Wie Angela Merkel und die Saar-Connection Emmanuel Macron schützten
Icon: vergrößernPräsident Macron, Kanzlerin Merkel
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Einmal in der Woche, in der Regel am Dienstagnachmittag, schaltet sich der Corona-Krisenstab der Bundesregierung per Videokonferenz zusammen. In der Öffentlichkeit spielt das Gremium keine große Rolle, das Publikum interessiert sich mehr für die Sitzungen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin.
Doch besagter Krisenstab, der in dieser Woche zum 60. Mal tagte, erfüllt seit einem Jahr eine zentrale Aufgabe bei der Bekämpfung der Pandemie. Die leitenden Beamten beraten zum Beispiel, welche Länder oder Regionen als »Risikogebiete«, »Hochinzidenzgebiete« oder »Virusvariantengebiete« eingestuft werden.
Offiziell teilt das Robert Koch-Institut mit, welche Länder als besonders gefährlich gelten, die Entscheidungen werden jedoch vom Krisenstab vorbereitet und vom Bundesinnenministerium, dem Gesundheitsministerium und dem Auswärtigen Amt getroffen. Man sollte meinen, dass diese Einstufungen auf Basis klarer Zahlen erfolgen.
Aber dem ist längst nicht immer so. Das belegen Protokolle aus dem Krisenstab, die der SPIEGEL einsehen konnte.

