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Ukraine-News am Freitag: Russische Truppen ändern offenbar ihre Strategie

February 24
11:16 2023

Russland geht es dem britischen Geheimdienst zufolge nicht mehr um beträchtliche Gebietsgewinne. Selenskyj spricht von einer schwierigen Lage im Osten. Und: Kanzler Scholz appelliert an den Kriegstreiber. Die News.

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Nobelpreisträgerin fordert Rückkehr von Kindern aus Russland

09.05 Uhr: Die ukrainische Friedensnobelpreisträgerin Olexandra Matwijtschuk hat internationale Hilfsorganisationen aufgefordert, sich in Russland stärker für eine Rückholung der im Krieg dorthin verschleppten Kindern einzusetzen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz habe ebenso wie die Vereinten Nationen mit ihrem Kinderhilfswerk Unicef und dem Flüchtlingskommissariat UNHCR Büros in Russland und die Ressourcen, um »deportierte« Kinder wieder in die Ukraine zu bringen, sagte die Menschenrechtlerin der Deutschen Presse-Agentur.

Matwijtschuk ist Vorsitzende des ukrainischen Zentrums für bürgerliche Freiheiten (Center for Civil Liberties, CCL), das 2022 neben Menschenrechtlern aus Belarus und Russland mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. »Wir brauchen humanitäre Anstrengungen, weil viele Ukrainer gewaltsam nach Russland deportiert wurden«, sagte die 39-Jährige: »Die Organisationen müssen wenigstens versuchen, das zu tun.«

Bericht: Polens Ministerpräsident reist nach Kiew

09.00 Uhr: Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki reist der Nachrichtenagentur PAP zufolge zum Jahrestag des Kriegsbeginns nach Kiew. Die Agentur zitiert den Generalsekretär der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Krzysztof Sobolewski: »Nach meinen Informationen reist der Ministerpräsident nach Kiew und wird wahrscheinlich an einer Sitzung des ukrainischen Parlaments teilnehmen.«

Scholz: Trotz Ukraine-Herausforderungen vieles »gut hingekriegt«

08.40 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht Deutschland trotz der von Russlands Überfall auf die Ukraine ausgehenden Krisen auf einem guten Weg. »Bei all den Herausforderungen, die sich durch den Krieg in der Ukraine und auch in Deutschland ergeben – haben wir vieles ziemlich gut hingekriegt«, sagte Scholz in seiner Videobotschaft »KanzlerKompakt« . »Wir haben genug Gas und Öl. Die Wirtschaft steckt nicht in einer tiefen Rezession. Und wir haben mehr als eine Million ukrainische Flüchtlinge aufgenommen, dank großer Hilfsbereitschaft überall im Land.«

Zum Jahrestag des Kriegsbeginns appellierte Scholz erneut an Kreml-Chef Wladimir Putin, dem Leiden ein Ende zu setzen. »Putin hat es in der Hand. Er kann diesen Krieg beenden.« Es seien nicht die Waffenlieferungen des Westens, die den Krieg verlängerten, sagte Scholz. »Das Gegenteil ist richtig: Je früher Russlands Präsident einsieht, dass er sein imperialistisches Ziel nicht erreichen wird, desto größer ist die Chance auf ein baldiges Kriegsende.« Die Videobotschaft ist online auch mit ukrainischen Untertiteln zu sehen.

London: Russland will vor allem ukrainische Armee schwächen

08.30 Uhr: Die russischen Truppen haben in ihrem Angriffskrieg gegen die Ukraine nach britischer Einschätzung erneut ihr Vorgehen geändert. »Ihr Feldzug zielt jetzt wahrscheinlich hauptsächlich darauf ab, das ukrainische Militär zu schwächen, anstatt sich darauf zu konzentrieren, beträchtliche Mengen an Territorium zu erobern«, teilt das Verteidigungsministerium in London mit.

»Die russische Führung verfolgt wahrscheinlich einen langfristigen Ansatz, bei dem sie davon ausgeht, dass Russlands Vorteile bei Bevölkerung und Ressourcen die Ukraine letztlich erschöpfen werden«, hieß es unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse.

Die russische Strategie, das Nachbarland zu kontrollieren, sei seit 2014 weitgehend konstant geblieben. Bis 2021 sei dieses Ziel »subversiv« verfolgt worden, indem Moskau die ukrainische Halbinsel Krim annektierte und den nicht erklärten Krieg im ostukrainischen Donbass schürte. »Am 24. Februar 2022 schwenkte Russland auf einen neuen Ansatz um und begann eine umfassende Invasion, mit der versucht wurde, das ganze Land zu erobern und die Regierung zu stürzen.« Bis April 2022 habe Russland dann realisiert, dass dies gescheitert sei, und habe sich darauf konzentriert, seine Herrschaft über den Donbass und die Südukraine auszudehnen und zu formalisieren: »Es hat langsame und extrem kostspielige Fortschritte gemacht«, heißt es in London.

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