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Wladimir Putin verspricht Afrikanischer Union kostenloses Getreide

July 27
14:58 2023

Kremlchef Wladimir Putin hat zum Auftakt des zweiten russischen Afrika-Gipfels in Sankt Petersburg den Vertretern des Kontinents verlässliche Lebensmittellieferungen zugesichert. »Russland bleibt ein zuverlässiger Lieferant von Nahrung für Afrika«, sagte Putin bei einer teils im Staatsfernsehen übertragenen Sitzung mit Vertretern der Afrikanischen Union (AU). Bei dem Treffen beklagte der Vorsitzende der AU-Kommission, Moussa Faki Mahamat, dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine die Lebensmittelkrise teilweise verstärke. »Afrika leidet darunter«, sagte er laut russischer Übersetzung.

Als Putin, dem der Westen ein »Spiel mit dem Hunger« in Afrika vorwirft, zur Reaktion ansetzte, wurde die TV-Übertragung abgebrochen. Der Kremlchef hatte in der vergangenen Woche das unter Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei geschlossene Abkommen zur Verschiffung von ukrainischem Getreide über das Schwarze Meer aufgekündigt. Das rief neue Verunsicherung auf den globalen Lebensmittelmärkten hervor. Die Ukraine gilt als wichtiger Exporteur unter anderem von Mais und Weizen.

Putin lehnt eine Wiederaufnahme des Abkommens ab. Er verlangt vielmehr eine Lockerung der westlichen Sanktionen, weil er dadurch den Export von eigenem Getreide und Dünger behindert sieht. Der Kremlchef hat angeboten, die ukrainischen Mengen durch russisches Getreide zu ersetzen und Lebensmittel auch kostenlos bereitzustellen. Russland wolle nach Burkina Faso, Simbabwe, Mali, Somalia, in die Zentralafrikanische Republik und nach Eritrea in den nächsten drei bis vier Monaten 25.000 bis 50.000 Tonnen Getreide gratis liefern. Putin sagte auch, dass der russisch-afrikanische Handel trotz der Sanktionen im ersten Halbjahr um 35 Prozent gewachsen sei. Russland gilt zudem als wichtigster Waffenlieferant Afrikas.

Seit Beginn des Ukrainekriegs bemüht sich Kreml um engere Beziehungen zu Afrika

Zu dem zweitägigen Gipfel in Putins Heimatstadt werden Delegationen aus 49 afrikanischen Staaten erwartet – darunter 17 Staatschefs wie der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa. Das südafrikanische Präsidentschaftsbüro hatte am Mittwoch mitgeteilt, Ramaphosa und Putin würden über Maßnahmen sprechen, die »die Bedingungen für einen Weg zum Frieden zwischen Russland und der Ukraine« schaffen sollen.

Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine bemüht sich Russland zunehmend um engere Beziehungen zu Afrika. Der russische Außenminister Sergej Lawrow betonte in diesem Jahr bei mehreren Auslandsreisen Russlands Gegnerschaft gegen »westlichen Imperialismus« und versuchte, damit Staatschefs zur Unterstützung Moskaus zu gewinnen.

In mehreren afrikanischen Ländern genießt Putin noch immer Unterstützung, besonders im Sicherheitsbereich: Die russische Söldnertruppe Wagner ist ein wichtiger Akteur in afrikanischen Konflikten – doch ihr gescheiterter Aufstand gegen die russische Militärführung im vergangenen Monat hat Fragen über die Zukunft der Gruppe in Afrika aufgeworfen.

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