Ukraine-Russland-News heute: Moskau ruft Wagner-Söldner zum Widerstand auf
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Putin kündigt entschlossene Reaktion an
9.16 Uhr: In seiner Fernsehansprache sagte Wladimir Putin auch, dass jeder, der Teil des »Aufstandes« sei, bestraft werde. Er forderte die Wagner-Söldner auf, nicht an den »kriminellen Aktionen« teilzunehmen. Jeder, der seine Waffe gegen die Armee erhebe, sei ein Verräter, sagte Putin. Die russischen Streitkräfte hätten die nötigen Befehle erhalten. Es werde eine entschlossene Reaktion geben, um die Lage in Rostow zu stabilisieren.
Putin bezeichnet Prigoschin als Verräter
9.05 Uhr: In seiner kurzfristig angekündigten Fernsehansprache hat Kremlchef Wladimir Putin den Chef der Söldnergruppe Wagner, Jewgenij Prigoschin, als Verräter beschimpft. Man brauche eine Einigkeit aller Streitkräfte, was man sehe, sei ein Stich in den Rücken. Die Unruhen bezeichnete Putin als tödliche Bedrohung, »unsere Maßnahmen werden hart sein«. Die Lage in Rostow bezeichnete der Kremlchef als schwer, man werde die Menschen und Russland »verteidigen«.
Autobahn in Woronesch auf mehr als 200 Kilometer gesperrt
8.53 Uhr: Es gibt Berichte, Wagner-Söldner würden die Stadt Woronesch kontrollieren. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Offizielles dazu gibt es nicht, die russische Nachrichtenagentur Ria zitiert lediglich den Gouverneur der Oblast Woronesch, Alexander Gussew, damit, dass der Verkehr auf der Autobahn M-4 in der Region auf mehr als 200 Kilometern gesperrt sei . Zuvor hatte die Regionalverwaltung mitgeteilt, dass sich ein Militärkonvoi auf der Autobahn bewege (siehe Eintrag um 7.07 Uhr).
Jewgenij Prigoschin, der Chef der Wagner-Söldner, die bereits die südlichere Stadt Rostow unter Kontrolle gebracht haben sollen, drohte damit, nach Moskau zu marschieren. Woronesch liegt auf halbem Weg zwischen Rostow und der Hauptstadt.
Selenskyj-Berater: »In Russland fängt alles gerade erst an«
8.37 Uhr: Antiterror-Operation – nur von wem? Moskau spricht angesichts der Bedrohung durch die Wagner-Söldner davon. Wie der führende Berater des ukrainischen Präsidenten, Wolodymyr Selenskyj, Mychailo Podoljak, bei Twitter schreibt, sei der Vorstoß des Söldnerchefs Jewgenij Prigoschin eine »Antiterror-Operation«. Einer müsse auf jeden Fall verlieren, entweder Prigoschin oder seine Gegner, twitterte Podoljak. »In Russland fängt alles gerade erst an«.

