie dieses russischen Präsidenten, genauso vorzugehen", sagte Merz zum Abschluss des 25. deutsch-französischen Ministerrats in Toulon.
Macron ergänzte: "Falls es bis Montag nicht zu dem Treffen zwischen Putin und Selenskyj kommt, (…) ist klar, dass Putin (US-Präsident Donald) Trump hat auflaufen lassen." Der französische Präsident kündigte an, er und Merz würden am Wochenende jeweils einzeln mit Trump sprechen.
Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller bezeichnete es als "absurd" zu behaupten, Trump werde ausgespielt. Vor Journalisten reagierte er auf Macrons Äußerungen mit den Worten, Trump arbeite "unermüdlich daran, das Töten zu beenden, und das ist etwas, das jeder auf der Welt begrüßen sollte".
"Die wahren Absichten" des russischen Präsidenten

Politik 29.08.25 Jeweils einzelne Telefonate Merz und Macron wollen am Wochenende mit Trump sprechen
Trump hatte nach einem Ukraine-Gipfeltreffen im Weißen Haus am Montag vergangener Woche verkündet, ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj vorzubereiten. Merz sagte damals in Washington, ein solches Treffen solle "innerhalb der nächsten zwei Wochen" stattfinden. Die russische Führung machte aber in der Folge immer wieder deutlich, dass ein solches Treffen nicht angestrebt wird.
Bei Angriffen mit Drohnen und Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew waren am Donnerstag nach jüngsten ukrainischen Angaben mindestens 25 Menschen getötet worden, darunter vier Kinder. Das jüngste Opfer sei "noch nicht einmal drei Jahre alt" gewesen, erklärte Selenskyj am Freitag im Onlinedienst X. Dieser "absolut abscheuliche" Angriff zeige "die wahren Absichten" des russischen Präsidenten Putin, erklärte Selenskyj. "Weiter töten, anstatt Maßnahmen zu ergreifen, um Frieden zu erreichen", schrieb er.
Quelle: ntv.de, jki/AFP