US-Wahl 2020: Joe Biden holt Sieg in Michigan
Icon: vergrößernMichigan-Sieger: Joe Biden
Foto: Paul Sancya / AP
Die Amerikaner nennen sie Battleground States – jene Bundesstaaten, in denen die Präsidentschaftswahl so knapp ist, dass sich Republikaner und Demokraten mit großem Aufwand bekämpfen – vor der Abstimmung, mitunter aber auch danach.
2020 gehört vor allem Michigan dazu: Lange nach Schließung der Wahllokale zeichnet sich dort nun ein Wahlergebnis ab. Demokrat Joe Biden wird dort das Rennen machen, meldet CNN – und könnte demnach auch mit den 16 Wahlmännern rechnen. Biden liegt dort mit 49,8 Prozent zwar knapp vor Trump (48,6 Prozent) in Front, ist laut CNN aber nicht mehr einzuholen. Auch die Sender NBC und Fox News riefen Biden zum Sieger in Michigan aus.
Doch das Ringen um Michigan geht trotzdem unverändert erbittert weiter, nun mit juristischen Mitteln. Trumps Wahlkampfteam hat nach eigenen Angaben Klage bei einem Gericht in dem Bundesstaat eingereicht und einen sofortigen Stopp der weiteren Auszählung verlangt.
Den Republikanern sei es in mehreren Wahllokalen verwehrt worden, die Öffnung von Wahlbriefen und die Auszählung von Stimmen zu beobachten, erklärte Wahlkampfmanager Bill Stepien am Mittwoch. Damit sei gegen ein gesetzlich verbrieftes Recht in diesem US-Staat verstoßen worden.
In der Klage wird nach Angaben Stepiens verlangt, die Auszählung von Stimmen so lange zu stoppen, bis der Zugang zu den Wahllokalen gewährleistet sei. Auch müssten die ohne Beobachtung geöffneten Wahlbriefe neu überprüft werden.
Zu Beginn der Auszählung hatte Trump in Michigan zunächst lange teils deutlich in Front gelegen. Dieses Bild änderte sich allerdings im Tagesverlauf, als mehr und mehr Briefwähler-Stimmen ausgezählt wurden, die vor allen Dingen in urbanen Räumen wie Detroit abgegeben wurden, die eher Hochburgen der Demokraten sind.
Icon: Der Spiegel

