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Xi Jinping: Eine digitale Rede in Davos – und was sie bedeutet

January 26
22:36 2021
Regiert in Peking mit harter Hand: Xi Jinping Icon: vergrößern

Regiert in Peking mit harter Hand: Xi Jinping

Foto: PASCAL BITZ/WEF HANDOUT/EPA-EFE/Shutterstock

Es war schon immer mühsam, sich Reden chinesischer Politiker anzuhören, und als Unterhalter ragt auch Staatschef Xi Jinping nicht über seine Vorgänger hinaus. Doch wenn er wie am Montag in einer Videoansprache vor dem Davoser Weltwirtschaftsforum spricht, sollte man sich die Zeit nehmen, etwas genauer hinzuhören.

Er spricht schließlich für ein Regime, das sich zurzeit für fast unangreifbar hält und dessen nächste Schritte für fast alle Länder Konsequenzen haben werden. Ähnlich wie bei seiner viel beachteten Davos-Rede 2017 schwang sich Xi auch diesmal wieder zum Bannerträger der internationalen Zusammenarbeit auf, zum Anwalt der Entwicklungsländer und zum Vorkämpfer gegen Protektionismus und Isolationismus. Aber ein paar entscheidende Nuancen haben sich verändert.

Chinas Staatsmedien bereiteten Xis Rede über Nacht bereits für das heimische Publikum auf und verschickten einige »goldene Sentenzen« im zensierten Internet. An vielen Chinesen wird dieser Propaganda-Push vorüberziehen wie viele andere zuvor; sie kennen den Jargon. Für westliche Beobachter aber ist interessant, welche Sätze Xi diesmal gebrauchte, was sie bedeuten und welche Widersprüche sie enthalten.

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