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Wer mit wem im Bundestag?: Das sagt der ntv-Koalitionsrechner

February 24
04:36 2025

Politik

Die Union aus CDU und CSU hat die Bundestagswahl klar gewonnen, wenn auch mit einem vergleichsweise schwachen Ergebnis. Die Frage, wie Wahlgewinner Friedrich Merz eine tragfähige Regierungskoalition schmieden kann, ist noch offen. Die FDP scheidet als möglicher Partner aus: Die Liberalen scheitern laut aktuellem Auszählungsstand an der Fünf-Prozent-Hürde. Das BSW bleibt offenbar ebenfalls knapp unter der entscheidenden Schwelle.

Welche Koalitionsoptionen ergeben sich aus diesen Mehrheitsverhältnissen? Der Koalitionsrechner bei ntv.de zeigt die rechnerisch möglichen Regierungsbündnisse auf Grundlage der jeweils aktuellsten Hochrechnungen:

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Hinweis: Die Daten zum Koalitionsrechner werden am Wahlabend laufend aktualisiert. In der Standardeinstellung zeigt der Rechner die Ausgangslage mit den bisherigen Regierungsparteien.

Ein Aufstieg des "Bündnis Sahra Wagenknecht" (BSW) hätte große Auswirkungen auf die Sitzverteilung und auch auf die möglichen Koalitionsoptionen. In einem Bundestag mit sechs Fraktionen dürfte es für ein Zweierbündnis aus Union und SPD knapp werden.

Sollten neben Linken auch Abgeordnete des BSW vertreten sein, wäre eine eigenständige Mehrheit ohne dritten Koalitionspartner für Schwarz-Rot voraussichtlich nicht möglich. Die Union müsste dann wohl auch mit den Grünen sprechen. Gespräche mit der AfD hat Merz mehrfach ausdrücklich ausgeschlossen.

Neues Wahlrecht, fixe Zahl an Sitzen

Das neue, von der Ampel-Koalition beschlossene Wahlrecht deckelt die Gesamtzahl der zu vergebenden Sitze zudem auf 630. Die entscheidende Schwelle zur Kanzlermehrheit liegt damit fest bei 316 Sitzen. Bei der zurückliegenden Bundestagswahl 2021 waren noch 736 Abgeordnete in den Bundestag eingezogen.

Mit dem neuen Wahlrecht fallen insbesondere Überhang- und Ausgleichsmandate weg. Die Sitzverteilung orientiert sich zwar in erster Linie weiterhin am Anteil der erzielten Zweitstimmen. Direktmandate, die über die Zweitstimmendeckung hinausgehen, finden bei der Sitzverteilung jedoch künftig keine Berücksichtigung mehr.

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Das heißt: Auch prominente Kandidaten können trotz ihres Erfolgs im Wahlkreis leer ausgehen, wenn ihre Partei in dem jeweiligen Bundesland zu wenige Zweitstimmen erhält. Prognosen zufolge dürfte das bei der anstehenden Bundestagswahl bis zu 19 Wahlkreise in Deutschland treffen.

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Politik 24.02.25 Alle Wahlkreise ausgezählt Alle Daten zur Bundestagswahl

Die Grundmandatsklausel bleibt erhalten: Kleinere Parteien, die mindestens drei Direktmandate gewinnen, bekommen Sitze nach ihrem Zweitstimmenergebnis zugeteilt, auch wenn sie bundesweit unter der Fünf-Prozent-Hürde liegen.

Ein entscheidender Faktor für den Wahlausgang dürfte vor allem sein, wie viele Menschen tatsächlich von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Die Wahlbeteiligung lag bei der Bundestagswahl 2021 bei 76,6 Prozent. Das heißt im Umkehrschluss, dass fast ein Viertel der Wahlberechtigten auf eine Teilnahme verzichtete. Das ungenutzte Einflusspotenzial ist enorm.

Quelle: ntv.de

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