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Weltkarte aus dem Weißen Haus: Diese Staaten stehen auf Trumps Zoll-Liste

April 03
17:35 2025

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Mit einem zollpolitischen Rundumschlag erschüttert US-Präsident Trump den Welthandel: Für die Einfuhr von Gütern in die USA werden künftig enorme Aufschläge fällig. Welche Länder sind wie stark betroffen? Die komplette Liste aus dem Weißen Haus im Überblick.

US-Präsident Donald Trump hat per Dekret neue Zölle gegen Handelspartner in der ganzen Welt verhängt. Gesonderte Einfuhrabgaben gelten gestaffelt für 83 Länder, darunter alle 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Einen pauschalen Aufschlag von 10 Prozent soll der US-Zoll künftig für Einfuhren aus 102 weiteren Staaten erheben.

Welche Länder sind von Trumps Zollkeule betroffen? Für welche Staaten gelten Ausnahmen? Die Weltkarte der neuen US-amerikanischen Außenhandelspolitik im Überblick:

Die stärkste Volkswirtschaft der Erde greift massiv in den Welthandel ein: Erklärtes Ziel der brachialen, in diesem Ausmaß nie dagewesenen Maßnahmen ist es, die "Warenimporte zu regulieren", wie es in der Verordnung aus dem Weißen Haus heißt, um "Handelspraktiken zu korrigieren", die zu dem "großen und anhaltenden Handelsdefizit" der USA beitragen.

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Die teils kräftig angehobenen Zollsätze betreffen eine ganze Reihe von engen Handelspartnern der Vereinigten Staaten. Für Einfuhren aus der Europäischen Union zum Beispiel sind Aufschläge von 20 Prozent vorgesehen. Importe aus Indien werden mit Zöllen von 26 Prozent belegt, Waren aus Südkorea mit 25 Prozent und aus Japan mit 24 Prozent.

Besonders stark treffen die neuen Einfuhraufschläge China – also das Land, aus dem die USA bisher weitaus mehr Waren einführen als exportieren. Für Importe aus der Volksrepublik gilt künftig ein zusätzlicher Zollaufschlag von 34 Prozent.

Dieser Aufschlag kommt zu dem bisher bereits geltenden Zollsatz von 20 Prozent hinzu, der bereits seit dem 4. März für Waren aus der Volksrepublik gilt und der auf zuvor geltende Zölle draufgesattelt wurde. Insgesamt summieren sich Trumps Strafzölle auf China-Importe somit auf 54 Prozent.

Ausnahmen für Russland, Belarus, Kuba und Nordkorea

Einzelne Waren wie Kupfer, Arzneimittel, Halbleiter, Holz, Gold und "bestimmte Mineralien" sind nach Angaben des Weißen Hauses nicht von den neuen Zöllen betroffen. Ausgenommen von der aktuellen Strafzollrunde sind zudem Kanada und Mexiko. Gegen die beiden unmittelbaren Nachbarländer hatte Trump bereits am 4. März Zölle von 25 Prozent verhängt. Für einen Großteil der Einfuhren aus Mexiko und Kanada hatte er die neuen Zölle jedoch kurz darauf vorerst ausgesetzt.

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Auch Kuba, Belarus, Nordkorea und Russland sind von Trumps neuen Zöllen derzeit nicht betroffen. Dazu erklärte das Weiße Haus, diese Länder seien bereits mit Sanktionen belegt, die "jeden sinnvollen Handel ausschließen", wie Trump-Sprecherin Karoline Leavitt erklärte.

Vor Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine kamen die USA und Russland auf ein beiderseitiges Handelsvolumen von rund 35 Milliarden Dollar. Dieses schmolz in den drei Jahren des Krieges unter dem Druck der Sanktionen zusammen. Allerdings wurden zwischen den beiden Staaten im vergangenen Jahr immer noch Güter im Wert von 3,5 Milliarden Dollar gehandelt. Während Russland von den neuen Maßnahmen verschont bleibt, werden gegen die Ukraine auch Zölle in Höhe von zehn Prozent festgelegt.

Quelle: ntv.de, mmo/AFP

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