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Ukraine-News am Mittwoch: Kämpfe um Soledar dauern laut Wolodymyr Selenskyj an – Jewgeni Prigoschin widerspricht

January 12
02:06 2023

Der Chef der Söldnertruppe Wagner behauptet, seine Männer hätten in Soledar 500 ukrainische Soldaten getötet. Laut Kiew wird aber noch gekämpft. Und: Moskau hat einen neuen Kommandeur für den Krieg. Das waren die News am 11. Januar.

Wagner-Söldner melden Leichenfund – vermisster Brite soll angeblich tot sein

22.35 Uhr: Seit mehreren Tagen waren zwei britische Staatsangehörige in der Region Donezk verschwunden. Die Söldnertruppe Wagner behauptet nun, einen der beiden tot aufgefunden zu haben.

Leseempfehlung: Die brutale Taktik der Wagner-Truppen im Donbass

21.55 Uhr: Nach heftigen Kämpfen steht Russland kurz vor der Eroberung der ukrainischen Kleinstadt Soledar. Davon könnte besonders Wagner-Chef Jewgenij Prigoschin profitieren. Er hat Rekruten rücksichtslos in die Gefechte geschickt .

Selenskyj erfreut über Leopard-Angebot

20.16 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Initiative Polens, seinem Land Leopard-Kampfpanzer zur Verfügung zu stellen, ausdrücklich begrüßt. »Vielen Dank an Präsident Duda, die polnische Regierung und alle unsere polnischen Freunde«, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache zu den Ergebnissen seines Treffens mit seinem polnischen Kollegen Andrzej Duda und dem litauischen Staatschef Gitanas Nauseda in Lwiw. Panzer aus westlicher Produktion seien »das Werk unserer gesamten Antikriegskoalition und eine neue Ebene unseres Potenzials«.

Gespräche über Schutzzone für AKW Saporischschja offenbar schwieriger

20.09 Uhr: Die Einigung auf eine Schutzzone um das von Russland kontrollierte ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja wird laut der Uno-Atomaufsichtsbehörde IAEA durch die Beteiligung des Militärs an den Gesprächen erschwert. »Ich glaube nicht, dass eine Einigung unmöglich ist, aber es ist keine einfache Verhandlung«, sagt IAEA-Chef Rafael Grossi dem italienischen TV-Sender RAI.

Die Gespräche mit Vertretern der Ukraine und Russlands seien komplizierter geworden, weil nicht nur Diplomaten, sondern auch Militärs beteiligt seien. »Es ist ein längerer und schwierigerer Verhandlungstisch geworden«, sagte Grossi. Er wolle nächste Woche zu Gesprächen in die Ukraine zurückkehren und hoffe, später auch nach Moskau zu reisen. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig immer wieder vor, die Anlage zu beschießen.

Kämpfe um Soledar dauern laut Selenskyj an – Prigoschin widerspricht

20.02 Uhr: Die schweren Kämpfe um die ostukrainische Kleinstadt Soledar dauern nach Angaben des Generalstabs in Kiew und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj weiter an. »Der terroristische Staat und seine Propagandisten versuchen so zu tun, als ob ein Teil unserer Stadt Soledar […] eine Art russischer Besitz wäre«, sagte Selenskyj in einer Videoansprache. »Aber die Kämpfe gehen weiter.«

Die Militärführung in Kiew teilte mit, dass das russische Militär versuche, sowohl Bachmut anzugreifen als auch die Versorgungswege in das benachbarte Soledar zu unterbrechen. »Die Kämpfe dauern an«, hieß es in der Mitteilung.

Unterdessen gab der Chef der russischen Söldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, an dass die Kleinstadt im Gebiet Donezk inzwischen vollständig erobert worden sei. Dabei seien etwa 500 ukrainische Kämpfer getötet worden, behauptete er in einer Mitteilung, ohne Beweise vorzulegen. Am Dienstag hatte er noch gesagt, die Stadt sei fast erobert und etwa 500 ukrainische Soldaten seien eingeschlossen. Die russische Militärführung schweigt bisher zu den Angaben. Sie lassen sich bislang nicht unabhängig prüfen.

Ukrainischer Außenminister geht von Leopard-Lieferung aus Deutschland aus

17.41 Uhr: Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba geht trotz des aktuellen Neins aus Berlin davon aus, dass Deutschland Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine liefern wird. »Selbst wenn Deutschland gewisse rationale Argumente dafür haben sollte, es nicht zu tun, wird Deutschland es zu einem späteren Zeitpunkt trotzdem tun«, sagte Kuleba im Interview mit der ARD-»Tagesschau «. Das sei bei Panzerhaubitzen, Marder-Panzern und Patriots-Luftabwehrsystem auch so gewesen, erläuterte er.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Robin Wagener, Vorsitzender der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe, forderte die Bundesregierung unterdessen auf, dem Beispiel Polens zu folgen und Lieferungen von Leopard-2-Panzern an die Ukraine zu ermöglichen. »Die Ukraine braucht Panzer westlicher Bauart für die Verteidigung und Befreiung russisch besetzter Gebiete«, sagte er laut der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin.

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