Umfrage zur Bayern-Wahl: CSU bei 39 Prozent, jeder Zweite unzufrieden mit Markus Söder
Zwei Monate vor der bayerischen Landtagswahl führt die CSU mit Abstand in der Sonntagsfrage. Die Partei von Ministerpräsident Markus Söder liegt mit 39 Prozent deutlich vor den zweitplatzierten Grünen, die auf 16 Prozent kommen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der »Augsburger Allgemeinen« und des SPIEGEL.
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Die AfD erreicht demnach 12 Prozent, Freie Wähler und SPD kommen jeweils auf 11 Prozent. FDP und Linke liegen mit 4 respektive 2 Prozent unter der Fünfprozenthürde und würden den Einzug in den Landtag verpassen.
Eine Fortsetzung der bisherigen Regierungskoalition aus CSU und Freien Wählern wäre bei diesem Ergebnis rechnerisch möglich. Von einer absoluten Mehrheit sind die Christsozialen allerdings weit entfernt. Die absolute Mehrheit der Mandate erreichten sie zuletzt bei der Landtagswahl 2013.
Bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2018 kam die CSU mit Spitzenkandidat Söder auf für ihre Verhältnisse magere 37,2 Prozent – das zweitschlechteste Ergebnis der Parteigeschichte.
Zwischenzeitlich erholte sich die bayerische Dauerregierungspartei in Umfragen, im ersten Jahr der Coronapandemie drang sie gar wieder in Bereiche der absoluten Mehrheit vor. Nun aber ringt die CSU mit der 40-Prozent-Marke.
Uneins sind die Bayern in der Beurteilung der Arbeit ihres Ministerpräsidenten. Mit 49 Prozent äußert sich fast jeder Zweite unzufrieden, 40 Prozent dagegen zeigen sich zufrieden.
Markus Söder ist damit weit entfernt von den eigenen Spitzenwerten zu Beginn der Pandemie, als er zeitweise bei über 60 Prozent Zufriedenheit lag.
In Bayern sind am 8. Oktober etwa zehn Millionen Menschen berechtigt, einen neuen Landtag zu wählen. Das Meinungsforschungsinstitut Civey stellt in Kooperation mit der »Augsburger Allgemeinen« und dem SPIEGEL bis dahin im Zwei-Wochen-Rhythmus die Sonntagsfrage und ermittelt die Beliebtheitswerte von Markus Söder. Die Wahlumfragen sind keine Prognosen für das Wahlergebnis. Sie bilden lediglich die politische Stimmung ab.

