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USA: Acht Teilnehmer für erstes TV-Duell qualifiziert – Donald Trump hat andere Pläne

August 19
01:56 2023

Weniger als eine Woche vor dem ersten republikanischen Fernsehduell des Wahlkampfs für die US-Wahl 2024 teilten acht Bewerber mit, dass sie die Voraussetzungen erfüllen, um in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin live gegeneinander anzutreten.

Um sich für das TV-Duell am 23. August zu qualifizieren, müssen die Bewerber die vom Nationalkomitee der Republikaner (RNC) festgelegten Anforderungen an Umfrageergebnisse und Spender erfüllen. Sie müssen mindestens ein Prozent in drei renommierten Umfragen erreichen und mindestens 40.000 Spender, davon 200 in 20 oder mehr Bundesstaaten vorweisen.

Außerdem sieht das RNC vor, dass die Teilnahmeberechtigten vor dem TV-Duell am Mittwochabend (Ortszeit) eine Verpflichtungserklärung unterzeichnen müssen. Darin versprechen sie, den endgültigen Kandidaten der Partei zu im Wahlkampf unterstützen.

Diese acht Kandidaten haben sich nach den Kriterien des RNC bisher für das erste republikanische TV-Duell qualifiziert:

  • Donald Trump: Der Ex-Präsident führt mit weitem Abstand in den parteiinternen Vorwahlumfragen – allerdings will er nicht an der Fernsehdebatte teilnehmen. Wie die »New York Times« berichtet , plane Trump, stattdessen dem ehemaligen Fox-News-Moderator Tucker Carlson ein Interview zu geben. Unter Verweis auf seinen Vorsprung in den Umfragen, kokettierte Trump immer wieder damit, dem TV-Duell fernzubleiben.

  • Ron DeSantis: Der rechtsradikale Gouverneur des Bundesstaates Florida schwächelte zuletzt in den Umfragen, liegt aber noch immer auf Platz zwei hinter Trump, wenn auch weit abgeschlagen. Da bereits mit der Abwesenheit Trumps gerechnet wurde, bereitet sich DeSantis darauf vor, zur Hauptzielscheibe der Attacken seiner parteiinternen Konkurrenten zu werden.

  • Tim Scott: Der schwarze Senator aus South Carolina erreichte in einer Umfrage im Bundesstaat Iowa zusammen mit Trump und DeSantis zweistellige Werte. Scott hat einen Großteil seiner Wahlkampfressourcen auf Iowa konzentriert, wo im Januar 2024 zuerst gewählt wird, und in dem viele rechte evangelikale Christen leben.

  • Nikki Haley: Als einzige Frau im Vorwahlkampf der Republikaner ist sie der Ansicht, die Teilnahme von Transgender-Schülern an Sportwettkämpfen sei »das Frauenthema unserer Zeit«. Die ehemalige Uno-Botschafterin unter Trump wurde außerdem von einer führenden Anti-Abtreibungsgruppe gelobt. Haley sei »einzigartig begabt darin, aus Frauenperspektive Pro-Life zu kommunizieren«.

  • Vivek Ramaswamy: Der Biotech-Unternehmer und Autor des Buchs »Woke, Inc: Inside Corporate America's Social Justice Scam« ist ein Publikumsliebling bei Veranstaltungen mit mehreren Bewerbern. Er hat recht gute Umfragewerte, obwohl er zum Zeitpunkt seiner Kandidatur noch nicht landesweit bekannt war. Er wolle sich auf das TV-Duell nicht speziell vorbereiten.

  • Chris Christie: Der ehemalige Gouverneur von New Jersey startete seinen Wahlkampf, indem er sich als der einzige Bewerber darstellte, der bereit sei, es mit Trump aufzunehmen. Christie forderte den ehemaligen Präsidenten auf, »zu den TV-Debatten zu erscheinen und seine Bilanz zu verteidigen«.

  • Doug Burgum: Der reiche ehemalige Software-Unternehmer ist derzeit Gouverneur von North Dakota. Im Juli kündigte er an, Geschenkkarten im Wert von 20 Dollar – »Biden Relief Cards«, in Anspielung auf Präsident Joe Bidens Umgang mit der Wirtschaft – an bis zu 50.000 Personen im Austausch für einen Dollar Spenden verschenken zu wollen. Kritiker zweifelten an, ob das Angebot gegen das Gesetz zur Wahlkampffinanzierung verstößt.

  • Mike Pence: Der ehemalige Vizepräsident unter Trump hatte zunächst Probleme, die benötigte Anzahl von Spendern zu erreichen, die das RNC für das TV-Duell festgelegt hatte. Am 8. August gab Pences Wahlkampfteam jedoch bekannt, er habe die Schwelle von 40.000 Spendern überschritten.

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